a.Ura und das Schnecken.Haus
"Kenne ich dich?" Und schon war ich verloren, Alle Lieder schweigen still; Die größte Lieber Fing am allerkleinsten an. Vieleicht flüstert irgendwann, Wenn's der Lauf der Dinge will, Diese Stimme Nacht für Nacht In meine Ohren. Ein einziges Wort von mir, Sagst Du, das hätte ausgereicht, Damit die Sehnsucht in Dir Ihrer Erfüllung weicht. Streck' nochmal die Hände aus, Denn ich war da; Du hast nicht aufgehört; Nach mir zu suchen. "Ja, ich war Dir Schon einmal nah, Als ich Dich vor Jahren sah, Da nahmst Du mich gefangen. Wir sind aneinander Vorbeigegangen; Heute weiß ich nicht woher, Aber unser Anfang, er wird schwer." Ein einziges Wort von Dir, Sag' ich, das hätte ausgereicht, Damit der Wunsch in mir Endlich seiner Erfüllung weicht. Mit der Zukunft in der Hand, So stand ich da, Dir längst verbunden: Du hast gesucht, und ich Hab' nur gefunden. Kein einziges Wort von uns Wird jemals dem einen gleichen, Das mein Herz Dir entgegen schrie, Als ich damals Sprachlos vor Dir stand. Mit der Feder in der Hand Sitze ich da und such' vergebens Nach dem Wort uns'res Lebens. "Kenne ich dich?" Und schon war ich verloren, Die Musik schwieg plötzlich still; Auch große Liebe fängt mit kleinen Schritten an. Vieleicht finden irgendwann, Wenn's der Lauf der Dinge will, Diese Lieder ihren Weg in deine Ohren.
Submitted by MetalElf — Apr 26, 2025
Den Hut tief ins Gesicht gezogen, Mantelkragen Hochgeschlagen, Cello-Kasten in der Hand: So steht der junge, fremde Mann Unter'm erlosch'nen Lichterbogen. Schelmisch, könnte man fast sagen, Lehnt er an der Budenwand Und blickt das Riesenrad stumm an. Im Schutze blauer Dunkelheit, Der Himmel leicht, die Sterne schwer, Ist er der, der die Formel kennt, Und beginnt mit dem Zaubertrick: Der Cello-Koffer macht leis' "Klick" Und öffnet sich; kein Instrument Ruht in ihm. Bodenlos und leer Gähnt er und speit Unendlichkeit. Unweit des Geschehens, Vom dem koffer erweckt, Wird ein Köpfchen mit Vorsicht In die Nacht gestreckt; Mit Augen so braun Wie Kandis und Kastanien, So sanft wie Milchschaum auf Café. Eine Stimme erklingt Und teilt der Stille Wogen: "Wir sollten zusammen nicht fahren. Nimm das Rad und Flieg' mit ihm auf einem Drachen Zu dem Mädchen Mit den roten Haaren." Ein gleißend helles blitzgewitter Schießt dem rad entgegen, Zerrt an den Bolzen, Trägern und Stangen Und der Attraktion Metall. Und der Mond betrachtet bitter Wie der Cello-Mann verwegen, "Klack", im Koffer hält's gefangen Und den Prater um den Sinn bestahl.
Submitted by Lake of Tears — Apr 26, 2025
Von den Eltern Einst vergessen, Von den Menschen Unentdeckt, Hat sich im Maschinenraum Des Karussells ein Kind versteckt. Dort verbrachte es die Tage, Hat den and'ren Mädchen zugeschaut Und sich erst wenn es dunkel war Aus seinem Haus heraus getraut. Kettenkarussell, Man entkommt nie seiner Mitte, Denn für kleine Schritte Dreht es sich zu schnell. [Im Kreis herum...] Wenn die Sterne in der Nacht Die Ketten mit Mondlicht umhüllten, War'n es böse Mächte, die die Gondeln mit Fahrgästen füllten. Sie schlossen das Kind ein, Trotz aller List und Tücke Fand es zwischen ihnen Zum entkommen keine Lücke. Kettenkarussell, In den Gondeln sitzen Geister, Und sie drehen sich um das Kind Viel zu schnell. [Immer im Kreis...] Wann hält man das Karussell an? Wann hört es auf, sich zu drehen, Wann bleibt es stehen? Farben fließen ineinander, Und im Bauch wird den Schmetterlingen schwindlig, Spürst du es auch? Wie hält man das Karussell an? Wie beendet man den taumel, Wie sieht man wieder klar? Hals über Kopf, Herz vor Verstand? Welten entfernt, Zum Greifen nah, Gelogen oder wahr?
Submitted by MetalElf — Apr 26, 2025
Fernab der guten Hoffnung, Gleich hinter dem Karussell, Da ist ein alter Brunnen, Bewohnt von einem Jungen. Er wartet auf den Regen, Er wartet auf den Sturm, Er wartet darauf, Dass das Wasser steigt Und ihn heraus schwemmt Aus dem Turm. Komm', Regen, komm'! Schwimm', Bursche, schwimm'! Er hat oftmals versucht, Die Wände raufzuklettern, Er hat versucht, eine Leiter zu bauen, Aus alten, morschen Brettern. Doch er hat keine Nägel, Er hat auch keinen Hammer. Er hat nur seine Kummertränen, Mein Gott, was für ein Jammer. Kommt, Tränen, kommt! Fließt die Wangen herunter, Und tragt mich wie durch ein Wunder An das Tageslicht. Wenn die Dämme brechen, Stürzen alle Mauern ein. Alle schranken, alle Grenzen Werden dann vergangen sein. Wenn die Dämme brechen, Waschen wir uns in den Fluten rein, Wir werden glücklich wie die Fische Auf dem Weg zu Uns'ren Träumen sein. Dann, eines schönen Tages, Er traute fast den Augen nicht, Sah er oben am Brunnenrand Ein wunderschönes Mädchengesicht. Sie hatte keine Leiter, Sie hatte keine Seile, Sie hatte nur die Kleider am Leib Und blieb für eine Weile. Er rief zu ihr hinauf: "Wir schaffen es zusammen, Wir erzählen was uns traurig macht, Bis tief hinein in die Nacht." Sie antwortete zärtlich: "Die Gedanken, Die ich an Dich richte, Sind von allem, Was auf der Welt passiert, Die traurigste Geschichte." Wein', Mädchen, wein'! Schwemme mich aus diesem Loch Hinauf zu Dir, Du liebst mich doch Siehst Du das denn nicht?
