Wie das ewige Meer
Alright In meinen Augen - Schwarzes Metall In meinen Händen - nackter Stahl In meinem Herzen - blanker Hass In meinen Lungen - flüssiges Gas Ich liebe, ich denke, ich fühle Anti, Anti, Anti - bis zum Tod Durch mich fließt Anti, Anti, Anti - bis zum Tod Mit meinem Anti-Körper Liebe ich den Tod Ich reite auf dem Teufel Lachend in den Tod In meinen Blicken - zornige Glut In meinen Adern - unbändiger Wut In meinen Neven - elektrischer Strom Meine Zunge, schleudert Flammen Meine Hüften, schmelzen Chrom Ich liebe, ich denke, ich fühle, ich spreche und ich pisse Anti, Anti, Anti Anti, Anti, Anti Anti, Anti, Anti Anti, Anti, Anti Come on Anti, Anti, Anti Bis zum Tod Durch mich fließt Anti, Anti, Anti Bis zum Tod Mit meinem Anti-Körper Liebe ich den Tod Ich reite auf dem Teufel Lachend in den Tod
Submitted by VladTheImpaler666 — Jul 08, 2026
Ich bin die Gier in Dir Wie ein Feuer breite ich mich aus Und zeige Dir die Zähne wie ein Tier Das die Beute vor sich hertreibt Das Dich jagt Das Dich reißt, dich tötet Das an Deinen alten Knochen nagt Ich bin der Zorn, die Hand Die den Dorn tiefer ins Fleisch presst Der Keim, aus dem die Wurzel entstand: Die Wurzel allen Übels Dein Galgenstrick Ich halte Dich fest an der kurzen Leine Breche Dein Genick Ich bin wie Du Ich bin Judas Vor mir sind alle gleich Ich ziehe meine Mauern Himmelhoch um Euer Erdenreich Ich bin Judas Ich kenne jedes Haus Ich breite meinen Mantel über Euren Seelen aus Ich bin der Hass Der gottverdammte Tumor Den herauszuschneiden man vergaß Der Dreck in Dir Der übrig bleibt Selbst wenn man Dir noch so viele Teufel und Dämonen austreibt Ich bin das Gift im Herz Eine alte, tiefe Wunde Hier spricht Dein verleugneter Schmerz Der tiefer sitzt, als Du denkst Als Du siehst Ich bin das, wovor Du wegläufst Der Grund dafür, dass Du fliehst Ich werde Du Ich bin die Sprache, die Dich entfremdet Das falsche Licht, das Dich heimtückisch blendet Ich bin der Heuchler, der Dich belügt Der Schein der trügt Ich bin die Seuche, die Dich befällt Ich bin der Irrglaube, den ein Mensch wählt Ich bin die Pest, die den Willen aufzehrt Das, was ein jeder begehrt… Ich werde Du Ich bin Judas Vor mir sind alle gleich Ich ziehe meine Mauern Himmelhoch um Euer Erdenreich Ich bin Judas Ich kenne jedes Haus Ich breite meinen Mantel über Euren Seelen aus Ich bin wie du
Submitted by VladTheImpaler666 — Jul 08, 2026
Ein Hauch von Furcht liegt in der Luft Als ihn die Schwester ins Behandlungszimmer ruft Er schleppt den Körper an den anderen vorbei Die Seele wartet zwischenzeitlich vor Ordinationsraum 2 Sie hört, wie er sich drinnen streckt Wie man den Leib mit einem blauen Tuch bedeckt Gespannt hält sie den Atem an Und hofft, dass man in ihm nichts Böses finden kann Doch im Radio wird das Lied plötzlich leiser Da schreit sich seine Seele draussen vor der Türe heiser: Wenn ihr müsst, schneidet ihn auf Und holt die Wut aus seinem Bauch heraus Durchkämmt die Zellen, durchsucht jeden Fleck Doch nehmt mir meinen Körper noch nicht weg Sie sind noch jung, mit Ihrer Kraft Haben Sie die Sache leichter hinter sich gebracht Natürlich sollten Sie es weiter überwachen Ich würde mir an Ihrer Stelle jedoch keine Sorgen machen Der Satz verhallt in seinem Ohr Und dringt erst gar nicht bis in sein Bewusstsein vor Die Sommerblumen vor dem Haus Sehen so als hätte er sie vorher nie gesehen aus Und im Radio läuft das Lied von gestern Er denkt an seine Mutter, seine Frau und seine Schwestern Ans Fliegen, an die Wellen, an den Sand An die Muscheln in der Hand Wenn Du willst, schlitzt man Dich auf Und holt die Wut aus Deinem Bauch heraus Durchkämmt die Zellen, durchsucht jeden Fleck Doch Deinen Körper nimmt man Dir nicht weg Wenn Du fällst, dann stehst Du auf Du nimmst jetzt jedes Hindernis in Kauf Zwar lässt der Weg Dir diesmal keine Wahl Verdammt, verliere Dich kein zweites Mal Wenn man den Kopf ein wenig senkt Sieht man, dass da kein Netz ist, das einen Sturz auffängt Erfüllt von Scham und Eitelkeit Wiegen wir uns Tag für Tag in falscher Sicherheit Der Tod findet einfach nicht statt So, als ob man ihn niemals unter uns gesehen hat Wir leben dämlich, fett und froh; Gestorben wird nicht hier, man stirbt nur anderswo Und im Radio läuft das Lied von morgen Die Antwort auf die Frage nach der Zukunft bleibt verborgen Wenn ihr müsst, schneidet mich auf Und holt die Wut aus meinem Bauch heraus Durchkämmt die Zellen, durchsucht jeden Fleck Doch meinem Körper nehmt ihr mir nicht weg Wenn ich falle, steh' ich auf Ich nehme jedes Hindernis in Kauf Lässt mir der Weg auch diesmal keine Wahl: Nein, ich verliere mich kein zweites Mal
