Helrunar
Album • 2011
Es geschah heute Nacht. Der Vater der Schlange war in seinem Betrug erfolgreich. Ein Zweig brach vom Wasser und der See gefror. Spiegelte sich immer nur in sich selbst. Ein Zeichen, geritzt in der kältesten der Nächte, durchstieß die Oberfläche. Es tropft. Es rinnt herab am Stamm, gefriert und wird Dorn.
Submitted by Morgoth — Apr 26, 2025
Was war das?! Die Kälte schlug zu nahe gefroren fällt das Feuer von den Sternen die Schlange erzüngelte den Grund und erstarrte Sturz des Reiters in den Schatten gerissen vom Dorn blutend flieht das Pferd aus dem Dom des Sturms Einschlag tief drang der Dorn schweigend reißt das Sinngewebe rasend gefriert die Zeit ewig scheint der Fall Zerworfen in den Ereignishorizont ein Damals dem kein Licht entkommt dehnt Momente zum Immer Wieder akkretiert die Sphäre und es verzerrt die Welt dunkler Masse Leere krümmt zum Bruch das Sternenzelt ein unbedingtes Schwere... ...fällt Einschlag tief drang der Dorn schweigend reißt das Sinngewebe rasend gefriert die Zeit Still Stand Grundbruch tief drang der Dorn ich erstarre grundlos scheint der Fall tiefer noch sein Nachhall Tag 1: Etwas verwest in uns. Unter diesem dünnen Lack aus Anstand, Moral und Zivilisation gärt abgestandenes Menschsein. Und wenn die Membran reißt wird die Welt ertrinken. In einem Meer aus Blut, Tränen und Pisse.
Submitted by johnmansley — Apr 26, 2025
Einst war Hagelschlag Korn gegen Korn Himmel gegen Erde nun Erinnerung Jahrtausende des Winters tragen tote Zweige zum Ende zum Innern nun Verinnerung Fern der Sonne kriecht es langsam unaufhaltsam lichtlose Tiefen tragen Zeichen unbemerkt Brüche fallen alter Hagel mahlt den Stein Gedächtnis aus Eis. Tote Männer im Kristall. Gefrorene Schatten im Querschlag. Ich bin dort, wo alles still steht und wartet. Risse im Gefirst, Feuchtigkeit aus einem Verhängnis ganz nah beim Firmament. Es ist der Wund-Tau der Zeit. Langsam entbirgt sich die Flut... es kriecht es mahlt es rinnt es naht
Submitted by BloodShrine — Apr 26, 2025
Ein Nebel hat die Welt so weich zerstört. Es schuf einen Raum, Blutlose Bäume lösen sich im Rauch. Ein Netz von Stamm zu Stamm. Und Schatten schweben, wo man Schreie hört. Fasern ohne Gestalt Brennende Biester schwinden hin schwinden hin... wie Hauch. Gefangene Fliegen sind die Gaslaternen. Im Bindegewebe Und jede flackert, dass sie noch entrinne. ein Moorlicht Doch seitlich lauert glimmend hoch in Fernen und nah und fern und nah und fern der giftige Mond, die fette Nebelspinne. zaghaft zieht sie Knochen. Wir aber, die, verrucht, zum Tode taugen, zerschreiten knirschend diese wüste Pracht. Und stechen stumm die weißen Elendsaugen wie Spieße in die aufgeschwollne Nacht. Not Netz Nebelspinne. Das Nebelgeschwür erbricht ein letztes Licht. Der die das Mondin ist aus Eis. Tag 43: Benommenheit. Angst die Kammer zu verlassen, das Außen könnte fatal geworden sein. Giftig schwebende Fragmente, Diffusion einer klebrigen Feuchtigkeit in die Wirklichkeit. Sie bildet Schlieren, Fäden, Netz. Zwischen hohlen Bäumen streunen diese Irrlichter, die gerne Sterne sein wollen. In ihrem Schein werden Innenschatten lang. Begriffe, die sich endlos dehnen. Eine Fehlschärfe in den Zeichen schafft beständig neue Abhängigkeiten ohne Notwendigkeit von Verbindung. Ende der Übertragung.