Submitted by Cyberwaste — Apr 26, 2025
Und so schlendern Sie zusammen Wie auf Wolken Durch die Welt. Ohne Umweg führt der Abend sie Vor ein knallbuntes Zirkuszelt. Man kämpft sich Durch's Gedränge, Hält sich eisern an der Hand Und nimmt in der ersten Reihe Platz, Direkt an der Manege Rand. "Werte Damen, meine Herren, Wir heißen Sie wilkommen! Bevor sie geblinzelt haben, Hat die Show auch schon begonnen. Wir entführen Sie in Welten Fernab aller Wirklichkeit! Seien sie darauf gefasst! Sind sie bereit?" Aufgepasst! Hier kommt ein Messerwerfer Mit vrbund'nen Augen. Eines von fünf Messern trifft! Das Publikum ist amüsiert! Und zwei und drei und vier... trifft! Aufgepasst! Hier kommt ein Zauberer, Der Jungfrau'n in der Mitte durchsägt. Es ritscht und ratscht Und spritzt bis in das Publikum, Das lauthals applaudiert Und klatscht. "Mein Gott, sind sie von Sinnen? Die Artisten bringen sich um Und wälzen sich wie Wahnsinnige Am Boden herum!" "Mein Herr, ich muss sie bitten: Zurück auf den Platz, Sonst gibt es Ärger!" Und so starren sie zusammen, Angsterfüllt und kreidebleich, Mit weit aufgeriss'nen Augen Und Knien, wie Butter weich, Auf des Tummelplatzes Mitte, Den man eilig präpariert. "Ich bin die Hellseherin, Ich bin Gitana! Ich kann das Unsichtbare seh'n Und mit dir ein paar Schritte wei In Deine Zukunft geh'n!" Ich seh' ein seltsames Gebäude, Wie das Haus von einer Schnecke, Ich seh' unendliche Freude, Doch aus einer dunklen Ecke Heraus lauert etwas Böses, Ein Name, den man oft schrie, Und dann erklingt dort diese kleine, Sterbende Melodie... Ich seh' Katzen, klug wie Menschen, ich seh' Gelsen an der Wand, Ich sehe Staub auf Klaviertasten Und ein weites, Ödes Land, Grelles Licht und ein Spiegel, Der mit seinen Bildern droht, Und jene Melodie berichtet leise Von Liebe und Tod... "Ich will dir nicht mehr erzählen. All das ergibt keinen Sinn, Doch du gehst da besser nicht hin..." Aufgepasst! Man zwingt den Jungen auf das Seil, Er droht zu fallen. Eben war er noch Gast, Nun zittert er illuminiert Unter dem Dach des Zeltes. Wie ein Clown Versucht er, mit den Armen rudernd, Die Balance zu halten. Stürzt er ab? Vom höchstem Gipfel Der Empfindsamkeit Hinab ins kalte Grab. Bergab, bergauf, Bergab, bergauf, Bergab und aus.
Submitted by Morgoth — Apr 26, 2025
Im freien Fall Dem Boden entgegen, Ich stürze ab, Vom Gipfel ewigen Lebens Ins kalte Grab. Hast Du bei einem Verlierer Wie mir geglaubt, Dass mir ein Dolchstoß wie dieser Den Willen raubt? Hör mir zu: Nichts hält mich dieses Mal zurück, Es folgt mein Sieg oder mein Ende. Denn auf dem Gipfel liegt mein Glück, Ich will zurück in meine Hände. Nichts halt mich dieses Mal zurück, Ich will bei Dir sein. Denn auf dem Gipfel liegt mein Glück, Lass mich nicht alleine. Mit mir zerschellen die Träume, Ich heb' die Trümmer auf. Ob tot oder lebendig; Ich will wieder hinauf. Mit meinen Händen und Füßen, Stück für Stück, Kämpfe ich gegen die Zeit an, Ich komme zurück. Hör mir zu... Nichts hält mich dieses Mal zurück, Düese Geschichte hat ein falsches Ende, Denn auf dem Gipfel liegt mein Glück, Mein Herz gehört in deine Hände, Nichts hält mich heute Nacht zurück, Nichts kann mehr das Ende abwenden. Auf diesem Berg dort ruht mein Glück. Begrab' mein Herz mit Deinen Händen.
Submitted by Dahmers Fridge — Apr 26, 2025
Ich reib' den Staub aus Meinen Augen, blicke auf. Für dieses Ziel nahm ich den allerlängsten Weg in Kauf Um mich herum verbrennt die Welt, Das Stück Papier Halte ich noch fest umklammert, Allein deshalb bin ich hier. Ich weiß noch immer nicht, Was tief in mir geschah, Als ich wegen dir ein ganzen Leben, vor mir ausgebreitet sah. Die Zukunft lag bereits In den Momenten vor mir brach, Bevor ich zum ersten Male Zu Dir sprach, "Was Hast Du Mir Angetan?" Gehe hinein in das Schnecken.Haus, In diesen Mauern haust derTod, Er wartet schon so lang' auf dich, Auf dein Kommmen Die Spirale, die sich abwärts dreht, Hat dich ergriffen und ihr Sog Zieht dich hinunter in den Wahnsinn. Wieso drang über Nacht Die Angst in unsere Geschichte ein? Wie konnte ein Mensch schön wie du, innerlich nur so hässlich sein? Von allen Menschen auf der Welt, Hab'ich dich auserwählt, Die Mörderin zu sein, Die meine Tage rückwärts zählt. a.Ura kennt dieses Schneckenhaus, Durch ihre Adern fließt der Tod, Sie wartet schon so lang' auf dich, Auf dein Kommen. Ihre Augen sind stärker als Deine Wille und Deine Vernunft, Du wirst ihr in die Hölle folgen. Ich sehe Haut, so weiß wie Schnee, und ein Gesicht, aus dem Die seelenlose Stimme einer Abgelegten Puppe spricht. Ich hielt trotz allem an Dir fest, Ich hielt dich ums Verderben, Weil ich zu blind vor Liebe war, Zu feige um zu sterben. a.Ura stirbt dort im Schneckenhaus, Durch ihre Adern fließt der Tod, Sie bittet dich zu ihr zu kommen a.Ura stirbt dort im Schneckenhaus... a.Ura lebt in dem Schneckenhaus In deinen Händen liegt die Macht, Gott selbst und die Zeit zu überwinden. Sieh' das Unheil, das Euch nun droht, Du hast sie für Dich auserwählt, So wag' den Schritt über die Schwelle
