Non Omnis Moriar
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So öffnet ihr nun eure Augen - und seht! Lang hielt an die Hoffnung, dass der Kummer bald vergeht Wo nun das Blut der Unschuld auch an euren Händen klebt Merkt auch ihr, dass ein Sturm sich rasch erhebt Eure Geister sind Kadaver - faulen reglos vor sich hin Auf in den Kampf, kein Wenn und Aber - bevor der Freiheit Ruf verklingt Eure Körper sind vernarbt, verbrannt im Feuerschein Ihr seid die Letzten eurer Art, zerrissen und allein Eure Herzen sind eine Burg - doch ihre Wälle brechen ein Ihr seid verflucht, schon seit Geburt - doch niemals wirklich allein Unendlich ist ihr Krieg!
Submitted by SerpentEve — Jun 17, 2026
Wo Mondschein ganz zärtlich die Baumwipfel küsst Uralte Geister dem Nebel entschweben Weltfremder Gram in Stücke zerbricht Sich eiserne Adler aus dem Dunkel erheben Dies ist das Land, in dem ein Teil von mir lebt In Schwärze gehüllt, von Sagen umwogen Sein Kampfschrei so laut, dass die Erde erbebt Treuе und Tatkraft hab´ ich ihm geschworen Seinе ewig-düsteren Wälder gleichen Jenen meiner Heimat Ihre unbeugsame Kälte fährt mir gnadenlos in´s Mark Die Höhlen im Gestein bieten Schutz vor dieser Welt Die mich mit ihrem Grimm fest in ihren Klauen hält Eisern ist der Adler, der sich zum Kampf erhebt Ein alter, rauer Geist, welcher auf ewig lebt Mit ihm sind die Flammen, die Reinheit schenken Ein Todesschwadron, der Zeiten Lauf zu ändern Euer Blut ist, was mich an euch bindet Euer Geist, was mir den Tod verwehrt Ob aus tiefen Gruben, Himmels Wolken Dies sind die Bande, wie sie bestehen sollten
Submitted by SerpentEve — Jun 17, 2026
Ich entzünde das Feuer mit Menschenfett Die Flammen steigen zum Himmel empor Hinter jenen Schichten ein Geist sich versteckt Ich mach ihn frei vom Fleisch, hole ihn hervor Was der verfaulften Masse entsteigt Ein Licht, so hell wie ein Stern Hab´ es von Menschlichkeit befreit Die seit Gеburt so falsch und fern Sieh diesе Welt - zerbricht in Tausend Stück Es war ihr Schicksal - nun führt kein Weg zurück Die Hand fremder Herrschaft hat kein Recht zu richten Stählern kämpfen wir - bevor sie uns vernichten Was der verfaulften Masse entsteigt Ein Licht, so hell wie ein Stern Hab´ es von Menschlichkeit befreit Die seit Geburt so falsch und fern
Submitted by SerpentEve — Jun 17, 2026
Wie ein Kunstwerk sind ihrer Körper Form Nur in Verborgenheit kann man sie erblicken Das Grauen zu erträumen entgleist schier jeder Norm Mit festem Tau umhüllt, das Fleisch mit Nadeln spicken Ihre Stimmen klingen lieblich wie ein Flüstern Ein wahrer Ohrenschmaus, sinnlich und lüstern Ihre zarten Knochen fassen weiches Mark Sein Glanz macht die Nacht zu hеllem Tag Schreie hallеn durch den Wald Klingen pflügen durch ihr Fleisch Augen weiß wie Elfensporn Herausgerissen durch meinen Zorn Ich saufe Elfenblut, um mich zu heilen, von jeder Krankheit dieser Welt Bevor eintausend Tode mich ereilen, hab ich diesen Weg gewählt Ich saufe Elfenblut, um mich zu stärken, für den Krieg gegen mich selbst So soll es meinen Geist stetig härten, bevor er in sich zusammenfällt
Submitted by SerpentEve — Jun 17, 2026
Ich hab mein Blut mir selbst gezapft, schmier mich schreiend damit ein Auf dass die Engel mich ja hören und mir alsbald zur Hilfe eilen Wenn das Blut sich rasch ergießt, zärtlich meinem Fleisch entrinnt Erwecke ich ein krankes Biest, das haltlos stur nach vorne stürmt Es hallt ein lauter Schrei aus dichten Wolken Und Gottes Kinder stürzen herab zu mir Ich greife nach ihrem Federkleid Krall´ mich fest in ihrem Fleisch, es tobt die Abart meiner Gier Ein Engel reißt mich in die Höh´, ich lass´ nicht ab von ihm Wie lange ist es her, als sein Licht noch auf mich schien Starr´ ihm finster - voller Hass, in seine leeren Augen Wie gerne möchte ich sie zerstechen, mit bloßen Händen zerquetschen Im Taumel meines Denkens verlier´ ich meinen festen Halt Der Engel flieht mit seiner Schar, versteht nicht ganz wie ihm geschah Die Erde nimmt mich gerne auf, vergrab´ mich tief im kalten Dreck Aus ihren Armen wiederkehren. Engel, Ich komm´ zurück!
Submitted by SerpentEve — Jun 17, 2026
Seit vielen Tagen herrscht Düsternis Das Licht der Sonne bleibt uns verwehrt Es kam die Kälte, Vater Frost ergriff das Land Mit ihm die Bitterkeit, die uns verzehrt Das Ticken aller Uhren ist verstummt Ihnen tut es gleich ein jeder Menschenmund Ein jeder Stern am Himmel verlor sein Licht Der Wind weht nicht mehr und diеse Welt erstickt
Submitted by SerpentEve — Jun 17, 2026
Den Schild zur Linken zu meinem Schutz erhoben Fallen Körper rings um mich hernieder auf den Boden Schwere Geschütze hämmern in der Ferne Zerfetzen Menschenkörper, ich höre sie so gerne Nur hier im Kampf fühle ich mich wohl Hier ergibt mein Leben wieder einen Sinn Wo diese Welt so leer und hohl Weiß ich im Kampf, wer ich wirklich bin Schon immer eigen, unendlich mein Zornen Geschmäht dank eurer kranken Norm Als dann starb, was mir heilig war auf Erden Entsagte ich gänzlich all euren Lehren Hier im Getümmel fühle ich mich wohl Hier ergibt mein Leben wieder einen Sinn Wenn dann der Tod mich zu sich holt Weiß ich dank ihm, wer ich wirklich bin
Submitted by SerpentEve — Jun 17, 2026
Was ihr lauthals ein Leben schimpft Lässt Galle erbrechen - Hoffnung verrecken - Glauben vergeh´n Ich klage euch an, an ein Schicksal zu glauben Dass euch wohlbehalten den Frohsinn erhält Ich klage euch an! Verfluche eure Namen! Wenn mein Fleisch sich von den Knochen löst Und mein schallendes Lachen in deinen Ohren dröhnt Dann sollst du wissen, mein Freund, wie sehr´s mich graute Ein Teil deiner Welt zu sein... Meine fauligen Hauer fallen dir in´s Gesicht Gefolgt von Blut - eine sprühende Gischt Ein finsteres Schauspiel, wie der Körper zerfällt Den deinen verseucht und sein Leben behält Ein finsteres Schauspiel, wie der Körper zerfällt Den deinen verseucht und sein Leben behält!
Submitted by SerpentEve — Jun 17, 2026
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