Kanonenfieber
EP • 2022
In die Karpaten sind wir gezogen In Galizien dem Feind entflohen In Przemysl hunderttausend Mann So setzten wir zum Rückschlag an Um unsere Truppen zu erreichen Gehen wir über tausend Leichen Kein Schuss wurde abgegeben Der Winter nimmt uns das Leben Ein Helm, ein Gewehr So steht er im Heer Bajonett, Koppelschloss Eingegliedert im Tross Tornister, Waffenrock Stet's mit uns ist Gott Es marschiert der Füsilier Dem Winter zum Trotz Das Marschgepäck so schwer Die Feldflaschen sind leer Jeder Schritt bringt Schmerz Doch das Ziel ist noch so fern Da sind wir nun, am Zwininer Kamm Schnee so hoch, dass man nur stehen kann Gestorben sind schon 2.000 Mann Der kalte Tod hat uns in seiner Hand Kein Nachschub, wir sterben im Eis Der Hunger, er zetert und beißt Die Finger und Zehen sind schwarz Erfroren, nicht gefallen im Kampf Dort, wo wir liegen und erfrieren Es steht der Füsilier, es steht der Füsilier Fort von der Heimat nicht bei dir Es fleht der Füsilier, es fleht der Füsilier Mord und Totschlag, wir marschier'n Es geht der Füsilier, es geht der Füsilier Hof, Frau und Kinder stets bei mir Es lebt der Füsilier es lebt der Füsilier Dort, wo wir liegen und erfrieren Es steht der Füsilier, es steht der Füsilier Fort von der Heimat nicht bei dir Es fleht der Füsilier, es fleht der Füsilier Mord und Totschlag, wir marschier'n Es geht der Füsilier, es geht der Füsilier Hof, Frau und Kinder stets bei mir Es lebt der Füsilier es lebt der Füsilier Dort, wo wir liegen und erfrieren Es steht der Füsilier, es steht der Füsilier Fort von der Heimat nicht bei dir Es fleht der Füsilier, es fleht der Füsilier Mord und Totschlag, wir marschier'n Es geht der Füsilier, es geht der Füsilier Hof, Frau und Kinder stets bei mir
Submitted by Corpse Defiler — Apr 26, 2025
Die Truppen in Przemysl Sind längst schon verloren Beim Bruch von Wetlina Zehntausend erfroren Sie lassen sich einschneien Um nie mehr zu erwachen Andere exponieren sich Eine Kugel zu erhaschen Verwundete Kameraden Gehen elendig zugrunde Krümmen sich im Eis und Sterben nach vielen Stunden Nachts kommen die Wölfe Und holen sich die Toten Hochmut und Ehre Im Gebirgskrieg zerstoben Und wir ziehen voran Im Sturm mit Drang Schritt um Schritt tief durch den Schnee Und jeder Mann So gut er kann Schaut, dass er dem Wahnsinn entgeht Und wir ziehen voran Im Sturm mit Drang Der Frost das letzte Geleit Der Eisvorhang Umkreist solang Bis er die Toten einschneit Das letzte Geleit Unsere Taktik Vernichtet die Heere Benannt war die Praktik Als „verbrannte Erde“ Keine Zuflucht kein Schutz Für uns nichts mehr zu holen Nur Asche und Schutt Liegt auf verbrannten Boden Seit mehreren Wochen Nur gefrorene Rüben Die Nägel zerbrochen Vom hungrigen Wühlen Die Heimat vor Augen So stampf ich voran Ohne Rast ohne Pausen Durch Sturm mit dem Drang Und ich zieh voran Im Sturm mit Drang Die Kälte in Mark und Gebein Der Tod bot an Nimm meine Hand Lass dich vom Leiden befrein’ Und ich zieh voran Im toten Land Ich liege im friedlichen Weiß Zur Heimat hin Zu Frau und Kind Träum ich erfroren im Eis Und ich zieh voran Im Sturm mit Drang Ich liege im friedlichen Weiß Zur Heimat hin Zu Frau und Kind Träum ich erfroren im Eis
Submitted by Nargaroth — Apr 26, 2025
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