Subway to Sally
Album • 1999
Komm nur, komm! Umarm die Wölfin Du wirst nicht gefressen werden Denn, sie leidet keinen Hunger In den Dörfern - bei den Herden Komm nur, komm! Greif nach der Schlange Längst ist all ihr Gift versiegt Auf dem Bauch ist sie gekrochen Und der Staub hat sie besiegt Böses Erwachen Komm nur, komm! Geh mit den Schafen Die Allein zur Schlachtbank traben Sicher wird man Dich verschonen Sich am Blut der Anderen laben Komm nur, komm! Geh durch das Feuer Denn, es schützt Dich ja mein Wort Geh für mich zur anderen Seite Dort lebst Du dann ewig fort Böses Erwachen Komm nur! Komm zum Kreuz gekrochen Zu dem Kreuz - das Du verachtest Das Du noch vor ein paar Wochen In den Staub zu treten dachtest Böses Erwachen - Böses Erwachen
Submitted by BloodShrine — Feb 20, 2026
Und rings umher im Wasser blühen Rosen Im Haar ein Nest von jungen Wasserratten So treibt ihr schlanker Körper auf der Flut So bleich und kalt ist sie, dass eine Weide Viel Blätter auf sie weint in stummer Qual Und rings umher im Wasser blühen Rosen Der Liebsten die roten Die weißen den Toten Am Ufer hockt ein alter Salamander Und hebt den Drachenkopf ins Sonnenlicht Er weiß nichts von den Schmerzen einer Jungfrau Von Grausamkeit und auch von Liebe nichts Und rings umher im Wasser blühen Rosen Der Liebsten die roten Die weißen den Toten Das Abendrot vergoldet ihre Wangen Ein Aal schlüpft über ihre weiße Brust Und durch die Zweige geht ein letzter Seufzer Ein Hauch von Trauer und ein Hauch von Lust Und rings umher im Wasser blühen Rosen Der Liebsten die roten Die weißen den Toten
Submitted by BloodShrine — Feb 20, 2026
Kein Myrtenkranz im schwarzen Haar Kein Schleier und kein Traualtar Kein Priester für das Ritual Der Bräutigam verfemt und kahl Er nennt sie leis' sein kleines Weib Und mustert ihren dürren Leib Die Gästeschar im Lumpenkleid Drängt sich um sie und lacht und schreit: Macht hoch die Tür, das Tor macht weit Es kommt die Braut voll Herrlichkeit Sie hat gehurt, sie hat geklaut Streut Blumen für des Henkers Braut! Einst war sie schuldlos wie ein Reh Und ihre Haut wie junger Schnee Doch in dem Weizenfeld am Haus Da trieb man ihr die Unschuld aus Sie hat in einer dunklen Nacht Ihr kleines Kindlein umgebracht Das ungeboren in ihr schlief Das sich nicht wehrte und nicht rief Macht hoch die Tür, das Tor macht weit Es kommt die Braut voll Herrlichkeit Sie hat gehurt, sie hat geklaut Streut Blumen für des Henkers Braut!
Submitted by BloodShrine — Feb 20, 2026
Die Nacht ist heut gewitterschwer Der Berg ist voll von Lärm und Licht Und in dem heißen Fackelmeer Hat nichts mehr menschliches Gesicht Trommeln schlagen, Funken fliegen Alles kreischt aus vollen Lungen Und im Kreis der Feuer liegen Nackte Leiber eng umschlungen Noch bevor der Morgen graut Küsst der Bräutigam die Braut Hoch am Firmament die Sterne Sind mit Wolken dicht verhängt Schwarz umschleiert ist der Becher Der das rote Blut empfängt Geigen kreischen, Hörner schallen Schwarze Schatten nähern sich Und der schwärzeste von allen Zeigt sich nackt und königlich Noch bevor der Morgen graut Küsst der Bräutigam die Braut Und Schlag Zwölf um Mitternacht Wird der Hochzeitsakt vollbracht An den Feuern, Haut an Haut Küsst der Bräutigam die Braut Noch bevor der Morgen graut Küsst der Bräutigam die Braut
Submitted by BloodShrine — Feb 20, 2026
Du bist reich, du bist schön Gestern hab' ich dich gesehn Und nun sehn' ich mich nach deinem süßen Munde Augen sanft wie Mondenschein Rosenblätter würd' ich streu'n Verse schenkt ich dir aus tiefstem Herzensgrunde Doch unerreichbar fern bist du auf ewig Frommer Wunsch wird es sein Der mir fuhr ins Herz hinein Und seitdem verfluch' ich jede volle Stunde Ich bin arm, du bist reich Meine Hände sind nicht weich Denn die Welt ist alles and're als ein Garten Wo viel' bunte Blumen blüh'n Rosen, Veilchen und Jasmin Und so muss ich bis zum jüngsten Tage warten Tränen brennen heiß in meinen Augen Ach was ist mit mir gescheh'n Seit mein Auge dich geseh'n Alle Zeit verfluch' ich jede volle Stunde
Submitted by BloodShrine — Feb 20, 2026
