Marodeur
Des nomenlose Leiden, des si nia damit begnügt hod Uns a nua zwoa, drei oda a vier Schreie zan lehren Bei denen de Stimm vasogt und danoch nia wiedakehrt Oda si nua gnädig im Schnee in unhörboare Laute verirrt Koana hod mehr Nächte in dem oiden moaschn Haus vabrocht Is öfter duat g‘stoam, hod sein Frieden g’funden und durt wieda valuan In oi de Nächte des nichtweichenwollenden schwoazen Schnees Am Schnee der niemois Frieden und so a nie neies Leben bringt Do herobn is da Schnee es Bluat da Geister… …is da Schnee es Bluat da Geister… Herzbluat tränkt de trock‘ne Erdn Und hods so woi a scho imma Imma iangwia, mit meim, mit deim Owa vor oim min Bluat vom letzten Summa Junges Leben bricht zomm, nid vua mir oder dir Owa spätestens vuam nächsten Herbst Erst recht owa donn zum Winter hi Wei Schnee is es Bluat da Geister Schnee is es Bluat da Geister Koana hod mehr Nächte in dem oiden moaschn Haus valebt Is öfter duat g‘stoam, hod sein Frieden g’funden und durt a wieda valuan In oi de Nächte des nichtweichenwollenden schwoazen Schnees Am Schnee der niemois Leben und niemois wem sei Freiheit bringt Hier bin I g‘storbn Und imma wieda auferstondn Hier bin I, hier woa I Hier werd I imma sei
Submitted by Iron_Wraith — Jun 14, 2026
Konnst di no erinnern, wiasd mi g’frogt host ob I aufgebn hob? Is scho a weng hea, und I glab I ho da a koa Åntwort gem Owa jo, kloa hob I auf’gem g’hobt Nua I kim sche longsom wieda z‘ruck I wü wieda d’Wärme g’spian wia im letzten Summa Mecht wieda Vatrautheit erfoan und oans mit Leben & Schicksoi wean Meine Liaben wernd mi herzlichst empfonga Und mi dro erinnern, wia long I einglich weg woa An de obertausend Meilen, de mi umtriem hom in oi de rostlosen Joah Obwois ma einglich nur sogn woitn, dass I g’föht hob Da Herbst wiad wieda eikehrn Wia a Schleier üwas Lånd De Luft wiad kloa und koit wean Hoit ma’d Hånd De obertausend Meilen Hinta fremden Meeren Wernd ned long vaweilen Nua ois vaklären Owa des san de Wege, de I geh mirsn hob Wei ohne de rostlosen Joah hinta fremden Meeren Warat I ma söwa fremd wuan, hätt I mi söwa valuan Warat I heit a ondra, und dahoam heit nid dahoam Meine Liaben wernd mi herzlichst empfonga Und mi dro erinnern, wia long I einglich weg woa An de obertausend Meilen, de mi umtriem hom in oi de rostlosen Joah Obwois ma einglich nur sogn woitn, dass I g’föht hob Da Herbst wiad wieda eikehrn Wia a Schleier üwas Lånd De Luft wiad kloa und koit wean Hoit ma’d Hånd De obertausend Meilen Hinta fremden Meeren Wernd ned long vaweilen Nua ois vaklären Da Herbst wuad wieda eikehrn An grauen Schleier üwas Lånd ziang De Luft wuad kloa und koit wean I wuadn herzlichst empfonga, wia ea a mi I hoff das I eines Tåges oafoch hoamkema ko Wo dea Ort sei wiad woas I no ned, owa I wean findn Du konnst gern weida in da Vagångenheit leben Nua wohnt do nermbd mehr dennst kennst Owa I wü es G’füh hom endlich o’kuma z’sei Mecht mi nia wieda fremd, nua willkommen fühn „D’Zeit, die gibt’s net, ge?“ „Na. D’Zeit, die gibt’s net.“ „I han di so möng.“ „I, di a, Elias!“ „I geh jetzt schon amol vor. Kimmsch dann afoch noch, wenn’s an der Zeit isch.“ „Ja. Ja i kim.“ …I bin hoid scho so long miad…
Submitted by Iron_Wraith — Jun 14, 2026
