Subway to Sally
Album • 2007
Jemand hat die Feuer brennen lassen Und sie brennen tief bis in die Nacht Flammenfinger, die nach Reisig fassen Haben Feuergarben angefacht Jemand hat den heißen Stahl vergossen Hat dabei nicht lange nachgedacht Flackernd steigen Feuersäulen Blutig rot hinauf ins All Und wie Glas zerspringt der Himmel Sterne fallen überall Der Mond ist rot von Sternenblut Und auch in mir ist Fieberglut Es glüht das ganze Firmament Das kommt weil meine Seele brennt! Jemand hat den Himmel angezündet Hat dabei die Nacht zum Tag gemacht Ich bin von diesem Glanz erblindet Dieses Licht hat mich entfacht Bis ich ausgebrannt verlösche Werd ich brennen diese Nacht Der Mond ist rot von Sternenblut... Doch aus Glut und weißer Asche So ist es mir zugedacht Werd ich heute neu geboren Auferstehen diese Nacht Der Mond ist rot von Sternenblut...
Submitted by Cyberwaste — Feb 21, 2026
Werd mit dir spielen, keiner von vielen Zieh ich an Fäden, führe dich vor Ich lass dich gehen, stehen und drehen Ich bin der Spieler, du bist der Tor Deine Versprechen, werde ich brechen All deine Eide, schwörst du auf mich Närrische Fragen, lass ich dich sagen Ich bin der Zweifel, der dich beschlich Du kannst mir nicht widersteh'n An meinen Fäden sollst du geh'n! Ganz wie ich will, wird es gescheh'n! Ich lass dich leiden, werde mich weiden An deiner Sehnsucht, an deiner Lust Schlag Kopf und Hände, wild gegen Wände Ich bin die Hoffnung, die du vertust Du kannst mir nicht widersteh'n... Du kannst dich winden, betteln und auch fleh'n An meinen Fäden, sollst du dich dreh'n! Du kannst mir nicht widersteh'n...
Submitted by Cyberwaste — Feb 21, 2026
Ich stecke Nadeln in ein Bildnis von dir In Beine und Bauch, in Augen und Finger auch Ich lege Feuer an ein Bildnis von dir An Beine und Bauch, an Augen und Finger auch Ich denk mit deinem Kopf Ich kriech in deinen Leib Ich bin dein schlimmster Traum für eine Weile Du bist so schwach und klein Mein Fluch kann tödlich sein Und Gift wird nur durch Gift besiegt allein Ich verfluch dich, such dich heim Dring in dich ein, weil ich dich hasse Bis ich wieder von dir lasse Bin ich dein Fluch Ich gieße Wasser auf ein Bildnis von dir Auf Beine und Bauch, auf Haare und Finger auch Ich reiße die Glieder aus einem Bildnis von dir Die Finger, die Hände, die Arme und Beine auch Ich denk mit deinem Kopf Ich kriech in deinen Leib Ich bin dein schlimmster Traum für eine Weile Du bist so schwach und klein Mein Fluch kann tödlich sein Und Gift wird nur durch Gift besiegt allein
Submitted by Cyberwaste — Feb 21, 2026
Du hast bei mir gelegen Im Schatten nackt und bloß Du hast von mir gekostet Wirst den Geschmack nicht los Du trankst aus meiner Quelle Und folgtest meinem Pfad Und fielst von meinen Lippen Nach Lügen und Verrat Mein Mund, er findet einen Weg Zu deinem bleichen Munde So gehen wir beide nun zugrund In dieser wehen Stunde Nun zählst du neue Wunden Dabei warst du vorher Schon blutig und zerschunden Und friedlos wie das Meer Nie wieder weht dein Atem Nun über meine Haut Das Blau in deinen Augen Ist über Nacht ergraut Mein Mund, er findet einen Weg Zu deinem bleichen Munde So gehen wir beide nun zugrund In dieser wehen Stunde Komm her in meine Arme Dies war vorherbestimmt: Ich bin es, der die Schuld dir nimmt Mein Mund, er findet einen Weg...
Submitted by Cyberwaste — Feb 21, 2026
Auf dem Platz da standen wir Und wir konnten nichts dafür Aufgestellt in Reih und Glied Auf den Lippen lag kein Lied Ach, ich war ein Kind noch fast Hatte mir kein Herz gefasst Doch als dann die Trommel rief Packte mich ihr Klang so tief Und ich folgte ihrem Laut Hab mich nicht mehr umgeschaut Denn die Trommel ruft so laut Hab mich nicht mehr umgeschaut! Plötzlich stand ich auf dem Feld Schnell vergaß ich Ruhm und Geld Rannte schreiend querfeldein Angst fuhr mir durch Mark und Bein Plötzlich hab ich mich gegraut Hab mich nicht mehr umgeschaut Denn die Trommel ruft so laut Hab mich nicht mehr umgeschaut! Nachts hör ich oft ihren Klang Ihren donnernden Gesang Und mit Grausen lieg ich wach Ich verfluch sie hundertfach Denn die Trommel ruft so laut Hab mich nicht mehr umgeschaut!
