Fjoergyn
Album • 2009
Still nun, der Winter weint Sucht sich auszuruhen Da das Frühjahr längst scheint Weiß doch in Farbe glänzt die Haut Verliebte Eiskristalle wurden sich beraubt, Sind schon fast getaut... Schweigend fällt sein Herz In den Frost des März Der Winter zieht sich Stück für Stück In die Erde nun zurück. Der letzte Atemzug klingt kalt. Behutsam flüstert er "Auf Bald..." Der Winter zieht sich Stück für Stück In die Erde nun zurück. Nimmt seine Farben blau und weiß Und flüstert dann "Auf Bald..." Ganz leis... Er lässt sie frei an diesem Tag, Da Raufreif auf den Knospen lag. Tränen perl'n vom Gesicht, Da heut ein neues Jahr anbricht Das alte ruht, schläft langsam ein, Es muss das neue Frühjahr sein. Blick nicht zurück nimm Dein Gewand, Leg es dem Frühling in seine Hand. Schlafe nun ein, fest und in Ruh Denn Deine Rückkehr naht schon im Nu...
Submitted by VladTheImpaler666 — Nov 16, 2025
Munter greift ein neuer Tag ins Licht Die Sonne spiegelt sich im Eis Was geschieht, das ahnt nur sie Bald flieht das Weiß. Alles schläft im Winterbett noch fest Keine Knospe ist zu seh'n Regt sich auch schon das Geäst Scheint der Frost heut' nicht zu gehen Schwere Schwingen lasten auf dem Grün Keine Kraft scheint sie zu brechen Sonnenschein und Knospenmühen Frühling tränkt die weiten Flächen Drängt die Sonne sich zu strecken Ihre Kinder sanft zu wecken Er tobt und singt der Jahreskreis Mit einem Riss - ES BRICHT DAS EIS Alles Leben flieht ins neue Jahr Aus dem Dunkel in das Licht Nun noch Weniges ist starr Doch die Sonn' vergisst sie nicht Gibt ihn' Zeit nun aufzuwachen Ihre Blüten zu entfachen Selbst die Vögel sind zurück Ihr Gesang erzählt von Glück Im Halbschlaf müde gar behände Greift der Frühling seine Hände Legt sie auf das letzte Eis Es fließt verdampft fort war das Weiß... Oh verklärte Welt, was ist nur gescheh'n Gestern noch konnte man Dich im Schlafe seh'n Eine Landschaft in Weiß hat man Dir anvertraut Doch Du hast ihr des Nächtens die Farbe geraubt Oh verklärte Welt, Du vertrautes Tal Schenkst den Zeiten die Farbe nun abermals Alles Weiß malst du grün Wenn die Knospen erst blüh'n Wenn der Baum sich erst streckt Und die Anderen weckt
Submitted by Immortal — Apr 26, 2025
Sonnenlicht durchdringt die letzten Lücken Einer Wolkenmacht am Turm, Die voll Mühe alles schmücken, Für die Ankunft eines Sturms. Bäume sammeln ihre Kinder, Rufen sie zurück ins Laub. In der Äste Blattgefieder, Das dem Herbst die Farben raubt. Das Wasser tobt und Wellen schlagen, Schwäne fliehen aus dem Nass. Der Wind wird von dem Sturm getragen Als ein Bote ohne Rast. Regentropfen perlen aus den Wolken Stürzen in den Schoß des Grün. Einer fällt die Andr'en folgen Auf die Knospen, die längst blüh'n. Ein Grollen rollt den Himmel auf. Der Wind flieht schauernd aus dem Wald, Und gibt ihn frei, schreit es heraus: "Ein Sturm schickt mich, er kommt schon bald!" Verlässt den Hang und fährt ins Tal. Drischt die Ären, peitscht das Feld. Fast jeder Baum zerbricht, wird kahl. Ein Sturm reist durch die Frühjahrswelt. Müde bricht der Stamm entzwei, Teilt die Krone und zerfällt. Als ein Blitz in Windeseil Auf die trockne Rinde schnellt. Ich bin kein Richter, bin Lakai. Eine Waage in der Welt. Das Gleichgewicht ruft mich herbei, Wenn die eine Seite fällt. Wir alle folgen einem Ruf. Fjoergyns Stimme klingt in uns. Sie hält die Waage, die uns schuf Schenkt der Erde ihre Gunst.
