Anleitung zum Totsein
Du bist und sprichst verwandelt Von leisen Atemzügen Vom Wiedersehen handelt Ab heute jedes Wort. Ich kann nicht mit Dir fliehen Ich will mich dem nicht fügen Ich muss mich Dir entziehen Nur eine Richtung: fort. Du fragst mich, was danach kommt Nach dem Aller-Welt-Entrinnen Nach dem Fast-Nichts-Zu-Verlieren Dem Vielleicht-Alles-Gewinnen Du willst wissen, ob ich glaube Daran, dass wir neu beginnen Doch die Antwort auf die Frage Was danach kommt, lautet: Spinnen. Du suchst in Deinen Träumen Du wühlst Dich durch die Wolken Willst keinen Hauch versäumen Du redest mit dem Wind. Der Widerhall, das Schreien Wird nicht in mir verstummen Ich werde nie verzeihen Die Freiheit ist vorbei. Du fragst mich, was danach kommt Nach der Leichtigkeit, dem Schweben Dem Sich-Über-Alle-Zeit Und-Über-Jeden-Schmerz-Erheben. Du suchst tief in meinen Augen Willst, dass Blicke Sinn ergeben Doch die Antwort auf die Frage Ist das Gegenteil von Leben. Über mir sind Sonnen, Monde Längst erlosch'ne Sterne Unter meinen Füßen wölbt sich Nichts als Erde. Ach, wie gerne Würde ich mein blaues Adernetz Mit Zuversicht befüllen Um mich statt in meine Haut in Deine Hoffnung einzuhüllen. Unter mir sind Särge Die die Ewigkeit zerreibt Vor mir mahlt der Zukunft Uhrwerk Das die Stunden in die Enge treibt. Der Himmel ist für Vögel Er war immer menschenleer - Im Angesicht der letzten Wahrheit Gibt es Gott nicht mehr. Neben mir ist niemand Der mich vor dem Tod beschützt Der mich führt, mich hält, mich auffängt Mich mit ruhiger Stimme stützt Mir den Ort zeigt, an den ich mich vor Dem Sterben flüchten kann - Jeden noch so hellen Morgen Steigt die Kälte weiter an. Ich finde keine Hilfe Keine Worte, keinen Schrein Für den kleinsten oder größten Schritt Ich gehe ihn allein In die Einsamkeit, die Antwort - Vor ihr gibt es kein Entrinnen Meine Seele nährt am Ende Käfer, Maden, Würmer, Spinnen.
Submitted by Sexy Gargoyle — Apr 26, 2025
Du bist ein Vulkan, und Deine Magma schmeckt Nach Zucker und Zimt, ich hab' sie aufgeleckt, Dein Herz vermischt Blut mit Nitroglycerin, Deine Augen sind wie Treibsand. Meine Seele ist ein schauriges Panoptikum, Mein Kuss erzeugt sekundenschnell ein Vakuum, Wegen dir wachsen mir tausend Arme, Nichts und niemand kann uns trennen, Lass' uns diese Welt verbrennen. Das ist Liebe! Wenn jedes Wort auf meiner Zunge, Wenn die Sonne auf der Haut gefriert! Das ist Liebe! Wenn der Kopf nur noch den einen, Nämlich Deinen Namen buchstabiert! Das ist Liebe! Und bist Du ein Cocktail, bin ich Molotov, Bin ich eine Bombe, bist Du Wasserstoff, Deine Stimme, Dein Flüstern schießt, Wie Glassplitter durch meine Adern, Wer will mit dem Schicksal hadern? Das ist Liebe! Wenn sich Gefühle und Vernunft Bei Sonnenaufgang duellieren! Das ist Liebe! Wenn die Gedanken auf der Iris Wie Raketen explodieren! Das ist Liebe! Ich sage: Das ist, das ist... Das ist Liebe! Wenn jedes Wort auf meiner Zunge, Wenn die Sonne auf der Haut gefriert! Das ist Liebe! Wenn der Kopf nur noch den einen, Nämlich Deinen Namen buchstabiert! Das ist Liebe! Wenn sich Gefühle und Vernunft Bei Sonnenaufgang duellieren! Das ist Liebe! Wenn die Gedanken auf der Iris Wie Raketen explodieren! Das ist Liebe! Wenn Dein Lächeln wie ein Virus Meine Nerven infiziert! Das ist Liebe! Wenn mein Leben in den Wolken Auf der Zukunft balanciert!
