Timo Rautiainen & Trio Niskalaukaus
Album • 2004
ich will nicht so betrübt sein doch wer kann vor freude singen wenn diese welt uns droht vom unglück zu zerspringen der völker führende geister in ihren missionen tappen in der dunkelheit mit chaos hinterher diese narren im zirkus schmusen mit den guten ideen und leben wie bestien so will ich dunkles anziehen die gemeinsame welt ist ein phantasiegebilde so trag ich trauerkleidung und dunkel ist ihr gewebe wenn gerechtigkeit hier anwesend wär' dann wär' mein kragen vielleicht hell und weiß wie schnee doch wird die welt im dunkeln ihren weg fortsetzen so trag' ich trauerkleidung und schwarz bleibt dieser fetzen und was ist da noch zu lachen was soll die stimmung heben denn mit tränen fing es an und mit tränen soll es auch enden wenn ganze nationen auf die zahl des teufels setzen ich suche schwarz an und trauerkleidung ist der fetzen wenn gerechtigkeit hier anwesend wär' dann wär' mein kragen vielleicht hell und weiß wie schnee doch wird die welt im dunkeln ihren weg fortsetzen so trag' ich trauerkleidung und schwarz bleibt dieser fetzen
Submitted by VladTheImpaler666 — Nov 10, 2025
hinter einem kleinen see schon vergangen lange her sieht 'ne hütte abgeschieden haus der allerhärtesten eigen ist der wald um ihn wo er stiefelt fest dahin kümmert sich um steine kaum die tritt er aus dem weg nyt on mies! auf die stunde vorbereitet die halbe flasche eingenommen senkt den kopf in stubenecke holt die heilenden zangen die vernunft aus, die stimme bleibt das blut füllt ihm den mund und schlund die schmerzen hält doch aus ein mann aber nicht die scham nyt on mies! morgens wenn ich aufwache, rüste ich mich für den tag, indem ich an all das zurückdenke, worin ich in meinem leben versagt habe, und an all die chancen, die ich nicht genutzt habe ihr habt keine ahnung ich hab nichts vergessen euer verständnis will ich nicht eure hilfe ist vergebens selbst werd ich das grab mir schaufeln am stein den allerstolzesten selbst werd ich mein kreuz dann tragen den schwersten weg, den letzten nyt on mies!
Submitted by Pestilence — Apr 26, 2025
die krämpfe kamen ohne ende nach einem monat trunkenheit er weinte in der morgenstunde nun ist er nicht mehr weit bald war auch seine mutter da von jammerrufen hingetrieben sie schweigend sah den jungen an der todesbleich da lag zog zu die gardinen und setzte sich dann nieder sah den jungen husten blutig immer wieder zu sagen gab es gar nichts mehr vergebens suchten sich die hände die sonne sucht ihr blick weg aus dunkeln wänden so gingen stunden, ganze nacht es wurde still auf seinem lager sie endet ihre lange wacht und zieht den mantel an über acker, armes feld zum nachbarn gegenüber in das trübe licht sie öffnet leis die türen sie stand noch ganz in gedanken nur eins machte ihr zu schaffen: "ruft uns den wagen herbei der sohn ist nun entschlafen"
Submitted by Warbringer — Nov 10, 2025
über wälder, felder sonntagsglocken tönen dunkel im kirchendorf in schwarz ist der priester, familie auch doch einer der fehlte am grabe wohl der ältere bruder schafft im wald hat für den abschied keine zeit das haus vom vater erbte der eine dem anderen blieb das harte land das kalte und harte land mein heimatland, der väter land arme leute auf hartem land mein liebes land hört mal an seinen gesang der kantor singt für den toten im sarg ein jammern geht in der kirche um die gäste füllen den kirchenplatz die weiber fangen mit flüstern an mit schwarzen wallach auf fuhre holz hielt er an vor dem leichenhaus keiner zu sehen, ging seines weges und warf keinen blick mehr hinter sich das kalte und harte land mein heimatland, der väter land arme leute auf hartem land mein liebes land hört mal an seinen gesang nach der bestattung gleich nach hause das war der tag, es muss reichen nachts wird geschlafen, tags wird geschaffen des winters denkt man die toten nach doch am abend in der dämmerung drückt's dem bruder in der brust er bricht im garten 'ne rose ab verschwindet dann mit der dunkelheit das kalte und harte land mein heimatland, der väter land arme leute auf hartem land mein liebes land hört mal an seinen gesang