Submitted by Finntroll — Apr 26, 2025
This track is instrumental.
Ich wurde ferner kalter Stern. Permafrostverpanzert. Kratervernarbt. Bei absolut Null. Ozeane tiefer als der Tag treiben Gezeitenkraft, zerren am Eisgrat. Hebend, senkend. Hebend, senkend. Sedimente des Einschlags krallen sich an schwarze Kamine Steigend, sinkend. Steigend, sinkend. Lauter wird die Innenwelt. Erdrängend wird das Leben. Ich wurde ferner kalter Stern und endlich stürzt die Hülle in den Kern. Das schrecklichste Gewitter ist nur ein lärmendes Schauspiel gegen diese todesstille Majestät... Nichts mehr ist über mir und darum bin ich nichts. Vernunft ist ein kaltes Licht. Das Firmament öffnet sich. Ich häute mich.
Submitted by Corpse Grinder — Apr 26, 2025
Tag 92: Bin wirklich ich das gewesen?
Submitted by Immortal — Apr 26, 2025
Hinter dem Außen stürzte der Grund, nahm sich das Verhängnis seinen wohlverdienten Leerlauf in das Innerste. Der Nebelgänger übergab sich dem Scheinsein der Maske, geschleudert an den kalten, leeren Strand gesprengter Brücken. Strukturen gemeint für die Ewigkeit entkernt in einem Augenblick. Und Staub. Von allen Wegen führt keiner mehr heim. Wald und Hügel verstummen, zersprochen von Wiedergängern. Wilde Sehnsucht vergießt sich ziellos lindernd, nur für Momente, in Wunden, die nicht welken wollen. Das Zimmerit, geworfen auf die Hülle, erstickt das Wachstum. Alles ist nur bleiche Wiederkehr. Am Anfang und am Ende steht das Nichts.
Submitted by Sexy Gargoyle — Apr 26, 2025
Erst als es zaghaft zu tauen begann, wurde das ganze Ausmaß der Verwüstung sichtbar. Irgendetwas war eingeschlagen wie 50 Megatonnen auf Novaja Semlja. Die Grenzsteine waren in der Verwerfung verschwunden. Was blieb, waren Ruinen am Rande des Kraters, schemenhafte Ansichten, gespieen auf die heulende Erde. Nichts davon war wirklich alt. Doch schon so mancher hatte sich daran bedient. Kinder der Leere, Propheten des Nichts. Sie besetzten die Trümmer. Sie erschufen nur Asche.
Submitted by Infernal Flame — Apr 26, 2025
Entrückend zog es sich in ferne Gräber seinen Toten blieben nur Briefe (Schreie in der Nacht) und alle erwachten in Trümmern aus dem lauten Rausch Die Erschütterung verstellte Worte zerdachte durch bewachte Linien ein träumendes Sütterlin Aschevolk wohin floh deine Sprache Verborgen vor der Vergangenheit zwischen zwei Zeitzonen wurden sie Zeitzeugen als ein Heute sich gebar Nichts in sich suchten sie ein Angesicht für die zerstreute Innenwelt verworfen auf die Grenzenerde in Schemähren der Jahrtausende Die Gezähe der Geschichte graben langsam erstickt fanden sie den König am Berg wo die Erstarrten an ihm nagen Aschevolk wer verbarg deine Sterne Aschevolk wohin floh deine Sprache Aschevolk wer verbarg deine Sterne Aschevolk mein Aschevolk Wer versiegte deine Quelle. Wir verinnern unseren Feuersturm so oft wir können. So lange wir können. Dann entscheidet die Zeit.
Gräsermeer, tauschwer hebt sich so etwas wie Morgen monochrom dröhnt grauer Dämmer immer im Schatten der Mühle. Ungetürm in Schall und Rauch grundlos tief das Fundament zieht den Schwarm in sein Uhrwerk immer im Schatten der Mühle. Oben schreien Rad und Stein in der Mitte Massen mahlend, unten rieselt Knochenstaub. Immer im Schatten der Mühle. Wie soll man leben mit diesen Geschossen eingeschlossen im Gehirn. Immer im Schatten der Mühle.
