Ab Amitia Pulsae
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Ruf mich einen Krüppel, der im Morast sich wälzt Ein Zerrbild aller Leiden, das seine Stunden zählt Es rinnt das Mark aus meinen Knochen Alt und schwach, wie morsches Holz Oh du bitt`res Leben, ich habe nichts bereut Ein Hoch auf alles, was standgehalten hat Verfluchte Kreaturen blicken auf euch herab Überdrehte Körperteile schlagen wild um sich Schiefe Mäuler spеien Blut, es interеssiert sie nicht Feuer brennen nieder, was ohnehin nicht zählt Haben frei und stolz ihr Schicksal gewählt Ruf mich einen Krüppel, der im Morast sich wälzt Ein Zerrbild aller Leiden, das seine Stunden zählt Aus meinen Poren rinnt der Siff, unaufhaltsam, bitterlich Oh, du süßer Tod, ich habe nichts bereut Ein Hoch auf alles, was standgehalten hat Verfluchte Kreaturen blicken auf euch herab Überdrehte Körperteile schlagen wild um sich Schiefe Mäuler speien Blut, es interessiert sie nicht Feuer brennen nieder, was ohnehin nicht zählt Haben frei und stolz unser Schicksal gewählt
Submitted by SerpentEve — Jun 17, 2026
Schwer getrübt ist die Masse, die in deinem Schädel schwimmt Ach, wie schrecklich war die Marter, der sie ausgesetzt Man konnte fühlen, etwas geschieht und welchen Lauf es nimmt Kein Mensch auf Erden war gewappnet vor dem, was uns da hetzt Und nun schau dich an, stehst du ganz allein im Nichts Fern aller guten Geister, die dir einst so wohlgesonnen Am Randе der Verzeiflung... was ist Willе, was ist Pflicht? Hältst du stand dem Sturm, der deine Welt zerbricht? So trägst auch du das Joch der Schuld ganz tief in dir Ein Ungetüm, das dich in schwere Ketten legt Keine Seele ist gefeit vor dem Gräuel, das dir noch blüht Viele Worte vieler Mäuler, jedes dich belügt Man konnte fühlen, etwas geschieht und welchen Lauf es nimmt So war dein Schicksal von Anfang an vorherbestimmt Und nun schau dich an, stehst du ganz allein im Nichts Hältst du stand dem Sturm, der deine Welt zerbricht? Und nun schau dich an, stehst du ganz allein im Nichts Fern aller guten Geister, die dir einst so wohlgesonnen Am Rande der Verzeiflung... was ist Wille, was ist Pflicht? Hältst du stand dem Sturm, der deine Welt zerbricht?
Submitted by SerpentEve — Jun 17, 2026
Es brennt ein Stück der alten Welt, die nach ihren Kindern schreit Verkannt, zerrissen, verwelkt... das Opfer einer langen Zeit Tränen zieren dein Gesicht, wenn jemand ihren Namen spricht Der dir im Nebel noch so fremd, dein Herz den Klang sofort erkennt Hör, wie sie schreit und wie sie sich quält Dir im Traumе von ihren Leiden еrzählt Es brennt ein Stück der Innenwelt, die nach ihren Kindern schreit Verkannt, zerrissen, ganz verwelkt... das Opfer einer langen Zeit Bei meinem Blute schwör` ich dir, kein Weg ist mir zu weit Ich krieche voran auf faulem Fleisch, bis nur Knochen übrigbleibt
Submitted by SerpentEve — Jun 17, 2026
Wie Mondlicht schimmert ihre Haut Ein Glanz, nicht von dieser Welt Mit ihren Reizen löscht sie alles aus Was des Lebens nicht wert Drauß`im Moor bei Dämmerlicht schmiegt sich nasse Haut An altem morschen Holz, bedeckt mit Hexenkraut Tausend Augen blicken aus der Dunkelheit hervor Wo des Menschen Existenz seinen Sinn verlor Im wilden Reigen, im Schеin der Flammen Laudierеn wir dem Mysterium der Nacht Hier zählen weder Rang noch Namen Nur das Dunkel und was es uns dargebracht Wie Mondlicht schimmert ihre Haut Ein Glanz, nicht von dieser Welt Mit ihren Reizen löscht sie alles aus Was des Lebens nicht wert Abermals verbindet sich Fleisch mit Fleisch Bevor die Dämmerung es wieder trennt Der Morgennebel gibt fragliches Geleit Auf diesen Pfaden, die nur der Teufel kennt
Submitted by SerpentEve — Jun 17, 2026
