Wonach Wir Streben
Wofür wir leben, wonach wir streben. Die Wahrheit nach dem letzten Schlaf. Und voller Ängste wir begegnen, der Stimme die uns Lüge straft. Vor all den Plagen und all den Fragen, Die uns trieben an jenen Punkt. An dem wir erkannten wer wir sind Und uns wies den wahren Grund Für all das Scheitern und all die Fehler , die sich durch unsre Leben zogen, Welche nur zum Sterben taugten, schon als sie dem Schoß entflohen. So ist's ob sei der Frühling heilig, Zu beleben was er nicht erschuf Doch auch sein Wirken ist vergänglich Im eisern Klang der Zeiten Ruf. So ist's ob sei der Sommer würdig zu besteigen der Zeiten Thron, doch trägt er nur des Frühlings Leib durchs Schattenlicht und bleibt sein Sohn. So ist's ob sei der Herbste hörig, Für die Schreie seiner Raben, Die da Kreisen über blasse Körper Welche nie voll Leben waren. So ist's ob sei der Winter töricht, Zu denken,dass er tot geglaubt Doch brennt da noch ein lichte in uns Von dem man wünscht es würd geraubt.
Submitted by Finntroll — Jun 22, 2026
Wonach wir streben. Wofür wir leben. Die Weisheit nach der Endlichkeit. Und voller Hochmut wir entgegnen, dem Falle eines jeden Seins. Und folgen Pfade alter Blindheit, denn blind ist jeder der nicht gesehen, den Aufgang und den Untergang, der Sonne seines Lebens. Wir suchen Hoffnung in den Sternen, doch finden nur Zweifel in uns selbst. Sodass wir uns nur mehr entfernen, vor der Antwort dieser Welt. Sei Leben mehr als Überleben, das bloße Sein und zu existieren. Sei es die Summe aller Taten, Jedes Sieges und auch zu Verlieren. Ist der Sinn im Ziel der Träume, des freien Willens und seines Weges. Und nicht in der Trauer alles zu bereuen, was man auf diesem Weg verfehlte. Sei woran wir glauben, wofür wir beten. Und wofür wir leben, wonach wir streben.
Submitted by Finntroll — Jun 22, 2026
Sprich, oh sprich oh weiser Vater Was folgt auf die Endlichkeit? Sind wir nur Herren dieser Welt oder herrschen wir auch in Ewigkeit? Wir sind nur Kinder dieser Erde doch setzen uns den Göttern gleich. Schaffen Leben und stehlen Selbiges. So unser Scheitern unerreicht. Die Ewigkeit gleicht einer Träne, die kein Mensch zu weinen wagt. Sei jeder Rat nur leere Rede, sei denn man diesen Pfad betrat. So sprich, oh sprich du weiser Vater. Was birgt unser tiefstes Sein? Engelsgleiche strahlend Reinheit oder des Dämons wüster Schein? Wir sind das Zeugnis beider Seiten. Licht und Schatten, gleich schwarzer Sonn. Suchten den Ursprung in fernen Weiten, doch hat die Antwort kaum einer vernommen. Sind wir für die Erd‘ so furchtbar wichtig und für die Zeit so schrecklich nichtig Drum alles und nichts mein liebes Kind Ist was wir waren und was wir sind
Submitted by Finntroll — Jun 22, 2026
Nur ein Laut inmitten des tosenden Winds. Ein Schrei, der in den Zeiten verklingt. Ein Schatten, der durch die Welten rinnt. Ein endliches Dasein, das kein Lied besingt. Gleich altem Laub im Flammenraub... Nur ein Hauch der keinen Segeln Winde gibt. Eines der endlos Wälder Laubblatt das der Kron' entglitt. Nichtig wie die Zeit für einen Stein die er vergisst. Nichtig wie der Tropfen den das weite Meer nicht misst. Siehst du in die Ferne und blickst auf deine Spur zurück, so findest keine Heldentaten, nur den Schmerz vergangenen Glücks. So willst du wie ein jeder Mensch, ein ewig Denkmal hinterlassen. Doch alles was der Mensch geschaffen, wird im fegenden Sturm der Zeit verblassen! Dem Schein entraubt, gleich Sternenstaub. Gleich brennend Laub nur kalter Rauch und nur ein Hauch... Doch ist die Zeit die alles raubt, nicht deines eigen Schicksals Schmied. Und Nichtigkeit kann dich nicht überschatten, wenn du in ihr Freiheit siehst. So sei jed' neuer Traum ein weitres Ziel und gefunden ist ein Sinn im Leben. Und voller Freude Schrei sie raus, die Erkenntnis die dir nun gegeben. So sei wofür wir leben Wonach wir streben Und was wir sind Staub im Wind!
Submitted by Finntroll — Jun 22, 2026