Ewigheim
Album • 2016
Du hast den Mond berührt, ganz zärtlich, und geträumt Vom Weg, der ins Vergessen führt, hast nichts versäumt Du hast die Augen zugemacht vor vielen Tagen Doch vielleicht kannst du mich hör'n Und ich dir noch etwas sagen... ...schlaf ein ...wenn du schläfst, wird alles besser sein, schlaf ein Doch frag mich nicht, wie lang du schläfst Schlaf einfach weiter, wir werden seh'n Ob du noch mal aufwachst oder auch nicht Spielt keine Rolle mehr Mein Freund, ich denk an dich Wo du jetzt bist, bist du allein Doch das ist gar nicht schlimm, ganz im Gegenteil Wenn keiner bei dir ist, kann dich auch keiner wecken Und es hat sich gelohnt, dein Bett gut zu verstecken Schlaf... schlaf ein, mein Freund Wo du jetzt bist, ist es ganz still Keine Menschenseele, die etwas Böses will Der Zeit entrückt, ach lass die Augen zu Versuche zu vergessen und finde Ruh ...schlaf ein ...wenn du schläfst, wird alles besser sein, schlaf ein
Submitted by Immortal — Apr 26, 2025
Hoch und höher will ich steigen Jeder Schritt führt mich empor Soll mir die Welt von oben zeigen Und was ich einst in ihr verlor Durch die Wolken immer weiter Jede ein verlorener Traum Hoch hin auf der Himmelsleiter Vorwärts! Schritt für Schritt Bis die Hand den Mond berührt Ich häng ihn ab und nehm in mit Auf dass sein Licht mich führt Vorwärts! Immer weiter immer weiter will ich gehen Um am Ende dieser Nacht Auch das Ende meiner Welt zu seh'n Hoch und höher, bis ans Ende... Hoch und höher, bis ans Ende meiner Welt Eine Leiter, geknüpft aus Blut und Tränen Eine Leiter, die hinter mir zerfällt Ich schau zurück, gedenke denen Die vor mir suchten, das Ende ihrer Welt Und wenn ich oben bin, mit einem Beim im Himmel Dann wirst auch du deine Leiter seh'n Komm, steig mir nach, ich werde warten Den letzten Schritt woll'n wir gemeinsam gehen Hoch und höher woll'n wir steigen Jeder Schritt führt uns empor Soll uns die Welt von oben zeigen Und was wir einst in ihr verlor'n Durch die Wolken immer weiter Jede ein verlorener Traum
Submitted by Pestilence — Apr 26, 2025
Einsam hängt der alte Mond Nurmehr ein Stein, hat sich getrennt Vom Mann, der allzeit ihn bewohnt An einem Strick im Firmament Einsam löscht der Mond sein Licht Da keine Seele sucht Geleit, Kein Weg mehr zu beleuchten ist Herrscht Dunkelheit in Ewigkeit ... Amen Einsam liegt ein alter Mann Seit Tagen stumm und steif gefroren Auf des Mondes Rückansicht Wo er das Gleichgewicht verloren Einsam sucht sein starrer Blick Den Freund, der einst ihm Halt und Heim Spürt ihn sterbend unter sich Kalt wie er selbst, kalt wie ein Stein Gemeinsam waren wir die Welt Einsam soll'n wir von ihr geh'n Ein Mann, ein Mond und das Gefühl Den andern nimmermehr zu sehn Was bleibt zu tun, wenn zwei Herzen kalt und schwer Einander fremd geworden sind? Der Himmel weint, kein Engel singt ... mehr Der Mann im Mond nurmehr ein Mann Der im Hinterland von heimatlos ... verschwand Der alte Mond nurmehr ein Stein Dazu verdammt, ohne Mann im Mond zu sein
Submitted by BloodShrine — Apr 26, 2025
Komm dem Himmel ein Stück näher, Dann bist du da. Komm dem Himmel ein Stück näher Und auch mir ganz nah. Ein Stüchchen Fleisch, das kalt und blass Sich unbehemmt ans Leben klammert, Gestern noch von Liebe sang, Heute mit den Katzen jammert. Vergessen scheint, was es verzückt, Im Abendrot vollkommen schien. Der Morgen graut, es wünscht sich tot, Ich halt es fest und sag zu ihm: Halt in den Himmel hoch dein kleines Licht! In seinem fahlen Glanz Erkennt man ein Gesicht. Es ist nicht schön, zeigt unverhüllt Dein Leben Voller Narben, frei von Glück. Und kein Zurück. Komm dem Himmel ein Stück näher, Gleich bist du da! Komm dem Himmel ein Stück näher Und auch mir ganz nah. Ein Menschenkind zu Grunde geht Auf dem Weg zur Sonne. Sich selbst entrückt am Rand der Welt; Nur mehr ein Schritt. Ein Stückchen Fleisch, zu warten leid, Lässt hinter sich die Einsamkeit, Als eine Stimme zu ihm spricht, Zu spät, es springt und hört sie nicht. Halt in den Himmel hoch dein kleines Licht! In seinem fahlen Glanz Erkennt man ein Gesicht. Es ist nicht schön, zeigt unverhüllt Dein Leben Voller Narben, frei von Glück. Und kein Zurück. Komm dem Himmel ein Stück näher, Gleich bist du da! Komm dem Himmel ein Stück näher Und auch mir ganz nah.
