Hier am Ende der Welt
Ein weiterer Winter ist gegangen Und ich schaue des nahenden Frühlings So oft fand ich Erlösung im Gedanken An den Neubeginn der Welt Doch nun will auch dies nicht mehr lindern Vom Trost von einst bleibt Bitterkeit Ich sehe die Menschen und ich sehe die Welt Nur ich stehe davon so weit entfernt Vor den Ruinen meines Lebens Vergangen das Gefühl von Zeit Ich träume nur noch Nacht und Tag Kein Licht erreicht mein Augenlid
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026
Hinter'm Schleier des Vergessens Namenlos und unerkannt Ein Hauch von Kälte, kaum zu vernehmen Wieder stirbt ein Stück Verstand Und er legt sich auf die Seele Ich erfriere innerlich Wenn die Sonne morgen aufgeht Wird sie das auch ohne mich
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026
Bitterkeit, Verfall, ein neuer Schnitt in alten Wunden Schmerz erlischt in Gleichgültigkeit und das Blut versteinert Diese Welt zerbricht heut' Nacht! Der Hass ist längst verflogen und alle Schmerzen schweigen Apathie und Fremde, Fernweh aus dem Leben Diese Welt zerbricht heut' Nacht Doch etwas glimmt in mir noch immer Hält mich hier und lässt mich nicht Unbestimmt, kaum zu erahnen Doch heißer als der Flammen Schlag Wut und Leere, Weltenhass Erinnerungen, wie das Gift von tausend Schlangen Kein Gott und kein Dämon jenseits meiner Stirn Ein Moment der Klarheit, nur ein Moment Bis die Schatten weitertanzen und die Lichter schwinden Doch die Stunden im Abgrund lehrten Gewissheit Und der Wahnsinn kriegt mich früh genug
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026