Waffenweihe
Wüste Feste, derbe Lieder Hier heisst Metbier Sonnenradler Hoch das Trinkhorn, Heil Dir Wotan Verlangt's heut wem nach dem Blutadler? Ein Pfaff, der uns bekehren wollt' Sprach rätselhaft von Hirten und Schafen War nicht grad' erfreut darüber Als ihn die Schwerter am Schädel trafen Axt und Hammer, Schild und Speer Hermundurenerben- wer ist mehr Säbelzahnwildsau, Wolf und Bär Wir sind Thüringer, wer ist mehr? Blut und Eisen wird gefeiert Wenn wir auf zum Tanze spielen Grausig singt der Wildsauklan Wenn auf's Herz die Speere zielen Immer soll'n aus Thornigswalden Heldenhafte Töne dringen Klänge, hart wie Federstahl Und Worte, scharf wie Schwerterklingen Axt und Hammer, Schild und Speer Hermundurenerben- wer ist mehr Säbelzahnwildsau, Wolf und Bär Wir sind Thüringer, wer ist mehr?
Submitted by SerpentEve — Jun 22, 2026
Tief im Grund verborgen Steht ein Thron Gehau'n in roten Fels Runenverse eingemeisselt Zauber der geheimes hält. Kund' von Schlachten Kund' von Kriegern Kunde auch von Wiederkehr Adlerschwingen, Rabenträume Schwertgesänge, Wotans Heer Geisterritter wachen schweigend Knochenbleich mit Glut im Blick Harren still bis zu den Tagen Da die Götter kehr'n zurück. Donnernd fährt der eiserne Wagen Über Hänge gipfelwärts Blitze gleissend in den Wolken Leuchten über'm Wotanssitz Völker kamen und vergingen Doch der Geist, der bleibt besteh'n Wird auch noch in tausend Jahren Über heil'gen Gipfeln weh'n. WOTAN, WOTAN - DONAR, DONAR! Schallt der Ruf weit über's Land An der Stimme unseres Blutes haben wir uns hier erkannt
Submitted by SerpentEve — Jun 22, 2026
Aus Schmiedes Hand ist nun gegeben Was das höchste Gut und Wert Es lässt den Heuchler vor uns beben In der Hand ein blankes Schwert Den Schild am linken Arm erhoben Strahlt auf ihm hell das Sonnenrad Dem Schlachtengott soll'n wir's geloben Vorwärts brechen wir uns Bahn. Siegreich mit uns bis in den Tod Ist stehts das Blut der Ahnen Nur Heldentum treibt uns vorran So steht's auf unseren Fahnen. Im Angesicht des Feindes stehend Fühlst Du wie sich die Sehnen straffen Der Sinn sich schärft Besitz ergreift Thüringer Bruderschaft in Waffen Ein Mann, ein Held steht auf und schreit: "Heran zu mir, auf in den Streit Wer furchtlos ist, geht meinen Weg. Nur frei sein kann, wer aufrecht steht!" Siegreich mit uns bis in den Tod Ist stehts das Blut der Ahnen Nur Heldentum treibt uns vorran So steht's auf unseren Fahnen! Auf der Walstatt stehen wir nun Ein Heil sei den Walküren Hier steht Thüringens Heldentum Um in den Kampf zu ziehen Die Zeit ist reif, wir stürmen los Auf feindliche Bastionen Und fallen wir durch Feindesstahl Walhall wird uns belohnen!
Submitted by SerpentEve — Jun 22, 2026
Rund war der Mond und hell war die Nacht Und sehr alt war die Idee der Zusammenkunft. So trafen sie sich wieder nach endloser Qual Um nun zu vollenden, was einst sie begonnen. Die Weihe der Waffen, ein uraltes Ritual Der Fackeln Schein, des Waldes Nacht, der Stahl in ihren Händen. Die Kraft durchströmte sie wieder wie einst Und sie besangen die uralten Taten. So schworen sie wieder den Schwur des Stahls Um zu stärken den einstigen fesselnden Bund. Der Instinkt des Kampfes machte sie stark für die Zeit Da die Heilszeichen wieder wehen werden am Horizont. Das Glänzen der Waffen, die Erwartung in jedem Gesicht Man wusst, warum man von ferne gekommen Einstmals waren wir viele, nicht alle sind wiedergeboren. Es ist die Elite, die sich trifft am Hügel der Macht.
