Von Spitzbuben und anderen Halunken
Dunkle Nächte, klirrende Schatten Grausam drohte so manche Not Wir teilten das Leben mit den Ratten Harrend dem Würfelspiel mit dem Tod Neues Hoffen begrüßt die Erde Wogende Wellen sanften Lichts Neu erwacht die Menschenherde Lauschend dem Glück, das die Zeit verspricht Und schon spür' ich die Kraft erwachen Unwiderstehlich und bittersüß Seh' mich aus meinem Schlaf erwachen Eh mich mein Schicksal in sich verschließt Die Laute klingt zum Frühlingsreigen So wie geliebt, so altgewohnt Es erklingen die Schalmeien Tragen den Odem zum Horizont Wir sind die Herren der Winde Ziehen fort zum Horizont Herren der Winde... Wir sind die Herren der Winde Unser Geist Euch stets bewohnt Herren der Winde... Und wir werden wieder ziehen Weitergetragen von unserem Gesang Wir können uns selbst nicht mehr entfliehen Spüren die Welt durch unseren Klang Weiter zeichnet des Spielmanns Seele Dort ihre Bahnen in dunklen Staub Doch ich spüre den Puls des Lebens Gleich einem Tosen - so dröhnend laut |: Wir sind die Herren der Winde Ziehen fort zum Horizont Herren der Winde... Wir sind die Herren der Winde Unser Geist Euch stets bewohnt Herren der Winde... :|
Submitted by Corpse Defiler — Feb 22, 2026
Ein Knabe stand am Wegesrand vorbei an ihm die Herresscharen. In der Sonne blinken grell die Schwerter, Panzer und Fanfaren. Groà die Augen, auf der Mund, zum Hals vor Sehnsucht schlägt das Herz. "Wann nur, wann kommt meine Stund?" denkt er bei sich im tiefem Schmerz. Er zieht hinaus, geht eigne Wege, pilgert in die groÃe Stadt. Der Schmied sein Ziel: "Bau mir ein Schwert, von dem die Welt zu reden hat!" "Wovon denn, Knabe, willst du's zahlen?" fragt der Schmied und schaut ihn an. "So lass mich Deine Kunst erlernen, dass ich's mir selber schmieden kann." Und der Hammer saust nieder und der Amboà erbebt. Die Funken fliegen, aus der Asche erhebt sich wie Phönix eine Heldengestalt. Harrt aus, von dem Jüngling hört ihr schon bald! Die Jahre ziehen ein ins Land, der Knabe wird zum jungen Mann. Längst stark der Arm, er führt den Hammer besser als der Meister kann. Er wagt es schlieÃlich, baut sein Schwert und wiegt es prüfend in der Hand. "Ein gutes Schwert." Der Meister nickt. So zieht er aus ins weite Land. Und der Hammer saust nieder und der Amboà erbebt. Die Funken fliegen, aus der Asche erhebt sich wie Phönix eine Heldengestalt. Harrt aus, von dem Jüngling hört ihr schon bald! "Von dir wird man noch viel berichten." spricht der Schmied, der Abschied naht. Die Schreiber werden Lieder dichten - Lobgesang der Heldentat. Nase hoch mit festem Schritt - das groÃe Herz vom Fernweh wund zieht er in die weite Welt, "Bald schon, bald kommt deine Stund..." Und der Hammer saust nieder und der Amboà erbebt. Die Funken fliegen, aus der Asche erhebt sich wie Phönix eine Heldengestalt. Harrt aus, von dem Jüngling hört ihr schon bald![4x]
Submitted by Lake of Tears — Apr 18, 2026
