Ewigheim
Album • 2013
Viele Jahre sind vergangen Seit die Mutter mich verletzt Gänzlich ungefragt und blutend Zwischen Menschen ausgesetzt Führ ein Dasein zwischen Menschen, Ausgesetzt, doch ganz allein Das dumme Fleisch zeigt mir die Grenzen Mein Hirn den Weg, mich zu befreien Viele Jahre sollst du bluten Kratz dich nicht, doch friss den Grind Sprach der Vater, bis die Wunden Einst vernarbt, Gewohnheit sind Die im Herzen werden brennen Tag für Tag zahlst du den Preis Für ein Leben zwischen Menschen Isoliert, von Sinn befreit Führ ein Dasein zwischen Menschen, Ausgesetzt, doch ganz allein Das dumme Fleisch zeigt mir die Grenzen Mein Hirn den Weg, mich zu befreien Zurückgeworfen auf mich selbst In Gedanken, ganz allein Bleibt mir nichts und doch genug Kein Teil dieser Welt zu sein
Submitted by Dahmers Fridge — Apr 26, 2025
Komm, lass uns das Licht verstecken Bevor jeder Stern nur ein Stein Jeder Traum, den wir träumen Am Ende wertlos und klein Lass uns die Lügner bestrafen Tief in ihre Höhle gedrückt Sollen fortan sie schlafen Von Haut bedeckt und Blut geschmückt Komm, mach mir die Augen zu Auch wenn ich weine Habe alles gesehen So viel mehr als mir lieb Komm, mach mir die Augen zu Ich verschließe dir deine Vor einer Welt Die es nicht gibt Komm, lass dich küssen Bevor wir ins Dunkel marschieren Der Geschmack unsrer Lippen reicht aus Einander nicht zu verlieren Im Schutz der Nacht überwunden, Ein neues Leben beginnt Sind wir heute nicht feige Vielleicht morgen schon blind
Am Rand meiner Dinge Wird es feucht in der Welt Mein Laternchen ertrinkt Seine Flamme erzählt Von dem, was mir bleibt, Nicht mehr als die Gischt, Die ein Lied singt vom Sterben Einer Welt voll von Scherben Stehe ich in der Brandung Blicke hinaus auf die See Ich weiß, dass sie mich frisst Der Gedanke tut weh tut so weh Erbricht ihre Vorhut an Land Bin vom Abschaum verfolgt Um mein Leben gerannt vergebens Wie der Rest allen Glaubens Verlässt mich meine Seele Mit ihr der Halt Stürze taumelnd ins Meer Seine Wellen aus Fleisch Türmen sich über mir auf Reißen mich mit sich fort Soll ein Teil ihrer sein Sinkend, sich fügend und leer Komm, schreit der Abschaum Mit mir sollst du gehn In die See so unendlich, Gefräßig und schön Sei ein Tropfen der Flut Bis der letzte verschlungen Der am Ufer verzweifelt, Um sein Seelchen gerungen um ein Leben gerungen Alles endet in der Brandung Vom Salz schmerzt mein Blick auf die See Ich weiß, dass sie mich frisst Der Gedanke tut weh tut so weh Treibe hilflos im Meer Seine Wellen aus Fleisch Türmen sich über mir auf Reißen mich mit sich fort Muss ein Teil ihrer sein Sinkend, sich fügend und leer
Submitted by Pestilence — Apr 26, 2025
Lässt die Sehnsucht Tränen fließen Hilft mir Cultellus immer dann Zu vollenden Wehmuts Werk Das ich einst am Fuß begann Schneide, grabe, schneide, grabe wie der Teufel grabe, schneid Ich mich empor schneide Immer wenn ich Heimweh habe Schneid ich mir ein Stückchen ab Das ich tief im Wald vergrabe Stück für Stück steig ich hinab Lieg verteilt auf tausend Gräber Besuch mich selbst und bring mir Blut Bis auch die Hand, die mich zerteilte In einem dieser Gräber ruht Mein Körper schmilzt Die Zahl der Gräber steigt Nur ein paar Schnitte noch Nein, Cultellus wird nicht satt Stück für Stück zerteilt die Reste Bis es mich gefressen hat Grabe schneide wie der Teufel Muss mich sputen, schneller graben Denn ich weiß, was hier auf Erden bleibt Wird einst gefressen von den Ratten Und den Raben Immer wenn ich Heimweh habe Schneid ich mir ein Stückchen ab Das ich tief im Wald vergrabe Stück für Stück steig ich hinab Lieg verteilt auf tausend Gräber Such mich selbst und bring mir Blut Bis das Heimweh, wie mein Fleisch In einem dieser Gräber ruht
