Unterm Gipfelthron
Zwischen den Jahren öffnet sich die Zeit Geisterscharen bezeugen die Ewigkeit Wundertage, Alptraumnächte Diesseits und Jenseits sind vereint Grenzen verschwimmen, aus Licht wird Dunkel Zwietracht erwacht, aus Freund wird Feind Was sonst so klar vor Augen liegt Ist nun verzerrt und schemenhaft Vergess'nes Wirken den Verstand besiegt Wenn Sinn versagt, hilft inn're Kraft Öffnet die Tore, findet die Wege Sehet die Zeichen aus der Anderswelt Zwischen den Jahren ist alles in Schwebe Tod und Leben ringen auf dem Schicksalsfeld
Submitted by VladTheImpaler666 — Jul 01, 2026
Undurchdrungen von alters her Nie besungen dein Begehr Hast gesehen manch dunkle Zeit Doch bleibst bestehen in Ewigkeit In ewiger Verbundenheit Mit dem Alpenglüh'n Der felsigen Verwunschenheit Wo Adler ihre Kreise zieh'n Find' ich meinen angestammten Platz Reinen Sinn und Lohn In der Natur, des Lebens grösster Schatz Unter'm Gipfelthron Der Pfad sich windet durch der Bäume Tor Harmonie sich findet am Weg empor Gebirgsbachrauschen, so klar und rein Wer dir kann lauschen, ist frei von Pein Alte Tannen säumen den vergess'nen Pfad Still sie träumen, dass der Winter naht Dass Eis und Frost bald werden erstarren Äst und Seel' Dass alle Wesen auf Erden folgen der Natur Befehl
Submitted by VladTheImpaler666 — Jul 01, 2026
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Erneut wird kommen, was einst gescheh'n Der Ahnen Ruf durch Äonen weh'n Wie ein Raunen aus vergess'ner Zeit Wird altes Schicksal uns zum Geleit Das Lied der Väter klingt weiter tausendfach Tief in dir sein Widerhall Erinnert dumpf an einstig Sünd' und Schmach Bringt Auferstand'ne erneut zu Fall Auch wenn du meinst, dein eig'ner Herr zu sein Bist du doch Sklave einer Macht Die schon den Alten fuhr durch Mark und Bein Genährt durch Angst und unbedacht Fester Wille, tiefe Absicht Formt Welten einst und nun Wird erneuert und bekräftigt Durch unbewusstes Tun Schicksal ist, was wir draus machen Mit uns'rer Geisteskraft Diese meist mit Unverständnis Gutes will und Schlechtes schafft
Submitted by VladTheImpaler666 — Jul 01, 2026
Winter zieht übers Land Deckt all die Herzen zu Winter zieht übers Land Deckt alle Hoffnung zu Was uns einst verband Erstarrt zu Eis im Nu Doch wie in finsterster Nacht Wohnt eine Ahnung vom Morgen So auch Glückseligkeit lacht Inmitten von Kummer und Sorgen Die Seele spannt weit Ihre Flügel übers Land Bald wird sie erneut Wiederkehr'n in frischem Gewand Die Blätter, sie fallen, es neigt sich das Jahr Der ewige Kreislauf, er wird uns gewahr Aus luftigen Höhen musst du sinken ins Tal Zurück bleibt die Trauer, der Sterblichen Qual Besteh'n - vergeh'n, erschall'n - verhall'n... Viel alte Trauer vernebelt Geist und Verstand Liegt auf der Lauer, auch wenn verwaist und verbannt Kannst sie nicht binden, nicht flieh'n vor ihrem Wallen Sie wird dich finden und Tränen werden fallen Denn Schatten und Licht, du kannst sie nicht scheiden Jedes freudig' Gesicht kennt auch Furchen und Leiden Schenkt eure Traurigkeit der Nacht Winter zieht übers Land Deckt manche Gräben zu Mit froststarrer Hand Winkt er mir zur ew'gen Ruh
Submitted by VladTheImpaler666 — Jul 01, 2026