Submitted by NecroLord — Apr 26, 2025
Die Spiegelbilder: Tot, tot, tot, tot, Geschah ein Mord Im Schneckenhaus? Hass, Hass, Hass, Hass, Der Mörder ist noch immer da. Zorn, Zorn, Zorn, Zorn, Hat seinen Namen eingeritzt. Blut, Blut, Blut, Blut An jeder Wand! Der Protagonist: Wie eine Leiche wandle ich Durchs Schneckenhaus. Die Spiegelbilder: Eine unsichtbare Macht bläst langsam, Doch bestimmt, die Kerzen aus. Der Protagonist: Den Mann im Spiegel hab' ich Vorher nie geseh'n Ich kenn' ihn nicht! Die Spiegelbilder: Nicht seine Augen, seine Hände, Seine Stimme, sein Gesicht? Der Protagonist: Der Spiegel sieht mich! Die Spiegelbilder: Oh nein, der Spiegel sieht Dich nicht. Tot, tot, tot, tot! (Hass, Hass, Hass, Hass!) Der Protagonist: Oh ja, sie liebt mich, Oh ja, sie liebt mich! Die Spiegelbilder: Oh nein, sie liebt Dich nicht. Der Protagonist: Ist dies der Bastard, der bei Nacht... Die Spiegelbilder: ...wie ein Phantom Ums Bettchen schleicht? Der Protagonist: Ist er das Monstrum, das selbst tags... Die Spiegelbilder: ...niemals von Deiner Seite weicht? Ja, das ist der Mann, Sieh' ihn Dir in Ruhe an, Um den Hals trägt er ein Schild, Auf dem man "Ratte" lesen kann. Der Protagonist: Ich weiß, was man mit Ratten macht, Ratten werden umgebracht. Man knüpft sie an den höchsten Baum Und weidet sie aus, Genau so wie in meinem Traum... Das da ist ein Mann, Sieh' ihn Dir noch einmal an, Der mit langen oder kurzen Messern Brot in Scheiben schneiden kann. Doch wer nicht einmal das schafft, Hat erst recht nicht die Kraft Dazu, fünf Kinder zu ernähr'n Und eine Frau so zu begehr'n Wie sie es mag, Tag für Tag. Die Spiegelbilder: Mord im Schneckenhaus! Tot, tot, tot, tot, Geschah ein Mord im Schneckenhaus? Hass, Hass, Hass, Hass, Der Mörder ist noch immer da. Blut, Blut, Blut, Blut An jeder Wand! Der Protagonist: Der Spiegel sieht mich! Die Spiegelbilder: Oh nein, der Spiegel sieht Dich nicht. Tot, tot, tot, tot! Der Protagonist: Oh ja, sie liebt mich, Oh ja, sie liebt mich! Die Spiegelbilder: Oh nein, sie liebt Dich nicht. Der Protagonist: (In wahnsinniges Gelächter ausbrechend, man hört eine Schere, die Finger abschneidet) Sie liebt mich, sie liebt mich nicht, Sie liebt mich, sie liebt mich nicht...
Submitted by Celtic Frost — Apr 26, 2025
Der Protagonist: Nachts sitzt Du Auf meinen Lungen, Den Schweif Um meinen Hals geschlungen; Du erstickst mich, Stiehslt mir den Atem. Die Königin: Nur du sollst mein König sein, Ich will dich ganz für mich allein. Deine Hände, gib' mir die Hände. Der Protagonist: Dein Speichel tropft auf meien Brust, In Deinen Augen brennt die Lust, Die Sehnsucht, das Verlangen, Die Leidenschaft. Die Königin: (Miau, Miau) Ich strecke meine Krallen aus, Miau, immer tiefer in dein Fleisch. Der Protagonist: Dein Kuss entzieht mir alle Macht, Schwarz wie der Tod, Süß wie die Nacht. Ich bitte dich um Gnade. Die Königin: Du wirst neues Leben nähren, Ich werde Dir Kinder gebären, Unzählige kleine Kätzchen. Der Protagonist: Du frisst mcich auf Wie eine Maus, Verschluckst mich und Würgst mich heraus. Lass' mich nicht Länger leiden. Die Königin: Im Sterben liegt des Lebens Sinn, Knie nieder vor der Königin, So gib' Dich mir gänzlich hin. ich bin deine Königin! Der Chor der Kinderkatzen: Heil der Königin, Sie lebe hoch, hoch, hoch! Heil Dir, Königin der Kinderkatzen, Heil, Heil, Heil! Du hast uns das Leben geschenkt, Wir verehren dich, Bis der Mond am Himmel Wieder Feuer fängt. Lebe hoch! Der Protagonist: Lauter Katzen! Alles voller Katzen! Hier ist alles voller Kinderkatzen! Überall sind Katzen!
Submitted by SerpentEve — Apr 26, 2025
Ich stehe ratlos, Wie vor Jahren schon, Erneut gab ich Auf mich nicht Acht, Vor einem Scherbenhaufen, Spott und Hohn: Ich hab' den einen Fehler Einmal mehr gemacht. So kommt, ihr Krähen, Kommt und hebt mich auf, Und tragt mich auf den Winden fort, Schafft mich weit weg von hier In eine Welt, In der ein anderer als ich Über mich das Urteil fällt. An jedem Morgen, in jeder Nacht Halte ich schlaflos Am Fenster die Wacht. Ich seh' die krähen Am Himmel vorüberzieh'n Und wünschte, ich könnte Dem Schicksal entflieh'n. Von meinen Händen Rinne Pech und Blut, Ich war zum Unheil Stets verdammt. Auf meinen Wegen Hat des Zornes Glut mir Unzählige Schwerter durch mein Stolzes Herz gerammt. So kommt, ihr Krähen, Nehmt mich mit euch mit, ich Verlange nach mehr als dem Tod, Ich will Unendlichkeit, Das eine Wort, Ohne dessen Klang mir Schlimmeres als Aller Höllen Feuer droht. Eins, zwei, jetzt ist es vorbei, Drei vier, nimmer mehr bei Dir, Fünf, sechs, mit Erde bedeck's, Sieben, acht, hab' es umgebracht, Neun, zehn, kann die Krähen seh'n.