Submitted by Iron_Wraith — Apr 26, 2025
Ein kleiner Mensch Tritt aus dem Leben Das schattig war, potzschwere Not Er ging allein, wie schon so viele einsam vor ihm, in den Tod Kein Stein bewahrt seinen Namen Kein guter Geist, der Blumen bringt Kein Auge, das ihm Tränen schenkt Kein reines Herz, das ihm gedenkt Dies soll ein Nachruf sein An dich, den keiner recht vermisst Ein Leben wertlos rein So klein, von Herzen nie geküsst Bist unbekannt verzogen Liegst anonym im Dreck Um alles Glück betrogen An einem dunklen Fleck Ein kleiner Mensch Tritt aus dem Leben Wird ganz banal ein Stück Natur Das kaum erblüht, schon welk und krank Zerfließt im Nichts als faule Spur
Submitted by Lake of Tears — Apr 26, 2025
Wie schon so oft im Schutz der Nacht Hab ich auch heut ein Feuer mir gemacht Nicht wie gewohnt dem Frost zu widerstehen Nein ich will im Flammenmeer auf Reisen geh'n Drum frisch ans Werk, von harter Hand Wird eingeschürt bald tobt der Brand Die Funken in den Himmel schlagen Auf dass sie mich ins Jenseits tragen Mein Fleisch entfacht zur Himmelfahrt Verleihen Flügel mir die Flammen Als schwarzer Rauch steig ich empor Das Wölkchen Seele fährt von dannen Sein kleiner Leib auf Himmelfahrt, Will reisen bis vom Wind verweht Was von ihm bleibt, nicht mehr als Ruß In Ewigheim zu Boden geht Wie schon so oft hab mit Bedacht Ich mir auch heut mein Köfferchen gepackt Doch darin nicht die erprobten sieben Sachen Die mir auf Reisen die Reise komfortabel machen Nein, im Gepäck hab ich das Glück Nicht viel davon, nur ein letzter Blick zurück Auf Sonnenschein und schöne Tage Den ich ganz tief - im Herzen Am Ende doch - ins Feuer Und damit gleich - zu Grabe trage Ein armer Geist verlor sein Lachen Drum zog er aus, sich zu entfachen Was in der Not ihm auch gelang Er springt ins Feuer, das Köfferchen voran Ist sich gewiss, dass es nur besser werden kann
Submitted by NecroLord — Apr 26, 2025
Du schaust mich an Erzählst mir von der Liebe Ein letztes Mal hör ich dir zu Dann weinst du Blut Das falsche Fleisch verkrampft Und zuckt, bis es verstummt Gibt endlich Ruh Ich trag ein Herz in meiner Hand Seit ich es fern der Unschuld fand Ein falsches Herz, das Liebe schwor Bis es den Halt im Leib verlor Ein Herz, dein Herz Hat nicht verdient zu schlagen Ich trag dein Herz in meiner Hand Seit ich es ausgegraben Die Zeit vergeht Mit ihr der Brocken Fleisch Einst kalt und hart Wird langsam warm und weich Vergeht im Sonnenschein Macht die Käfer satt So wie er mich, als er noch schlug Ganz wie von selbst verraten hat Ich trag ein Herz in meiner Hand Seit ich es fern der Unschuld fand Ein falsches Herz, das Liebe schwor Bis es den Halt im Leib verlor Ein Herz, dein Herz Hat nicht verdient zu schlagen Ich trag dein Herz in meiner Hand Und werd es weiter tragen