Submitted by VladTheImpaler666 — Jul 08, 2026
Als es draussen langsam tagt Stehst Du auf, ich hab' Dich gefragt: "Soll das wirklich alles sein Lässt du mich allein?" Du ziehst Dich an Doch die Sekunden Woll'n das Zifferblatt nicht umrunden Einen Moment lang zögerst Du noch: "Sag' es. Sag' es doch..." Rache Ich will sie dafür Dass ich Dir meine Seele gab Du bist die Rache Für alle Sünden, die ich jemals begangen hab' Du bist die Rache Du drehst Dich auf der Stelle um Der Zorn in Dir, er macht mich stumm Du willst mich niemals wiederseh'n Glaub' mir, das kann ich gut versteh'n A. Uge um a. Uge, z. Ahn um z. Ahn Ein jeder sticht, so tief er kann Liebe ist heute nur ein Wort Radier' es aus, und wirf mich fort Als aus Deinen Augen alles schrie War ich Dir so nah wie noch nie Als wir erkannten, wie es um uns steht Da war es längst zu spät Als wir uns in den Himmel schossen War unser Blut schon längst vergossen Du hattest plötzlich Kraft für mich Ich hatte keine mehr für Dich Rache Ich will sie dafür Dass ich Dir meine Seele gab Du bist die Rache Für alle Sünden, die ich jemals begangen hab' Du bist die Rache Für alle, die ich hinter mir begraben hab' Du bist die Rache Für alles, was ich wegen Die verloren hab' Du bist die Rache
Submitted by VladTheImpaler666 — Jul 08, 2026
Das Haus um mich herum verwittert Ich seh' ihm dabei zu Wie es in sich versinkt Die meisten Fenster sind vergittert Es gibt kein Geheimnis Das durch die Mauern nach aussen dringt Die Flucht heraus will mir nicht glücken Obwohl die Eisen Und die Steine brüchig sind Seh' ich sie näher heranrücken Dicht vor meine Augen Ihre Nähe macht mich blind Wie wurden unter Dem selben Mond geboren So wurde für uns Der gleiche Weg auserkoren Unter den Sternen Sollen wir der sein Der am allerhellsten scheint Wir sind der Morgen Der Tag und Nacht vereint Ich hab' mir diese kleine Zelle Aus allen Zellen Auf der Welt herausgesucht Ihr zu entkommen, zu entfliehen Habe ich bisher Niemals nur annähernd versucht Fielen die Gitter aus den Wänden Ich hebte sie auf Hielt mich hinter ihnen fest Mit meinen eigenen zwei Händen Kette ich mich an Ich gehe nicht, bis man mich gehen lässt Du bist so wie dieses Gefängnis Du schreist nach Liebe Doch Du spendest keinen Trost Du gerätst weiter in Bedrängnis Weil Du Deine Zunkunft Nur mit langen Hölzern auslost So sitze ich in meiner Ecke Und warte darauf Dass Du meinen Hunger stillst Ich zähl' die Risse in der Decke Und stehe nicht auf Bis Du endlich gehen willst
Submitted by VladTheImpaler666 — Jul 08, 2026
Wirst Du, wirst Du mich, wirst Du mich beschützen Wenn das Gewitter im Traum zu mir kommt Und mit Deinen Händen das Himmelszelt stützen Das leichte Dach meiner schlafenden Welt? Wirst Du das Kissen auch dann mit mir teilen Wenn dichter Nebel die Weiden umschlingt Kennst Du kein Rasten, in Ruhe verweilen Wenn eines Tages der Donner verklingt? Kannst Du, kannst Du mich, Du kannst mich doch retten Wenn schwarzer Regen das Land überschwemmt Schickst Du die Flüsse zurück in die Betten Fort von mir, fort von Dir, hältst Du sie fern? Kannst du den Gipfel der Einsicht erklimmen Selbst wenn es Dich in das Tal hinab zieht Hörst Du die Eine in tausenden Stimmen Die, die geschwächt in die Stille entflieht? Willst Du, willst Du mich, mich ganz und gar kennen Willst Du wie Licht, wie die Dunkelheit sein Willst Du Dich mit mir im Feuer verbrennen Heiß wie die Sonne und weiß wie ihr Schein Willst Du, willst Du wirklich, sag', willst Du leben Mit der Nacht in mir, mit all meiner Angst Willst Du für alle Zeit stets alles geben So wie die Wellen, das ewige Meer?
Submitted by VladTheImpaler666 — Jul 08, 2026