Fjoergyn
Album • 2023
Die Krone habe ich abgelegt. Ich salbe mich geächtet Tier. Die Äste Deines Baumes brennen, es stirbt der Knecht in mir. Ich häute mich und lege ab Insignien aus faulem Fleisch. Dein Mal verblasst im Sturz vom Thron, bin nun den Seinen gleich. KYRIE ELEISON! Siehst du das Stumme Läuten? Ich stürze aus dem Licht. Vernunft bricht mir die Flügel, Herr erbarme Dich! Nun aber sehe ich Deinen Zorn, wo einst Liebe brannte. Du gabst mir die Flügel und brachst sie mir sodann. Und keine Träne, keine Regung, keine Gnade. Babel brennt und du legtest das Feuer. Kain liegt lächelnd unterm Kreuz und reicht mir Deine Nägel. Den eigenen Sohn geopfert für diesen Auswurf der Evolution. Hast du seine Schreie gehört? Er gewöhnte sich nicht an die Peitsche. Herr! Morgenstern! Seht meinen Fall. Endliches Fleisch zur Sonne erwachsen – ich brenne! Herr! Morgenstern! Blickt, ich bin frei. Vergessene Knochen dem Grabe entstiegen – Ich brenne! Eden brennt und seine Kinder werfen Federn in die Glut. Als weißer Rauch mein Sturz verkündet, sehne ich nach der reißenden Flut. Reinigende Flammenmeere, die die Welt in Asche tauchen. Als ob sie nie besiedelt wäre. Hör die Flammen wie sie fauchen. Feuer, hol die Deine Diener. Der Rauch hängt tief im Tal. Ich steige auf in die Verdammnis, in der Freiheit schönsten Saal. Einst fiel ich in den Himmel, heut steig ich in den Tag. KYRIE ELEISON! Eden war ein Sarg.
Submitted by The Void — Apr 26, 2025
Haltet das Licht, denn das Licht hält den Tag. Heil seinem Hüter, der's zu Halten vermag, Bevor alles Dunkel das Leben verschlingt Und vom Geist eine Beichte der Sünden erzwingt. Haltet das Licht, denn das Licht hält den Tag. Heil seinem Hüter, der's zu Halten vermag. Getauft in der Asche, verwiesen dem Thron. Bringer des Lichts, Verführer des Sohns. Aufgesehen und verehrt, von der Geburt an blinde Treue. Ich spüre mein Herz, es brennt wie Sonnen. Ich spüre mein Blut – rot schäumend in den Venen. Aus Blut und Fleisch der Elternhand, unser Leben fern der Reue. Man liebte uns, Dich liebt man mehr. Ein Blut, zwei Herzen, meines schwieg. Aus der Stille hallt mein Name: Herr des Mordes, Herr im Krieg. Ich spüre mein Herz, es brennt wie Sonnen. Ich spüre mein Blut – rot schäumend in den Venen. Ich spüre die Haut – Festung ohne Glauben. Ich spüre den Leib – Geschwür aus Trieb und Sehnen. Ich habe Mord ins Tal getragen, pflanzte einen Baum aus Schmerz. Schwarzes Blattwerk schluckt die Schatten, Abel schenkte ihm sein Herz. Tag um Tag blüht seine Krone. Kein Blick dringt noch zum Himmel durch. Die Wurzeln reißen tief am Erdkern und die Äste fauchen forsch.
Submitted by Corpse Grinder — Apr 26, 2025
This track is instrumental.
