Blindflug
Es war einmal vor langer, langer Zeit Eine Welt voller Geschichten und Magie Geschichten von der Erde, aus dem Wasser und in der Luft Von Helden, Hexen, Kapitänen und wunderlichen Zauberwesen Man sagt, und wenn sie nicht gestorben sind Doch sie sind gestorben und sie kommen nicht mehr wieder Und trotzdem können wir uns heute ihre Geschichten erzählen Weil sie uns gebracht wurden von den Harpien Die Sturmwände nahmen sie mit auf ihren mächtigen Schwingen Und schenkten sie uns die unheilsame Träume, aus denen wir lernen sollten Damit sie unsterblich werden
Submitted by SerpentEve — Jun 16, 2026
Just zum ersten Glockenschlage Werd‘ ich meinen Soll erfüllen Nebelschwaden, früh am Tage zieh’n Krampfhaft pressen meine Lippen Wie ein Balg mein Antlitz schwillt Melodien wie von Zaubermund Keine Zeit für große Worte Ich eröffne diese Pforte Mache mich an meiner Tage Werk Erreichеn meine Worte säusеlnd Wundervoll gelingt es mir Lauschet mir und hört auf mich Denn Rattenfänger das bin ich (Der Rattenfänger holt auch dich!) Euren zehnten lasset sprechen Was ist euch der Unrat wert Euer liebstes sei mir bester Pfand Ist es ein Krampf in euren Händen Dass ihr mir mein Sold verwehrt Nehm‘ ich ein Kind für jeden Rattenschwanz Hunderdreissig wird ich nehmen Keines sollt ihr wieder seh’n Ich reiße sie aus eures Gottes Hand Erreichen meine Worte säuselnd Wundervoll gelingt es mir Lauschet mir und hört auf mich Denn Rattenfänger das bin ich (Der Rattenfänger holt auch dich!) Jetzt ist Stille in den Straßen Wo mal eure Bengel saßen Nur ein alter Wandrer sah Wie ich verschleppt die Bälgerschaar Unser Weg wird dunkel sein Denn büßen werden nur allein Für euren Lug und eure Gier Eure kleinen Kinderlein Ich bringe sie in eine Welt Wo keines eure Werte zählt Ich bring euch Chaos, Häresie Bin Meister schwärzester Magie Erreichen meine Worte säuselnd Wundervoll gelingt es mir Lauschet mir und hört auf mich Denn Rattenfänger das bin ich Erreichen meine Worte säuselnd Wundervoll gelingt es mir Lauschet mir und hört auf mich Denn Rattenfänger das bin ich
Submitted by SerpentEve — Jun 16, 2026
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Wie gerne seh' ich, oh Geliebte, Schöne ohne Fühlen Den Lichtern wie von Seide zu, die deine Haut umspielen In dein dichtes Haar geschmiegt, daraus Gerüche schweben Ein Meer das duftet und sich wiegt, wenn deine Nüstern beben Gleich einem Schiff, das Anker lichtet Im Morgenwind bеizeiten Sich meinе Seele träumend richtet auf ferne Himmelsweiten Dein Kinderköpfchen wird dir schwer, von Trägheit übermannt So schaukelt sachte hin und her, ein kleiner Elefant Wie eine Flut aus Gletschern quillt und stürmisch sich ergießt Wenn Wasser dir im Wunde schwillt zum Rand