Monvmentvm
An einem trüben Tag, fuhren sie hinein 1573 Glück Auf! Wie seit Jahr und Tag zuvor Ein Donnerschlag, durchdrang Mark und Gebein Vom Himmel stürzte, ein schaurig nasser Leichenchor Doch in 80 Lachter Teufe Hörte man nur, jenes schlagen der Hauer Und das manische Poltern der Wasserkunst Doch immer schneller lief das Rad, von Unheil angetrieben Die Sturzflut ergoss sich gnadenlos, in den Berg hinein Das Rad zerbrach, erschlagen ward zuerst dessen Knecht Unten auf der Sohle schwoll ein leises Tropfen Zu einem Grollen, zu einer reißenden Wut Alles Geleucht ward erloschen, die Fahrten zerbrochen Sie stürzten durch die Grube, sind bis ins letzte Loch gekrochen 8 Männer zur Schicht, 8 in höchster in Not Doch fanden sie alle, in den schwarzen Wassern ihren Tod Oh Wilder Mann, im alten Erzgebirge Wo das schwarze Wasser, die Stollen zerfraß Oh Wilder Mann, dort treiben sie im Berge In Schwärze tanzen sie, wo sie niemals jemand erblickt Abgesoffen für alle Zeit Die Rösche zerbrochen, der Schacht verschüttet Schwarzes Grab, in nasser Teufe Dort treiben sie, noch heute im Berg Oh Wilder Mann, im alten Erzgebirge Wo das schwarze Wasser, die Stollen zerfraß Oh Wilder Mann, dort treiben sie im Berge In der Schwärze tanzen sie, wo sie niemals jemand erblickt
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 30, 2026
Hoc ego scripsi ut opus saga beatitudinem Et sortium dies, et saepe dilexit odio Unsre Heimstatt ward auf einem warmen Felsen erbaut Nah der heiligen Grotte, wo man seit jeher Ahn- und Tiergeister ehrte Daselbst fuhren wir täglich ein, in kleinste Grubenbaue Flint ward unser Lohn, Bergmänner der ersten Stund' 29 Winter ward ich da, vor 8279 Jahrеn Dort war der Stein in edеlster Güte, doch zu tief die Sohle lag Mein Geist umnebelt, matt und träg war mir der Sinn Finsternis umfing mich sanft, meine Seel in finstre Teufe fuhr Wie ein Falter, flog ich durch Spalten, hin zu einem Feuer So stand ich da, vor einem Thron aus schwarzem Turmalin Der Herr der Unterwelt, der Geist des Berges Er rief meinen ätherischen Geist, in seine weite Halle Ein Wesen, von dem ich niemals gehört, wie ein Zwerg doch riesenhaft Wildes Haar aus Aragonit und ein Bart aus Obsidianen Seine Augen grün, starren aus reinstem Malachit Als sei er gar das Gestein, der Berg daselbst gewesen Ich biet dir einen Handel an, damit du weiter leben kannst Du sollst fortan mein Zögling sein, das Schicksal mit mir teilen Dann wirst du ewig, wie ich selbst; und ewig wie der Berg Du sollst den Menschen lehren, was ich nun fortan dir gelehrt Wirr ward mir der Sinn, wollt nur zurück zu meinem Lieben Die Ewigkeit, die er versprach, war mir kein Stück bewusst Glaubte gar, es wär ein Traum, aus welchem ich sogleich erwache So hab ich ihm den verhängnisvollen Eid Den verdammten Eid geschworen So erwachte ich in meiner düst´ren Grube Neben mir lag mein Bruder darnieder Am Abend noch gab ich seinen Leib, der Mutter Erde wieder Vater, Mutter, Weib und meine Kinder; alle nahm die Zeit hinfort Als ich gar meine Enkel sterben sah, verließ ich für immer diesen Ort
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 30, 2026
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Viele Jahre schon, ward die Grube nun verlassen Schon bald begann der Niedergang, da war sie frei gefallen Einst gebar sie edles Kupfer, am End nur taubes Gestein Finster ward ihr Schlund, stank nach Verwesung und Gebein Dunkel lag die Knochengrube Bei des Scharfrichters öder Stube Die Stollen, die Schächte nun Leichensärge Siechenstätte verwesender Leichenberge 1795 wurd die Grube neu gemuthet Im alten Stollen „Zug“ fuhr man wieder ein Doch vor vieler Gerippe, Knochen und argem Gestank Stellte man nach einem Tage die Arbeit wieder ein Dunkel lag die Knochengrube Bei des Scharfrichters öder Stube Die Stollen, die Schächte nun Leichensärge Siechenstätte verwesender Leichenberge Alles verendete Vieh der letzten 50 Jahre Fand seine letzte Ruh, in der Teufe Untertage Kein Bergmann fuhr aus Furcht, jemals wieder dort hinein Hort der Seuche und Krankheit, Loch der ew'gen Pein
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 30, 2026
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Mein Tod, nicht im Licht, in Schwärze will ich wandern Mein Tod, wird meine Seel, eins mit Erd und Gestein Mæna Dauþuz ∙ Ni en Liuhtaz ∙ en Swartæ welja ik walkan Mæna Dauþuz ∙ Werþan mæne Saiwalæ ∙ ainaz med Erþæ en Spûþaz Lang zuvor, lernt ich die Lehr Von Erd, von Stein, von Ofenbrand Wie mein Vater und dessen Väter mir all zuvor Folgen wohle Söhne, wirken in des Berges Werk Lang zuvor, lernt ich, ich sie die Lehr Wie den Zwergen gleich, zu vielen Sagen erzählt Schürften wir Glasirs Laub aus Frias Leib Zerronnen nun die Zeit, gezählt all meine Tage Nahe Heljas Heim, gen die Hallen aus Stein Windes Bruder, weht totes Fleisch zu Ymirs welkem Haupt Unlängst meine Seel Untertage verweilt Knochenbrand, dorthin gebracht, wo des Himmels Feuer bar Feier ich, mit Ahn wie Zwerg, unter Hlærads Wurzelwerk Mæna Dauþuz ∙ Ni en Liuhtaz ∙ en Swartæ welja ik walkan Mæna Dauþuz ∙ Werþan mæne Saiwalæ ∙ ainaz med Erþæ en Spûþaz Auf weichem Totenbett, entweicht der wohle Odem Nach einem letzten Blick in þiazis blaue Augen Entfesselt trägt mich Feuers Bruder, feist durch alle Sphären Und fahr dann ewig ein, in das Reich aus Stein Mein Tod, nicht im Licht, in Schwärze will ich wandern Mein Tod, wird meine Seel, eins mit Erd und Gestein, mein Tod
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 30, 2026
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Monument In Stein geboren Monument Aufstieg oder Untergang? Hinunter in die Erde, tief in den Berg Um aus Finsternis, das Feuer zu schürfen Rot jenes Erste, welch die Metallkunst gebar Sonnengleich, was Gier erweckte, Silbers Schwester gar Vermählt wurd Kupfer mit grauem Zinn Ein Bastard ward die Bronze Das Erz gebar das harte Eisen Wеlches zuerst vom Himmel fiеl
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 30, 2026