Submitted by Finntroll — Apr 26, 2025
Wie konntest Du Dich nur der Liebe, allem widersetzen? Sag', wohin bist Du gegangen, was hat Dich nur übermannt? Wie nur konntest Du den Tod in Deinem Herzen leben lassen? Er trieb Dich weit von mir weg, es zog Dich immer an den Rand Ich laufe zwischen Bäumen und verfange mich in Netzen Wenn ich träume, träume ich von Erde, die wie Regen fällt In der Brust klopft eine Schaufel, steigt das gleißend helle Wasser Wie mag es Dir dort ergehen, in der Schlinge deiner Welt? Ich gehöre nicht Euch, ihr silbrigen Wolken Ich bin auch nicht Dein, oh eisblaues Licht Ich gehöre dem Jenseits, der anderen Seite Dem pechschwarzen Abgrund, dem Jüngsten Gericht Mit welchen Worten soll ich wiedergeben, was nicht denkbar ist? Ich konnte Dich nicht halten, wie soll ich da von Dir sprechen? Ich brauche neue Laute. Was für Laute? Nein, ich kenn sie nicht Ich fühle, wei sie auf der Zunge, an den Zähnen brechen Es war Dir stets gegeben, auf den Meeresgrund zu schauen Heute sehe ich wie Du die Sterne leuchten, auch bei Tag Ich liebte dich so sehr, ich hätte so nicht lieben dürfen Weil die Liebe vieles, nur nicht Dich zurück zu bringen vermag Und bin ich gestorben, dann tragen mich Lieder Vor Euch an den offenen Fenstern vorbei Mein Kopf schaukelt sanft, gleich den Halmen am Boden Des Brunnens, ich breche am Heimweh entzwei
Submitted by SerpentEve — Apr 26, 2025
Ich habe Dich die ganze Nacht gesucht, Das letzte Mal hast Du gelobt zu bleiben, Wie oft hab' ich den Augenblick verflucht, In dem mein Herz begann, Dir pausenlos zu schreiben. Der Mond war da, doch nicht der Mond, der lügt, Der unruhig brennende, der rote, der betrügt, Es war der andere, der kühle, der nie sinkt, Der Mond, den man wie klares Wasser trinkt. Der Mann aus Glas geht lautlos vor Dem Pavillion an uns vorbei, Die Sonne macht aus seinem Kopf Kein Brennglas mehr, der Abend gibt ihn frei. All die toten Spiegelbilder Wollen unser Blut. Hörst Du sie, die grauen Flügel? Lass' sie nicht heran! Was nur, was machen Spiegel, Wenn sie des Nachts alleine sind? Schlafen sie, lachen sie, Träumen oder wachen sie? Sieh' Dich niemals in einem Spiegel an, Der nicht das Licht, sondern das Dunkel spiegeln kann, Der in die Hölle führt, die schwarzen Zähne bleckt, Dein Spiegelbild hinter Kristall versteckt. Die Unheilbaren, Jammervollen, Kriegsversehrt, im Wahn verschollen, Flehen, ganz in seinem Bann, Den Mond um eine letzte Kugel an. Wo ist mein Gesicht, das erste, Das vor allen Spiegeln? Jenes, das ich war, bevor ein Spiegelbild die Oberhand gewann. Wo ist mein Gesicht, das erste, Das vor allen Spiegeln? Jenes, das ich war, bevor mein Selbst auf ihrer Silberhaut zerrann.
Submitted by Warbringer — Apr 26, 2025
Ich sehe uns im Spiegel, Höre Schnee wie Watte fallen, Und ich fühle, wie Du strahlst, Die Uhr ist unser Richter, Sie verkündet lei's das Ende als Du Herzen an das matte Fenster malst. Wir haben sieben Tage Zwischen Federn, unter Flocken, In der Finsternis verbracht, Das Sonnenlicht verleugnet, Den Hunger an uns selbst gestillt Und sieben Nächte durchgewacht. Wir haben uns mit Funken Des Mondes eingekleidet Und die Stunden umgekehrt, Die Finger und die Seelen So fest es ging verwoben und die Körper wie ein Feuer ausgezehrt. Diese, meine Hände Sind von jetzt an ewig Dein, Sie sind da um Dich zu stützen, Dich zu halten, stark zu sein, Über deinen Schlaf zu wachen, Deine Träume zu entfachen, Ganz egal wie schwer die Last des Lebens Auf den Schultern wiegt. Diese, meine Hände Heben Dich empor, hinauf, jeden noch so kalten Morgen Richten sie mich wieder auf, Um stets neben Dir zu stehen, Jeden Weg mit Dir zu gehen, Ganz egal wohin uns die Geschichte Mit den Jahren führt. Diese Hände öffnen jede Tür und jedes Tor, Und sie lieben Dich mit jedem Tag mehr als am Tag zuvor, Nur um für Dein Glück zu ringen, Deine Sorgen zu bezwingen, Sind sie Schlüssel, Schwert und Kissen, Sind die Mantel, Speer und Schild. Diese Hände teilen jedes Meer und jedes Land, In den Furchen diese Hände Steht dein Name eingebrannt, Keine Grenzen, keine Mauern Können Liebe überdauern; Jene, die kein Halten kennen, Wird kein Ende jemals trennen.