"Dem Volke die Musik verwehren!" Sprach der König voller Wut Stattdessen in stiller Andacht ehren Seinen Stolz und seinen Mut So sprach es sich herum im Land Die Schergen waren brutal und roh Und jedes Instrument, das man fand Brannte schon bald lichterloh Doch meine Tröte fand man nicht Ich stand da, spielte meine Lieder Die Leute scharten sich um mich Wir zogen los, holten sie uns wieder... Ohh, wie sollen wir von wahren Helden singen? Ohh, mit Wein und Weib die Nacht verbringen? Ohh, im Burghof herrscht Revolution! Ohh, man hat uns die Musik gestohlen! Die Tröte hallt durch dunkle Gassen Überall kommen Sie hervor Die Leute, welche Stille hassen Sammeln sich vor dem Burgtor Des Königs Schloss - ein Pulverfass - Eingekreist von Menschenmassen Und auf dem Thron sitzt leichenblass Der König und fühlt sich verlassen Denn meine Tröte fand man nicht Ich stand da, spielte meine Lieder Die Leute scharten sich um mich Wir zogen los, holten sie uns wieder... Ohh, wie sollen wir von wahren Helden singen? Ohh, mit Wein und Weib die Nacht verbringen? Ohh, im Burghof herrscht Revolution! Ohh, man hat uns die Musik gestohlen! Denn meine Tröte fand man nicht Ich stand da, spielte meine Lieder Die Leute scharten sich um mich Wir zogen los, holten sie uns wieder... Ohh, wie sollen wir von wahren Helden singen? Ohh, mit Wein und Weib die Nacht verbringen? Ohh, im Burghof herrscht Revolution! Ohh, man hat uns die Musik gestohlen!
Submitted by Corpse Defiler — Feb 22, 2026
Zwei Gestalten am Waldesrand Der Vater zum Sohn mit erhobener Hand: "In diesem Wald", sagt er, "herrscht die Bosheit! Geh nie hinein, geh nie bei Dunkelheit!" Der Knabe er schwört es und Jahre vergehn Eines Tages beim Wandern sieht er sie dort stehn Am Waldrand - ein Mädchen von zarter Gestalt Er läuft zu ihr, jede Warnung verhallt... "Habt ihr schon gehört oder soll ich's euch sagen? Im eigenen Blut lag der Knabe erschlagen Ob Krieger, ob Ritter, ob Aristokrat Es kehrt nie zurück, wer den Wald je betrat!" Das Mädchen liebreizend, von redseliger Natur Bezirzt, lockt den Knaben, er vergisst seinen Schwur Und ehe ihm hören und sehen vergeh'n Sieht er sich im dichtesten Unterholz stehn Die Augen des Jünglings voll Schrecken sich weiten Auf der Haut der Frau beginnt sich Fell auszubreiten Grad eben noch menschlich, plötzlich Kreatur Der Mond leuchtet hell... und auch die Blutspur... "Habt ihr schon gehört oder soll ich's euch sagen? Im eigenen Blut lag der Knabe erschlagen Ob Krieger, ob Ritter, ob Aristokrat Es kehrt nie zurück, wer den Wald je betrat!" ...Man fand ihn nach Tagen, mit zerbrochenen Gliedern Wieder ein Opfer des Waldes bei Nacht Jeder, der versucht mit dem Wald anzubiedern Wird bestraft und um sein Leben gebracht... "Habt ihr schon gehört oder soll ich's euch sagen? Im eigenen Blut lag der Knabe erschlagen Ob Krieger, ob Ritter, ob Aristokrat Es kehrt nie zurück, wer den Wald je betrat!"
