Jenseits des Grabes
Einst aus ew'gem Schwarz geboren. Dunkelbringer, Lebensfeind, kamen sie, das Sein zu tilgen Bestien, die der Hunger eint. In des Lichtes totem Winkel, wo die Schwärze schweigend schwärt, kann kein Auge sie erblicken weil so dicht das Dunkel gärt. Wie sie dort in Schatten harren, kauern, lauern, warten, starren, Beute naht, sie müssen fressen, absorbieren unermessen! Lebenssaft netzt trock'ne Kehlen, stillt den Durst- soll's nicht verhehlen, lindert so die Pein der Gier, rötlicht glänzt des Grauens Zier. Jede Finsternis birgt Schrecken, niemand wagt, sie zu erwecken wachen sie, beginnt das Jagen bald schon folgt das Weheklagen. Kommt die Dunkelheit gekrochen, schmelzen sie das Fleisch vom Knochen virengleiche Nachtgesellen, die des Todes Söldner stellen.
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026
Ein' feste Burg ist uns der Tod, ein Kampfgenoss' ohn' Zagen, bringt stets Vergang und düst're Not und lässt die Witwen klagen. Mit eurer Macht ist nichts getan, so rasch seid ihr verloren, der Tod ist ein gerechter Mann, den wir als Freund erkoren. Das Schwert blitzt hell, die Sense singt, mag uns die Schlacht verschlingen, er ist's, der die Erlösung bringt von allen weltlich' Dingen. Ist er uns auch ein kalter Gast, wir heißen ihn willkommen, Er erntet schnell, kennt keine Rast, all's Leben wird genommen. Wann immer uns auch Unheil droht, steht er in Wehr und Waffen, ein' feste Burg ist uns der Tod, das Leben hinzuraffen. Wir errichten unsere Burg auf den Knochen der Toten!
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026
Lasst die heißen Flammen lodern unterm weiten Sternenzelt, rot zu weiß erglüht das Eisen, singend, wenn der Hammer fällt. Von den Bergen hallt es wider, Stärke dröhnt in jedem Schlag, Schmiedes Schöpfung auf dem Amboss, stählern grüßt der neue Tag. Kehrreim Zwölf Schwerter - gänzend und prächtig! Zwölf Schwerter - flammender Stahl! Zwölf Schwerter - siegreich und mächtig! Jünger des Krieges, Sonnfeuers Zahl! Wetzt das Eisen, schärft die Klingen, singt das Lied von Kampf und Tod! Starker Arm führt scharfe Streiche und die Erde färbt sich rot. Unser Gott will keine Knechte, Blut und Eisen - sein Altar, Klarer Geist mit kühnem Wute, Schwertregentschaft immerdar! Kehrreim Sing das Lied von Schlacht und Sterben. Eisen schlägt dazu den Takt, reine Poesie des Krieges, die durch manches Hirn gehackt! Krieger, Sieger und Gehenkte, Zwölf - die Zahl vollkomm'ner Schar, Schwerter röten sich im Felde und der Tod ist Immer wahr! Kehrreim
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026
Älter, finst'rer, ungleich stärker als der Krippengott sie war, strömt die Kraft aus dunklen Räumen, hörnertragend, schweigsam, klar. In die Sterne ist's geschrieben seit dem Anbeginn der Zeit, dass wir einst zur Quelle finden, sich der Geist von Schmutz befreit. Kehrreim Wo der Jäger herrscht auf ewig scheint uns hell das Sternenlicht leitet stets den Kurs der Schiffe klärt uns immerdar die Sicht Hier, im Silberlicht der Sterne, hören wir den Viel-Gesang. Ahnenkraft durrchglüht die Herzen, dieser Tag ist nicht mehr lang! Was uns stirbt, muss Asche werden, Sternenlicht weist uns den Pfad, dass wir durch die Himmel stürmen, dass sich weiter dreht das Rad! Kehrreim
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026
Wenn der Tod naht und mir kühl mit slch'rer Hand die Augen schließt, will ich lächeln, freudig grüßen, weil's das Leben rasch verdrießt. Sei mein Fleisch der Raben Letzung und der Erde Trank mein Blut, abgefressen bleichen Knochen, wo nun mehr die Stille ruht Kehrreim Lass dich von Dämonen hetzen oder halte mit mir Schritt, auch du magst das Grab beschweren. Auf zum Sterben! Du musst mit! Dieses Tor, das ich durchschreite, trennt die Lebenden von mir. Willst du folgen, musst du sterben. lass das Menschsein hinter dir! Kehrreim Auf der and'ren, dunklen Seite wartet schon das Totenreich, Alptraumwesen, Eiseskälte, hier ist alles Dasein bleich. Wenn wir einstmals wiederkehren, glänzt ein Schwert in jeder Faust, Geisterkrieger aus dem Jenseits, Totensturm, der vorwärts braust! Kehrreim
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026
Hier, am Waldrand, auf dem Hügel steht ein prächt'ges Gotteshaus. Helles Läuten bannt die Geister, treibt die Heidenteufel aus. Dass der Grund bereitet werde, floss hier unsrer Ahnen Blut. Wo einst unsre Feuer brannten, brennt unstillbar unsre Wut. Kehrreim Blut ist nicht umsonst geflossen. Ward nicht folgenlos vergossen. Ward die Saat aufs Feld gebracht, hebt sie sich nach langer Nacht! Nun spür' ich den Zorn der Götter, der durch meine Seele hallt, dunkle Schatten, rote Flammen auf dem Hügel hier am Wald. Lass den Himmel sich verfinstern, nur von Malmers Blitz erhellt, der uns eint, uns gleißend leuchtet als ein neuer Glanz der Welt! Kehrreim
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026
Lass das Licht den Himmel röten, Widerschein des Leichenbergs, Totengräber, Feuerdämon, der Vollstrecker meines Werks. Horch, wie alle folgsam schweigen, aus den Flammen dringt kein Laut, Fleisch und Knochen, alles Asche, auf der nur Entsetzen baut. Hör nur, wie's da schlingt so gierig, wie befriedigt schmatzt die Glut. schwarzer Qualm, Gestank der Hölle, alles endet, nichts wird gut. Weiter, lass die Brände wüten, lass die Welt zu Rauch vergehen, nur der Tod ist eine Zukunft, niemand wird den Tag mehr sehen. Und des Feuers garst'ger Rachen schlingt und schlingt erbarmungslos, tote Augen sehen Flammen, ruh' nun in des Brandes Schoß! Endlos türmen sich Kadaver, endlos labt sich grimmes Rot, Lass die Leichenfeuer wüten, über allem herrscht der Tod.
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026