Wolfsstunde
Bin als Kind die Wege schon gegangen Mir ist als wär' ich wieder dort Doch im Kopf sind keine Worte Der Gedanke sinkt ins Herz Die grünen Wiesen schimmern anders Da der Mond sich bricht am Tau Mein Schritt vermisst die Fläche Sie scheint ihm seltsam doch vertraut Mein Traum misst Deine Weite Tier, Traum, Fluch und Fund Goldene Ähren Sprießen aus blutender Saat Dеr Samen des Todes am Ackеr verstreut Kennt nicht des Menschen Gericht Morgenröte tränkt das Firmament Schwebt wie Blut im Weiher Worin Gottes Antlitz schimmert Vor dem Gefieder der Schwärme Mein Traum misst Deine Weite Tier, Traum, Fluch und Fund Bin als Kind schon hier gegangen Tod, Raum, Flucht und Wunden Häutungsrituale Die Jahreszeiten durchwebende Tänze Hinein in die Mittwinternacht Und des Allmächtigen Körper Im Licht, im Sturm Weht ein Hauch in mein Herz Isa füllt den Äther Frost am Gesicht Eiserne Fäden schnüren die Haut Und wir erkennen Mein Traum misst Deine Weite Mir ist als wär' ich wieder dort Im Licht, im Sturm Weht ein Hauch in mein Herz Odal Zerreißt die Wolken Erhebt unsere Leiber Von den Feldern zu sich Die Vögel sind Dir sehr nahe In ihrem Sturz lebt Dein Blick Odal Bewegt die Berge zu sich
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 27, 2026
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Wenn ich nachts schlafe Bist Du wach Mit den Toten im Berg Wenn ich wache, dann ruhst Du Im Lehm, in meiner Brust Wir haben viel von Transformation gesprochen Und uns von unseren Träumen erzählt Doch da die Stunde des Wolfes schlägt Tragen die Geister meine Knochen ins Gewölk Und es schlägt die Stunde des Wolfes Ich singe von - träume von Der Tiefe des Brunnens Diе Gesichter des Gеistes raunen Verse Spannen meine Haut auf die Trommeln Von Fleisch entkleidet schwebe ich In den Armen der Weihe Und es schlägt die Stunde des Wolfes Ich singe von - träume von Der Tiefe des Brunnens Ich schmecke Blut Und spüre wie die Leere Meine Haut berührt Wie ihr Griff Meinen Kopf Unter das Wasser des Sees drückt Die Angst frisst den Verstand Wie die rußigen Kessel der Geister Meine Glieder schlucken In die schimmernde Lunge des Opfers Feurige Verästelung - Gewebe des Weltenbaums Mein Geist sucht Wie die Hand eines Blinden Ein Zeichen im morschen Holz Weiß flackern die Augen Glut der Besessenen Leuchtet ihrem Herren Hab ich diesen Wind Schon einmal auf meiner Haut gespürt? Wie im Traum des Schamanen Die Augen drehen sich nach innen Zu dem Brunnen der Verse Der da schimmert In den Eingeweiden des Speergottes
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 27, 2026
Schaue die Allmacht, Schaue durch Mimir Durch das Auge Grimnirs Ich greife nach dir, wie nach ihm Aus dem Unerschaffenen Distel und Dorn Nesseln und Klingen Ich treffe dich Wo Gebirge sich heben In aus gleißenden Erzen Gewobenen Gewändern Dort nähre ich oft eure Augen! Doch mein Unsichtbares Spendet Labsal Wenn mein Blick es ist Der dich unerkannt berührt So sehe ich dich aus den Tiefen Meiner Weihenächte an Dort ruhe ich, während du Durch deine Tage irrst Und wenn du dann endlich nächtlich In deine Brust sinkst Und die Augen schließt Dann bin ich fort, in rasendem Licht Deine Worte verfehlen mich Doch dein Schweigen Ist wie mein Atem Und in deinem Atem brenne die Erinnerung An mich Sieh in roten Himmeln Das Antlitz der Mächte Erkenne den Blick des Firmaments Im Spiegel der Seele Brunnen, sprich Quelle, sprich "Er sprach zu ihnen nicht Es sei denn in Gleichnissen" Deine Worte verfehlen mich Doch dein Schweigen Ist wie mein Atem Und in deinem Atem brenne die Erinnerung An mich
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 27, 2026
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Vom ingrimm der Zeiten In Ketten gelegt Sinken die Städte Im traurigen Rot ihres Abends Der Geist steht an der Schwelle Die Gebete drängen Heimwärts So suchen uns die Gedanken An den Ruin Am Rande der Dörfer auf Der Geist verlässt die Stätte Die Gebete drängen Heimwärts Die Kraft der Seele Entsinnt sich nicht ihrer Wiege Sinkt in Vergessenheit zu Grabe Der Geist fliegt in die Wolken Wüste und Wald Empfangt uns! Ein letztes Mal Der Lichtung zum Gruße! Die Erinnerung An eine Reinheit In Herrlichkeit Und fürchterlichem Schauer Und da steht sie in gleißendem Lichte! So rein im Nebel, nackt im Regen Hebt sie aus der Tiefe sich empor Als schönes Antlitz alter Heiligkeit Der Wind geht ruhig durch die Äste Sein Friede gibt denen Recht Die den Tod freudig empfingen In den Staub der Sterne eingeschrieben Nach dem Durchschreiten der letzten Tore Warten wir auf die Auferstehung In ein Königreich Der Mensch Bittet um Vergebung Ich bitte Um Vergebung
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 27, 2026