Wolfsmond
Album • 2005
Zerbrochen auf dem Opferfelsen ward lebendig dargebracht die Gabe, die erweckt deb Dunst, auf schauderliche Art entfacht. Die Bäume zeugen, ächzen, lechzen, schleichend Unheil droht, es zieht herauf der Schwarze Dunst, birgt widerlich den Tod. Dergestalt das Greuel lungert, nicht von dieser Welt, das zögernd, noch in brackig Tümpeln sich verborgen hält. Aus Finsternis wird Bosheit ausgekotzt in einem Schwall, was einst der Sumpf beherbergte, das wimmelt überall. Ein kaltes, nasses Herz im Schlamm, das hämmmert und pulsiert, es atmet schwarzen Nebel, der abartiges gebiert. Und blutige Verwüstung bringt der Dunst, bevor es tagt, dann zieht er sich zurück, wohin kein Mensch zu folgen wagt.
Submitted by Dahmers Fridge — Apr 23, 2025
Sterne schauen still herab, wo Verwesung Leichen frisst, wo die Nacht am tiefsten ist. Kühl umfängt mich hier die Luft wie ein Hauch von Todesduft, ich bin dort, wo du nicht bist, ich bin, wo kein Leben ist. Ganz allein... bin ich nun, an dem Ort... wo die Toten ruhn. Still ist es.. nicht ein Laut, finster ist's... und kein Morgen graut. Meine Augenlider senken sich, ich öffne meinen Geist und rufe die Bestien herbei. Ich lade ein zu einem Fest mit Menschenblut und Fleisch, der Boden bebt, manch Grabstein birst entzwei. Sie kommen aus den Höllenreichen, böse, voller Gier, blutrünst'gem Hass aus endloser Qual. Und gift'ger Geifer schäumt um scharfer Zähne Zier, es hungert alle... nach diesem Mahl Kommt, Dämonen, reißt in Stücke... den Körper mein! Kommt und grabt die Klauen und Fänge tief ins Fleisch hinein! Reißt die Haut in Fetzen, saugt mir die Augen aus! Spaltet meinen Schädel und drinkt mein Blut daraus! Kommt, Dämonen, Höllenwesen, zehrt von meinem Leibe! Fresst mein Hirn, verschlingt mein Fleisch und meine Eingeweide! Reißt die Sehnen von den Knochen, schürft daraus das Mark hervor! Quetscht mein Herz, dann quillt aus dem ein letzter Tropfen Blut empor! Mein Leib sei euer Mahl! Garstig klingt's, als sie mich reißen, meinen Leib in Stücke beißen, sich an meinem Blute laben, nichts von mir beibt zum Begraben. Wo ich war, riecht es nach Tod, ist vom Blut die Erde rot, nun ist es zu End' gebracht, dieses war die letzte Nacht.
Submitted by Nargaroth — Apr 23, 2025
Aus einem fahlen Loch am Himmel dringt diese Stimme stets zu mir, spricht unklar von verrenkten Dingen, der Tod kommt nicht als Freund zu dir. Ein Leichenlicht ist angezündet, schemenhaft scheint's durchs Geäst. Ich bin von diesem Licht besessen, das mich nicht ruh'n läßt. Und Geistern zerr'n mit klammen Fingern ein Scheusal mir aus Mark und Bein, das tobt und hetzt und Mord begeht im frostig harten Mondesschein. Ein angenagtes Schattendasein, zerwühlt, umnachtet und zerzaust, es spiegelt pur sich im Entsetzen in Augen, wo der Wahnsinn haust.
Submitted by Cyberwaste — Apr 23, 2025
Fern blieb mir der Sonne Schein, seit Tagen folg' ich einem Weg, der mich nur durch Ödnis führt und über Flüsse ohne Steg. Dämmerlicht weist mir den Pfad in frostdurchwirkter Einsamkeit. Manch' Gedanke ging dahin, zersplittert in der Dunkelheit. Ein Tor im Felsen suche ich, gelockt von einem alten Klang, der mit Macht die Weite füllt und bis an meine Seele drang. Krachend öffnet sich der Grund, ein Loch klafft vor mir, schwarz und kalt. Ich gehe in die Finsternis, in ew'ge Tiefen ohne Halt. Endlos lange wandre ich und finde einen prächt'gen Saal, den ein sanfter Schein erhellt, wie Kerzenlicht, doch seltsam fahl. Und dort im Saale steht ein Trohn, auf dem ein Herr ein Zepter hält, ein Drache ist's von alten Blut, der König dieser Schattenwelt. Sein kalter Blick durchbohrt mich schier, mein Sein erstarrt, mein Odem stirbt, als er mir fauchend etwas sagt, das alles Leben rasch verdirbt. Er bietet mir die dunkle Macht, nimmt mir die Furcht und allen Schmerz, der Preis dafür ist gar gering, 's ist nur mein schwaches Menschenherz. Nun wandle ich hin durch die Welt, ein Eisenherz in meiner Brust, das Eisblut durch die Adern peitscht, des Jagens Gier, des Tötens Lust. Mein Eisenherz schenkt mir die Macht des Drachen und der Finsternis. Und jener lacht schauerlich, als er das Menschenherz zerriß. Mein Eisenherz treibt mich voran auf meiner Suche unheilvoll nach Wärme und nach frischem Blut, das meine kälte näher soll. Ein Schattenwesen bin ich nun, zu seelenlosen Sein verdammt, im Dunkel wartend auf die Zeit, da endlich sich die Welt entflammt.
Submitted by Grave666 — Apr 23, 2025
This track is instrumental.
