Vom schwarzen Schmied
Nun sitz ich hier auf meinem Berg Das Feuer der Esse wärmt mir meinen Rücken Mein Blick, er schweift über den mir geliebten Eichenwald So lang, so fern, begann was niemand weiß und niemals wissen wird Jahrzehnte, Jahrhunderte, Jahrtausende, zogen an mir vorüber Wie des Berges immerwährende Wasserlösung Dies ist die Sage, die ich selbst verfasst Von Glück und Klage, geliebt und oft verhasst Vom Tod wie Leben, bin ich längst verwaist Mensch oder Dämon, gar ein Gott oder einfach elend Geist? Als war es gestern, lebt in mir jedwede Erinnerung fort Vater, Mutter, mein geliebtes Weib, wie auch meine Kinder Zu keiner Zeit verging der Schmerz, allein ging ich meine weit'ren Pfade All dies ist allgegenwärtig und ewig wie mein Selbst Dies ist die Sage, die ich selbst verfasst Von Glück und Klage, geliebt und oft verhasst Vom Tod wie Leben, bin ich längst verwaist Mensch oder Dämon, gar ein Gott oder einfach elend Geist?
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 30, 2026
Hoc ego scripsi ut opus saga beatitudinem Et sortium dies, et saepe dilexit odio Unsre Heimstatt ward auf einem warmen Felsen erbaut Nah der heiligen Grotte, wo man seit jeher Ahn- und Tiergeister ehrte Daselbst fuhren wir täglich ein, in kleinste Grubenbaue Flint ward unser Lohn, Bergmänner der ersten Stund' 29 Winter ward ich da, vor 8279 Jahrеn Dort war der Stein in edеlster Güte, doch zu tief die Sohle lag Mein Geist umnebelt, matt und träg war mir der Sinn Finsternis umfing mich sanft, meine Seel in finstre Teufe fuhr Wie ein Falter, flog ich durch Spalten, hin zu einem Feuer So stand ich da, vor einem Thron aus schwarzem Turmalin Der Herr der Unterwelt, der Geist des Berges Er rief meinen ätherischen Geist, in seine weite Halle Ein Wesen, von dem ich niemals gehört, wie ein Zwerg doch riesenhaft Wildes Haar aus Aragonit und ein Bart aus Obsidianen Seine Augen grün, starren aus reinstem Malachit Als sei er gar das Gestein, der Berg daselbst gewesen Ich biet dir einen Handel an, damit du weiter leben kannst Du sollst fortan mein Zögling sein, das Schicksal mit mir teilen Dann wirst du ewig, wie ich selbst; und ewig wie der Berg Du sollst den Menschen lehren, was ich nun fortan dir gelehrt Wirr ward mir der Sinn, wollt nur zurück zu meinem Lieben Die Ewigkeit, die er versprach, war mir kein Stück bewusst Glaubte gar, es wär ein Traum, aus welchem ich sogleich erwache So hab ich ihm den verhängnisvollen Eid Den verdammten Eid geschworen So erwachte ich in meiner düst´ren Grube Neben mir lag mein Bruder darnieder Am Abend noch gab ich seinen Leib, der Mutter Erde wieder Vater, Mutter, Weib und meine Kinder; alle nahm die Zeit hinfort Als ich gar meine Enkel sterben sah, verließ ich für immer diesen Ort
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 30, 2026
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