Submitted by Corpse Defiler — Feb 22, 2026
[Instrumental]
Submitted by SerpentEve — Apr 18, 2026
Hoch oben auf den Zinnen wartet die schцne Maid Von fern hrt man den Vater, es klappert das Stahlkleid Vom Kriege kommt er her am, Kamin sich auszuruhen Der Winter zieht ins Land, die Zeit des Friedens wird gut tun "Willkommen lieber Vater, erging es euch gut? Man hцrt schon die Spielleut' besingen euren Mut Hab' stets brav gebetet und an euch gedacht Habt ihr eurer Tochter was mitgebracht! " "Die goldene Kette nimm Dir Ich gab einem Feind den Tod dafьare! " Als die Tochter das Schmuckstьck gewahrt Beginnt sie zu schluchzen, den Vater tifft's hart Anstatt sich zu freuen, schreit sie ihn an Sie entreiЯt ihm das Kleinod und lдuft von dannen Die goldene Kette von Mдdchen erkannt - Erst unlдngst in Frьhling gab sie's aus der Hand Als Zeichen der Liebe tief am Waldesgrund Gab sie's ihrem Liebsten in gar zдrtlicher Stund "Die goldene Kette nimm Dir Als Zeichen der Liebe ganz tief in mir! " Sie rennt in die Fremde, findet schlieЯlich sein Grab Drauf stand: "HIER RUHT EIN JNGLING, DER I'm KAMPFE STARB." Sie kniet sich nieder und erwartet den Tod Als er sie ereilt gibt sie ihm das Kleinod "Die goldene Kette nimm Dir Bring mich zu meinem Liebsten dafьare... ! "
Submitted by Corpse Defiler — Feb 22, 2026
Auf einer steilen Klippe oben Thront ein geheimnisvoller Turm Dunkle Wolken, aufgewühlte Wogen Peitschender Regen, tosender Sturm Im Turm befindet sich ein kleines Zimmer Unerreichbar hoch versteckt Man sieht im matten Fackelschimmer Wie ein krankes Hirn am Wahnsinn leckt Schließt die Tore löscht das Licht Verhaltet euch mucksmäuschenstill Das Wesen kennt die Namen nicht Es schleppt euch fort macht was es will... Gebt acht! Das Wesen lauert in der Nacht! Gebt acht! Es ist wieder aufgewacht! Gebt acht! Es ist versteckt irgendwo hier! ... vielleicht gerade hinter dir...? Ampullen, Röhren, Glaszylinder Vollgefüllt mit rotem Sud Es brodelt, kocht, läuft schäumend über und Verdampft in heißer Glut Durch Schläuche rinnt das Destillat Tropft funkelnd ins Gefäß aus Ton Er trinkt es aus und setzt die Saat In seinem Kopf bemerkt er's schon... Wenn's dunkel wird rat ich gebt acht Bringt euer Weib in Sicherheit Das Wesen kommt in finstrer Nacht Hört ihr es ist nicht mehr weit... Gebt acht! Das Wesen lauert in der Nacht Gebt acht! Es ist wieder aufgewacht! Gebt acht! Es ist versteckt irgendwo hier! ... vielleicht gerade hinter dir...? (3x)
Submitted by Corpse Defiler — Feb 22, 2026
Mit schmetterndem Getöne Fanfaren und Trompeten Am Hof das Fest des Frühlings Im Wind die Fahnen wehten Mit Speis und Trank und viel Gesang Zur Freud der Menschen all Ein Turnier im Lanzenstoß Der Preis war kolossal! Wer als letzter auf dem Rosse Dabei die andern alle liegen Darf mit dem König liebster Tochter Beim Tanz die Glieder biegen So kamen sie von nah und fern Und stürzten ins Gefecht Denn für diese tolle Frau waren so manche Schmerzen recht! Refrain 2x : Der letzte Tanz, sie ist so zart wie die Rose Der letzte Tanz, es berührt sie sacht der Zeitlose Als sich ein junger Edelmann schon fast als Sieger wähnte Sah er 'nen schwarzen Ritter an Wie er am schwarzen Pferde lehnte "Hey, willst du kämpfen oder warten?" Schrie der Edelmann Und eh er sich's versah, spürte er, wie man fliegen kann! Refrain 2x : Der letzte Tanz, sie ist so zart wie die Rose Der letzte Tanz, es berührt sie sacht der Zeitlose So war es denn geschehen Der schwarze Ritter war der Sieger "So geh ich denn den Preis mir hol'n" Sagte er und kniet sich nieder Schwarze Wolken zogen auf, als die Musik zum Tanze rief Das Volk blieb nur mehr angstvoll stehen Als es gewahrte, was dort lief! Refrain 4x