Submitted by Iron_Wraith — Apr 26, 2025
Der Feuervögel Krallen Ließen mich im Sturmgetöse los, Aus luft'ger Höhe fallen; Der Sturz gebremst Von weichem, dichtem Moos. Ich steh' auf, blick' mich um, Und ich erkenne, dass der Wind Mich dorthin trug, wo ich als Kind, Unbeschwert, ungestört, Die Zeit verschlief. Dies ist der Ort, wo es begann, An dem ich viel verlor, Doch noch viel mehr gewann. Ich starben meine Träume Im Schatten stummer Apfelbäume, Hier wurde ich ermordet, Meine Seele aus dem Leib geschnitten, Hier wurde ich durch Menschenhand Gequält, gepeinigt und verbrannt... ...Denn weit im Inneren des Waldes Lag ein Platz, wo kaum das Licht Durch die Wipfel alter Eichen drang, Man sah die Hand fast nicht mehr Vor den Augen. Kahle Äste Streckten ihre Klauen vor, Das Wurzelwerk wuchs fordernd Aus dem Unterholz empor. Hinter den Stämmen, Unter dem Laub, In einem Erdloch: Wie Sternenstaub Glitzerten gläserne Augen Und zerbrochene Gesichter Aus Keramik, und sie zogen Ihre Kreise um den Junge Immer dichter. Hast Du uns schon vergessen? Hast Du an uns gedacht? Wir werden auferstehen, In jener Vollmondnacht. In der Mitte der Lichtung Steht sie mit stolz erhob'nem Kinn, Man sieht gleich: von allen Puppen Ist sie die Anführerin Ihre Locken wallen über ihre Schultern, weiß wie Maden, In der Brust steckt ihr die Nadel, In der Hand hält sie den Faden. Schmales Mündlein, Stummes Leid, Angenähte Beine, Ein verdrecktes, blaues Kleid. Sie hebt die Ärmchen, Formt den Blick zu einer Frage, Und aus jeder Himmselrichtung Tost wie Donner die Anklage: "Hast Du mich schon vergessen? Hast Du an mich gedacht? Ich werde auferstehen, In jeder Vollmondnacht." Hast Du verstanden? Nimm die Nadel und den Faden, Näh' sie zusammen, Leg Dich zu ihr in die Maden. Du musst die Nadel Tiefer in sie rammen, Komm', nimm den Faden Und nähe sie zusammen. "Hast Du mich schon vergessen? Hast Du an mich gedacht? So nähe mich zusammen, In dieser Vollmondnacht."
Submitted by BloodShrine — Apr 26, 2025
Von Anfang an, Ein Leben lang, Du bist ein echter Freund. Von einem, der mich so Wie du versteht, Hab ich lange nur Vor mich hingeträumt. Dein weiser Blick Zeigt mir meine Grenzen auf, Du gibst wortlos auf mich Acht. Ohne Dich hätte ich das letzte Jahr Mehr schlecht als recht nur Hinter mich gebracht. Diese treuen Augen Haben die ganze Welt gesehn, Du kennst die Wege, Meine Richtung, alle Straßen. Wie oft hat sich meine Seele Von dem grenzenlosen Mut in Dir Auf Deine Reisen mitnehmen lassen. Seitdem du nachts bei mir warst, Konnte ich in dem Schlimmen Zimmer schlafen. Gott hat Dich mir bestimmt Zur Seite gestellt, Du beschützt mich Und weißt wieso wir uns trafen. Diese treuen Augen haben Tief in mich hineingesehn, Sie kennen meine leisesten Gedanken. Der kleine Feigling in mir, Er liebt den Helden in Dir, Um den sich Abenteuer Und Legenden ranken. Ich weiß, dass du unsterblich bist, Du wirst immer bei mir sein. Ich kann dich über uns atmen hören Und schlafe friedlich ein.
Submitted by Grave666 — Apr 26, 2025
In der Höhle des Käfers Tief aus einer Höhle Kam gemächlich Und schwer, An einem Stock gehend, Ein Käfer daher. Er neigte den Kopf und sprach: „Tritt doch herein, Ich lade Dich auf Eine Tasse Tee ein.“ Wir saßen zusammen Und tranken sehr viel, Da fragte der Käfer: „Wie wäre ein Spiel?“ Er stand ächzend auf, Zog mich lachend am Ohr, Holte aus einer Truhe Eine bleierne Kugel hervor. Betrachte den Klumpen, Was denkst Du dabei? Ist er aus Kristall gemacht, Oder aus Blei? Wäre dieses Gebilde Ein Klotz Dir am Bein, Oder könnte es Dich aus Der Schwermut befrei’n? Eines Tages wirst du klarer sehen, Irgendwann, da wirst auch Du verstehen Dass, ob Liebe oder Hass überwiegt, nur im Auge des Betrachtes liegt. Vergiss alle Grenzen, Vergiss auch die Regeln, Um schadlos durch des Lebens Meer zu segeln, Bedarf es weit mehr als Nur Unbeugsamkeit: Gib Dein Steuerrad in die Hände der Zeit.
Submitted by Celtic Frost — Apr 26, 2025
Komm' ein bischen näher, Es ist Zeit, mich anzuseh'n; Schärfe deine Sinne, es gilt Jede Silbe zu versteh'n: Der Name im Kristall steht für Den Hochmut vor dem Fall, Für Heuchelei, Verrat, Betrug, Das Paradies. Gott hätte gut daran getan, Wenn er die Frau und auch den Mann Ausgelöscht hätte, anstatt dass er sie Entkommen ließ... Den Namen im Kristall Erkennst Du nicht, Der Hass in deinem Blick Nimmt Dir die Sicht. Den wahren Namen Erkennt man erst dann, Wenn man auch Ohne Augen sehen kann. Verzweifelst du am Rätsel, Wird die Lösung mit dem Wind verweh'n; Hinter dem Kristallglas gilt es Neun Buchstaben so zu verdreh'n, Dass das Wort, das sie ergeben, Wie ein urteil über Leben Oder Tod den Himmel teilt Und dann verstummt. Das eine Kreuz ist ausradiert, Glaubst Du, dass Dir Nichts mehr Passiert, Bloß weil der Regen heute Nahct Nicht Deinen Namen summt? Den Namen im Kristall Erkennst Du nicht, Der Hass in deinem Blick Nimmt Dir die Sicht. Den wahren Namen Gottes Kennt man dann, Wenn man auch Ohne Augen sehen kann. Trotz aller guten Hoffnung Brennt die Schmach In meiner Seele noch wie Öl in einem feuer, Und die Flamme, Sie erkaltet nie. Trotz allen Lichts Seh' ich noch deinen Schatten Um die Kerzen schleichen; Eines Tages wirst Du Wie ihr Wachs Aus meinem Leben weichen. So, wie man dem Opferlamm Mit einem Keil den Schädel teilt, Ein Sperlingsschwarm aus Pfeilen Federleicht durch Kinderrippen eilt, Blut sich mit trock'ner Erde mischt Und Kain Abel erschlägt: Am Ende ist's der Kaiser, Der den heiligen zu Grabe trägt, Schuld ist für die Schwachen, Schuld wiegt leichter als der Erblast Tiefe Spuren in dem Mauerwerk, Das du um mich errichtest hast. Ich werde meine Schuld wie meine Frau und meine Kinder lieben, Außer ihr ist mir Nichts mehr geblieben, Was sich ziemt, und: Nichts hast du mehr Für dein Leben Als den Tod verdient. Erkenne mich. Begib' Dich auf die Reise In mein Ich. Denn Riss im Herzen Erkennt man erst dann, Wenn man sich ohne Hass Betrachten kann. Deinen Namen im Kristall, Du siehst ihn nicht, Der Hass in deinem Blick Nimmt Dir die Sicht. Den eig'nen Namen Erkennt man erst dann, Wenn man sich ohne Hass Betrachten kann.