Submitted by Lake of Tears — Nov 10, 2025
er schämt sich für das elternhaus denn dort geht die geschichte aus an seine eltern denkt er gar nicht mehr noch an bedürftigkeit denn das ist vorbei er entwickelt pläne im großen stil macht damit vielen angst und bange man kennt seine gewohnheit, die probleme hinwegzufegen er sieht im nüchternen fernsehbild nüchterne nachrichten an auch da spielte er selber mit einmal vor jahren doch fühlt er gar nichts macht ist 'ne wachsende trunkenheit ein gott drei ellen lang und breit entsteht in ihm aus ihrer kraft wenn man so glaubt und der glaube fest ist mit ihm auf der wanderung - verloren - haben wir keine ahnung: wo verschwanden fromme wünsche? warum wir nun ins elend stürzen aus seiner großen gnad gab der herr uns dieses land kriegsschauplatz und brennmaterial ward es für den guten mann draußen bricht ein aufstand aus das macht ihm gar nichts aus er weilt in seiner hotelsuite und bestellt sich wieder ein call-girl für eine flüchtige sekunde fallen ihm frau und die kinder ein doch hat er nur noch diesen weg zu gefühlen... und die zeit vergeht... mit ihm auf der wanderung - verloren - haben wir keine ahnung: wo verschwanden fromme wünsche? warum wir nun ins elend stürzen aus seiner großen gnad gab der herr uns dieses land kriegsschauplatz und brennmaterial ward es für den guten mann
Submitted by Cyberwaste — Nov 10, 2025
das auto blieb stehen im wind aus norden um mich öffnet sich der lottogewinner land damals als alles zusammenbrach, hab' ich begriffen: es ist besser wegzugehen fürs gepäck der familie hatte ich keinen raum noch für die familie so fuhr ich allein hier läuft nichts mehr wie es laufen solle dabei war ich einmal ein mann von größter macht so viel blieb von mir dahinter boot, ferienreisen, meine kinder es ist hart, doch ich werd' es schaffen bin nun das fünfte geschlecht von bahnbrecher zuweilen denk' ich, ob die sterne wissen, wovor ich flüchte und warum ich weine manchmal halt' ich reden auf leeren höfen meine versprechen kommen im wald sehr gut an so viel blieb von mir dahinter boot, ferienreisen, meine kinder es ist hart, doch ich werd' es schaffen bin nun das fünfte geschlecht von bahnbrecher abgesetzt, doch ich komme wieder kommt der aufschwung, und die märkte rufen es komme was wolle, mir soll es gut sein und die dunkelheit hält, hält endlos an
Submitted by Corpse Grinder — Nov 10, 2025
die sonne zieht dem kargen land die weiße decke aus, mit der auch der schmutz des frühlings in sein flussbett saust hilf doch der üblen landschaft in ihr nasses grab, wenn du deine eigne natur nicht verstecken kannst oben, eine kleine dachkammer, in dem alten schrank waffe, werkzeug, nackte frauen an der wand der junge liegt still auf der pritsche, arbeit blieb schon stehn der lenz der rieselt in dem bach, das blut atmet schwer der vater schaut in die glut der rauchenden sauna stumm unten in dem brunnen geht der köter endlos 'rum der junge watet durch den wald, schaum auf den backenbart in kürze kommen männer wieder, in weißen jacken an die frühlingzeit spielt ihre stimmen für den jungen mann, die sein vater und die mutter nicht wahrnehmen kann die dorfbewohner halten großen abstand zu dem haus das wort geht um, doch vor den eltern ist das reden aus das winterland gibt dem trüben kopf die ruh' doch wenn das jahr und säfte steigen gibt's keine ruh' der frühling hat den jungen aus den augen weggebracht mit bösen zungen wird an den verrückten mann gedacht im glauben, dass ein solches schicksal uns nie holen kann doch prägt es, wenn es ihm gefällt, einen jedermann das winterland gibt dem trüben kopf die ruh' doch wenn das jahr und säfte steigen gibt's keine ruh'
