Augenblick und Ewigkeit
Schwarz und schaurig Breiten Sich dunkle Wälder Über endlose Weiten Finsterer Gipfel. Nebel steigen Aus bodenlosen Gründen Und schwarzen Schluchten Zum sternenlosen Himmel empor. Geisterlichter Umweben fahl und blau Die schwarzen Tannen Und sturmgepeitschten Gipfel. Ein Totenheer Fährt durch die Lüfte Und Draugen nähren sich Am Fleische der Lebenden. Die Wälder sind voll Von zerrissenen Leibern Und der Boden starrt Vom Blut der Entseelten. Die Äste der Bäume Ächzen schaurig Unter der Last Vergangenen Lebens. Schwarz ist das Land Und alles darin, Nur der Flüsse Lauf Ist vom Blute rot. Das Grauen selbst Wohnt im schaurigen Dunkel Dieser kalten und finsteren EndloSsigkeit.
Submitted by Nargaroth — Jun 19, 2026
Verwittert und alt Liegen die Gräber - verlassen - Im letzten Licht Der grauen Dämmerung. Ein Hauch von Verwesung Erfüllt die Luft Da sich die Nacht schwer Über die fiebernde Stille legt. Ungeheuer JI'st dieser Ort, Der den Leibern der Toten Zur letzten Ruhestatt erkoren. Ein namenloses Grauen Umwebt die moosbedeckten Steine Und efeuumrankten Heimstätten Im Reiche der Abgeschiedenen. Heulend geht der Wind Über die graue Stille Wie ein Wehklagen Der Vergessenen. Sonderbare Schatten Erfüllen die Nacht Als Seien die Toten Vom Grabe heimgekehrt. Irrlichter tanzen Um die alten Gräber Gleich Schemen Ruheloser Seelen. Gespenstische Nebel steigen Aus finsteren Grabgewölben Als ginge der Atem der Toten Durch die ehernen Pforten
Submitted by Nargaroth — Jun 19, 2026
Schwarz stehen die Föhren Im finsteren Walde, Durchbrochen Vom Rot der scheidenden Sonne. Grau sind die Himmel Über den schwarzen Wipfeln Und kühl weht der Nachtwind Durch kahles Geäst. Reifbedeckt Liegen Auen und Wiesen, Verlassen und schweigend In goldenem Schein. Vergänglichkeit Thront über allem Und Sehnsucht und Wehmut Erfüllen die Welt.
Submitted by Nargaroth — Jun 19, 2026
Schaurig Wiegen sich die Föhren Schwarz und ächzend Zur Mitternachtsstund'. Ungeheuer Dringt ein Klagen Aus finsterem Walde Zur Mitternachtsstund'. Verlassen Liegen die uralten Gräber Finster und drohend Zur Mitternachtsstund'. Raunend Zieht die Ewigkeit Im Dunkel vorüber Zur Mitternachtsstund'.
Submitted by Nargaroth — Jun 19, 2026
Still ist die Luft Und fieberstarr. Nur leis' Zittern die Kronen der Bäume. Eine sehnende Bedrückung Liegt schweigend Über der schaudernden Heide Und den flüsternden Wäldern. Ergeben Harrt die Welt Des Drohenden Hinter der bleiernen Stille. Schwer und grau Breiten sich die Himmel Und schwarz türmen sich Wolken Über das fiebernde Schweigen. Von Ferne Geben kühle Winde Über die staunbigen Ähren Im Felde. Donner grollt, Die Stille durchbrechend, Und Blitze zucken Über die schaudernden Weiten. Kühl und verheißungsvoll Fällt Regen Erlösend Auf die dürstende Erde. Astwerk bricht Und Stämme wanken Ächzend In stürmenden Winden. Wilder und ärger Wütet der Sturm, Um plötzlich mit scheidendem Grollen Und leisen Seufzern zu ersterben. Klar und rein Erwacht die Welt Aus den Wehen Der schmerzlichen Läuterung. Kühl atmet die Heide Und leis' Singen die Wälder Im nachtverheißenden Glanze Einer goldenen Dämmerung. Ein Hauch des Göttlichen Umwebt lautlos Die neu erwachte, Im Sturm geläuterte Welt.
Submitted by Nargaroth — Jun 19, 2026
(<em>Instrumental</em>)
Submitted by Nargaroth — Jun 19, 2026
Klar ist die Nacht Und bitterkalt, Erfüllt vom Odem Der Ewigkeit. Der Wind weht Kalt und scharf, Doch lautlos Über die Schlafenden Weiten. Sternendurchsetzt Breiten sich schwarze Himmel Über schneebedeckte Unendlichkeiten. Eine ungeheure Stille Wandelt durch die grauen Wälder, Über gefrorene Weiher Und einsame Bergeshöh'n. Schwarz und stumm Schmiegen sich Föhren und Tannen Weiß verschleierten Hauptes An Hügel und Berge. Ein fahles Leuchten Umwittert gespenstisch Die schweigende Pracht Dieser Einsamkeit. Schnee fällt sacht Durch ungeheure Leere In endenlosem Reigen Stürzender Gestirne. Einsamkeit, Unendlichkeit, Die Majestät der Stille Sind hier vermählt Zur letzten Ewigkeit.
Submitted by Nargaroth — Jun 19, 2026