Submitted by SerpentEve — Apr 26, 2025
Ich höre Dich noch rufen: "Lauf um Dein Leben, So schnell Du kannst, Ich bin nicht die, Die Du verlangst." Auch wenn Gott oftmals vor mir steht Und mir die Hölle prophezeit, Es ist das Größte, Denn wir brennen dort zu zweit. Es ist die Angst vor meiner Nähe, Die mich fester an Dich kettet Und der Zorn in Deinen Augen, Der mich vor der Wut in mir errettet. Ich bin Du, und wir sind wir, So sehr es mich zerreißt; K.haos-Prinz an Wind-Prinzessin, Ich will, dass Du weißt: In Deinen Augen nur Kann ich mich seh'n In Deinem Herzen Kann ich mich versteh'n, In Deinen Händen erst Kann ich mich spür'n, In Deiner Seele Will ich dich berühr'n. Wie oft im Leben habe Ich mich in mein Herz vorgewagt? Ich kenne keine Antwort, Wenn man danach fragt. Wie oft habe ich in Dir Nur nach mir selbst gesucht, Mich nicht gefunden Und uns dann feige verflucht? Es ist die Angst vor Deiner Stärke, Die zurückkommt, wenn es tagt, Es ist die Furcht vor deiner Ruhe, Die am Krieg in meiner Seele nagt. Du bist wie ich, und wir sind wir, Auch wenn es uns zerreißt; K.haos-Prinz und Wind-Prinzessin, Ich will, dass Du weißt: In Deinen Augen nur Kann ich mich seh'n In Deinem Herzen Kann ich mich versteh'n. Ich Deinen Händen erst Endet die Qual, In Deiner Seele Genieß' ich den Fall.
Submitted by Nargaroth — Apr 26, 2025
Er wollte es Mit eig'nen Augen sehen, Am Tag zuvor sah er's Auf einer Hauswand stehen: Auf einem Berg vor Wien In Österreich Macht die Maschine Tiere dem Erdboden gleich. So hat er abends Seinen Rucksack gepackt, Den Hut genommen Und zu seiner Frau gesagt: Das Wetter ist schlecht, Warte auf die Sonne; Das ist der Tag, An dem ich wiederkomme. Und die Wolken zogen Über ihn hinweg, Die Hände in der Tasche, Die Füße im Dreck. Viele Male haben sich vor ihm Die Straßen verzweigt, Viele Finger haben ihm Die rechte Richtung gezeigt: Marschiere, marschiere, Nimm' die Beine in die Hand, Und verlasse unser Land. Marschiere, marschiere, Ja, dort oben sterben Tiere. Aus Regentagen wurden Regenwochen, Da hat er aus der Ferne Kaltes Blut gerochen. Der Wind hat totgeglaubte Lieder dirigiert, den Mann direkt vor Die Maschine geführt: Und die Wolken zogen über ihn hinweg, Die Hände in den Haaren, Die Füße im Dreck. Viele Male haben sich vor ihm Die Straßen verzweigt, Viele Finger haben ihm Die rechte Richtung gezeigt: Marschiere, marschiere, Nimm' die Beine in die Hand, Und verlasse unser Land. Marschiere, marschiere, Vor Deinen Augen sterben Tiere. Er wollte es mit eig'nen Augen seh'n, So musster er durch die Maschine geh'n. Beim Lärm der rastlosen Motoren Hat er beinahe den Verstand verloren, es pocht ihm in seiner Stirn: Wie lange wirst Du funktionier'n? Und alle Rohe ächzten laut: Es werden immer mehr Maschinen gebaut. Auf dem Weg zurück, Da zog der Regen weg, Die Sonne trocknete An seinen Schuhen den Dreck. Er ist ins Haus gerannt, hat Luft geholt, Die Frau am Feuer angeschrie'n: Pack' Deine Sachen ein, Bevor die Wolken wieder aufzie'n! Marschiere, marschiere, Nimm' die Beine in die Hand, Wir verlassen dieses Land. Marschiere, marschiere... Eines Tages sind wir Tiere.