Ich bin das Licht, schwarz ist die Welt. Am Tag an dem mein Schaffen bricht, die Bahn verlässt in Stücke fällt. Heut verliert ihr mich! Seit Jahren wand're ich umher Auf festen Bahnen durch die Nacht Der Horizont wär' gar zu leer Wenn dort nicht mehr mein Körper wacht. Am Himmel ragt und immer scheint Die Nacht begrüßt und niemals weint Heut' Abend werd' ich untergeh'n In den Schoß des Ozeans Ich lasse Euch im Dunkeln steh'n Und trete aus der Umlaufbahn Der Himmel hat die Sonn' gefragt und sie hat all ihr Leid geklagt Reicht ihm die Hand, er lässt sie gehen Die Welt bleibt schwarz im Regen stehn... Erst eins und zwei, dann drei und vier Regentropfen fallen hier Fünf und sechs, dann sieben und acht Der Himmel scheint gar aufgebracht Neun und zehn, es fallen zig Der Himmel trauert bitterlich Elf und zwölf, nein es sind mehr. Der Himmel zerbricht, die Last war zu schwer Ihr dachtet stets ich würde brennen Millionen Jahre in die Zeit, doch heut' hab ich die Lust verloren Und ihr tut mir nicht einmal Leid. Eure Tage sind gezählt Zu lang habt ihr dies Welt gequält Mit Worten, Taten, Heuchelei Doch heute geht auch dies vorbei Ich steig hinab, Ihr schaut mich an. Sitz am Rand vom Ozean. Besinnlich träumend in Gedanken, seht ihr meinen Körper wanken. Wie er in den Abgrund fällt und am Meeresgrund zerschellt!
Submitted by Immortal — Apr 26, 2025
Als die Sonn im Meer verschwunden Ward es dunkel in der Welt Verschluckt und nicht mehr aufgefunden "Sehet doch, der Himmel fällt!" Dunkel ist der Tag geworden Letzte Kerzen brennen aus Der Wind scheint ihre Kraft zu morden Und haucht die letzte Flamme aus Das Schwarz erstarrt im Wimpernschlag Den Himmel teilt ein greller Schnitt Von Ost nach West ward plötzlich Tag Und alle Mäuler grölen mit Donner, Sturm und Wolkenbrüche Fahren durch die dunkle Nacht Die laue Sommerluft schmeckt bitter Als ein Blitz den Tag entfacht Die erste Krone greift ins Feuer Leuchtet heller als ein Blitz Der als grelles Ungeheuer Vom Firmament zur Erde griff Rauch legt sich dem Nebel gleich Auf die Wälder und die Stadt Flüchtet sich ins Menschenreich Da er dort seine Kunden hat Die Flammen schlagen in die Scheiben Um zu blicken, was wir treiben Wenn die Sonn' vom Himmel fern Brennt die Erd' als hellster Stern Die Sonne scheint die Welt vergessen Gestern noch konnt' man sie seh'n Nun hat die Nacht uns aufgefressen Und bleibt seit einer Stunde steh'n Das Mitleid macht sich in ihr breit Seit einer Stunde steht die Zeit Sie hebt sich auf, taucht aus dem Meer Die Sonne ist zurückgekehrt Wie jedes Jahr zu dieser Stund' Tut sie ihren Abschied kund Um dann nach einer Stunde mehr Zurückzukehr'n ins Sternen Heer
Der längste Tag schläft schneller ein Die Vögel zieh'n 'gen Süden Der Baum verliert sein Blätterkleid Mir scheint er ist nun müd' Der Regenbogen ist längst grau Das Blatt trägt seine Farben Nun weiß ich es doch ganz genau Der Herbst ist da... Der Herbst ist da, halt ihm die Tür Die Vögel 'gen Süden winken ihm nach Der Sommer ist welk, das Blattwerk verdorrt Der Herbst hat die Stille der Erde entfacht Der Mann aus Stroh verlässt seinen Thron Die Krähen fürchten ihn nicht mehr Kehrt er zurück, wer weiß das schon Die Ernte fegt die Felder leer Nun erst klingt mein träumend Schaffen Das den Wäldern Farbe schenkt Die längst verblühten Kronen schüttelt Und Laub vom Ast zum Boden lenkt Um zu schlafen, zu vergehen Neues Leben zu begrüßen Um sich lächelnd umzusehen Da wir alle gehen müssen Der Herbst ist da, halt ihm die Tür Die Vögel 'gen Süden winken ihm nach Der Sommer ist welk, das Blattwerk verdorrt Der Herbst hat die Stille der Erde entfacht Der Mann aus Stroh verlässt seinen Thron Die Krähen fürchten ihn nicht mehr Kehrt er zurück, wer weiß das schon Die Ernte fegt die Felder leer