In ewigem Frieden such ich den Krieg, vernichtende Epiphanie. Mensch, den ich liebte, Asche und Glut, ich gehe am Ende wie sie. Im Kosmos des Zorns erbaue ich Leben. Leuchtender Stern berühre mein Gesicht. Prophet am Götterhimmel angekettet, alles Dunkel kennt auch Licht! Blick in den Himmel sehe ich das Gestern, das Morgen und mein Jetzt, Wie Dunkelheit mich in sich stülpt, verschlingt, erstickt, schweigend zerfetzt. Ich verliere mich in Meeren aus Schwarz und hangel an den Lichtern. Sie tauchen aus dem Grund des Kosmos und schenken ihm Gesichter. Pandora erlegen, Sklave des Sehens zeigte ich Euch meine Not. Erblindeter Hochmut durchstach meinen Blick, da er der Hoffnung Antwort bot. Letzte Sterne brennen ihr Antlitz in des Tages Leichentuch, als seien sie für immer hier. Doch Nacht um Nacht, gar wie ein Fluch, verglühen sie im letzten Gesuch an die Dunkelheit alles zu begraben, was atmet und wird. Aus Eifersucht entbrannt, da der Mensch erblüht, während ihr Licht stirbt. Mein Inneres zum Licht gewandt, sterbe ich jeden Tag am Fels. Warum hast du mich verbannt? Der Wolf schien edel ohne Pelz. Ich atme Schatten mit jedem Zug. Sie kleben in der Lunge. Erliegend einem Traum, als spürt' ich ihre Zunge, Tauche ich tiefer und tiefer und tiefer in Waben unendlicher Nacht. Ich fand die Kinder auf der Suche nach Tugend, gierende Fratzen nach Leid. Ich suchte Vernunft in strahlender Jugend, die uns vom Götzentum befreit.
Submitted by The Void — Apr 26, 2025
Ich brachte Euch Feuer, trotzte dem Zorn und Ihr verschenkt die Glut. Zerreißende Flamme erstick Deine Kinder wie es ein wahrer Gott nur tut. Richter des Lebens im Abglanz des Seins, die Menschen sind dich leid. Neue Götzen treiben Herzen. Erstrahl in alter Herrlichkeit! Ich fordere Zorn, Rache des Gottes gegenüber dem Fleisch. Ernte, was der Sturm verschont, als stumpfe Sichel durch Menschenlaich! Ich habe sein Heer gesehen, Feuer und Schwefel entstiegen. Wie Ratten leckten Sklavenscharen Lehren aus dem Laich von Fliegen. Halte die Wahrheit, Prophet – ich brenne alles nieder. Deine Jünger werden Sterne, verglühen zwar doch leuchten wieder. Heilende Flamme entlasse Deine Kinder der Welt, der sie nicht würdig. Heilende Flamme entlasse Deine Kinder dem Tag, dem sie nicht würdig. Heilende Flamme entlasse Deine Kinder dem Licht, dem sie nicht würdig. Entflamme den Olymp, Prophet, Uranus darf Trauer tragen. Gewebt aus Asche, schwarzes Flor, an dem letzte Blicke nagen.
Submitted by SerpentEve — Apr 26, 2025
Ich schwärze dieses Leben und halte die Schatten um mich. Ein Augenblick in Stein gebrannt, ich sterbe wie das Sonnenlicht. Im Abgrund brennt die Jugend. Ich weine in die Glut. Die Menschheit fault zu Füßen, die Knöchel stehen im Blut. Von Haut umspannt, die Patina des Leidens und leb ich auch mein Leben, ich werde scheiden. Ich stehe auf und tanze durch die Knochen. Ich springe wild, die Massengräber beben. Die Erde klebt, die Leiber geben nach, mein Schatten tanzt im Licht von tausend Leben. Im Haar verfängt sich wilder Funkenflug, flirrende haut im Atem des Windes verbrennt mit allem, was ich trug. Und tanz ich auch mein Leben auf Knochen des Gesindels. Silhouetten des Vergessens, oh bittere Poesie. Kauernd Schatten im Asphalt, Gespenster fraßen sie. Wie Papier verkohlen Träume, Zunder formt den fetten Leib. Tausend Geister in den Wogen und nichts als warme Asche bleibt. Alles was sie greifen kann, das stopft die Flamme in den Rachen, Zähne schimmern hell wie Sterne, während letzter Totenwachen. Die Luft wiegt sich im Duft aus Fleisch. Schwarze Säulen greifen um sich. Alles geht, alles brennt, nur das Gold der Taschen nicht. Die Erde öffnet ihren Schoß, Blick die Wiege, blick die Bahre. Ethon wendet seinen Blick von mir. Ich fange Feuer und erstarre.