Submitted by SerpentEve — Jun 22, 2026
Die Bäume endlos bis zum Horizont Ewiges Grün bis zum Weltenrand Der Unerträglichkeit entgangen Und durch Reinheit aufgefangen Das ist es, was mich leben lässt Über die Wiesen und durch das Geäst Das ist es, wodurch ich atmen kann Gefangen durch den uralten Bann Waldeskühle lindernd war Tausend Augen, doch keine Gefahr Kalter Mond, ich spüre einen Hauch Gestalten hinter jedem Strauch Zweige flüstern leis im Wind Mit Stimmen, die vertraut mir sind Sieh, der alte Baum er lebt Waldgeist, höre mein Gebet! Schönheit, Klarheit, Unendlichkeit Gefangen von ihr bis in alle Zeit Und wenn wir einst zum Sterben geh'n Die Pracht, sie wird fortan besteh'n
Submitted by SerpentEve — Jun 22, 2026
Es war ein König in Thule, Gar treu bis an das Grab, Dem sterbend seine Buhle einen goldnen Becher gab. Es ging ihm nichts darüber, Er leert' ihn jeden Schmaus; Die Augen gingen ihm über, So oft er trank daraus. Und als er kam zu sterben, Zählt' er seine Städt' im Reich, Gönnt' alles seinen Erben, Den Becher nicht zugleich. Er saß beim Königsmahle, Die Ritter um ihn her, Auf hohem Vätersaale Dort auf dem Schloß am Meer. Dort stand der alte Zecher, Trank letzte Lebensglut Und warf den heil'gen Becher Hinunter in die Flut. Er sah ihn stürzen, trinken Und sinken tief ins Meer. Die Augen täten ihm sinken, Trank nie einen Tropfen mehr.
Submitted by SerpentEve — Jun 22, 2026
Gjallarhorn ertönt in Ferne Heimdall ruft im Morgengraun Auf zu Midgards letztem Tag Da Sturm zerzaust den Weltenbaum Ein letzter Sonnenaufgang quält Sich durch graue Nebelwände Trostlos scheint das Licht und zählt Die Stunden bis zum Götterende Windzeit, Wolfszeit, bevor die Welt zerstürzt Windzeit, Wolfszeit, Midgard bricht in Trümmer Rragnarrakk! Der so oft die Götter narrte Bricht vom Stein die Ketten bald Wutentbrannt, nach Rache dürstend Loki in Unholdgestalt Fegt er zornig durch die Lande Los zum hohen Asengarten Wo Walhallas hehre Krieger Ihn mit scharfem Schwert erwarten! Windzeit, Wolfszeit, bevor die Welt zerstürzt Windzeit, Wolfszeit, eh Utgard bricht die Bande Rragnarrakk! Wotans Roß jagt über die blutige Walstatt und die Wölfe heulen Hörst du wie die Raben krächzen? Hugin und Munin fliegen durch die Nacht Und sie bringen das Unheil! Surtur tritt in Glut gekleidet Durch zerbroch'ne Himmel an Feurig schlägt die weisse Lohe Wunden tief ins Weltgebein Der rote Hahn tanzt auf den Dächern Kohlschwarz steigt der Rauch empor Aschenregen geht hernieder Finst're Jahre steh'n bevor Windzeit, Wolfszeit, bevor die Welt zerbrennt Hasszeit, Meineid, eh Asgard steht in Flammen Rragnarrakk! Rragnarrakk! Rragnarrak!
Submitted by SerpentEve — Jun 22, 2026