Submitted by Corpse Defiler — Feb 22, 2026
[Instrumental]
Submitted by Immortal — Apr 18, 2026
Unerreichbar tief verborgen Vor unvorstellbar langer Zeit Liegt, fernab menschlicher Sorgen Ein Zeuge der Unendlichkeit Ein Urrelikt aus ersten Tagen Gar unvorstellbar seine Kraft Wer es besitzt, der könnt' es wagen Ein Weltenkönigreich er schafft So erzählen es alte Sagen Und so mancher folgt dem Ruf Und viele Suchende erlagen Der Prüfung die man eigens schuf Dem Mensch es zu erschweren Ihn nur wer würdig haben kann Den anderen die Macht verwehren Die Rede ist vom Talisman "Nennt mir die größte Kraft auf Erden Ohne sie würde alles sterben Weil sie aller Anfang war Bringt mir ein Stück und ihr seid nah!" So steht es in den Stein geschrieben Am großen Tor zum Schoß der Welt Es ist das erste von den Sieben Und wer alle löst ist auserwählt Heilige Hallen zu erkunden Es aber niemand sagen kann Er wurd' bisher noch nicht gefunden Die Rede ist vom Talisman "Nennt mir die größte Kraft auf Erden Ohne sie würde alles sterben Weil sie aller Anfang war Bring mit ein Stück und Ihr seid nah!"
Submitted by Corpse Defiler — Feb 22, 2026
Was gäb' ich nicht alles Um einmal zu sein Der schillernde Tropfen, der leuchtet Und vom Rande des kristallenen Glases voll Wein Deine zarten Lippen befeuchtet Sodann langsam - Dem Tautropf am Grashalme gleich - Dein liebliches Kinn überwindet Deinem Hals hinab, welcher so unendlich weich Und ein schönes Ende findet Ich bin Dein Schatten an der Wand Deine Fußspur im Sand! Der Wind, der einen Hauch von Dir Um die Welt trägt Und jedem nur von Dir erzählt! Was gäbe ich nicht alles Um einmal zu sein Der Tropfen, der vom Wind getragen Vom Himmel herab - so unendlich rein - Dich genau trifft am seidenen Kragen Sodann langsam - Mit jedem Schritt deinerseits - Sich die Anmut des Rückens herab windet Dich beglückt mit einem wohligen Schauerreiz Und in einer Pore verschwindet Ich bin Dein Schatten an der Wand Deine Fußspur im Sand! Der Wind, der einen Hauch von Dir Um die Welt trägt Und jedem nur von Dir erzählt!
Submitted by Corpse Defiler — Feb 22, 2026
Ich saß mit Grafen und Fürsten zu Tisch Verzauberte mit meinen Liedern Die Herzen der Menschen, sie vergaßen mich nicht Doch seh' ich sie jetzt wohl nie mehr wieder Beim Wirt hab' ich manchen Abend verbracht Mit Würfelspiel mit Wein Da hab' ich die Brüder zum Lachen gebracht Das wird wohl nie wieder so sein Heh da! Der Henker kommt! Ich grüße Euch, Ihr Brüder! Heh da! Der Henker kommt! Wir sehen uns nie wieder! Ich schwamm mit Wellen auf hoher See Bis an den Horizont Hab' fremde Länder und Menschen gesehen Doch jede Stunde hat sich gelohnt Ich führte das Schwert mit eiserner Hand Irrte im Kriege umher Da hab' die Gräuel des Krieges erkannt Und feierte die Siege noch mehr! Heh da! Der Henker kommt! Ich grüße Euch, Ihr Brüder! Heh da! Der Henker kommt! Wir sehen uns nie wieder! Ich hab' unzählige Frauen gekannt Eroberte ihre Herzen Hab' so manche Liebe entflammt Verursachte manche Schmerzen Einmal bin ich den Rittern entfloh'n Zog mit den Piraten Nun sitz' ich hier und ahne schon Das Ende meiner Greu'ltaten! Heh da! Der Henker kommt! Ich grüße Euch, Ihr Brüder! Heh da! Der Henker kommt! Wir sehen uns nie wieder!
Submitted by Corpse Defiler — Feb 22, 2026