der Zähne fließt Glaub ich, ich trinke deinen Wein, so heiß und voller Glut Des dunklen Himmels Sternenschein mir träufelt in mein Blut Dein Körper sich nach vorne beugt, wie fein ein Schiff sich wiegt Und Rahen übers Wasser neigt, das in der Dünung liegt Wie der Tanz der alten Schlange, um den Stab umwunden Ist der Lindwurm vorsichtig, in deinem Bau verschwunden Gleich einem Schiff, das Anker lichtet Im Morgenwind beizeiten Sich meine Seele träumend richtet auf ferne Himmelsweiten Dein Kinderköpfchen wird dir schwer, von Trägheit übermannt So schaukelt sachte hin und her, ein kleiner Elefant Wie eine Flut aus Gletschern quillt und stürmisch sich ergießt Wenn Wasser dir im Wunde schwillt zum Rand der Zähne fließt Glaub ich, ich trinke deinen Wein, so heiß und voller Glut Des dunklen Himmels Sternenschein mir träufelt in mein Blut Wie eine Flut aus Gletschern quillt und stürmisch sich ergießt Wenn Wasser dir im Wunde schwillt zum Rand der Zähne fließt Glaub ich, ich trinke deinen Wein, so heiß und voller Glut Des dunklen Himmels Sternenschein mir träufelt in mein Blut
Submitted by SerpentEve — Jun 16, 2026
Sechs mal Stießen kleine Schnäbel Durch die Schale an das Licht Nur eines war die rechte Brut Fünf waren von der Mutter nicht Doch war sie auch für diese da Als wären sie vom eignen Leib Sorgend schloss sie sie in Liebe In ihr wärmend Federkleid Als nach vielen Monden sie Sich gen Himmel streckten Sich ihre Köpfchеn neugierig Zum Rand des Nеstes reckten Schlugen sie die Flügel aus Und warfen ab den Kinderpflaum Es trennten nur noch ein paar Schritte Sie vom alten Vaterbaum Wir sind im Blindflug ohne Sicht Die Reise ist kein Spiel Wir sind im Blindflug ohne Sicht Und kommen doch aus Ziel Solang der Wind uns trägt Über die Lande fegt Fliegen wir zu dir! Bei wind und starkem Niederschlag Fliegen sie zusammen und Was einer ganz allein nicht schafft Schaffen sie im Brüderbund Brüder fünfe an der Zahl Und ihre starke Schwester Sie halten ihre Formation Und trotzen jedem Wetter Vaterbaum und Muttertier Was macht ihr euch für Sorgen Seiet stolz auf eure Brut Und schauet stehts gen Norden Dort werden sie vom Dach der Welt Tag aus und auch Tag ein Mit aufmerksamen Adleraugen Friedenswächter sein Wir sind im Blindflug ohne Sicht Die Reise ist kein Spiel Wir sind im Blindflug ohne Sicht Und kommen doch aus Ziel Solang der Wind uns trägt Über die Lande fegt Fliegen wir zu dir! Wir sind im Blindflug Wir sind im Blindflug ohne Sicht Wir sind im Blindflug (Wir sind im Blindflug) Wir sind im Blindflug ohne Sicht Wir sind im Blindflug ohne Sicht Die Reise ist kein Spiel Wir sind im Blindflug ohne Sicht Und kommen doch aus Ziel Solang der Wind uns trägt Über die Lande fegt Fliegen wir zu dir!