Wenn einst der Himmel tobend, brüllend, rasend Die Städte peitschend und das Meer zerblasend Auf Erden wütet ohne Sinn und Segen Dann stell ich mich dem Strafgericht entgegen Wenn plötzlich alles, was die Augen sahen Zu Staub zerfällt, weil schwarze Reiter nahen Wenn Menschenwerke fallen und versinken Dann werd ich ihnen schon von weitem winken Dies irae, dies illa Solvet saeclum in favilla (Tag des Zornes, jener Tag Wird die Welt zu Asche zerfallen lassen) Dann stürzt auf uns ein Heer mit grellem Lachen Und bläst zur Rache an dem kranken, schwachen Und ach so jämmerlichen Erdentreiben Zur Reinigung von Menscherbärmlichkeiten Ich werd nicht winseln und um Gnade flehen Nicht auf dem Boden kriechen sondern stehen Der Richter wird sich feierlich erheben Dann zeigt sich was es wert war - dieses Leben Dies irae, dies illa Solvet saeclum in favilla
Submitted by BloodShrine — Feb 20, 2026
Ich konnte das Opfer nicht töten Es sah mich traurig an, es sah mich traurig an Es zerrte so an seinen Stricken Bedrängte mich mit seiner Angst Ich bin voller Hass auf dich Meister Dass du solche Taten verlangst Du wirst mein Versagen bestrafen Doch wirst du mich niemals versteh'n Ich geißle mein Fleisch um zu büßen Um über die Brücke zu geh'n Ich hab meinen Meister verraten Im Morgengrau wirst du mich holen Dein Wille wird sicher gescheh'n Ich glaub ich brenn' dort auf dem Hügel Ich kann ihn durchs Fenster schon sehn Am Himmel verblassen die Sterne Ich hoffe der Morgen wird kalt Sonst ist dieses Feuer so sinnlos Mein Meister erwartet mich bald Ich konnte das Opfer nicht töten Es sah mich traurig an, es sah mich traurig an Ich hab meinen Meister verraten Weil ich es nicht getan, weil ich es nicht getan
Submitted by BloodShrine — Feb 20, 2026
Ein Bursche war's, den sie gern sah Der gab ihr das Geleit Da war im Wald ein stiller Fleck Dort blieben sie zu zweit Sie lag und sah zum Sternenkreis Das Haar im feuchten Moos Der Bursche legte ungeschickt Die Hand in ihren Schoß Er hat sie berührt, ohne Liebe sie verführt Er hat sie berührt, ohne Liebe - sie verführt Ein zweiter kam, der nahm sie mit Auf's Linnen, weiß und rein In diesen Linnen - dachte sie - will ich begraben sein Er küsste ihre Haut mit Lust Und war erschrocken fast Wie sie - so jung, so fiebernd heiß Und zitternd ihn umfasst Er hat sie berührt, ohne Liebe sie verführt Er hat sie berührt, ohne Liebe sie verführt Er hat sie berührt, ohne Liebe sie verführt Ein dritter und ein vierter kam Da tat's schon nicht mehr weh Die Kälte kroch ganz langsam ihr Vom Scheitel in den Zeh Und als der fünfte von ihr ging Gefror sie ganz und gar Das Fieber kam nie mehr zurück Und grau wurde ihr Haar Er hat sie berührt, ohne Liebe sie verführt Er hat sie berührt, ohne Liebe sie verführt Er hat sie berührt, ohne Liebe sie verführt
Submitted by BloodShrine — Feb 20, 2026
Nun sag mein Freund, ist es nicht Zeit Für Abrechnung und Strafe? Vielleicht reißt morgen schon der Wolf Den Hirten und die Schafe? Nun sag mein Freund, soll aus dem Pflug Ein breites Schwert jetzt werden? Die Sense biegt zum Spieß sich um Der Wolf bedrängt die Herden Nun sag mein Freund, wie soll ich Axt Und Morgenstern umfassen? Die Herde zittert schon vor Angst Der Hirt hat uns verlassen Nun sag mein Freund, ist es nicht Zeit Dass wir den Wolf erschlagen? Wird aus der Pflugschar jetzt kein Schwert Wird er uns selber jagen Bruder, du bist tief gefallen - Aufstand Wachsen dir nicht endlich Krallen - Aufstand Mein Freund, bald kommt der Sieg zu uns Man kränzt uns unser Haupt Der Wolf liegt tot im eignen Blut Und Schild und Schwert verstaubt Mein Freund, mein Freund, sei auf der Hut Und achte auf das Schaf Schleif jeden Rost von deinem Schwert Sei wachsam noch im Schlaf Bruder, du bist tief gefallen - Aufstand Wachsen dir nicht endlich Krallen - Aufstand
Submitted by BloodShrine — Feb 20, 2026
Ach, ich bin von dieser Welt so müd'! Geboren verloren Zum Sein auserkoren Nicht fragen nur tragen Nur gehen nicht verstehen Gegangen gefangen Am Ast aufgehangen Als lebloser Körper im Winde sich drehen Ich hab keinen Glauben, ich hab nur mein Lied Ach Ich bin von dieser Welt so müd Gefunden verschwunden Es brennen die Wunden Vom Wandern zerschunden am Flussufer stehen In Wellen versunken, vom Wasser betrunken Von Steinen gehalten am Grunde vergehen Ich hab keinen Glauben, ich hab nur mein Lied Ach Ich bin von dieser Welt so müd Gefunden verschwunden Betrunken versunken Gegangen gefangen Geboren verloren Ich hab keinen Glauben, ich hab nur mein Lied Ach - ich bin von dieser Welt so müd
Submitted by BloodShrine — Feb 20, 2026
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