Submitted by Immortal — Apr 26, 2025
Ich kann nichts sehen Und doch kann ich dich spüren Dich durch die Wand der Träume Vorsichtig berühren Du zeichnest Wogen Wirfst die Schatten auf das Meer Du bist der Anfang Einer Reise ohne Wiederkehr Vor zwei Stunden noch da wollte ich Die letzten Zeilen schreiben Keine einzige Sekunde länger Auf der Haut der Erde bleiben Jetzt stellst du mir Fragen Du willst alles von mir wissen Von den Schlangen und den Käfern Von dem Messer unter meinem Kissen Ich werde kämpfen Für alles was wir sind! Die Antwort, die Antwort Kennt allein der Wind! Ich hör dich lauthals Die kleinste Trommel schlagen Du rufst mich zu den Waffen Lässt mich diesen Schritt erst wagen Durch deinen Herzschlag Erhält alles seinen Sinn Durch dich erfahre ich nun Wer ich war und was ich bin Heute morgen noch da wollte ich Für Blei die Zähne blecken Mir das Ende meines Lebens Bis zum Boden meiner Lungen stecken Jetzt willst du es wissen Du willst wissen was passiert Wenn ein Mensch mit seiner Zunge Einen Eiszapfen berührt Ich werde kämpfen Für alles was wir sind! Die Antwort, die Antwort Kennt allein der Wind! Selbst wenn die Zukunft Hinter dem Horizont beginnt Ich lebe für alles Alles was wir sind Ich werde kämpfen Für alles was wir sind! Die Antwort, die Antwort Kennt allein der Wind! Selbst wenn die Zukunft Hinter dem Horizont beginnt Ich lebe für alles Alles was wir sind
Submitted by Celtic Frost — Apr 26, 2025
Hier, Mama, schau, Ich zeige Dir was Passiert, wenn man Sehnsucht Nach Liebe in Kindern nicht stillt: Als erstes werden die Haare Am Kopf ganz verrückt. Mama, sieh' her, Verstehst Du nun, dass Ein Herz sich nicht selbst mit Gefühlen und Zuneigung erfüllt: Fass' meine Haare an, Hart wie verrosteter Draht! Der Gürtel Deines Bademantels, Er liebt mich mehr als Du, Er hebt mich höher, Trägt mich weiter Und zieht mich fester zu. Schreib' mir Deine Briefe Auf bleiche Birkenrinde, Verbrenne sie im Puppenhaus, Damit ich sie nicht finde. Mama, hör' zu, Ich ging durch die Stadt Und betete, dass mich ein Wagen Erfasst, überfährt. Doch Mama, Du weißt, Es gibt keinen Gott, Das Leben ging weiter, Ein Ende blieb mir lang verwehrt. Mama, pass' auf, Ich weiß auch schon wo, Ich grabe mich einfach wie Samen in die Erde ein, Wo ich verwese wächst aus mir Ein prachtvoller Baum. Erinnerst Du Dich, Ich wollte es so, Ein jeder Tag sollte wie nach Einem Wolkenbruch sein: Sauber, erneuert, verliebt, Unbefleckt, lupenrein. Die Wolken krabbeln in das Zimmer, Die grauen, toten und schweren, Ich will hinter das Glas, Ich will den Blick nach innen kehren. Schreib' mir Deine Briefe Auf bleiche Birkenrinde, Verbrenne sie im Puppenhaus, Damit ich sie nicht finde. Ich bleibe für die Wirklichkeit Ein Rätsel und entbehrlich, Doch küsse meine Spuren stets, Denn Träumer sind gefährlich. Mama, häng' mich höher, Es ist Zeit zu geh'n, Hoch über die Wipfel, Ich will doch den Himmel seh'n. Schreib' mir Deine Briefe Auf bleiche Birkenrinde, Verbrenne sie im Puppenhaus, Damit ich sie nicht finde. Ich bleibe für die Wirklichkeit Ein Rätsel und entbehrlich, Doch küsse meine Spuren stets, Denn Träumer sind gefährlich. Ich bleibe für die Wirklichkeit Ein Rätsel und entbehrlich, Doch küsse meine Spuren stets, Denn Träumer sind gefährlich.