Rote Schleier vor den Augen, Schaum vorm Maul und Gift im Blut, rasend pumpt sie durch die Venen, die infizierte Plasmaflut. Unvermindert kommt in Wellen ein verzehrend' Rauschzustand, der die DNS verstümmelt, Tollwut drangsaliert entflammt. Hinter einer starren Maske jene Wut das Hirn zersetzt, peitscht die Innerei'n mit Nesseln, Nerven, wundenbrandbenetzt. Nicht zu ahnen, welche Plagen fiebrig diesen Körper schütteln, wie sie geifern, wie sie brüten, wie sie lästern, wie sie rütteln. Tausend schwarze Würgegeister tummeln sich im Knochenmark, wühlen sich durch ein Gebilde, das die kalte Haut verbarg, mästen sich wie fette Maden, peinigen und malträtieren, halluzinogener Irrsinn, marodierend hausen Viren. Blutvergiftung nagt an jenem, der verseuchten Biß geschmeckt, dem das Blut die Sinne nebelt, der vom kranken Blut geleckt, der nicht lang' mehr lebend wandelt, noch nicht tot, dahingerafft, bald in Krämpfen schon krepiert ist, krank, von Tollwut hart gestraft.
Submitted by Lake of Tears — Apr 23, 2025
Längst hast du den Weg verloren tief in diesem alten Wald, deine Finger sind erfroren, deine Lippen blau und kalt. Ringsumher ein weißes Funkeln, Bäume, Sträucher, Moos und Laub, alles glitzert hell im Dunkeln, wart', du wirst der der kälte Raub! Unbedacht und unbesonnen lenkst du den Schritt hierher, niemand ist hier je entronnen und auch du gehst nimmermehr. Schon beginnst du, schwer zu keuchen, Reif bedeckt dein Angesicht, stehst nicht mehr, kannst nur noch kreuchen, alle Lebenskraft zerbricht. Ausgesaugt wird deine Wärme, Kälte rast durch deinen Leib, Frost zerreißt dir die Gedärme, Furcht liebkost dich wie dein Weib. Silbrig glitzern deine Haare nutzlos offen steht dein Mund, Augenblicke werden Jahre, kalt wird deine letzte Stund'. Rauhreif streicht mit dürren Fingern über dein Gesicht, krallt sich quälend langsam in dein Herz hinein. Deine Zähne klappern, was du tust, es wärmt dich nicht, warte nur, schon bald wirst du erfroren sein. Geisterhafte Schemen um dich herum, ein Hauch von Frost sie erstarren und vergehen. Du willst atmen die Luft gefriert und macht dich stumm, das Glitzern in deinem Hals kannst du nicht sehen. Kalt hält dich die Erde, leise klirrt das Gras, stille stehn die Bäume, denen du zum Fraß dargebracht vom Rauhreif, der dein Herz ergreift, der dich wunderschön mit weißen Hauch hereift. Leblos liegt dein Körper, weiß wie alles ringsum, finster schaun die Bäume, hungrig, gierig, stumm, weißkristallnes Funkeln in der tiefen Nacht, kalter Tod im Dunkeln in der rauhen Pracht. All dein hoffen birst entzwei, du wirst den Tag nicht sehn, Rauhreif hüllt dein Leben ein, im Frost wirst du vergehn. Deine Seele flieht den Leib, denn der ist längst verlorn, Rauhreif dekt dich sachte zu, der Tod hat dich erkorn!
Submitted by Cyberwaste — Apr 23, 2025
Blank und weiß und nicht in Gräbern, ausgeblichen, wirr verstreut, als Fragmente einst'ger Körper, die kein Leben mehr erfreut. Nutzlos hängen sie an Ästen, nichts bewegt sie, nur der Wind wispert in den leeren Hüllen jener, die verendet sind. Aufgereiht, um zu bemerken, dass nichts weiter übrig bleibt, nichts als Knochen, Staub und Asche und des Todes Einsamkeit. Abwärts blicken Augenhöhlen düster in das Regenlicht, ausgebrannt und abgefressen, lang' schon starr und ohne Sicht. Gähnend klaffen off'ne Rachen, Schädel grinsen spöttisch drein, stumm, doch immer noch bedrohlich, faulig schimmert das Gebein. Abgehäutet, bar des Fleisches, abseits jeglicher Geduld, spröde in vergilbter Schönheit, huldigend dem Knochenkult
Eingehüllt in grauen Schwaden liegt ein verschwieg'nes Massengrab, hat verschlungen freudig Leben, dessen traum hier elend starb. Niemand kennt genau die Wege, dem Geheimnis zu entgeh'n, das verbergen morsche Weiden, die als Todesboten steh'n. Nichts verrät an diesem Orte, welche Bosheit dich entführt, wer da wartet all die Tage, dass der Tod hier graus' regiert. Nichts erzählt dem Ahnungslosen von Gebeinen, die tief ruh'n und dem Treiben in der Stille, von dem hinterhält'gen Tun. Nichts und niemand zu finden zwischen Wurzeln und Gestrüpp, spurlos in vergor'nen Tiefen, denn der Tod lässt nichts zurück. Er lauert grimm im kalten Nebel auf des Opfers falschen Schritt, Unschuld gaukelt grüne Moose Laub und Gräser sind die List. Leise summt des Windes Betteln, schmatzend warted der Morast, gierig starren tote Augen, wessen Leib Das Moor erfasst. Lachte, wenn die Menschen sunken grausam in des Moores Dreck, lauschte lüstern bangen Rufen, hockte schmunzelnd im Versteck. Raunt hingegen böses Flüstern, fehlgeschlagen ist der Trug, wann verirrt sich neue Beute in des Moores Todesfluch.
Submitted by Iron_Wraith — Apr 23, 2025
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