Einsam, ach einsam Gehts zu in der Welt Die von Grund auf verdorben Und von Leben erfüllt Das so wertlos für mich Wie das meine für den Rest Hier such ich mein Glück Doch finde nur die Pest Mit mir suchten viele, Sie fanden ihr Glück Bis der Tod kam, Es sich nahm, Stück für Stück Woran sie zerbrachen Zahlten Freude in Schmerzen Jeden schönen Moment Mit einem Stück ihrer Herzen Menschen kommen, Menschen gehen Von den meisten bleibt nichts als Leere bestehen Menschen kommen, zeigen ihr Herz Was so selten, wie unendlich schön Menschen kommen, Menschen gehen Von vielen bleibt nichts, ihre Schatten vergehen Menschen kommen, zeigen ihr Herz Eine Frage der Zeit, wann sie dir genommen Triffst du eines dieser Herzen Wird es, was auch geschieht Zum Teil deiner selbst So lange es geliebt Wird warm oder kalt Deine Zeit überdauern Und wenn es noch schlägt Am Ende um dich trauern
Submitted by NecroGod — Apr 26, 2025
Du bist kein gutes Tier Doch hattest Glück, Dass was vom Schicksal Vorbestimmt In weite Ferne rückt Ein kluges Tier Das selbst erkennt Wann es besser ist zu gehen Und sich vom Leben trennt Bevor es leiden muss Den Schmerz im Herzen spürt Wie den im Fleisch Der allen Tieren gleich Wird dir bewusst, Der Schmerz hat dich erreicht Such den Schalter Am besten gleich! Das Lichtlein ausgeknipst So dich dein Herz erdrückt In Demut gehen Und nimm die Würde mit Das Lichtlein ausgeknipst Ein kluges Tier Darf selbst entscheiden So lang die Kraft noch reicht Wann zu Ende geht sein Leiden Du bist ein krankes Tier Das fern der Welt Den Zustand Mensch Über alles stellt Doch was deiner Art Tatsächlich vorbehalten Allein die Möglichkeit Das eigene Ende zu gestalten Wird dir bewusst, Dass keine Wunde heilt Geh zu Gott Am besten gehst du gleich!
Submitted by Immortal — Apr 26, 2025
Einer dieser Tage An dem vom Glück geküsst Du froh erwachst Nur mehr ein König bist Die Welt ist dein Doch voll von Hinterlist Drum gib fein acht Auf dass du nie vergisst Wenn es am schönsten ist Dann soll man gehen so sagt man Auch wenn es schmerzt, mein Freund Ich glaub ganz fest daran Wenn es am schönsten ist Sollst du gehen Nur etwas Disziplin, und alles wird Noch tausendmal so schön Einer dieser Tage An dem du schmerzgeküsst, unsanft erwachst Und ganz verbogen bist Der Tag nimmt sich dein Glück Bringt nichts als Leid und Pein Du hast die Wahl Es könnt dein letzter sein Wenn dich der Schmerz zerfrisst Ist es zu spät so sagt man Hab dich gewarnt, mein Freund Und glaub ganz fest daran Wenn dich der Schmerz zerfrisst Dann sollst du gehen Nur etwas Disziplin und alles wird Noch tausendmal so schön
Submitted by Cyberwaste — Apr 26, 2025
Wenn Zweifel an der Wurzel nagen Grab ich mich ins Kleid der Eiche Tief, ganz tief, so weit ich kann Atme schwer und halte an Unvollkommen unter Frommen Lass ich mir die Wahrheit zeigen Sehe Teile von mir gehen Dinge in mir ewig schweigen So blühen Blumen hinter List Wo der Gestank am schlimmsten ist Entsteht aus Elend neues Leben Unbefleckt regt sich ein Keim Lässt mich hoffen, ganz infam Als er den Glauben von mir nahm Dass was da kommt, einst besser wird Wächst himmelwärts der Keim Sanctum Imperium Brennend muss ich untergehen Ein freier Geist, an Leid entfacht Darf sterben und wird auferstehen Sanctum Imperium In Demut darf, wer einst gebrannt Lichterloh sein Ende finden Selbst bestimmt, von Geistes Hand So will ich frei und wie der Keim Dem Zeitgeist trotzen, 1000 Jahre Unbeirrt zum Himmel streben Am Ende selbst die Eiche sein Mich öffnen; denen, die verzweifelt Hoffnung und ein Obdach geben Auf das erblüht, was karg und rein Das Reich ist heilig Ewigheim Sanctum Imperium Brenne - Geist - Brenne
Submitted by johnmansley — Feb 11, 2026
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