Submitted by BloodShrine — Apr 26, 2025
Der Hain meines Vaters stand in voller Pracht. Schon seines Vaters Vater hat ihm voll Stolz gedacht. Im Zentrum ragt ein Apfelbaum seine Arme bis zum Wolkensaum. Vaterland, deine Stelen sind marode. Vaterland, die Wurzeln graben sich durch Tode. Vaterland, dein Trieb scheint nie mehr zu gesunden. Vaterland, Wunden über Wunden. Seine Wurzeln schachten Gräben, trank aus jedem Meer Und die Früchte schienen endlos. Heute steht er leer. Vaterland! Wundbrand! Wunden über Wunden. Lasst die Heimat schillernd brennen, aus aller Asche wächst ein Trieb. Sie, die die Ruinen kennen, wissen, was vom Baum verblieb. Gräm dich nicht um deine Kinder, auf den Trümmern kann man gehen. Deine Helden sind Geschichte, die auf schwarzer Erde stehen. Das Erstrahlen einer Sonne kündet einen neuen Morgen, Junge Wurzeln finden Heimat, die Zukunft liegt im Jetzt verborgen.
Submitted by NecroGod — Apr 26, 2025
König, sprich, wem dienest Du, wenn selbst die Sonne kniet? König, sprich, wer hält an Dir, so nur Dein Willen geschieht. Ich bekenne mich! Im Leder steht ein süßer Duft, verklebt mit Haut und Haar. Die Wunden, die die Zunge riss, klaffen aus dem Fleischtalar. Treuer Freund nun bist du Feind und niemand glaubt an Dich. Der König wird der Ratte gleich. Ich bekenne mich! Im Leinen liegt ein Eisenmeer. Holz leckt Blut wie Beize. Nägel halten treu die Hand, als sie die Elle spreizen. Ich bekenne mich den Pfad zu verlassen, den tausende gingen. Faustus in Schemen am Horizont folgend, werde ich die Welt verschlingen. Ich bekenne mich Krieg zu entfachen, Zunder aus Unschuld glimmt länger als Zorn. In Zeiten des Friedens flüstern die Flammen. Der König hat seinen Thron verlor'n. Ich bekenne mich die Sünde zu leugnen, denn ich bin ihr Kind. Am Anfang ist das Fleisch. Sklave der Lust koste die Schande, fern aller Liebe, fern allem Laich. Ich bekenne mich Zweifel zu schüren, wo Hoffnung und Glauben regieren. Bekenntnisse brennen, Midas triumphiert. Ich bekenne mich ein Feuer zu säen in Tempeln aus Stroh, Ein jeder muss fallen, heute fällt der Sohn. Ich höre die Schreie der heuchelnden Menge, Beruhigt denn sie blicken zum Kreuz im Gedränge. Eigenes Leben am Fuße des Leides. Treibt die Nägel ein!
Submitted by Grave666 — Apr 26, 2025
Fahler Stern, blindes Tier, Du strahlst dank tausend Sonnen. Ohne Wert für die Welt hast du hier Platz genommen. Parasit meiner Zunft, Dir gebührt der Rattenthron. Friss Dich satt. Blut für Gold. Warfarin als Judaslohn. Schatten strahlen heller, ich bange um das Licht. Im Glanz der wahren Sonne sieht man die Maske nicht. Die Bretter Deiner Bühne sind aus faulem Holz. Tragen eine Weile und brechen unter falschem Stolz. Warfarin, Nektar des Hochmuts, Warfarin, Essenz Deiner Welt. Warfarin, ein letzter Auftritt und dein Vorhang fällt! Die Ratten in den Rängen harren aus und darben auf den nächsten fahlen Stern. Dem Kadaver Treue! Ein Totenbett aus Dreck! Die Dunkelheit kann Dich entbehr'n!
Submitted by Cyberwaste — Nov 16, 2025
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