Submitted by Celtic Frost — Apr 26, 2025
Wenn der Nebel aus den Gräbern Aus der feuchten Erde steigt Und das Unheil aus den Särgen In die kühle Freiheit kriecht Wenn der Abend sich dem Ende Sich der Nacht entgegen neigt Und die Luft nach Chrysanthemen Und nach Eingeweiden riecht Dann ist uns're Zeit gekommen Dann entsteigen wir den Träumen Lauern auf den Efeublättern Die die Friedhofsmauer säumen Uns're Haut spiegelt den Himmel In den Augen brennt die List - Gott behüte jenen Menschen Der uns nie begegnet ist Fürchtet uns! Wo ihr auch geht Wohin ihr Euer Köpfchen legt Wo immer Euer Bettchen steht Vom tiefsten Keller bis zum Kreuz des höchsten Kirchenturms Wir leben und wir sterben Im Zeichen, im Zeichen des Wurms Wenn der Vollmond schlanke Äste Von der jungen Rinde scheidet Und sich Wolken wie ein Netz Rund um die Weltenkugel spinnen Wenn das kalte Licht die Stämme So wie Knochenmänner kleidet Und die Tropfen der Unendlichkeit Durch schwache Finger rinnen Dann erscheinen wir, das Ende Auf der kargen Lebensbühne Wir, die keine Gnade kennen Keine Buße, keine Sühne Wir gemahnen an den Abschied An den letzten Tanz, den Schluss An Gestank und an Verwesung An der Made zarten Kuss Fürchtet uns! Wo ihr auch geht Wohin ihr Euer Köpfchen legt Wo immer Euer Bettchen steht Vom tiefsten Keller bis zum Kreuz des höchsten Kirchenturms Wir leben und wir sterben Im Zeichen, im Zeichen des Wurms Im Zeichen, im Zeichen des Wurms Im Zeichen, im Zeichen des Wurms Fürchtet uns! Wo ihr auch geht Wohin ihr Euer Köpfchen legt Wo immer Euer Bettchen steht Vom tiefsten Keller bis zum Kreuz des höchsten Kirchenturms Wir plündern und wir morden Im Zeichen, im Zeichen des Wurms Im Zeichen, im Zeichen des Wurms Im Zeichen, im Zeichen des Wurms
Submitted by Finntroll — Apr 26, 2025
Der Bug schiebt sich gleich einem Messer durch das alte Eis. Er gleitet durch Geschichte, durch das ewigliche, blütenreine Weiß. Die kalte Stille, unbeirrbar greift sie nach den, nach den Sinnen, Wer wird obsiegen, wer den Wettlauf mit der Zeit gewinnen, wer? Der Feind wächst unaufhaltsam, er dringt vor bis auf die Brücke, reißt alles an sich, trübt die Sinne, sprengt das Herz in tausend Stücke. Der Kapitän steht fest an seinem Platz und in der Hand hält er das Glas, er füllt es ruhig und unbeeindruckt bis zu seinem Rand. Das schmale Silber, es sinkt tiefer, jenseits aller, aller Zahlen. Nichts kann es stoppen, keine Menschen, Keine Sonnenstrahlen, nichts! Durch einhundert Nächte, hundert Morgen. Da liegt sie am Ende eurer Welt verborgen. Hisst stolz die Segel, ein Traum wird war: A - wie Antarktika. Der Horizont ist grausam, lebend küsst ihn keiner, nie - Wie soll man ihn erreichen, wie erringen, wie bezwingen, sag mir, wie? Der Himmel schweigt, das Wasser spricht, die Worte gleichen Schnee. Die Luft zerschneidet alle Adern, ja, das Schneiden, Schneiden, es tut weh. Die blanke Nadel kennt die Richtung, aber nicht die, nicht die Wege, auf dass sich Staub auf alle Poren, auf die Jahre lege, Staub! Durch einhundert Nächte, hundert Morgen. Da liegt sie am Ende eurer Welt verborgen. Hisst stolz die Segel, ein Traum wird war: A - wie Antarktika. Der Kapitän steht starr auf seinem Platz und vor ihm liegt, die längst vergilbte Karte, alle Kraft, und aller Wille sind versiegt. Die Kälte schmiegt sich an den Körper, bettet ihn auf Eis, Sie tötet seit Jahrtausenden als ewigliches, blütenreines weiß. Durch einhundert Nächte, hundert Morgen. Da liegt sie am Ende eurer Welt verborgen. Hisst stolz die Segel, ein Traum wird war: A - wie Antarktika. Hisst stolz die Segel, ein Traum wird war: A - wie Antarktika.