Vua längst vabrennde Bruckn knian ma uns in Ehrfurcht nieda Wussten um ea jähes End, owa fanden uns stets auf eana wieda Se san Mahnmoi fost vergess’nen Zeit Nix ondas ois G’schichten selbstauferlegten Leids San wia de Kinda vo am nia verroten oder betrogenem Leben …vo am nia vastondenem, ung’lebten Leben… Wia hätten sovü mehr hom kena Ois de Gemeinsåmkеit unsrer Erinnerung In ana ondan Zeit, dе mehr g’wagt hätt Ois wia de uns‘re und leichter zan begreifen Jugend vageht, owa hallt in uns wieda Büder, Worte, Missgunst owa voroim Schuid Fremdes Glück, wöchas uns zwoa ebenso wenig G’währt wuan is, owa doch bessa vasprochen Wos gestan woa hod da Fluss mit sich g’numm In sei koides Gråb, er bringts uns nid wieda Oi de Leidenschåft, de letztendlich imma Leiden schofft Oi de vawoschenen Büder, und wir hom beides nie vawunden Wia hätten sovü mehr hom kena Ois de Gemeinsåmkeit unsrer Erinnerung In ana ondan Zeit, de mehr g’wagt hätt Ois wia de unsre und leichter zan begreifen
Submitted by Iron_Wraith — Jun 14, 2026
De menschliche Tragödie woa imma scho a taktlose Hod uns sötn an Dienst erwiesen, a in Äusserungen a hoffnungslose Trostlos owa unversehrt, wia a Kind mit nomenlosem Leiden Koa Mitleid erwoatend umoamts oan doch mit bluatgetränkten Händen I bin a Friedhof vo sovü G’schichten De I oafoch nid vagessn ko Hob sovü Vergänglichkeit in mir De I nia g’scheid begrobn ho Wia weand erscht zu Briada und iangwonn zu uns’re G’schichtn Vo Freind zu Feinden und vo Liebende zu Fremden Hom glaubt wia hom mit da Vagångenheit obg’schlossn Owa si woi nid mit uns, si woi nid mit uns… Nua wenn a Freind weggeht muasst de Türn schliaßn Sunst wiads oi z‘schnö eiskoit und du wiastn gach vamissn So is a unsa Lebenssommertraum jäh wieda zabrochn Owa wo de Kindheit endt beginnt a de Poesie …beginnt de Poesie… Und sovü warat no zum schreiben g’wen Sovü Worte san no imma unausg’sprochn De Valetzungen vo friara, se wernd eh nimma heilen Owa I loss erna ea stille Wåcht, damits zumindest Nårben wean Nua de Vagånglichkeit birgt nix Versöhnlichs Nid füa mi, nid füa di oda irgendwem Doch Distanz schofft Kloaheit und schmälert de Låst Wei de Zeiten ändern si, de Zeiten ändern di Prost mei Freind, auf di und de Berg! Auf des wos woa und is, wia keman endlich wieda hoam Pass bittsche guad auf auf di, vagiss nia de Vagångenheit Wei I füa mein Teil, I hoits so fest I nua ko So san a unsa Jugend und ihre Summa Iangwonn obtrogn wuan vom Sånd da Zeit De Wüstn hod se jetz, se kean gonz und goa ia San jetz a Teil vo ihr unds Tor zu obertausend ondre Wüsten Owa entlong da Föder und Stråßn Durt wo ma aufg’wochsn san Wernd unsare Seelen ollawei weidalebn Und durt bleims a, wonn ma sterm
Submitted by Iron_Wraith — Jun 14, 2026
Unsa Lebn hod si vaändert Zua schlechtesten olla Wödtn Und lieg jetz brach vua uns Zutiefst in sich gespalten In da Åbg’schiedenheit des Grenzlånds Wo sterm ned tot sei bedeiten muas A Dystopie da Fåssungslosigkeit Am Hort zabrochna Träume Mei Lebn is in jene Tåg Einfoch unseglich zabrochn Bliem is nua a lautlosa Schmerz Dem söbst de Bitterkeit vasogt Wia du mi einst g’funden host host ma zwa an Tod erspoat Nua monchmoi is a Liebe köta ois da Tod Und wos nia woa wiad niemois sei Nua I hätt dеs ois gern friara g’wusst Owa wia de Nåcht si senkt Siag I ois wiеda kloa vua mia Uns’re schloflosen Seelen bei Nåcht Wia se si de Wödt vasprechen I woit damit nua sogn Dass I ob und zua no an di denk Und an des wos ma g’hobt hom Ned oi zu oft, owa imma moi wieda Owa I bin uns so überdrüssig I bin uns so miad Und I glaub fost, du bist as a
Submitted by Iron_Wraith — Jun 14, 2026