Nielandsmann
Kein Stern steht am Himmel Um mich herum nichts als Wald Kein Baum riecht nach Heimat Stattdessen Blutdunst im Wind Am Ende kämpft jeder für sich – Doch wofür, weiß keiner so recht Für die Heimat, haben sie uns gesagt Weh dem, der keine Heimat hat Die Waffen sprechen von Grenzen Und wo sie schweigen, stehen wir Ratlos, ob die geschundene Erde Einst mir Heimat war oder dir Der Gegenschlag ist gescheitert Die Kompanie versprengt – Die Orientierung verloren Ins Niemandsland verirrt Am Ende kämpft jeder für sich Doch wofür, weiß keiner so recht Für die Heimat, haben sie uns gesagt Weh dem, der keine Heimat hat Die Waffen sprechen von Grenzen Und wo sie schweigen, stehen wir Ratlos, ob die geschundene Erde Einst mir Heimat war oder dir Ich irre umher, auf freies Feld Das Gemurmel der Front im Ohr Die Gräser duften lieblich, vertraut – Auf den Blättern glitzert der Tau Mal strahlend hell wie Diamant Doch öfter hier rot wie Rubin Die Gräser duften vertraut, verbrannt – Granatschläge, plötzlich sehr nah Die Waffen sprechen von Grenzen Und wo sie schweigen, stehen wir Ratlos, ob die geschundene Erde Einst mir Heimat war oder dir Und wieder kämpft jeder für sich – Doch wofür, weiß keiner so recht Für die Heimat, haben sie gesagt Weh dem, der jetzt noch Heimat hat Runter auf den kalten Boden! Krieche weiter – vorwärts, vorwärts! Mündungsfeuer. Schüsse. Schreie Angstschweiß im Gesicht Die Finger krallen sich ins Erdreich Das nun Feind und Freund vereint Wo Blut und Boden vermählt Und kleine Astern gierig trinken Die Sterbenden sprechen von Grenzen Und wenn sie schweigen, stehen wir Ratlos, ob der geschundene Leichnam Einst mir Bruder war oder dir Am Ende stirbt jeder für sich Und wofür, weiß keiner so recht Für die Heimat, haben sie uns gesagt Wohl dem, der keine Heimat hat! Dort! Ein Wall, ein Schützengraben! Letzte Kraft – beherzter Sprung Gleiche Erde – falscher Graben
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 27, 2026