Mythen, Mären, Pestilenz
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Einisch, vor alte Ziite het im Land es het im Land es Meitli glebt E Tüüflin in Engelsgstalt wo hützutags dur d Wulche schwebt In ihrem Lebe het sie sichs mit allem Volk verdorbe Und darum isch sie sit dem scho tuusig Mal verstorbe De Türst und s Wüetisheer Es tunnre dröhnt durs Land De Türst und s Wüetisheer Uf ewig nimmt de Tod sis Pfand Das Wiib isch mit uf wildi Jagd mit Mordlust und Iifer Verdorbe vom Tüüfelspakt bringts Schrecke id Dörfer S Horn sell lüüte bis zum Tag Wod Menschlichkeit in Flamme staht D Geisterhorde kennt kei Pardon Bis jedi Seel ihre Körpfer verlaht S Wüetisheer, s Wüetisheer Es hüülends, tobends Liichemeer
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 29, 2026
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En goldne Strahl dur d Muure sticht En Schlachtruef usem Nebel bricht Und plötzlich sind sie uf de Muure De Widerstand wird nöd lang duure Angriff uf Griifesee Hüt znacht waltet kei Gnade meh Kei Zürcher wird de Morge gseh Bluetmatt, en Liicheberg D Tuube ehreised still und d Schwerter füetered d Höll Bluetmatt, e Mordnacht voll Hass Und wenn d Klinge rueht, denn schreit s Feld nach Bluet Schand wird uf eusi Fiinde niederfahre Und frässe wird sie ihri Chind Und nüt cha sie no vo ihrem Schicksal bewahre Drum wartets i ihrem Liid, bis de Tod sie mit sich nimmt Rot isch d Erde Im Dräck müend sie sterbe
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 29, 2026
In Sturmesnacht, mit wilder Macht Der Wahnsinn durch das Dickicht lacht In trübem Schein, der alte Hain Samt Heidenvolk zu Kraft erwacht Weh' dem Christenpack, das sich hierhin begibt Die Heidenburg wacht über uns Ein Gott liegt hier besiegt Weh' dem heilig' Wort, dem Pfaffen und dem Kreuz Die Heidenburg wacht über uns Wer Herden folgt bereut's Wurzelwerk, Runenstein Des Waldes Ruf soll unser sein Die fahle Maid das Gold verspricht Doch Pech und Schwefel lügen nicht Nachtvolk, Erdgetier Von nah und fern versammelt hier Ein Leben lang nach Sinn gegraben Verlässt der Mensch die Welt mit Klagen Türme ragen kalt und tödlich auf Und in der Ferne, der erste Sonnenstrahl
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 29, 2026
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Ein zerlebtes Antlitz grimmig durch Die Schwaden starrt Ein greller Blitz die Luft vernarbt Sieben Köpfe blicken bleckend In das gleißend Himmelszelt Ein stummer Schrei vom Felsen gellt Es zieh'n heran die Bergengeister Es zieht heran ein Sturm der Glut Ein rasend Heer; die Höllenbrut Das Opfer sieht den Schatten nahen Erstickend und in Pein gehüllt Der Druden Mund mit Blut gefüllt Von Teufels Wut und Fackelschein Die Hexenbrut zu Nirgendheim Die Schlachtbank ist der Opferstein Die Hexenbrut zu Nirgendheim Das Opferlamm in Menschenform Die Heilung vor dem Tod verspricht Was er entsann in seinem Zorn: Befreiung von dem Gotteslicht Ein zuckend Leib vor trüben Augen Flehend sich zum Himmel krümmt Doch flammernd Klauen ihn zerdrücken; Teufelskraft die Leben nimmt Teufels Boten Sieben Seuchen, sieben Seuchen kennt die Welt Verbrennt die Toten Sieben Leichen, sieben Leichen kennt die Welt
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 29, 2026
’s isch äben e Mönsch uf Ärde – Simelibärg ’s isch äben e Mönsch uf Ärde – Simelibärg Und ds Vreneli ab em Guggisbärg Und ds Simes Hans-Joggeli änet dem Bärg ’s isch äben e Mönsch uf Ärde Dass i möcht bi-n-ihm si Das Mülirad isch broche – Simelibärg Das Mülirad isch broche – Simelibärg Und ds Vreneli ab em Guggisbärg Und ds Simes Hans-Joggeli änet dem Bärg – Das Mülirad isch broche Mys Lyd das het en Änd
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 29, 2026
Ei Rittersmann von edler Art War einst in ein Weib vernarrt Dies' Weib so zeigt uns die Geshcicht' War von gutem Herzen nicht Der Ritter von Lasarraz Gezeichnet von dem Mal der Schande Fürchtet er der Toten hass Der Ritter von Lasarraz Zwei Kröten zieren seine Wangen Frevel hat der Mensch begangen Der Eltern Burg der Braut geschenkt Das Unglück sich auf diese senkt Vertrieben aus dem eignen Heim Wandeln beide nun allein Asche auf des Rittersmanns Haupt Die Strafe weicht auch vor dem Blute nicht Das Weib von Schlangen totgebissen Sein Kind von wildem Tier zerissen Der Ritter selbst in seiner Scham Durch seinen Sohn zu Tode kam Und so endet diese Mär Von des Ritters Leid
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 29, 2026
Von weit her dröhnt der Hufenschlag Der die Menschen jagt Er ist Grauens Bote Hinter Bäumen das Schnauben naht Über steinig Grat Tausend Äste bersten still Das Unheil stürzt heut durch den Wald Und Kopflos macht der Reiter halt Aaah, s'ist der Schimmelreiter Und grässlich auf zum Himmel schreit er Aaah, sie geißelt das Volk, die Raserei des Unholds Niemand wagt sich durchs Astgewirr Denn der Tod haust hier In diesen kalten Bäumen Lautlos stürmt er und ohne Rast Ihm ist die Welt verhasst Die ihm Leib und Leben nahm
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 29, 2026