Drifa
Nicht jeder Traum war schneebedeckt Manchmal blühten Herbst und Sturm Verschlossene Augen im wachen Sein Die Wunden aus dem Holz geschnitzt Denn es wird Wind Streift die Ähren, streift das Land Was leuchtet Macht in solchen Augen? Wie Sonnenhauch den Schlaf verfasst Gleich Worten über Pergament erhaben Trägt Ordnung in den Trauerweiden Alles Sеin ist eins Und es wird Sturm Steinvеrweht die Faust im Grab Tanzend über verlorene Wellen Färbt den Fels in rotes Licht Rache ahnt sich durch Granit Traumverloren Erwacht, erkannt Und nichts
Submitted by Iron_Wraith — Jun 13, 2026
Auf des Schlafenden Leib Sitzt flüsternd und starrend Im Schatten verharrend Ein garstiges Weib Dea ma'd Stecka übas Kreiz Lege fünf Ruten aus Hasel hernieder Mit da Luze und am Felz Leg Dich hinein und schließe die Lider Dea mas noh an'd Schwejn hilegn Das Heim sei geschützt im fünfzackig Zeichen D'Beirin hod uns Krapfa gebn Von nun an die Drud von der Schwelle muss weichen Ein boshafter Geist Der mit knochigen Klauen Tief hinter den Brauen Die Träume verreißt Drud is übern First davo Druckt koa Weib mea und koan Mo' Dreimoi hoaß und dreimoi koid Hot a Jahr koa Gwoit!
Submitted by Iron_Wraith — Jun 13, 2026
Wenn Kälte wärmt Und Hitze Schnee erstarren lässt Wird Stein zu Staub Und Licht zu Nacht Unhemmbar rinnt und reißt Der Strom die Zeit Tief sitzt das Schwert Womit der Geist sich selbst wird richten Ein ratlos fliehn, totwilder Wehgedanken Bedrückend doch erbauend Zunieder sind die wirren Stimmen Nur noch eine flüstert sanft So wie die Glocken längst verklungen Noch die Luft als Zittern fassen Wеnn Kälte wärmt flüstert nur noch einе Stimme sanft Am Himmel wärmt, reicht weit der Wind, und tief der Grund Und wie des Winters Kleid Legt sich wieder Schatten auf kalte Feuer Im Verborgenen wartend, auf alten Neubeginn
Submitted by Iron_Wraith — Jun 13, 2026
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Wie Blätter leise rauschen Und sanfter Wind lässt Ähren tanzen Wie schwere Ruder Wasser teilen So sind die Wurzeln des verworren Lebens Wie hoher Dorn, hoch und krank Windtrunken steht im Felderwuchs So bin auch ich der Zeit entstellt Wie im Traume ist mein Blick getrübt Doch an alten Mauern tönt einsam der Wind Ich schwimme unter einem Mond der nicht leuchtet Der Welt entfremdet, fremd dem tiefsten Ich Die Gedanken schwanken, tasten Wie Schatten wanken durch das Blätterwerk So wandert der Tag Mit stolzer Trauer auf ehernen Altären So wandere ich Leise voran, umhüllt vom lieblich Reigen Alles ist erleuchtet Im Lichte der Vergangenheit
Submitted by Iron_Wraith — Jun 13, 2026
Auf schauerndem Strome Und flüsterndem Treiben Alles schweifen, alles Sehnen Nur noch fern in mattem Rot Mit Narrenhand gemalte Weisheit Einste Heimlichkeit der tiefsten Seele Aus alten Mäulern hängt zerkaut Vorbei! Wo an das Ufer einst noch dröhnte Wo durch Auen zwang der alte Fluss Und auf rufenden Tönen, vorüber mein Boot Altbekannt und längst vertraut Auf diesem Strome zu ergreifen Was ich bin und ward von fern Von neuem Still und Herz bewusst
Submitted by Iron_Wraith — Jun 13, 2026
Als ich mich aus dem Sein befreite Wurde eine Wüste geboren, leer und kalt Schlafstumm dieser Augenblick, im kosmischen Licht Nichts weiß ich, und nichts bleibt Mit blassen Händen schließe ich Deine Augen Dein Antlitz ward mit heimvertraut Deine Seele einst Sinn der Welt Doch nichts vergeht, und nichts verdirbt Denn was dennoch bleibt ist Geist zugleich So verloren auch mein Fragen Warst Du nicht Spiel und Spiegel Irrer Funken? Hast Du Dich selbst nicht schon vergessen? Dein stilles Gemüt weiß noch um Ewigkeit Du verstehst nur den Tod
Submitted by Iron_Wraith — Jun 13, 2026
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