Submitted by Iron_Wraith — Apr 26, 2025
Tausend Farben, keine gleich, hast Du in den Wald gehängt Das Blattgefieder angemalt, dem Baum ein neues Kleid geschenkt Du greifst hinein und reißt am Stamm Rufst den Wind in deine Hand Er legt sich in das Astgewebe Auf dass es breche, sich bewege Sie werden fallen wie schon Tausende zuvor Wie der Herbst es vorgesehen, wie es Jahr um Jahr geschehen Die Tage werden kürzer und die Dunkelheit kehrt Heim Die Kälte zieht vom Norden in die kahle Lichtung ein Sie windet sich um jeden Hauch Des Windes und er sehnt sich auch Nach ihrer Macht, nach ihrem Klang Der Melodie im Sturmgesang Sie welken, brechen, stürzen in den Erdenschoß Wie der Herbst es vorgesehen Sie schweben, fallen, lassen ihre Wurzeln los Wie es Jahr um Jahr geschehen Der Herbst ist kahl, gar nackt doch bunt Und viel zu müde um zu raufen Er ruft den Schnee in dieser Stund Der Winter kommt nach Haus gelaufen Die Welt hat sich heut' Nacht verkehrt Sie dreht sich munter unbeschwert Und doch scheint sie heut' neu zu sein Frost und Winter kehren Heim Am Firmament zieht Kälte auf Die Sterne frier'n am Himmel fest Sie fallen als Kristall zuhauf Wenn Frost den Himmel weinen lässt WIE JAHR UM JAHR Schläft die Erde ein!!! WIE JAHR UM JAHR Kehrt der Winter Heim!!!
Submitted by SerpentEve — Apr 26, 2025
Aus kahlen Kronen ragt der Tag Verschlafend blickend in die Nacht Du müde Zeit, gib Acht, gib Acht Was uns das Jahr noch bringen mag Obgleich's mit Frost und Eis begann Der Winter fängt viel früher an Wenn der Herbst fast regunglos Heimlich sich ins Laub verkriecht Und der erste, kühle Tag Nach Schnee und Kälte, Winter riecht Wenn die ersten Flocken fallen Auf die längst erstarrte Flur Höre ich den Winter stampfen Großen Schrittes, warte nur! Oh kleiner Mensch stell Dich den Dingen Die Künste magst Du zu bezwingen Doch solcher Zauber wie geschehen Die Welt mit Farbe neu entfacht Erahnst Du vielleicht zu verstehen Doch hast Dir's niemals ausgedacht
Alles Leben was geboren Hat für mich an Wert verloren Dien' ich doch dem alten Graf Und schenke allem Dasein Schlaf Denn die Welt in ihrer Pracht Weiß den Tag gleich auch der Nacht Alles Leben kommt zur Ruh' Und ich mach ihm die Augen zu Im Sauseschritt eil' ich durchs Land Marschier vom Norden bis zum Rand Der Welt in ihrer müd'sten Stund Und tue meine Botschaft kund Des Winters Klauen schließen sich Und alle Kälte zeugt von ihm Sieht man auch nicht sein Angesicht Spürt man ihn durch die Wälder zieh'n Ich bin der Frost Wo einst Leben befand Ich bin der Frost Feg' ich durch das weite Land Winterzauber im dunklen Geäst Umklammern deine Finger die kahlen Zweige fest Winter du märchenhafte Krone der Zeit Hast Frost und Schnee, Eisblumen aus ihrer Welt befreit Winterzauber im dunklen Geäst Umklammern deine Finger die kahlen Zweige fest Winter du märchenhafte Krone der Zeit Hast Frost und Schnee, Eisblumen aus ihrer Welt befreit Winter! Deine Haut ist ein Kristall Eine Statue aus Glas im Verfall Auf die Lider legst du einen Stein Jedes Tier flieht aus dem Licht Hörst kein Wimmern hörst kein Schrei'n Die Stille scheint nun ewiglich Jeder See wird zum Kristall Tief im Traume, leblos starr Kennst kein Werden, kein Verfall Und selbst die Hoffnung macht sich rar Hoffnung auf die erste Blüte Die das Frühjahr uns vermacht Hoffnung dass es sie behüte Vor der Kälte in der Nacht Dem Eis entwächst und Blätter trägt Auf die der Morgentau sich legt Der Jahreskreis scheint sich geschlossen Auch der Winter wird bald müd' Hat sich in der Welt vergossen Auf dass bald alles wieder blüht
Submitted by Warbringer — Apr 26, 2025
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