Raunacht
Der sanfte Fall des Eiskristalls In unheilvoller, stiller Nacht Der Himmel, leichenblass und kalt Erzittert vor dem Umzug dunkler Macht Kalt glänzt das ferne Firmament In dessen Wunden Feuer brennt Pechschwarzer Rauch steigt durch die Zweige Das Totenfeuer ist entfacht Ein kalter Hauch durch Wald und Heide Gerinnt zu Flammen heute Nacht Das Feuer speit tanzende Schatten Als des Mondes Licht erlischt Und der Traum irdischen Daseins So wie morsches Holz zerbricht Kalt glänzt das ferne Firmament Die Himmelsfeuer sind entfacht Sieh, wie die Grenze nun verbrennt Die Pforte öffnet die Raunacht Ein Riss entzweit die Himmelssphären Geführet von Dämonenhand Ein Donnern regt sich in der Erde Ein Eishauch fegt über das Land Siehe, wie das Raunachtfeuer tobt Sein Funke glüht wie tausend Sonnen Ein Flammensturm aus Hass und Tod Ist heute über uns gekommen Wie ein Wintersturm Weht der kalte Hauch des Todes Und treibt seinen Sporn Ins Licht des bleichen Mondes Das Feuer flackert auf der Lichtung Die schwarze Schatten offenbart Ein Reigen endloser Vernichtung Freigesetzt in der Raunacht Durch Eis und Schnee steigt der Rauch brennender Seelen Die der Wind zurückgebracht Kalt glänzt der Himmel in aufgerissenen Höhen Und speit sein Feuer in die Nacht
Submitted by Celtic Frost — Jun 17, 2026
Tief im Herzen des nächtlichen Waldes Fällt ihr Kleid wie Schnee auf die Zweige Aus Eis ist der Hauch ihres Atems Ein Miasma ewigen Leides Ihr Antlitz verhüllt wie von Leichentuch Stille umgibt sie wie eisiges Schweigen Ein Leuchten wie pechschwarzer Fluch Als sich die Tage dem Ende zuneigen Ihre Kälte zersplittert brüchige Knochen Ihre Stille ertränkt euer Treiben Ihre Leere verschlingt euer Hoffen Ihr Leuchten erlöscht euer Dasein Winterstürme bringen sie Wenn die Nacht kein Ende nimmt Und im Heulen aus Eis und Schnee Das Totenlied erklingt Ihre Finger wie knorrige Zweige Schlagen hell die Todesglocke Die letzten Tage gehen zur Neige Ein Leichentuch aus eisigen Flocken Die eisernen Ketten klirren im Wind Ein fahles Licht geht über die Felder Als die wilde Jagd beginnt Und Flammen tanzen im Herzen der Wälder Fürchte ihren leisen Tritt Ihre Klinge sitzt am Hals der Zeit Und ihr schneller, kalter Schnitt Öffnet das Tor zur Ewigkeit Das Tor zur Ewigkeit… Die toten Seelen folgen ihr Als die Grenze brüchig wird Und sich im Wintersturm verliert In dem die Eisenkette klirrt In ihren knorrigen Händen Hält sie still die wimmernde Angst Gefangen in rußschwarzen Wänden Aus denen du niemals entkommen kannst Ihre Kälte zersplittert brüchige Knochen Ihre Stille ertränkt euer Treiben Ihre Leere verschlingt Bangen und Hoffen Ihr Leuchten erlöscht euer Dasein
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026
Sterne verwittern am grauenden Himmel Zerfallen wie die Reste der sterbenden Nacht Deren Schatten im Nebel verschwinden Als in der Stille das Morgengrauen erwacht Über den Wäldern und in den Schatten Liegt noch die Aura finsterer Macht Die Eis und Feuer freigesetzt hatten Im dämonischen Reigen dieser Raunacht Erloschen sind die Geisterflammen Aus Asche steigt kalter Rauch Und die Geister, die über uns kamen Sind wie Sagen aus uraltem Brauch Morgenstille liegt über allem Kalter Rauch wie geronnenes Blut Doch tief in der Nacht des Verfalls Schwielt noch immer die brennende Glut Durch des Nordlichts Flammentor Ritt die wilde Jagd Reckt´ die Schwerter hoch empor In dieser kalten Nacht Gehüllt in donnernden Nordwind Ritt das Geisterheer Wie ein Sturm, der Stille bringt Mit Flamme und mit Schwert Nebelschwaden ziehen durch das Land Rastlos in sterbender Nacht Die letzten Flammen sind niedergebrannt Der Asche zum Opfer gebracht Im grauen Licht der Dämmerung Am Ende dieser Nacht Glimmt rastlos neuer Funkenflug Der die Flamme neu entfacht Im Herzen aller Wirklichkeit Schläft die Dämonenbrut Erwacht im Morgengrau’n der Zeit Bewacht die brennende Glut Erloschen sind die Geisterflammen Aus Asche steigt kalter Rauch Und die Geister, die über uns kamen Sind wie Sagen aus uraltem Brauch Morgenstille liegt über allem Kalter Rauch wie geronnenes Blut Doch tief in der Nacht des Verfalls Schwielt noch immer die brennende Glut Über den Wäldern und in den Schatten Liegt noch die Aura finsterer Macht Die Eis und Feuer freigesetzt hatten Im dämonischen Reigen dieser Raunacht
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026