Submitted by Nargaroth — Apr 26, 2025
Von den langen, kalten Nächten des hohen dunklen Nordens bis zum heißen Blut des Südens, den Sandmeeren des Mordens; Von des Westens eitlen Türmen aus Glas und Überheblichkeit zu den fernöstlichen Stürmen aus Stahl, Beton und Duldsamkeit, quält alle Menschen, alle Tage, keine Antwort - eine Frage: Warum hat Gott kein Gesicht? "Weil Gott nicht durch deine Lippen zu dir spricht!" Warum sieht Gott mich nicht an? "Weil Gott nicht durch deine Augen sehen kann!" Ob nun Bücher, reich an Wissen, ob Lämmer, Kälber, Ziegen; Ob Säuglinge, ob Jungfrauen auf den Altaren liegen, ist Tag ein und aus seit Anbeginn der Zeit schlichtweg egal. Wohin man blickt, wonach man sucht mit abertausend Zungen spricht die Qual: Warum hört mir Gott nicht zu? "Weil Gott nicht durch Ohren hören kann wie du." Warum hat Gott keinen Mund? "Gott gibt seine Wahrheit nicht durch Worte kund!" "Ich glaube an das eine, an das ohne Gesicht! Das frei von allen Sünden ist, das weder hört noch spricht! An das, was niemals ansieht, das vor mir war und nach mir bleibt. An das, was aus mir ewiglich, aufs neue seine Wurzeln treibt." Warum hat Gott kein Gesicht? Warum sieht mich Gott nicht an? Warum hört mir Gott nicht zu? Warum hat Gott keinen Mund?
Submitted by Lake of Tears — Apr 26, 2025
Vor meinem Fenster frisst Beton die letzten Farben auf, Der Wind macht um die grauen Zwinger einen großen Bogen. Das Wasser flieht vom See die Wände, jeden Berg hinauf, Und alle Bäume sind mit Pech und Schwefel überzogen. Die Wolken formen Monumente blasser Sterblichkeit. Der Himmel spuckt auf ihre ausgestreckten, weichen Glieder. Der Weg hinauf aus dieser Hölle ist unsagbar weit. Erzählt den Lebenden von mir, erzählt ich komme wieder. Sieben Mal die Sterne küssen - sieben Mal nicht sterben müssen. Sieben Mal das Herz aufschürfen - sieben Mal nicht scheitern dürfen. Betet für mich, wo immer ihr geht. Betet für mich, wo immer ihr steht. Betet für mich, in jedem Tal - auf jedem Berg, in jeder Stadt. "Nur Gott alleine kann dich retten. Nur Gott allein nimmt mir die Ketten. Die mich fest an mein Schicksal binden, wann wird all das ein Ende finden?" Auf allen Straßen wandeln Tote, schweigend, ohne Augen. Die gelbe Haut hängt ein schlaff auf eingestürzten, kalten Wangen. Ich sehe Kinder die an Leder und Kadaver saugen. Ein dutzend Geister hält mich hier, auf meinem Bett gefangen. Ja, diese Hölle existiert - sie existiert auf Erden. In dieser Hölle herrscht die Angst, doch sie hat keine Ohren. In dieser Hölle leben die, die nie geboren werden. Ja, diese Hölle, sie hat mich als Vater auserkoren. Sieben Mal den Abgrund küssen - sieben Strafen bestreiten müssen. Sieben Mal das Herz aufschürfen - sieben Mal nicht sterben dürfen. Betet für mich, wo immer ihr geht. Betet für mich, wo immer ihr steht. Betet für mich, in jedem Tal - auf jedem Berg, in jeder Stadt. "Nur Gott alleine kann dich retten. Nur Gott allein nimmt mir die Ketten. Die mich fest an mein Schicksal binden, wann wird all das ein Ende finden?" Vor meinem Fenster frisst Beton die letzten Farben auf, Der Wind macht um die graue Zinne einen großen Bogen. Das Wasser fliegt vom See die Wände, jeden Berg hinauf, Und alle Bäume sind mit Pech und Schwefel überzogen. Betet für mich, wo immer ihr geht. Betet für mich, wo immer ihr steht. Betet für mich, in jedem Tal - auf jedem Berg, in jeder Stadt. "Nur Gott alleine kann dich retten. Nur Gott allein nimmt mir die Ketten. Die mich fest an mein Schicksal binden, wann wird all das ein Ende finden?" Betet für mich, (wo immer ihr geht.) Betet für mich, (wo immer ihr steht.) Betet für mich, (in jedem Tal - auf jedem Berg, in jeder Stadt.) "Nur Gott alleine kann dich retten. Nur Gott allein nimmt mir die Ketten. Die mich fest an mein Schicksal binden, wann wird all das ein Ende finden?"
