Nocte Obducta
Album • 2001
Wo faule Samen übler Dichter Hippokrenes Quell besudeln Wachsen nur noch Dornenbäume, plärren nur noch Totgeburten Was ihr schafft ist leer und sinnlos; totgebor'nes, kaltes Fleisch Versperrt den Weg zum Schattenreich, verstopft die letzten Lethefurten Im seichten Strom die Totgeburt Treibt träge durch das trübe Naß Am Grunde der ertrunk'nen Furt Die Muse zürnt im jähen Haß Und schreibt in der zittrigen Handschrift des Zorns: "Steh' auf und fick die Muse..."
Submitted by BloodShrine — Apr 26, 2025
Und du bei den Feuern verweile Betrachte bei schwindender Glut Diese Possen der Menschenbrut Bis daß der Tod uns ereile
Submitted by VladTheImpaler666 — Apr 26, 2025
Zieht ihr nur gegen uns... wir werden euch erwarten Laßt nur die Hunde los... sie werden uns nicht jagen Sperrt nur die Töchter ein... sie werden nach uns schreien Schickt nur die Söhne aus... wir werden sie erschlagen Stumpfe, schwarze Schwerter reißen keine schönen Wunden Stumpfe, schwarze Schwerter tragen Gift und kalte Glut Stumpfe, schwarze Schwerter liegen leicht in unseren Klauen Stumpfe, schwarze Schwerter sind die Augen blinder Wut Nehmt noch ein Schlückchen Eiter Nehmt noch ein Schlückchen Blut Es sind doch eure Wunden Und Wärme tut so gut
Submitted by Nargaroth — Apr 26, 2025
Wer füttert die Hunde des Krieges Die gefangen im Tempel des Friedens Auf dass nicht ihr qualvoller Tod in den Mauern Wie Mord in den Hallen der Liebe erscheint So füttert die Hunde des Krieges Und droht eurem heiligen Frieden Und hofft, daß sie niemals die Ketten zerbeißen Und ihr wieder um die Gefallen weint So tötet die Hunde des Krieges Und schändet den heiligen Frieden Besudelt die Tempel gewaltsam mit Blut Wenn euch das wie die Wahrung der Liebe erscheint
Submitted by Dahmers Fridge — Apr 26, 2025
Morgentau - in Dunst gewebte Heiden Ein Rinnsal meines Blutes benetzt das feuchte Gras Dämmerung - steigt auf in klamme Weiten Die matte Sonne nur ein schwaches Nebellicht, das mich vergaß Der Welten Grenzen entsagend verschwindet in Nebeln der Horizont Meinen Abschied willkommen heißend Still und zeitlos Frieden umhüllend wabern Dunstschleier Sich an mich schmiegend, mich in Grabesstille bettend Kühl fällt sanfter Regen, um mich rein zu waschen von diesem Dasein Von einem Leben, das nicht meines gewesen sein soll Um blutig sich ins Erdreich zu ergießen Auf diesem letzten Wege mich zu begleiten Mich, der ich die Wahrheit erkannt, der ich dieser Welt ins Auge geblickt ...und konnte mich schwach nur der Zeiten entsinnen Da ich unwissend und glücklich war Einsamkeit - in Schmerz getauchtes Wissen Mein Blut tropft auf die Disteln, wo nur Schweigen mich umhüllt Geborgenheit - den Pfaden jäh entrissen Frieden ist, wo nichts ist, wo der Pfad ins Leere fällt
Submitted by The Void — Apr 26, 2025
Die Wälder rufen in mir wieder wach, was war und was verging Die Schönheit alter Stätten und Gesichter, die mein Aug' geseh'n Als ich dort wandle, wohin stets mein Schritt mich trägt seit alter Zeit An was einst war erinnern mich die Wälder meiner Einsamkeit Die Seelen, die mein Herz erfreuten, sind längst gegangen Die Schöpfer all der Schriften, die ich las, rief längst der Tod Die Lehren, die mich formten, sie sind längst vergilbt, vergessen Und treiben immer weiter fort mit jedem neuen Morgenrot
Submitted by MetalElf — Apr 26, 2025
Sieh' durch das Fenster, das den Friedhof dir zeigt Wie ein Gemälde derer, die schieden An Grabsteinen kauern von Kummer gezeichnet Schluchzend jene, die blieben Sieh' das Bild, das die Anfurten dir zeigt Ein Gemälde derer, die schieden Vom Nebel verschluckt und für immer verloren Für jene, die sie einstmals liebten Und unter deinen nachdenklichen Schritten Knirschen der Sand und die gläsernen Scherben Zerschlagener Uhren im Schatten der Mauern Die schweigend erzählen vom ewigen Sterben
Submitted by NecroGod — Apr 26, 2025
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