Submitted by Corpse Grinder — Apr 26, 2025
Einmal noch Schön war die Zeit, die geteilt wir im Leben Glück, Freud und Leid, ein paar Tränen, sich vergeben Ja, ich weiß, diese Zeit ist vorbei, doch zum Abschied Ein letzter Wunsch sei mir erfüllt, und du bist frei Lass mich nur einmal noch die Sonne seh'n Küss mich nur einmal noch, und lass mich geh'n Schwer wird die Zeit, einer bleibt und stirbt einsam Wenn er weint, keiner teilt seinen Schmerz, so wie einst Niemand sieht, wenn er lacht, keiner hört, wenn er schreit Eine Bitte und nicht mehr, das ist alles, was ihm bleibt ... Einmal noch wird die Sonne untergehen Einmal noch schau ich zurück In die Augen, die mir Glück gebracht, ein Leben lang Auf ein Herz, das mich geliebt Einmal noch wird die Sonne untergehen Nur für dich, und du wirst weinen ... genau wie ich
Submitted by SerpentEve — Apr 26, 2025
Irgendwo im Nirgendwo Brennt lichterloh ein Feuer Angefacht vom Wind der Nacht - so ungeheuerlich Irgendwo im Nirgendwo Die Lust im Menschenkind erwacht Ein Herzchen, das in Flammen steht Und sich so sehr nach Liebe sehnt Die große Liebe solle es sein Für alle Zeit und so süß wie roter Wein Die große Liebe, in dieser Nacht Doch gib Acht ... Wer sich besäuft, wird kotzen gehen Aus Unsterblichkeit wird Schmerz Der dir den Himmel zeigt Eben noch erfüllt vom Geigenklang Fortan ein karger Ort, gleich deinem Herz An dem du wieder Sterne siehst Seit du am Boden liegst und weinst So bitterlich wie nie zuvor An dem du einsam und allein Lernst, was es heißt, ein Mensch zu sein Mein Freund - dies ist der Preis Irgendwo im Nirgendwo Brennt lichterloh ein Feuer Das Menschenkind vor Liebe blind - so ungeheuerlich Irgendwo im Nirgendwo Hat es sich selbst den Tod gebracht Ein Menschlein, das in Flammen steht Weil es die Liebe nicht erträgt Die große Liebe solle es sein Was davon (übrig) bleibt, ist schmutzig und gemein Die große Liebe, ein großes Wort für eine Nacht Drum gib Acht ...
Submitted by Finntroll — Apr 26, 2025
Ein kleiner Mensch, besessen von der Welt Die ihm nichts schenken will und doch am Leben hält Mehr schlecht als recht, was da kriecht auf allen Vieren, Doch schlimmer als zu sterben ist, seine Seele zu verlieren Ein kleiner Mensch, das Herz naiv und rein Bekommt heut beigebracht, was es heißt, ein Mensch zu sein Lernt die Lüge lieben, dass Verrat die neue Treue Ein Leben ohne Seele einfach ist und ein Leben ohne Reue Du bist besessen und entseelt, mein Freund Doch das ist nicht so schlimm, wies klingt, Weil alle hier so sind ... Du bist besessen und entseelt, mein Freund Der Traum ist tot und ausgeträumt Ein kurzer Schmerz, als dein Seelchen dich verlässt Sein Platz bleibt leer, für immer Mach dich ganz klein, nimm hin die Pest Auf dass sie schmeckt wie roter Wein
Submitted by NecroGod — Apr 26, 2025
Tief unter der Tapete, hat der Putz ein kleines Loch Das ich als Kind gebohrt - mit dem Finger Es ist das Türchen, durch das der Teufel kroch In meine Welt, er blieb für immer Wenn ich ihn rufe - kommt der Teufel aus der Wand Er taucht die Welt in fahles Licht Legt meine Einsamkeit - in seine Hand Setzt sich die Hörner auf - und spricht Tief unter Haut und Haaren, hat mein Schädelchen ein Loch Das mit Gewalt gebohrt - und Gewimmer Das Tor zur Hölle - ein Segen bleibt es doch Was ihr ein Leben nennt, ist schlimmer Wenn ich ihn bitte - holt der Teufel den Verstand ... Hab keine Angst, ein wenig Satan Das hat noch keinen umgebracht Seine Seele verliert nur wer nie geliebt Wer nie gehasst, wer nie geweint Sich ergibt und dabei lacht ...
Submitted by Cyberwaste — Apr 26, 2025
Es gibt Menschen, und es gibt Menschen, die man liebt Unausgesprochen, weil es nichts zu sagen gibt Es gibt Menschen, die nichts sind als ein Geschenk An die man denkt, bevor man schlafen geht An die man denkt, anstatt dass man sich verkennt In Dankbarkeit, für den Moment und alle Zeit ... Es fühlt sich seltsam an ... Es gibt Menschen, die mehr, ein Leben wert Und immer da sind, wenn du fällst Die dich halten, wenn es kein Halten gibt Es gibt Menschen, die nicht schau'n Was du bist, einfach vertrauen in dein Herz Und doch bleibt die Angst ... Es fühlt sich seltsam an zu gehen Wenn keiner weiß, wie viel vom Leben bleibt - für uns Es fühlt sich seltsam an, dir nachzuschau'n Nur darauf zu vertrau'n, dass wenn wir gehen Einander wiederseh'n ... Zu guter Letzt bleibt nicht mehr Als ein Mensch, der erkennt, dass nichts Was einst ihm selbstverständlich schien, für immer ist Doch dann ist es zu spät, und kein Weg führt mehr zurück Zu dem, was dir fehlt, das dich geliebt und beseelt Zurück bleibt ein Mensch ... in Dankbarkeit Für den Moment und alle Zeit
Submitted by Dahmers Fridge — Apr 26, 2025
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