Frostbann
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Gier und Lust allein'ges Agens Nie gestillt durch graus'ge Taten Seelenlose Körper wandeln Unbeirrt durch stille Sphären Wüten wild bar jeder Vernunft Nicht gewillt den Grund zu ehren Kalt, entmenscht und unersättlich Erneute Hoffnung wird begraben Blut'ge Spuren furchteinflößend Künden von dem schändend' Treiben Ungeahnt entfesselt Kräfte Schließen unerträglich' Leiden Eiseskälte lässt erfrieren Letzte Aussicht auf Entkommen Schauerliche Formen zieren Gespenstisch knorrig kahles Holz Stund' um Stund' nach Opfern gierend Angsterfüllt die Sünder fliehen Weiße Schwaden grimmig ziehen Unbarmherzig, ohne Gnade Das Unheil blind heraufbeschwor'n Ausweglos im Schnee gefangen Stürme wüten unentwegt Ausgelaugt die Lehr' empfangen
Submitted by Iron_Wraith — Jun 13, 2026
Aus Norden weht ein frost'ger Wind Der Sonnenglanz vergeht sogleich Schneebedeckt ist's Land geschwind Begonnen hat die kalte Zeit Am Firmamente gleißen Sterne Der Odem weiß, dem Nebel gleich Entschwinden in nun weite Ferne Ihre Tat ist nun vollbracht Es schimmert nur der Schnee im Dunkeln Und wunderliche Schatten schreiten Des Rauhfrosts Glanze lässt es Funkeln Tief hat sich die Nacht gesenkt Über diese endlos Weiten Die aus Eise sind versteinert Scheinbar schon für alle Zeiten Alleinig herrscht der Winter nun Aus Norden weht ein frost'ger Wind Der Sonnenglanz vergeht sogleich Schneebedeckt ist's Land geschwind Begonnen hat die kalte Zeit Kein Licht durchdringt den dunklen Wald Verschneit liegt rings der ganze Grund Doch öffnet sich der Himmel bald So wird das Eis zum reißend' Bach Und neue Tatkraft ist entfacht Doch lange währt der Wandel nicht Erlischt in einer weit'ren Nacht Vergänglichkeit als steter Lauf So thront im weißen Festgewand Ein Winter, der hier waltet hart Doch ist gelöst der Sonne Band Es tut sich auf ein neuer Pfad
Submitted by Iron_Wraith — Jun 13, 2026
Hinfort getragen vom kühlen Wind Welkes Blattwerk rasch vergeht Die Zeit verronnen gar geschwind Und's Land vom kalten Geist beseelt Herab vom Firmament das Weiß Bedeckt die Weiten, frostig' Zeit All das, was fließt, wird nun zu Eis Von der jährlichen Qual befreit Lang ersehnt des Frostes Stund' Still und schaurig blinket drein Der tief verschneite Tannengrund Erstarrt, verstummt, so weiß und rein Der Schnee hat's Leben sacht erstickt Begraben tief von mächt'gem Eis Trotz Sonn' von droben niederblickt Entgeht kein Wesen dem Geheiß Hinfort getragen vom kühlen Wind Welkes Blattwerk rasch vergeht Die Zeit verronnen gar geschwind Und's Land vom kalten Geist beseelt Spurlos zieht das Grauen Kreise Ungebannt für Tag um Tag Trotz der grausam wilden Weise Niemand es beenden vermag
Submitted by Iron_Wraith — Jun 13, 2026
Karges Land in Dunkelheit Unerbittliche Kälte Peitschende Winde heulen Klänge voller Einsamkeit Durchdringen Schnee und Eis Und enden in den Weiten der Blanken Hoffnungslosigkeit Unter dem Glanz der ewig leuchtend' Sterne Schweift der Blick ins bare Antlitz der Nacht Forsch zieht der Wind durch des Winterlands Tann Eiskristalle tanzen wild in voller Pracht Bäume zeigen letzte Regung'n Verdorrtes Laub bedeckt den Boden Reif umhüllt das kahle Astwerk Allseits eis'ge Stürme toben Frost erstarrt den Lauf des Baches Bringt den Lebensquell zum Schweigen Im ew'gen Eis versinkt die Welt Umgeben von des Winters Reigen Ergötzend' Anblick so vollkommen Ringsum endlos, schimmernd' Schnee Winterland in ganzer Schönheit Die kalte Zeit nie mehr vergeht Der Kälte Begier ist's, die Wärme zu rauben Ihr Frosthauch Dich lässt augenblicklich erstarren Sobald der Odem sich im Leibe verteilt Ist besiegelt das Los, im Frost zu verharren Schneegestöber stetig toben Gnadenlos am Körper zehren Drum erschöpft am Boden windend Keine Kraft, um sich zu wehren
Submitted by Iron_Wraith — Jun 13, 2026
Umringt von Wirren ohne Rast Gedanken finden keine Ruh' Erduldend diese marternd' Last Ins regungslose Schweigen führt Um zu entfliehen diesem Treiben Als Ausweg bleibt die Stille nur Die Einsamkeit besiegt das Leiden Und Stimmen enden in der Leere Kein Wind mehr weht, die Zeit erstarrt Ein Bildnis winterlicher Ruh' Dem Schlummer einer Nacht entsagt Um rauhe Pfade zu erhell'n Aus dunklen Tiefen aufwärts ringt Getrieben von des Urlichts Klarheit Der Geist sich zu den Sternen schwingt Und der Erkenntnis nun so nah Wenn endet diese nächtlich' Stille Am Firmament steigt auf die Sonn' Ohne Furcht, ein starker Wille Im Morgengrau'n beginnt den Tag Nach der langen Zeiten Pein Der alte Geist nun neu erwacht Die Sinne wieder klar und rein Um Gipfel zu erklimmen
Submitted by Iron_Wraith — Jun 13, 2026
In alter, längst vergang'ner Zeit Gar ferner Weite ohne Gram Lag dies' sagenumwob'ne Ort Wo Fremde nie gewesen war'n Wie von den Ahnen einst gelehrt Bestellten stets des Heimats Grund Einher ging dies mit Müh' und Ruh' Das Land geehrt - ein ewig' Bund Doch Habsucht überfiel die Schar Geblendet von der Ernte Pracht Dürsteten nach höchster Mahd Wenngleich kein Opfer dargebracht Nimmer endend fallender Schnee Ringsum weiß war'n Wald und Berge Weder Licht noch kleinster Schimmer Durchdrang'n die kristallnen Särge Die Brut, sie darbte bang dahin Gestalten karg, entkräftet, fahl Vorüber führte Lenzes Pfad An einer Landschaft vollends kahl Endlos Eis und Todesstille Durchbrach'n dann die Ruh' als Bote Gellend krächzend' Eulenrufe Kunde von dem bald'gen Tode Die Zeichen drohenden Untergangs Und Eiseskälte ward der Grund Dass Sonn' sich seither nimmer hob Verschlungen von des Frostes Schlund Der Ort liegt nun im ew'gen Eis Gezielt die Opfer auserwählt Da sie's Brauchtum arg veracht'ten Wovon dies' alte Sag' erzählt
Submitted by Iron_Wraith — Jun 13, 2026
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