Faun
Album • 2009
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Wollt ihr hören nun mein Lied, viel kann ich euch sagen Von der großen güldnen Zeit, von Altvätertagen Brynhild sitzt im hohen Saal, strahlend dort vor allen Keiner kann der stolzen Frau als Freier wohl gefallen Hör das, Brynhild, Tochter mein, bringst du mich in Schande Keinen Freier wählst du dir, der Herren aller Lande Sigurd traf den Drachen gut Grani trug Gold von der Heide Schweiget, schweiget, Vater mein, Wahrheit hier zu hören Einen Helden fern im Ost hab ich mir erkoren Keiner mehr an Gold gewann, keiner mehr an Ehren Sigurd, der den Drachen schlug, nur ihm will ich gehören Das hat mir die Norn verschafft, in mein Herz geleget Dass neun Winter ich erwart, den ich noch nie gesehet Setzt mir einen hohen Stuhl, hoch auf öden Berge Lasst mit Runen ihn beschlagen, durch zauberkundge Zwerge Keiner ritt auf Brynhilds Berg, Sigurd nur, der Frohe Sprengt auf Grani, seinem Ross, durch Rauch und Waberlohe Brynhild sitzt auf goldnem Stuhl, Eisen schwer am Leibe Sigurd schwingt das scharfe Schwert, die Ketten er zerschneidet
Submitted by Finntroll — Feb 24, 2026
Wenn einer um eine Fraue freit Der braucht der Dinge drei Ein offen Herz, ein Säcklein Gold Und hohen Mut dabei Herr Heinrich, er reitet im tiefen Wald Trinkt Wasser statt kühlem Wein Wohl sieben Meilen vor der Stadt Denkt an die Liebste sein Er jagt den Hirsch von Berg zu Tal Er treibt ihn vor sich her Hart fliegt sein heller Eschenspeer Bringt jäh das Wild zu Fall Er trägt die Beute in sein Haus Sein Herz ist freudenvoll Er setzet sich zum Mahle Es wurde finstere Nacht Da fängt der Hund zu heulen an Schmiegt sich an Herr Heinrichs Knie Es tritt ein Trollweib in den Saal Ein graues, grausiges Ding Elf Ellen hoch ihr Riesenrumpf Zwei Säue breit ihr Leib "Bedecket euch, Dame", Herr Heinrich ruft "Nehmt meinen Mantel als Kleid" Die Zähne wie ein Zaun im Moos Die Nase wie ein Baum Kein Ding auf Erden, das ihr gleicht Es sei denn der Höllengeist "Schafft frisches Fleisch, Herr Heinerich Schafft frisches Fleisch herbei" "Sagt an, wo gibt es Fleisch im Haus Das euch willkommen sei?" "So schlachtet euer braunes Ross Und bringt es her zu mir" Er schlachtete das braune Ross Das Herz ward ihm so schwer Sie schlang es in ihr Maul hinein Kein Knochen blieb zurück "Mehr Fleisch, mehr Fleisch, Herr Heinerich Mehr Fleisch schafft mir herbei" "Sagt an, wo gibt es Fleisch im Haus Das euch willkommen sei?" "So schlachtet euern guten Hund Und bringt ihn her zu mir" Er schlachtete den guten Hund Das Herz ward ihm so schwer Sie schlang ihn in ihr Maul hinein Kein Knochen blieb zurück "Ein Bett, ein Bett, Herr Heinerich Ein Bett schafft mir herbei Ein Lager weich von Heidekraut Soll unser Brautbett sein" Er rupft und zupft das Heidekraut Bereitet ein Lager fein Er breitet seinen Mantel darauf Die Hexe legt sich hinein "Legt ab eure Kleider, Herr Heinerich Und legt euch mir zur Seit" "Gott sei davor", Herr Heinrich spricht "Dass jemals das geschieht Dass ich mit einem Höllengeist Des Nachts mein Lager teil" Die Nacht verging, der Tag war da Die Sonne durchs Fenster sah Die schönste Frau im ganzen Land Lag zwischen ihm und der Wand "Ein guter Tag", Herr Heinrich spricht "O dass er doch immer so blieb" Darauf die schöne Fraue: "Er währt bis an euer End Gar manchen Ritter fing ich mir Ein jeder hat versagt Ihr seid der erste, der mit mir schlief Die liebe lange Nacht"
Submitted by Finntroll — Feb 24, 2026