Tag 184: Mein Hass versucht mich wieder kalt zu starten. Blinde krönen das Ahnengrab mit falschem Bernstein und geben sich sehend. Dieser Blick aus Eis nichtet jede Heiligkeit. Aufgedunsen tarnen sie mit Helmen, deren Flügel verbrochen sind, die schmale Stirn. Wie konnte es soweit kommen...? Lüstern wühlt die Angst in den Scherben der Lügengeschichte und schreit bei jedem Fund entzückt ICH! gern verbirgt sich das Kriechtier hinter dem Schein des Erhabenen sein Wort aus Stein ist feindlich Ichruinen halten Gericht über vertretene Wege ihr Geschrei ist Gift ihr Rausch zerwegt die Welt es regt sich Ekel vor diesem scheinwerfenden Saeculum verharrend auf die Flut das Blut des gehörnten Tieres Óss. Lögr. Úr. Diese Welt ist nicht die unsere. Wir wollen sie nicht annehmen, wir wollen nicht in ihr leben, wir wollen sie nicht einmal beherrschen. Diese Welt ist für jene, die sich um die faulenden Abfälle der Tafel ihrer Mächtigen balgen. Jene, die sich selbst feiern in ihrem Saal, dunstig vom Atem der Aasfresser. Jene, die Unrat mit Gold wiegen. Jeder Fraß schafft ihnen nur neuen Hunger. Wir weisen das Verwesende von uns. Gehen wollen wir schon längst. Fliehen in die Stille der Wälder, wo all ihr Geschrei kein Zweiglein rührt. Doch sind wir geschlagen in Ketten. Wimmelnd fängt sich das Gewürm durch sich selbst in sich selbst wird sein Versteck entdeckt geifernd frisst sich das Gewürm durch sich selbst mit sich selbst und herrscht und herrscht wir fraßen zu lange was sie ersprachen Óss. Lögr. Úr.
Submitted by Pestilence — Apr 26, 2025
Es ist ein Kreuz im Fenn ein Zeichen im Nebel. Tau der toten Zweige. Es ist ein Bruch im Fenn gerissen vom Dorn. Und tückisch sind die Trichter. Leben. Da ist ein Ort im Fenn, er richt nach alter Nacht und der Weg dorthin ist seltsam, viele sind auf ihm verharrt. Wie Spinnenfrau und Gräberknecht. Verdammt zu ewig gleicher Tat Mancher greift nach ihrem Fäden im Wind oder flieht vor seinem Greinen. Nicht wissend, dass sie nur Gespenster sind die dem Wanderer seine Freiheit neiden. Immer immer wieder spinnt sie nur den gleichen Faden un verbleibt in ihrem Dickicht. Immer wieder gräbt er, schultert stolz den Spaten und findet sich nicht. Aus Nebel werden Fäden auf zweigdurchtränktem Grund wandelt webt das Unbedingte ein ewiges Jetzt. Die Sichel schneidet, Not knüpft das Netz neu. De Sichter schnedet, Naut knepet Netz ner. Sigder schert, Neider kneit Netz nur. Sidðr sker, Nauðr knýtr Net nýr.
Submitted by Infernal Flame — Apr 26, 2025
Tag 243: In all diesem Tod ist kein Tod. Und keine Hoffnung. Es gibt nichts zu hoffen. Nur anzunehmen. Das Gefäß leert sich voll von Möglichkeit. Das Nichts pulsiert.
Submitted by Corpse Defiler — Apr 26, 2025
Sól ek sá, sanna dagstjörnu drúpa dynheimum í; en Heljar grind heyrða ek á annan veg þjóta þungliga. Sól ek sá, á sjónum skjálfandi, hræzlufullr ok hnipinn; þvíat hjarta mitt var heldr mjök runnit sundr í sega. Ich sah die Sonne zitternd stehen wie zum letzten Mal. Ich sah die Sonne untergehen wie für immer geworfen auf die Erde. Sól ek sá, setta dreyrstöfum, mjök var ek þá ór heimi hallr; máttug hon leizk á marga vegu frá því er fyrri var. Ich sah die Sonne auferstehen, steigen, sinken, steigen, sinken. Ich sah die Sonne langsam schwinden. Beugte mich im letzten Licht meinen Schatten zu finden.
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