Submitted by Lake of Tears — Nov 10, 2025
er füllt den rucksack mit den steinen, mit gedanken jeden einzelnen winkel brocken groß wie männerfäuste, mit hurensöhnen seiner trauer die bitteren steine nacheinander sammelt er ein und schafft gut jeden stein in den sack braucht keine hand, keinen rat auf den rücken hebt die trauer, kalten glanz in den blick hebt den verdruss an die taille; den gleichschritt für die strecke hat seinen marsch schon angetreten und seinen groll im sack gibt er nie mehr auf vor augen sind ungezählte bilder: grenzenlose schuldgefühle bodenlose betrübtheit missbrauchte freundschaften wohin auch der weg ihn führen soll er hält an seiner liebe fest trägt auf schultern seine last den größten schatz bei dem tod er hinterläßt den kindern seinen sack wieder eine neue generation bekommt die last auf sich gewälzt; und der kreis der rache setzt sich fort, der aus der ladung ihren glauben schöpft sie halten an der liebe fest auf schultern tragen ihre last den größten schatz
Submitted by Morgoth — Nov 10, 2025
die schwarze welle der bomber über dem schlafenden land jagte uns, den stillen grauen zug in schnee am tages rand zunächst sahen wir alle die welt in flammen aufgehen es musste ein jeder mann sein haus zum abschied niederbrennen und wenn die waffen dann schweigen fängt ihre wanderung an die arme menschenschaar, die sich den blick zurück nicht mehr leisten kann als dann im endlosen schnee verschwand der kleine bruder in dem himmelsblute zeigte sich der lächelnde henkersknecht auf den fersen lauert der schnitter tod der himmel legt ein leinentuch auf unsre not unser lager steht in kälte vor der wahl: grenzübergang oder himmelfahrt
Submitted by johnmansley — Nov 10, 2025
am kohlenfeuer stehend ich schaue in das haus in gedanken darüber, was ich nicht mehr bin alles kennst du, tust und kannst du viel besser als ich je also glaub ich und fürchte sehr ich brauche euch, doch ihr braucht mich nicht mehr ich ahnte, dass ich nie und nimmer, auf keinen fall dies hier übertreffen kann all das, was ich, kinder hier für euch getan rat gegeben und euch geschützt wiegt meine fehler nicht mehr auf liebes kind noch einmal ich mach dein haar zurecht zum allerletzten mal helfe dir deinen mantel auf gegen kalten wind dieses allertletzte mal ich schließe meine augen kann euch erwachsen sehn ist es schon zeit für mich zu gehn? wenn dies nur ein traum wär bloß ein langer wahn bin ja selbst kind von zwei erwachsenen die kein kleines kind verdienen kann liebes kind noch einmal ich mach dein haar zurecht zum allerletzten mal helfe dir deinen mantel auf gegen kalten wind dieses allertletzte mal bitte lauf mit mir noch ein kurzes stück einen letzten augenblick verzeihe mir ich falle dir zur last ich war lange nicht mehr lange nicht mehr, was ich früher war
Submitted by Pestilence — Nov 10, 2025
Die wellen funken im tagesflimmer Die sonne führt den see zum tanz Sieht die mutter hinter den wellen Den jungen mit blauen augen? Der wind der kämmt den waldesrücken Biegt beiseite das geäst Sieht die mutter hinter den bäumen Den jungen mit blauen augen? Die tropfen stechen in den boden Trommeln die neue wahrheit nackt Sieht die mutter hinter dem regen Den jungen mit blauen augen? Gedanken prüfen neue tage Erinnerungen sind zu stark Sieht die mutter nach den jahren Geschlossen sind blaue augen
Submitted by VladTheImpaler666 — Feb 07, 2026
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