Submitted by NecroLord — Apr 26, 2025
Jetzt ist nur noch einer übrig, der die Züge trägt, in dessen Winkel Zeit die sonder- barsten Furchen prägt. Auf dessen Iris jeder neue Tag Geschichten malt, und dessen Stirn im Licht der Welt wie eine Leinwand strahlt. Bitte gib mich frei. Dieser Stein lastet zu schwer auf meinem Herzen. Diese Bürde reisst mich, wie ein Spaten Erde teilt… …Entzwei. Jetzt ist nur noch einer übrig, ein Mensch aus Geduld, der alle Lasten eisern trägt. Die Schmerzen, seine Schuld, auf dessen Wangen Fäden ein Geflecht aus Jahren spinnen, Durch dessen Finger Meereswasser, Sand und Muscheln rinnen. Bitte gib mich frei. Dieser Stein lastet zu schwer auf meinem Herzen. Diese Bürde reisst mich, wie ein Spaten Erde teilt… …Entzwei. So will ich nicht mehr lächeln, nie wieder, nie im Leben: Das Lächeln eines Toten, der Starre treu ergeben. So will ich nicht mehr blicken, aus Augen wie erfroren: Die Blicke eines Toten, durch stille Not geboren. Schnee im Rachen, mein Blut ist fortan nicht mehr rot, kalt wie Silber, das im Herz zu versinken droht, klar wie Wasser, durch meine Adern fließt der Tod. So will ich nicht mehr leben, Gefesselt und verworren: Das Leben - eine Lüge auf Feldern, die verdorren. Und niemals wieder will ich in mir begraben liegen, wo auch meine Gedanken frei wie Vögel fliegen.
Submitted by BloodShrine — Apr 26, 2025
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Hier, Mama, schau Ich zeige Dir was Passiert, wenn man Sehnsucht Nach Liebe in Kindern nicht stillt: Als erstes werden die Haare Am Kopf ganz verrückt Mama, sieh' her Verstehst Du nun, dass Ein Herz sich nicht selbst mit Gefühlen und Zuneigung erfüllt: Fass' meine Haare an Hart wie verrosteter Draht! Der Gürtel Deines Bademantels Er liebt mich mehr als Du Er hebt mich höher Trägt mich weiter Und zieht mich fester zu Schreib' mir Deine Briefe Auf bleiche Birkenrinde Verbrenne sie im Puppenhaus Damit ich sie nicht finde Mama, hör' zu Ich ging durch die Stadt Und betete, dass mich ein Wagen Erfasst, überfährt Doch Mama, Du weißt Es gibt keinen Gott Das Leben ging weiter Ein Ende blieb mir lang verwehrt Mama, pass' auf Ich weiß auch schon wo Ich grabe mich einfach wie Samen in die Erde ein Wo ich verwese wächst aus mir Ein prachtvoller Baum Erinnerst Du Dich Ich wollte es so Ein jeder Tag sollte wie nach Einem Wolkenbruch sein: Sauber, erneuert, verliebt Unbefleckt, lupenrein Die Wolken krabbeln in das Zimmer Die grauen, toten und schweren Ich will hinter das Glas Ich will den Blick nach innen kehren Schreib' mir Deine Briefe Auf bleiche Birkenrinde Verbrenne sie im Puppenhaus Damit ich sie nicht finde Ich bleibe für die Wirklichkeit Ein Rätsel und entbehrlich Doch küsse meine Spuren stets Denn Träumer sind gefährlich Mama, häng' mich höher Es ist Zeit zu geh'n Hoch über die Wipfel Ich will doch den Himmel seh'n Schreib' mir Deine Briefe Auf bleiche Birkenrinde Verbrenne sie im Puppenhaus Damit ich sie nicht finde Ich bleibe für die Wirklichkeit Ein Rätsel und entbehrlich Doch küsse meine Spuren stets Denn Träumer sind gefährlich Ich bleibe für die Wirklichkeit Ein Rätsel und entbehrlich Doch küsse meine Spuren stets Denn Träumer sind gefährlich
Submitted by MetalElf — Mar 27, 2026
Wenn der Nebel aus den Gräbern Aus der feuchten Erde steigt Und das Unheil aus den Särgen In die kühle Freiheit kriecht Wenn der Abend sich dem Ende Sich der Nacht entgegen neigt Und die Luft nach Chrysanthemen Und nach Eingeweiden riecht Dann ist uns're Zeit gekommen Dann entsteigen wir den Träumen Lauern auf den Efeublättern Die die Friedhofsmauer säumen Uns're Haut spiegelt den Himmel In den Augen brennt die List - Gott behüte jenen Menschen Der uns nie begegnet ist Fürchtet uns! Wo ihr auch geht Wohin ihr Euer Köpfchen legt Wo immer Euer Bettchen steht Vom tiefsten Keller bis zum Kreuz des höchsten Kirchenturms Wir leben und wir sterben Im Zeichen, im Zeichen des Wurms Wenn der Vollmond schlanke Äste Von der jungen Rinde scheidet Und sich Wolken wie ein Netz Rund um die Weltenkugel