Submitted by Celtic Frost — Apr 26, 2025
Im Wald über Uns'rer Stadt, Den noch kein Mensch gesehen hat, Haben all die lieben Tiere Das Zebra endgültig satt. Die Pferde, welch ein Gespann, Zieh'n ein jedes, so schnell es kann, Eine große Guillotine Laut schnaubend heran. So seht Euch das Zebra an, Das nichts als Lügen sprechen kann, Groß ist die Not - dem Zebra der Tod! Das Zebra ist schlecht, schlecht, schlecht, Kommt, seid gerecht, -recht, -recht, Rächt Eure Not: Dem Zebra der Tod! Die flauschigen kleinen Katzen Purzeln über ihre Tatzen, Denn sie wollen dem Ungeheuer Die Augen auskratzen. Die Vögelein in den Bäumen Wollen das Fest nicht versäumen, Ihre spitzen Schnäbel glitzern, Als sie Totenlieder zwitschern. Das Schweinchen im Dreck Hebt den Kopf keck: "Hätte ich nur einen Wunsch frei, Das Zebra wäre weg." Wir haben das Zebra satt, Weil's uns betrogen hat, Groß ist die Not - dem Zebra der Tod! Das Zebra ist schlecht, schlecht, schlecht, Kommt, seid gerecht, -recht, -recht, Rächt Eure Not: Dem Zebra der Tod! Die Schlange schleicht sich heran, Sie züngelt und zischt sodann: "Ich will nicht, dass Des Zebras Lebenslicht Durch mein edles Gift erlischt." Der dicke, alte Bär Hasst das Zebra gar so sehr, Dass es laut im Bärenbauch brummt Und alles ringsum verstummt. Der Wolf mit dem bösen Blick Packt das Zebra fest am Genick, Und zerrt es, immer dichter, Zum Scharfrichter auf das Schafott. Und oben, kurz vor dem Ende, Sieht sich das Zebra noch einmal um: Es blickt gepeinigt in die Menge, Doch alle Tiere bleiben stumm. Da erhebt es seine Stimme, Und schreit gegen den Himmel, Gegen das Schweigen an: "Aber ich bin doch nur ein Zebra, Und ich habe euch nichts getan!" ["Ich wollte so viele verschiedene Sachen machen. Wollte einen Fernseher kaufen und eine neue Stereoanlage, und jetzt muss ich auf die Guillotine. Ich mag das überhaupt nicht. Weil ich versteh nicht warum ihr so ungerecht zu mir seid. Ich war nur eine Projeze... Projektionsfläche für die... argh.. die sind Schuld, die Menschen.... ...Nein!... Bitte nicht sterben!..."] Gusch! Hurra! Seht euch das Zebra an, Wir war'n sein Untergang, Groß uns're Not: Jetzt ist das Vieh tot! Wir sind gerecht, -recht, -recht, Zebras sind schlecht, Schlecht, schlecht: Weiß wie ein Tor, Und schwarz wie ein Mohr.
Submitted by Immortal — Apr 26, 2025
Vor ein paar Jahren, Noch da sahst du aus wie ich: Ein altes Bild in einem Rahmen, Das an meiner Wand verblich. Bei manch einem stirbt die Liebe, So manch and'rem bricht das Herz; Ich weiß wie es sich anfühlt, Ich behüte meinen Schmerz wie einen Schatz. Du warst ein Niemand, Heute sieht Du aus wie sie, Macnhe Wunden heile ich nie... ...ich warte auf Dich. (Endstation...) Endstation Eden Mein Zug, er endet hier. Endstation Eden Ich bin nicht mehr bei Dir. Du bist der Größte; Wenn ich will, dann bist Du klein. Wie oft hab ich mir gewünscht. Unter Deiner Haut zu sein. Du bist alles, was ich hasse. Nimmst mir Kraft, du gibst mir Mut, Du bist Dorn in meiner Seele, Du bist meine Zornesglut. Du bist ich selbst, wenn du so da stehst, Mir ein Lächeln abverlangst; Und Von all dem weißt Du nichts, Du kennst mich nicht... Diese Geschichte macht mir Angst. Endstation Eden Mein Zug, er endet hier. Endstation Eden Ich bin nicht mehr bei Dir. Endstation Eden Mein Zug er endet hier, Endstation Eden Heute Nacht sterben wir. Die Fee war eine Hexe, Der Zaubertrank war Gift. Die drei Nüsse waren Kugeln, Eine jede ihr Ziel trifft. Anstatt Funken fiel die Asche. Meines Traums auf meinen Kopf, Und die Knochen meiner Hoffnung Trieben im eisernen Topf. Die drei Raben pickten mir Mit ihren Krallen meine Augen aus, Das Tischlein deckte sich Im Handumdreh'n Mit meinem Leichenschmaus. In meinem Bettchen lag der Teufel Unter Decken, scharlachrot: Meine Goldmarie war Pechmarie Und Pechmarie der Tod! Endstation Eden Mein Zug, er endet hier. Endstation Eden Ich bin nicht mehr bei Dir. Endstation Eden Mein Zug er endet hier, Endstation Eden Heute Nacht sterben wir.
Submitted by Sexy Gargoyle — Apr 26, 2025
Als kleines Mädchen hast Du Dich Gern auf dem Heuboden versteckt Und dort geduldig trocknen Mohnblumen Die Köpfe abgerissen. Das Geräusch hat in Dir Sehnsucht Nach dem Himmelreich erweckt, Deine Nägel hast du Dir Wie Karamelbonbons zerbissen. Dann hast Du im Zuckerstaub gemalt, Die Schätze vorgezeigt: Liebe Mutter, lieber Vater, Hört die Samen darin rasseln! Du hast Dir ein Leben vorgeträumt, Das Deines übersteigt Und sahst Hagel nachts Wie Plastikperlen an Dein Fenster prasseln: Soma, kannst Du mich hören? Ich bin gekommen um Dich Und Deine Welt zu zerstören, Hier spricht Soma, kannst Du mich hören? Ich bin gekommen um Dich Und Dein Leben zu zerstören. Mit den Jahren lebt's sich leichter, Zeit verbirgt jedes Geheimnis, Heute mauerst Du die Türen Gleich mit Deinen Schritten zu. Du bedeckst den Sarkophag Mit Mohn und blendend weißen Laken Und glaubst fester an den Regen, Denn der Regen ist wie Du. Es gibt tausend Möglichkeiten, Deinem Leben auszuweichen, Doch Du wählst den einen Weg, Auf dem Du glaubst, dass Du Dich führst. So lenkst Du Dich in die Irre, Blind und glücklich ohne gleichen, Als Du einmal mehr das Rasseln Jenes Samens in Dir spürst: Soma, kannst du mich hören? Ich drück' Dich in mich hinein, Um meine Seele zu zerstören.