Submitted by Cyberwaste — Feb 21, 2026
Wir sind Forscher und Entdecker Waren längst an jedem Ort Alle Bücher sind gelesen Und enträtselt jedes Wort Alle Karten sind gezeichnet Jedes Erdloch untersucht Jeder Hügel ist erklommen Jeder Grashalm ist verbucht Doch dein Gesicht in meiner Hand Ist das unentdeckte Land Durchs Gebirge, durch die Steppe Kämpften wir uns unverzagt Jedem Tier auf dieser Erde Haben wir schon nachgejagt Von der Mündung bis zur Quelle Fuhren wir auf jedem Fluss Und wir stiegen auf zur Sonne Höher als einst Ikarus Doch dein Gesicht in meiner Hand Ist das unentdeckte Land
Submitted by Cyberwaste — Feb 21, 2026
Wir sangen laut und mit viel Schall Und wollten wie die Nachtigall In allen Himmeln klingen; Doch Gott blieb taub bei jedem Laut Drum wollen wir nun mit Verlaub Ein Liedchen davon singen Im Lustgekreisch beim Weiberfleisch Im Freudenhaus beim Leichenschmaus Lobsingen wir uns Lieder In Kohlenschacht und Vorstadtnacht In Feuerland am Möwenstrand Hört man uns immer wieder Wir stören euch in eurer Ruh Wenn euch die Ohren gellen Dann pauken wir den Takt dazu Auf euren Trommelfellen! Wir singen immer weiter noch Bis aus dem allerletzten Loch Aus schwarz verrauchten Kehlen Wir singen ganz wie es uns schmeckt Wir haben manchen aufgeschreckt Mit höllischen Chorälen Wir stören euch in eurer Ruh... Nur manchmal wenn ein Engel naht Wird unser Lärm zur Missetat Dann werden wir ganz leise; Und flüstern ihm das Hohelied Ach, wenn ein Wunder dann geschieht Dankt er auf seine Weise Wir stören euch in eurer Ruh...
Submitted by Cyberwaste — Feb 21, 2026
Wir singen noch Duette Mit Satan um die Wette Bis wir von unsren Lungen Den letzten Ton erzwungen
Submitted by Cyberwaste — Feb 21, 2026
Du musst tanzen durch das Feuer Tanz nur immer weiter, tanz! Tanz solange die Musik spielt Dreh dich einmal voll und ganz! Dreh dich einmal um die Sonne Dass die Welt vorüber fliegt Tanz und dreh dich Und die Schwerkraft wird besiegt! Dreh dich ewiglich Tanz und dreh dich Spring und dreh dich Beim wilden Tanz auf dem Vulkan Du musst tanzen, in der Asche Bis zum allerletzten Tanz Tanze Krater in den Boden Und zertanz die Schuhe ganz! Tanze, tanze über Tiefen Denn wer tanzen kann der lebt Und du spürst die Erde Wie sie wogt und bebt Dreh dich ewiglich Tanz und dreh dich Spring und dreh dich Beim wilden Tanz auf dem Vulkan
Submitted by Cyberwaste — Feb 21, 2026
Ich kenne meinen Stammbaum Er reicht ins erste Glied Dort gab es meine Mutter Die von dem Vater schwieg Sie kam nach Haus mit Fremden Dann war ich fremd daheim Ich fühlte mich verraten So unwert und allein Als Bastardsohn geboren Brauch ich kein Horoskop Es steht nicht in den Sternen Wer mich ins Unglück zog Wo euch Gestirne leuchten Sind meine längst verglüht Ich fühl mein nacktes Leben Als sei es schon verblüht Meine Heimat ging verloren Ihre Seen ihre Auen Wird mein Auge niemals schauen So steht es in meinem Blut
Submitted by Cyberwaste — Feb 21, 2026
Jetzt ist es still, du liegst bei mir Und nichts muss ich dir sagen Wir kreisen um denselben Stern Von Schwerkraft fort getragen Jetzt ist es still, du liegst bei mir Nur einen Wimpernschlag weit fort Und doch so unerreichbar fern Für jede Geste, jedes Wort Du kennst den Schmerz in meinem Bauch Die Fäden, die sich um mich ziehn Sind zu verwirrt um zu entfliehn Doch meine Sehnsucht kennst du auch Jetzt ist es still, du liegst bei mir Ein dunkler Mond zieht seine Bahn Gedanken scharf wie Krallen Fallen mich wie Wölfe an Du kennst den Schmerz in meinem Bauch Die Fäden, die sich um mich ziehn Sind zu verwirrt um zu entfliehn Doch meine Sehnsucht kennst du auch Meine Arme breiten sich Um dich aus wie Flammen In die Sonne stürzen wir Aus der wir beide stammen Deine Arme halten mich Ach, wir werden Licht im Licht In die Sonne stürzen wir Aus der wir beide stammen ...
Submitted by Cyberwaste — Feb 21, 2026
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