spinnen Wenn das kalte Licht die Stämme So wie Knochenmänner kleidet Und die Tropfen der Unendlichkeit Durch schwache Finger rinnen Dann erscheinen wir, das Ende Auf der kargen Lebensbühne Wir, die keine Gnade kennen Keine Buße, keine Sühne Wir gemahnen an den Abschied An den letzten Tanz, den Schluss An Gestank und an Verwesung An der Made zarten Kuss Fürchtet uns! Wo ihr auch geht Wohin ihr Euer Köpfchen legt Wo immer Euer Bettchen steht Vom tiefsten Keller bis zum Kreuz des höchsten Kirchenturms Wir leben und wir sterben Im Zeichen, im Zeichen des Wurms Im Zeichen, im Zeichen des Wurms Im Zeichen, im Zeichen des Wurms Fürchtet uns! Wo ihr auch geht Wohin ihr Euer Köpfchen legt Wo immer Euer Bettchen steht Vom tiefsten Keller bis zum Kreuz des höchsten Kirchenturms Wir plündern und wir morden Im Zeichen, im Zeichen des Wurms Im Zeichen, im Zeichen des Wurms Im Zeichen, im Zeichen des Wurms
Submitted by MetalElf — Mar 27, 2026
Wie konntest Du Dich nur der Liebe, allem widersetzen? Sag', wohin bist Du gegangen, was hat Dich nur übermannt? Wie nur konntest Du den Tod in Deinem Herzen leben lassen? Er trieb Dich weit von mir weg, es zog Dich immer an den Rand Ich laufe zwischen Bäumen und verfange mich in Netzen Wenn ich träume, träume ich von Erde, die wie Regen fällt In der Brust klopft eine Schaufel, steigt das gleißend helle Wasser Wie mag es Dir dort ergehen, in der Schlinge deiner Welt? Ich gehöre nicht Euch, ihr silbrigen Wolken Ich bin auch nicht Dein, oh eisblaues Licht Ich gehöre dem Jenseits, der anderen Seite Dem pechschwarzen Abgrund, dem Jüngsten Gericht Mit welchen Worten soll ich wiedergeben, was nicht denkbar ist? Ich konnte Dich nicht halten, wie soll ich da von Dir sprechen? Ich brauche neue Laute. Was für Laute? Nein, ich kenn sie nicht Ich fühle, wie sie auf der Zunge, an den Zähnen brechen Es war Dir stets gegeben, auf den Meeresgrund zu schauen Heute sehe ich wie Du die Sterne leuchten, auch bei Tag Ich liebte dich so sehr, ich hätte so nicht lieben dürfen Weil die Liebe vieles, nur nicht Dich zurück zu bringen vermag Ich gehöre nicht Euch, ihr silbrigen Wolken Ich bin auch nicht Dein, oh eisblaues Licht Ich gehöre dem Jenseits, der anderen Seite Dem pechschwarzen Abgrund, dem Jüngsten Gericht Und bin ich gestorben, dann tragen mich Lieder Vor Euch an den offenen Fenstern vorbei Mein Kopf schaukelt sanft, gleich den Halmen am Boden Des Brunnens, ich breche am Heimweh entzwei Ich gehöre nicht Euch, ihr silbrigen Wolken Ich bin auch nicht Dein, oh eisblaues Licht Ich gehöre dem Jenseits, der anderen Seite Dem pechschwarzen Abgrund, dem Jüngsten Gericht Und bin ich gestorben, dann tragen mich Lieder Vor Euch an den offenen Fenstern vorbei Mein Kopf schaukelt sanft, gleich den Halmen am Boden Des Brunnens, ich breche am Heimweh entzwei
Submitted by MetalElf — Mar 27, 2026
Ich sehe uns im Spiegel Höre Schnee wie Watte fallen Und ich fühle, wie Du strahlst Die Uhr ist unser Richter Sie verkündet lei's das Ende als Du Herzen an das matte Fenster malst Wir haben sieben Tage Zwischen Federn, unter Flocken In der Finsternis verbracht Das Sonnenlicht verleugnet Den Hunger an uns selbst gestillt Und sieben Nächte durchgewacht Wir haben uns mit Funken Des Mondes eingekleidet Und die Stunden umgekehrt Die Finger und die Seelen So fest es ging verwoben und die Körper wie ein Feuer ausgezehrt Diese, meine Hände Sind von jetzt an ewig Dein Sie sind da um Dich zu stützen Dich zu halten, stark zu sein Über deinen Schlaf zu wachen Deine Träume zu entfachen Ganz egal wie schwer die Last des Lebens Auf den Schultern wiegt Diese, meine Hände Heben Dich empor, hinauf Jeden noch so kalten Morgen Richten sie mich wieder auf Um stets neben Dir zu stehen Jeden Weg mit Dir zu gehen Ganz egal wohin uns die Geschichte Mit den Jahren führt Diese Hände öffnen jede Tür und jedes Tor Und sie lieben Dich mit jedem Tag mehr als am Tag zuvor Nur um für Dein Glück zu ringen Deine Sorgen zu bezwingen Sind sie Schlüssel, Schwert und Kissen Sind die Mantel, Speer und Schild Diese Hände teilen jedes Meer und jedes Land In den Furchen dieser Hände Steht dein Name eingebrannt Keine Grenzen, keine Mauern Können Liebe überdauern; Jene, die kein Halten kennen Wird kein Ende jemals trennen