Submitted by Nargaroth — Apr 26, 2025
Ich bin ein bisschen hässlich, Und auch ein bisschen dumm, Ich hab' nicht viel zu Lachen, Aber Himmel, sei es 'drum Ich leb' in einer Traumwelt, Und hier träum ich auch für dich, Doch Regeln...mache ich. Wie oft war ich nicht schwierig, Wie oft war ich dir nicht fremd, War ich auch hin und her gerissen, Ich blieb immer konsequent. Schlimme Dinge, die ich sagte, Zielten sicher nie auf Dich, Doch Regeln...mache ich. Ich war ein Tölpel, Ein Idealist und ein Idiot, Der über die eig'ne Leiche ging, Auf seiner Suche nach dem Tod. Doch durch den Glanz in deinen Augen Wurde ich erst richtig groß, Ich hab' gelebt, geliebt, gelitten, Doch all das ist nun bedeutungslos. Du warst nicht immer ehrlich, Zwar hast du mich nie wirklich betrogen, Doch das Bild von Dir in meinem Kopf, Es hat mich angelogen. Doch wen ich Liebe, wann ich sterbe, Das entscheide allein ich. Denn die Regeln, die ich mache, Gelten hauptsächlich für mich. Manchmal ist das Meer zu weit, Der Horizont erdrückt mich, Und ich atme Einsamkeit, Die Zeit verinnt. Je mehr man nach ihr sinnt, Und ich der Waschmuschel klebt Blut. Manchmal ist des Lebens.Lauf Ein Labyrinth, Geschichten hören einfach auf. Ich wollte Sterne sehn'n, Mit dir durch's Universum geh'n. Nun ist die Waschmuschel voll Blut. Auch wenn ich Dich bekämpfte, Meine Liebe sie war echt, Doch selbst mit ihr an meiner Seite Verlor ich jedes Gefecht Mit der Erinnerung an damals. Sie ließ mich nie den Morgen seh'n; Wie soll ich so jemals vor uns und Der Zukunft mit Dir besteh'n? Diese Spiegelscherbe Blendet Dich mit Deiner Angst, Glaub' mir, ich hab nie gewollt, Dass du so um Dein Leben bangst. Doch wie wir lieben, Wie wir sterben, Das entscheide allein ich, Denn nach den Regeln, Die ich mache, Nach diesen Regeln Handle ich.
Submitted by Sexy Gargoyle — Apr 26, 2025
Der Morgen dämmert leise, Ich klopfe viermal An die Tür. Mein Finger Umschließt die Klinke, Ich kann doch nichts dafür. Ich setze meinen Fuß ins Zimmer Und schleich' mich an das Bett heran. Dort liegt sie, Zwischen zerwühlten Laken Und fleht mich Mit geschloss'nen Augen an: Spül, mir den Mund Mit Seifenwasser aus, Streue meine Asche In ein kleines Schneckenhaus, Nimm' meine Hände, Und hacke sie mir ab, Bedecke mit Vergissmeinnicht Und Kornblumen mein Grab. Am Tag als ich geboren ward Verbrannten die Weltmeere, Der Racheengel Heere Entstiegen schwarzem Sand. Ich schneid' Dir Meinen Namen ins Gesicht, Ein Datum, dass du nie vergisst, An jenem Tag Flogen die ersten Motten Lebend aus dem Licht. Gleich neben ihr schläft friedlich Eine bleiche Gestalt, Mit Augen schmal wie Mandeln; Bei ihrem Anblick wird mir kalt. Der Körper ist von Narben Und Brandmalen bedeckt. Das Etwas hat die Arme Um das Mädchen gestreckt. Meine Gedanken, Dieser Mensch hat sie gedacht, Über fast ein ganzes Jahr hinweg Gewährte ich ihm Macht Über mich und mein Leben, Was hätte ich gegeben Um mich eine Stunde lang nur Über mich selbst zu erheben. Dort liegt mein Körper, Meine Liebe, meine Seele, Sie allein ist es, die ich mit meinen Worten immer wieder quäle. Wie besessen stürz' ich Blindlings in den Wahn: Was haben wir uns, Gott verdamme mich, nur angetan? Nimm' seine Zunge, Und schneide sie ihm ab, Bereue seine Sünden, Leg' ihn zu ihr in das Grab. Leg' dich zu ihr in das Grab. Wach' endlich auf und kämpfe, Mit dem Rücken an der Wand Schlage ich noch fester zu, Mit meinen Zähnen in der Hand. Auf mich wartet schon die Hölle, Ich kann Dir niemals verzeih'n, Mit dem letzten Atemzug Will ich Dir Hass entgegen spei'n. Wach' endlich auf und kämpfe, Mit dem Rücken an der Wand Schlage ich noch fester zu, Mit meinen Zähnen in der Hand. Meine Wut ist unersättlich, Heute werden wir's beenden, Ich hör' nicht auf, bevor ich hab' Was ich will: Deine Zähne in den Händen. An meinen eig'nen Regeln Hab' ich meine Schuld zu messen, Vor lauter Zorn in mir hab' Ich die ganze Zeit vergessen: Sprichst du von mir, So meinst Du Dich, Der Weg zu Dir Führt über Mich. All das Unrecht beging ich, Um, einsam und allein, Zum Schluss mit meinem größtem Feind, Mit mir selbst konfrontiert zu sein. Die Zeit ist abgelaufen, Deine Willkür währte lang. Will ich weitergeh'n, verlangt das Leben Deinen Niedergang. der Morgen dämmert leise, Dieses Ende gehört mir, Von draußen drischt der Tod Mit meinen Fäusten an die Tür. Wach' endlich auf und kämpfe, Mit dem Rücken an der Wand Schlage ich noch fester zu, Mit meinen Zähnen in der Hand. Auf mich wartet schon die Hölle, Ich kann Dir niemals verzeih'n, Mit dem letzten Atemzug Will ich Dir Hass entgegen spei'n. Wach' endlich auf und kämpfe, Mit dem Rücken an der Wand Schlage ich noch fester zu, Mit meinen Zähnen in der Hand. Meine Wut ist unersättlich, Heute werden wir's beenden, Ich hör' nicht auf, bevor ich hab' Was ich will: Deine Zähne in den Händen.