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Es führt über den Main eine Brücke von Stein Wer darüber will gehn, muss im Tanze sich drehn Kommt ein Fuhrmann daher hat geladen gar schwer Seine Rösser sind drei, und sie tanzen vorbei Und ein Bursch ohne Schuh und in Lumpen dazu Als die Brücke er sah, ei, wie tanzte er da Kommt ein Mädchen allein auf die Brücke von Stein Fasst ihr Röcklein geschwind, und sie tanzt wie der Wind Und der König in Person steigt herab von seinem Thron Kaum betritt er das Brett tanzt er gleich Menuett Liebe Leute herbei, schlagt die Brücke entzwei Und sie schwangen das Beil, und sie tanzten derweil Und die Leute im Land kommen eilig gerannt Bleibt der Brücke doch fern, denn wir tanzen so gern
Submitted by Finntroll — Feb 24, 2026
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Ich sah ein Knaben spielen, von Eschenholz sein Bogen war Ich sah ihn eben zielen, als schon sein Pfeil entflogen war Ein Falken hört ich schreien, wild warf er sich ins Blau hinauf Er konnt' sich nicht befreien, denn mit ihm strieg das Grauen auf Durch seines Fanges Wehren der Pfeil sich wildzersplittert bog Und neben ihm im Leeren der Jubelschrei des Jungen flog.- Ich hört die Schreie beid' und wußte nicht, wer heller klang Ob, der aus wildem Leid' dem grauen Raubgesellen sprang Ob der aus wilder Wonn' der Knabenbrust heraus entschlalt,- Sie flogen beid' zur Sonn' und waren beid' jahrtausendalt
Submitted by Finntroll — Feb 24, 2026
Es freit ein wilder Wassermann Vor der Burg wohl über dem See Er freit nach königlichem Stamm Der schönen, jungen Lilofee Er ließ eine Brücke bau'n Vor der Burg wohl über dem See Darauf sollt' sie spazieren geht Die schöne, junge Lilofee Als sie auf die Brücke kam Vor der Burg wohl über dem See Der Wassermann zog sie hinab Die schöne junge Lilofee Drunten war sie sieben Jahr Vor der Burg wohl über dem See Und sieben Kinder sie ihm gebar Die schöne, junge Lilofee Sie hörte drob' die Glocken geh'n Vor der Burg wohl über dem See Wollt' Vater und Mutter wiederseh'n Die schöne, junge Lilofee Als sie aus der Kirche kam Vor der Burg wohl über dem See Da stand der wilde Wassermann Vor der schönen, jungen Lilofee "Willst du hinunter geh'n mit mir? Vor der Burg wohl über dem See Deine Kinder drunten weinen nach dir Du schöne, junge Lilofee." "Die Kinder lass uns teilen Vor der Burg wohl über dem See Nehm' ich mir drei,nimmst Du dir drei Ich arme, junge Lilofee." "Das siebte lass uns teilen Vor der Burg wohl über dem See Nehm ich mir ein Bein, nimmst du dir ein Bein Du schöne, junge Lilofee." "Eh dass ich die Kinder teilen lass Vor der Burg wohl über dem See Scheid ich von Laub und grünem Gras Ich arme, junge Lilofee."
Submitted by Finntroll — Feb 24, 2026
"Was ist dein Schmerz, du armer Mann So bleich zu sein und so gering Wo im verdorrten Schilf am See Kein Vogel singt?" "Ich traf ein' edle Frau am Rhein Die war so so schön - ein feenhaft Bild Ihr Haar war lang, ihr Gang war leicht Und ihr Blick wild Ich hob sie auf mein weißes Ross Und was ich sah, das war nur sie Die mir zur Seit' sich lehnt und sang Ein Feenlied Sie führt mich in ihr Grottenhaus Dort weinte sie und klagte sehr; Drum schloss ich ihr wild-wildes Auf' Mit Küssen vier Da hat sie mich in Schlaf gewiegt Da träumte ich - die Nacht voll Leid!- Und Schatten folgen mir seitdem Zu jeder Zeit Sah König bleich und Königskind Todbleiche Ritter, Mann an Mann; Die schrien: "La Belle Dame Sans Merci Hält dich in Bann!" Drum muss ich hier sein und allein Und wandeln bleich und so gering Wo im verdorrten Schilf am See Kein Vogel singt."
Submitted by Finntroll — Feb 24, 2026
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