Abwegnis 121
(<em>Instrumental</em>)
Submitted by Nargaroth — Jun 19, 2026
Pfeile zerschneiden scharf die Luft. Spitze Boten leisen Schicksals bringen Kunde gebeugter Kraft! Horst du ihn, den flinken Pfeil? Siehst du meinen schmalen Boten? Gejagte, sich send ihn rasch und leis. Lahmende Ahnung wird nackt. Entblosste Angst wird still. -- Wohl empfing dein Herz meine elegante Gabe nicht.
Submitted by Nargaroth — Jun 19, 2026
(<em>Instrumental</em>)
Submitted by Nargaroth — Jun 19, 2026
- Flanieren mit Besonnenheit. - Schaulauf mit Beklommenheit. - Müßiggang mit Bitterkeit. Sausende Verschwommenheit! Bilderflut verwäscht! Spießruten-Blicke markieren. Augen stechen. -- gewahren wenig -- Lider unterbrechen illusorische Abzeichnung. Befinde mich am blinden Fleck ... Ich bin nicht da. Nicht für EUCH ...
Submitted by Nargaroth — Jun 19, 2026
Nicht unbehelligt zu sterben, ist begehrenswert Peristaltisch zuckender Schattenkampf! In Herzens Nest flüstert die grüne Eierschlange ohne Ton: Lerne auch von mir! Und sei's unbequem vom Tod zu lernen: Sei eigner Lehrmeister Dir! In astgeflochtner Ruhstätt' Todesweh'n klingt's an: Unverweslich unsre Minne ist Verzehret wird das Ei des Ich Herzflutender Dotter nähret und stärket mich Zum Nestkampfe, unverweslich, ewiglich Das Herz muß Flügge werden Grundentsagend Luftumspielt
Submitted by Nargaroth — Jun 19, 2026
Ich bin der Stein in Deinem Schuh Der tosend' Lärm in Deiner Ruh Dein Herz, es ist mein Nadelkissen Dein' Schmerz mach ich zum Leckerbissen Ich bin der schwarze Pfeil, der Dich erschießt Das tote Blut, das aus Dir fließt Nach der Ruh bin ich der Sturm In Deinem Sarg kriech ich als Wurm Dein Rachen ist die Nierenschale Dein Hirn koch ich zum Henkersmahle Facettenreich, ein toller Streich Denn namenlos bin ich geblieben! Gestatten, man ruft mich manchmal fälschlich -- Leben
Submitted by Nargaroth — Jun 19, 2026
Einstmals lachte ich in Stufen Farben spreizend zu Spiralen und Weiße Scheren schneiden in die Haut der Nacht Auch Gott muß scheißen, so dacht Ich's mir, muß man in Menschengassen rufen Als Denkgefäß sitz ich hier Nichts und niemand über mir Samt diffizilen Seelenphasen Und schlürfe Blut aus Blumenvasen Meine Angst, die geht auf Reisen Soll sie doch ein Bett verspeisen Gedanken im Gehirn, der Landebahn, Umkreisend, schleift sie fliegend Fang Und Zahn Einstmals lachten Stufen, zum Ich berufen Schwärze spreizend zu dunklen Strudeln und Löchernd Scheren schneiden in die Haut des Tags Auch als Mensch muß man nicht sterben, so dacht Ich mir, muß man in Göttergassen rufen
Submitted by Nargaroth — Jun 19, 2026
Ein schwindendes Licht verliert sich im Kullerschwarz der Augenpaare In der Deckung knickst der anmutige Individualist Und stelzt allein im tiefen Dickicht Vertrautheit ist Überbleibsel des Überlebenskampfs Ausgetretene Pfade bieten mir den Wurm Feierlich flötende Pfeiftöne schwängern die Luft Der Dämmerung Schwermütig perlen Tonreihen herab Ein Trillern wird zum Glucksen Das beharrliche Schnickern wird zum Todesjapsen Meine Kehle pfeift Aus meiner Kehle singt das Blut Sollte ich "erithacus rubecula" sein?
Submitted by Nargaroth — Jun 19, 2026