Submitted by MetalElf — Mar 27, 2026
Vor meinem Fenster frisst Beton die letzten Farben auf Der Wind macht um die grauen Zwinger einen großen Bogen Das Wasser flieht vom See die Wände, jeden Berg hinauf Und alle Bäume sind mit Pech und Schwefel überzogen Die Wolken formen Monumente blasser Sterblichkeit Der Himmel spuckt auf ihre ausgestreckten, weichen Glieder Der Weg hinauf aus dieser Hölle ist unsagbar weit Erzählt den Lebenden von mir, erzählt ich komme wieder Sieben Mal die Sterne küssen - sieben Mal nicht sterben müssen Sieben Mal das Herz aufschürfen - sieben Mal nicht scheitern dürfen Betet für mich, wo immer ihr geht Betet für mich, wo immer ihr steht Betet für mich, in jedem Tal - auf jedem Berg, in jeder Stadt "Nur Gott alleine kann dich retten. Nur Gott allein nimmt mir die Ketten Die mich fest an mein Schicksal binden, wann wird all das ein Ende finden?" Auf allen Straßen wandeln Tote, schweigend, ohne Augen Die gelbe Haut hängt ein schlaff auf eingestürzten, kalten Wangen Ich sehe Kinder die an Leder und Kadaver saugen Ein dutzend Geister hält mich hier, auf meinem Bett gefangen Ja, diese Hölle existiert - sie existiert auf Erden In dieser Hölle herrscht die Angst, doch sie hat keine Ohren In dieser Hölle leben die, die nie geboren werden Ja, diese Hölle, sie hat mich als Vater auserkoren Sieben Mal den Abgrund küssen - sieben Strafen bestreiten müssen Sieben Mal das Herz aufschürfen - sieben Mal nicht sterben dürfen Betet für mich, wo immer ihr geht Betet für mich, wo immer ihr steht Betet für mich, in jedem Tal - auf jedem Berg, in jeder Stadt "Nur Gott alleine kann dich retten. Nur Gott allein nimmt mir die Ketten Die mich fest an mein Schicksal binden, wann wird all das ein Ende finden?" Vor meinem Fenster frisst Beton die letzten Farben auf Der Wind macht um die graue Zinne einen großen Bogen Das Wasser fliegt vom See die Wände, jeden Berg hinauf Und alle Bäume sind mit Pech und Schwefel überzogen Betet für mich, wo immer ihr geht Betet für mich, wo immer ihr steht Betet für mich, in jedem Tal - auf jedem Berg, in jeder Stadt "Nur Gott alleine kann dich retten. Nur Gott allein nimmt mir die Ketten Die mich fest an mein Schicksal binden, wann wird all das ein Ende finden?" Betet für mich, (wo immer ihr geht.) Betet für mich, (wo immer ihr steht.) Betet für mich, (in jedem Tal - auf jedem Berg, in jeder Stadt.) "Nur Gott alleine kann dich retten. Nur Gott allein nimmt mir die Ketten Die mich fest an mein Schicksal binden, wann wird all das ein Ende finden?"
Submitted by MetalElf — Mar 27, 2026
Von den langen, kalten Nächten des hohen dunklen Nordens Bis zum heißen Blut des Südens, den Sandmeeren des Mordens; Von des Westens eitlen Türmen aus Glas und Überheblichkeit Zu den fernöstlichen Stürmen aus Stahl, Beton und Duldsamkeit Quält alle Menschen, alle Tage, keine Antwort - eine Frage: Warum hat Gott kein Gesicht? "Weil Gott nicht durch deine Lippen zu dir spricht!" Warum sieht Gott mich nicht an? "Weil Gott nicht durch deine Augen sehen kann!" Ob nun Bücher, reich an Wissen, ob Lämmer, Kälber, Ziegen; Ob Säuglinge, ob Jungfrauen auf den Altaren liegen Ist Tag ein und aus seit Anbeginn der Zeit schlichtweg egal Wohin man blickt, wonach man sucht mit abertausend Zungen spricht die Qual: Warum hört mir Gott nicht zu? "Weil Gott nicht durch Ohren hören kann wie du." Warum hat Gott keinen Mund? "Gott gibt seine Wahrheit nicht durch Worte kund!" "Ich glaube an das eine, an das ohne Gesicht! Das frei von allen Sünden ist, das weder hört noch spricht! An das, was niemals ansieht, das vor mir war und nach mir bleibt An das, was aus mir ewiglich, aufs neue seine Wurzeln treibt." Warum hat Gott kein Gesicht? Warum sieht mich Gott nicht an? Warum hört mir Gott nicht zu? Warum hat Gott keinen Mund?
Submitted by MetalElf — Mar 27, 2026