Submitted by NecroLord — Apr 26, 2025
Draußen vor'm Schneckenhaus Kniet in der Erde, nass und kalt, Ein Kind mit Augen gar so braun Wie Kandis und Wie gebrannte Mandeln. Sie hat ihr Köpfchen In ihre Hände gelegt Und hofft, dass sie Endlich ein Mondenstrahl Federleicht weit davon trägt. Neben dem Schneckenhaus Liegt keuchend, blutend im Staub, Von all dem Geschrei Noch ganz taub, Eine Gestalt: ja, es ist der Junge. Bleich wie der Nebel am See, Wie ein weißes Kaninchen Im Schee, Hhaucht er mit letzter Kraft: "Wir schaffen es zusammen." Dort vor dem Scheckenhaus Hält man sich eng aneinander fest, Fern vom Rest der Welt, Die nur die Flucht in die Wolken zulässt. So wie ein Märchenbuch, Wie der Besuch Von einem bösen Traum, Endet die Unschuld stets Am Ende der Geschichte. Wir haben viel gesehen Und noch viel mehr gefühlt, Uns mit Händen und mit Füßen Durch die Erde Der Vergangenheit gewühlt, Wir haben nicht begriffen Und auch nicht verstanden, Dass die Geister, die wir riefen, Einen neuen Körper fanden, In dem sie sich niederließen, Den sie wie ein Bild verzerrten, Während wir uns wie die Narren Aus dem Schneckenhaus aussperrten. Wir sind an uns selbst gescheitert, An Dämonen, die erschienen, Trotzdem spendet dieses Opfer Mehr Trost als wir je verdienen. Aus deinen treuen Augen Starrt mich uns're Torheit an, Ich ertrage nicht, dass man uns So viel Schuld abnehmen kann; Für die Umkehr gebe ich Gott ohne Zögern meine Hände, Dann bestimmte ich und nicht du Über der Erzählung Ende. Dann wär ich zur rechten Zeit Am rechten Ort gewesen, Anstatt wie gelähmt nur mir selbst Uns're Zukunft vorzulesen Und von ihr das, was ich selbst nicht konnte Feige zu verlangen: Einmal mehr wurde Ein größter Fehler Rücksichtslos begangen. Wir war'n Mörder und wir haben Uns wie Diebe einander vergiftet, Einem Schiff gleich, das vom Kurs Der Wahrheit immer weiter abdriftet, Und unaufhaltsam, einsam, Seinem Ende still entgegentreibt. Wieso sind wir noch am Leben, Wenn uns nichts und niemand stützt, Wenn uns eine Katze mehr als alle Menschen auf der Welt beschützt? Wenn ich mich zu dir lege Und in deine treuen Augen seh, Dann tut mir dieses Ende Mehr als alle and'ren Enden weh. Fürchtet euch nicht, Denn ich hab keine Angst, So ruf ich die Krähen, Tragt mich davon, Unsere Zeit nimmt dem Ende den Sinn, Weil ich in euren Herzen Unsterblich bin. Am Ende der Geschichte Blicke ich in ein Gesicht, Aus dem die hoffnungsvolle Stimme Meiner Liebe aller Leben spricht. Am Ende der Geschichte Lässt uns unser Engel leise Mit uns selbst allein und setzt sie fort, Seine lange Reise. Ich wünsche mir, dass er erneut Zwei Menschen wie uns beide findet, Die er dann durch seine Kraft So fest wie uns zusammenbindet, Um sie am Fuße eines Berges Auf den Weg zu schicken, Damit sie eines Tages auf das Tal Zu ihren Füßen blicken. Am Tag, als du geboren warst, Sangen alle Meere, Der Wind blies dir zur Ehre Die Wellen an das Land. Ich schreibe uns're Namen In den Sand, Damit das Wasser uns vermischt. Durch dich allein flogen wir Lebend und verwandelt Aus dem Licht.
Submitted by Cyberwaste — Apr 26, 2025
Ich bin kein Kind Von Traurigkeit, Bin zu jeder Schantat bereit, Um Dich mit einen Kuss Ins Traumland zu entführ'n. Denn wer nicht wagt, Der nicht gewinnt, Deshalb sind wir das, was wir sind; Es ist egal, wie tief man fällt; Zu uns'en Füßen liegt die Welt. A.a.a: All das ist nicht umsonst gesche'n, Wir tanzen durch das Weltall Mit Sternschnuppen an den Zehn. A.a.a: Auf Wiederseh'n und Dankeschön, Ich kann uns Ansichtskarten An uns selbst Aus unserer Zukunft schreiben seh'n. In uns'ren Seelen tobte Krieg, Es ging um uns, Nicht um den Sieg, Der ganze Himmel war Als Schlachtfeld noch zu klein. Mit den Herzen in den Händen Und der Macht, das Blatt zu wenden, Reißt uns das Meer mit sich fort. Liebe ist mehr als nur ein Wort...
Submitted by Nargaroth — Apr 26, 2025
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Gregor, Gregor, schlaf' schnell auf! Lauf', hetz', bespuck', zerschneide sie! Die Welt, sie hat den Tod verdient Sie west zur Hölle, trau' darauf! Denn blutend röhrt geschlitztes Vieh Wenn man tut, was als Mensch sich ziemt: Oh Samsa, Samsa, hab' die Kraft Die Gutes will, doch Böses schafft! Schäflein, Schäflein, an der Wand Mit Zappelkäferzier und Gier Beißen wir Euch die Gurgel durch Sieh', Wölflein, ach, dies ist Dein Land! So töte! Töte alle hier! Erhaben lab' Dich, leck' die Furcht! Zerstoße ihr Primatenreich Als Unmensch und als Gott zugleich! Dies ist kein Traum, das Leben lehrt Ein Spiel in dem Du sehr schnell lernst Die erste Regel ist und bleibt: "Dies ist kein Spiel, dies ist todernst!" Ist Weltmacht so begehrenswert Daß sie Abschaum zum Spotten treibt? Laßt stolz uns über Leichen schreiten Und aus Herzen warm ein Fest bereiten! Der Wille gibt das Endziel an: Wer war's, der leite: "Dies ist Schaum?" Preist aller Leben Niedergang: Macht hoch die Tür für Samsas Traum! Verstecke mich, Du feiges Kind Sie sollten Deine Lüge seh'n! Betrüge mich, Du weißt mit wem Noch einmal gib' Dich hin, geschwind! Belüge mich, und schau' mich an Zeig' mir was falsche Reinheit heißt! Verrecke mich, was Du nicht weißt: Zum Schluß, da hab' ich's doch getan! Am Ende bleiben Ich und Ich Und ich, ich bin das Maß der Welt Weil außer mir nur Gott noch zählt Und Gott schweigt sicherlich! Gregor, Gregor, schone keinen Menschen mehr, es bringt doch nichts! Wenn alle vor Dir gleich schlecht reden: Lohnt es sich da, Blut zu weinen? Noch flackert leicht der Hoffnung Licht Nur: Wer wird heute wem vergeben? Oh Samsa, Samsa, hab' die Kraft Die Glück nur will, doch Leichen schafft! König, König, ungehalten Strecke jeden Kniefall nieder! Heut' Nacht soll'n alle Köpfe rollen Laß' Zorn anstattens Gnade walten! Schon lang' ist Dir ihr Blick zuwider; Erkenne Dich! Du mußt nur wollen! Preist aller Leben Niedergang… Sodann!
Submitted by MetalElf — Mar 27, 2026