Submitted by SerpentEve — Jun 16, 2026
Wenn Luna träumt dann reist sie quer durch die Zeit Weit weg und fern von jeglicher Wirklichkeit Denn Luna sehnt sich nach einer besseren Welt In der sie leben kann wie es ihr gefällt Wenn Luna träumt dann reist sie quer durch die Zeit Weit weg und fern von jeglicher Wirklichkeit Wenn Mittags die Sonne am Himmеl hoch steht Ist Luna schon seit Stunden untеrwegs Kein Unmut, kein Jammern hilft ihr dabei Das Leben hat's nicht gut mit ihr gemeint Sie denkt es wär schön, wenn's doch anders wär Bisher war die Freiheit nur eine Mär Die in ihren Leben sie nur erlebt Wenn nachts sich der Mond zu ihr ins Bettchen legt Wenn Luna träumt dann reist sie quer durch die Zeit Weit weg und fern von jeglicher Wirklichkeit Denn Luna sehnt sich nach einer besseren Welt In der sie leben kann wie es ihr gefällt Wenn Luna träumt dann reist sie quer durch die Zeit Weit weg und fern von jeglicher Wirklichkeit Doch hüllt sie die Nacht in die Dunkelheit Vergisst Luna jede Beschwerlichkeit Tag ein und Tag aus, der gleiche Kampf Doch nachts zieht die Hoffnung an sie heran Sie bettet sich fein, die Äuglein sie schließt Nur ein wärmend Lichtlein um die Kerze fließt Die Sinne ihr schwinden, zufrieden sie ruht Versinkt ihre Seele in der Träume Flut Wenn Luna träumt dann reist sie quer durch die Zeit Weit weg und fern von jeglicher Wirklichkeit Denn Luna sehnt sich nach einer besseren Welt In der sie leben kann wie es ihr gefällt Wenn Luna träumt dann reist sie quer durch die Zeit Weit weg und fern von jeglicher Wirklichkeit
Submitted by SerpentEve — Jun 16, 2026
Unter dem schwarzen Eiben-Dach Sitzen wir Mannen aufgereiht Wie Götter einer fernen Zeit Warten auf das Zauberweib Ungeduldig warten wir Was sie heut heraufbeschwört Welch dunkle Taten sie vollbringt Ketzerisch und unerhört Was fesselt mich an sie? Ist es der Hunger, nach mehr Fantasie? Was fesselt mich an sie? Ist es der Hunger, nach mehr Fantasie? Böse Lieder spielt die Hexe Wie in einem dunklen Traum Fesselt uns wie kleine Jungen Starr vor Angst an einen Baum Zieht sie uns in ihren Bann Und lässt uns nicht mehr geh'n Verstörend wie der schwarze Mann Doch wie der Tod so schön Wie schon in vergangenen Tagen Stellen wir uns ihrer Gunst Wie im Rausch zur Sonnenwende Saufen wir aus ihrer Kunst Unsere Sinne wie in Wolken Fiedelnd sie vernebeln sie Bis des letzten Mannes Wille Zwinget ihn auf seine Knie Was fesselt mich an sie? Ist es der Hunger, nach mehr Fantasie? Was fesselt mich an sie? Ist es der Hunger, nach mehr Fantasie? Böse Lieder spielt die Hexe Wie in einem dunklen Traum Fesselt uns wie kleine Jungen Starr vor Angst an einen Baum Zieht sie uns in ihren Bann Und lässt uns nicht mehr geh'n Verstörend wie der schwarze Mann Doch wie der Tod so schön Böse Lieder spielt die Hexe Wie in einem dunklen Traum Fesselt uns wie kleine Jungen Starr vor Angst an einen Baum Zieht sie uns in ihren Bann Und lässt uns nicht mehr geh'n Verstörend wie der schwarze Mann Doch wie der Tod so schön Böse Lieder spielt die Hexe Wie in einem dunklen Traum Fesselt uns wie kleine Jungen Starr vor Angst an einen Baum Zieht sie uns in ihren Bann Und lässt uns nicht mehr geh'n Verstörend wie der schwarze Mann Doch wie der Tod so schön
Submitted by SerpentEve — Jun 16, 2026