Mondlicht bescheint die geschwollene Haut Ein Zeichen der Gnade, unwirklich und fremd Schenkt ihr den Glanz, den der Tod ihr geraubt Ein würdevoller Segen, den kaum ein Mensch noch kennt Garstiger Geist, der seit Jahrzehnten sich quält Verpuppt in Schande, Schmach und Grimm Fern deiner Selbst, immer wieder verfehlt Zerrinne im Nichts und gehe dahin Garstiger Geist, du wurdest auserwählt Erhebe dich aus deinen schimmligen Resten Die Fäden des Schicksals seit jeher gesponnen Werden alsbald neue Höhen erklommen Garstiger Leib, der seit Jahrzehnten sich quält Verpuppt in Schande, Schmach und Grimm Fern deiner Selbst, immer wieder verfehlt Zerrinne im Nichts und gehe dahin Sonnenlicht bescheint die verfallene Haut Ein Zeichen der Gnade, unwirklich und fremd Schenkt ihr den Glanz, den der Tod einst geraubt Ein würdevoller Segen, den kaum ein Mensch noch kennt
Submitted by SerpentEve — Jun 17, 2026
Der Himmel ist ein immerwährend Schwarz Das mit seinen Fängen nach dir greift Aasiger Gestank vom Wind getragen Die Erde brach, leblos und kalt Deine Tage sind für immer vorbei Was dich erwartet, die andere Seite deines Traumes Wo alles zügellos und frei Für dich zur Qual wiederkehret Heute Nacht erscheint dir der Teufel Hoch zu Ross in einem Bettlergewand Steht er vor dir, dann laufe nicht weg Sei nur einmal ein Mann und erfüll deinen Zweck In alle Winde wird dein Fleisch verstreut Immer und immer wieder Dein Blut in einem Kelch gereicht Mit den Resten deiner Glieder Auf der anderen Seite deines Traumes Ist nur dein Erwachen ungewiss Dort, wo der Himmel schwarz wie Pech Mit seinen Fängen nach dir krallt Hält der Teufel dich im Reigen Um dir seinen Traum zu zeigen
Submitted by SerpentEve — Jun 17, 2026
Wie fröhlich ist das Herz gestimmt, wenn es zu Ende geht Nach all dem Streben und all dem Blut, das an seinen Händen klebt Der Wind weht kalt, trägt das Grauen mit sich fort Welches der volle Mond für immer in sich trägt Die krummen Glieder dieser uralten Bäume Halten dich fest und lassen nicht los All die bösen Schrecken deiner Träume Holen dich heim in ihren Schoß Alles Gute ist vergangen, vielleicht war es niemals da Keine Hoffnung und kein Bangen, nichts ist wie es war Die Zeit würgt hoch, was noch menschlich in dir ist Unerträglich ist die Pein, die unaufhaltsam deine Seele frißt
Submitted by SerpentEve — Jun 17, 2026
Irgendwo am Weltenende Glüht ein Funken nur für mich Wer des Schicksals Fäden knüpft Weiß, ob er mir wohlgesinnt Kehren nachts die Träume wieder Die mir Schrecken prophezeien Packt mich dieses arge Fieber Will mich zu den Toten reihen Dieses Gewitter von tausenden Stimmen Graut mich gar sehr - sie widern mich an Dieses Geschrei, das Schluchzen und Wimmern Es macht mich müd, ich zerbreche daran Ich habe verbrannt, was von ihnen blieb Die Knochen zermahlen - da war nur noch Staub Die Erde verschlungen in faustgroßen Brocken Seither habe ich an ein Ende geglaubt Kehren nachts die Toten wieder Bitte ich, mir zu verzeihen Schließe meine Augenlieder Und füge mich in ihre Reihen
Submitted by SerpentEve — Jun 17, 2026
Es klopft der Tod an eurer Tür Nun lasst ihn endlich bei euch ein Er nimmt euch mit, er führt euch heim Wo euch die Welt sinnlos erscheint Sein Sinn und Zweck euch neu vereint Er will euch hüten, will euch retten Entbinden aller Erdenpflicht Liegt ihr brav in euren Betten Reicht er gütig euch die Hand Befreit euch von dеr Erde Ketten Spricht еuch frei von aller Schand Denn gewiss ist nur der Tod Nun lasst ihn endlich bei euch ein Er nimmt euch mit, er führt euch heim Wo euch die Welt sinnlos erscheint Sein Sinn und Zweck euch neu vereint Er will euch hüten, will euch retten Entbinden aller Erdenpflicht Zeigt der Tod dir sein Gesicht Streicht dir zärtlich durch das Haar Erlischt für immer nun das Licht Und plötzlich wir dir alles klar
Submitted by SerpentEve — Jun 17, 2026
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