Wo Berge Feuer spucken, wo das Wasser bricht Fliegen wir über Wolken, bis tief in das Licht Wir reisen zu den Quellen, des zornigen Meers Lauschen den Liedern eines streitenden Heers Zusammen überwinden wir euren Schmerz Und wagen uns vor bis ganz nah ans Herz Sammeln Geschichten über Liebe und Krieg Und wie das Eine das Andere besiegt Wir sind Legenden, in einer Schar aus Helden Wir sind Orakel, unter Sehern Wir sind Seefahrer im Mehr des Vergessens Wir sind Harpyien im Sturm eurer Träume Mit unserem Atem treiben wir Mühlen an Und mit unsrer Kraft schaffen wir Eichen ran Mit unseren Krallen zerquetschen wir Steine Und bringen die Toten zurück auf die Beine Im Herzen voll Liebe, im Bauch voller Zorn Als Spielmannsleute, zum singen geboren Schließt euch uns an und hört die Melodie Um mit uns in fernere Länder zu ziehen, denn Wir sind Legenden, in einer Schar aus Helden Wir sind Orakel, unter Sehern Wir sind Seefahrer im Mehr des Vergessens Wir sind Harpyien im Sturm eurer Träume Wir sind Legenden, in einer Schar aus Helden Wir sind Orakel, unter Sehern Wir sind Seefahrer im Mehr des Vergessens Wir sind Harpyien im Sturm eurer Träume Wir sind Legenden, in einer Schar aus Helden Wir sind Orakel, unter Sehern Wir sind Seefahrer im Mehr des Vergessens Wir sind Harpyien im Sturm eurer Träume Wir sind Legenden, in einer Schar aus Helden Wir sind Orakel, unter Sehern Wir sind Seefahrer im Mehr des Vergessens Wir sind Harpyien im Sturm eurer Träume
Submitted by SerpentEve — Jun 16, 2026
Auf der Bahre des Todes liegt der König und fleht Um Vergebung seiner Sünden, die er im Leben hat gesät Doch die Zeugen seiner Taten hab'n die Sünden erlebt Der Tod sei willkommen, seine Reue kommt zu Spät Der Tod ihm gegenüber fordert ihn zum Tanze auf Komm, leer den letztеn Becher so nimmt das Schicksal seinеn Lauf Mit dem Tode wird er tanzen durch das Höllenportal Denn das Ende ist der Anfang seiner endlosen Qual In der Gosse liegt der Bettler, hat verloren seinen Mut Seine füße ihm erfroren, seine Lunge voller Blut Doch im Leben war er selig, war zufrieden nur mit Brot Hat gelitten und geschwiegen, denn er furcht des Königs Wut Auch zu ihm kommt dann der Tod, fordert ihn zum Tanze auf Komm leer auch den letzten Becher, so nimmt das Ende seinen Lauf Mit dem Tode wird er tanzen in das Paradies zurück Denn das Ende ist der Anfang seines ewigen Glücks
Submitted by SerpentEve — Jun 16, 2026
Verflucht seist du Birke, einst am Wegesrand Dort wo ich sie singend, auf dem Stumpf sitzend fand Ein Schauer kalt im Nacken, bis zum Kreuze kroch Ein Blitz durch die Glieder, mir schoss bis ins Joch Ein Wunder begab sich, als sie sich mir bot Verführt von ihrem Schlagwerk, wie kirschblütenrot Sie wähnte mich so sicher, doch brachte sie Gefahr Den Irrlichtern folgte ich, bis es dunkel war Mein Herz mein Instrument lässt nie Ein anderer Bogen klingen Meine Königin ist die Von der die schönsten Saiten singen Ihr Mund ihr Folterwerkzeug spricht Mit vielen spitzen Zungen Im Steinbruch meines Herzens bricht Bis ein Stück aus ihm gesprungen Dein kleines Herzlein springt dir, vor lauter Liebe blind Ich zieh dich in die Tiefe, wo nur wir beide sind Ich öffne dir mein Mieder, du siehst kein Unglück nahen Doch ohne es zu merken, bist du mir Untertan Mein Herz mein Instrument lässt nie Ein anderer Bogen klingen Meine Königin ist die Von der die schönsten Saiten singen Ihr Mund ihr Folterwerkzeug spricht Mit vielen spitzen Zungen Im Steinbruch meines Herzens bricht Bis ein Stück aus ihm gesprungen Mein Herz mein Instrument lässt nie Ein anderer Bogen klingen Meine Königin ist die Von der die schönsten Saiten singen Ihr Mund ihr Folterwerkzeug spricht Mit vielen spitzen Zungen Im Steinbruch meines Herzens bricht Bis ein Stück aus ihm gesprungen Bis ein Stück aus ihm gesprungen Bis ein Stück aus ihm gesprungen
Submitted by SerpentEve — Jun 16, 2026