In finstrer Teufe
Hart das Gebürg, härter als die Eisen Stumpf wurds Gezähe, der Helm zerbrach am Auge So schafft heran das Tenn, trocken und dürr Es lodert der Bart, das Harz beginnt zu sieden Ersticken all jene, die im bösen Wetter warn geblieben Feuersetzen, jenes taten schon die Alten Bricht den Berg mit flammenden Gewalten Vor jenen schlechten Wettern, die das Feuer gebar Abwetter qualmten aus der Grube immerdar Bis weit in die Ferne, sah man jene Zeichen Feuer ist die Kraft um Gestein zu erweichen Nach einigen Tagen fuhren die Männer wieder ein Hitze, Ruß und Gase, waren nun die große Pein Hauer treiben die Eisen in die schwarzen Spalten Stets wachsam am Firste, damit kein Sargdeckel sie bald erschlägt Feuersetzen, jenes taten schon die Alten Bricht den Berg mit flammenden Gewalten Hart das Gebürg, härter als die Eisen Stumpf wurds Gezähe, der Helm zerbrach am Auge So schafft heran das Tenn, trocken und dürr Stapel um Stapel, aufgefüllt mit harzgem Span
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 30, 2026
Hörst du es knacken in der Dunkelheit Hörst du es ächzen und knarren im Gebälk Es drückt das Gebürg mit all seiner Macht Stollen um Stollen, nieder, Gang um Gang Die Schlägel hauten, die Eisen sangen Niemand hörte das Flüstern des Grubenholzes Und Wasser tropfte aus allen rissgen Spalten Aufgeweicht war das ganze Gebürg Hörst du es knacken in der Dunkelheit Hörst du es ächzen und knarren im Gebälk Es drückt das Gebürg mit all seiner Macht Stollen um Stollen, nieder, Gang um Gang Im rußgen Dämmerlicht der Fettlaternen Eimer um Eimer schöpften die Knechte Die Jungen das Erz zur Haspel schleppten Und niemand hörte das Flüstern Staub und Steine fielen herab, die Grube brüllte Das Licht erlosch, die Balken barsten Es fiel der Berg, es fiel die Grube Es brachen die Firste, die Stempel, das Dach Ertzengel genannt, des Berges Fluch ungebannt Verwahrt mit Mann und Gezähe, 32 Lachter Teufe Vom Grabe im Berg, dem Grubenfall 1727 Zeugen die Pingen im Wald Lyrik 19.07.2016 Dauþuz
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 30, 2026
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Jahrhunderte war er in der Erde verborgen Erfüllt mit den Gedanken, dem Kummer, der alten Sorgen Alter Mann, tiefe Hallen im Innern der Berge Es ranken Sagen um Schätze wie Zwerge Alter Mann, niemand weiß wer dich einst erschuf Liegt in dir Segen oder todbringend Fluch Längst vergangenes Werk du erzählst Dein Name längst vergessen, dein Alter unbekannt Alter Mann, tiefe Hallen im Innern der Berge Es ranken Sagen um Schätze wie Zwerge Alter Mann, niemand weiß wer dich erschuf Liegt in dir Segen oder todbringend Fluch Niemand wusste von jenem alten Mann Doch plötzlich ein Durchschlag, die Einsicht gewann Furcht und Neugier befällt die Männer zugleich Wagt er den Schritt in das mythische Reich Erwartet dich Silber, Knochen und Staub Oder ist die Stätte schon längst ausgeraubt Lauert der faule Atem des Drachen darin Oder nichts als die Schwärze, die Schwärze umhin Alter Mann, tiefe Hallen im Innern der Berge Es ranken Sagen um Schätze wie Zwerge
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 30, 2026
In seinem 9 Jahr begann die Zeit Laut seinem Vater ward er nun bereit „Nun trägst du bei, zum Familienheil Im Berg verdienst du für uns deinen Teil“ Die Scheidebank war sein erster Ort Erst am Mundloch, später in der finstren Teufe Stund um Stund im trüben Schein In Karren und Körbe die Erze hinein Mit 15 wurde er des Hauers Knecht Und mit 19 erlernte er, des Hauers Recht Mit 30 ein Meister, die Knochen schon wund Die Hände taub, der Rücken geschund Nun lehrt er die Jungen noch an der Bank Blickt sie an, mit Wehmut im Herzen Erinnerst sich, als er wie sie war Was für ein Leben, würde alles geben Es anders zu leben Ein Krüppel, ein Schatten, der Bergmann so müde Sein Lohn hat nur selten den Hunger gestillt Zuletzt hat die Bergsucht seine Lungen zerfressen Ihm neimals niemand gedacht, er wurde längst vergessen
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 30, 2026
Abgeteuft ward ein neuer seigerer Schacht Am Ufer des Baches, zum waschen der Erze Niemand ahnte, was man hier zutage brachte „Gottes Gnade“ ward der Bau genannt Mit jedem Tage, matter und trüber die Sinne Man sprach schon bald von einem verfluchten bösen Ort Übel ward dem Knecht und schwächlich seine Magd Langsam und schleichend, alle vom Tod umgarnt Alle vom Tod umgarnt Die Gier der Gewerke trieb sie weiter an Sonst wäre die Grube noch frei gefallen Sie trieben sie an, bis in den Tod Machten sich reich, mit Zerstörung und Not Die Hauer und Knechte verloren ihr Haar Die Lungen befallen, blutig schwarz erbrochen Der Steiger, er wusste auch keinen Rat Der Bergmeister die Grube niemals mehr betrat Verdorrt die Ufer, Bäume blätterlos Unsichtbar und überall, giftiger Schlamm Verendet lag das Vieh am Grund Die Mühle blockiert mit stinkendem Aas
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 30, 2026
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Niemand sieht auch leiden Niemand sieht euch sterben Untertage zerbrach so manche heile Welt Untertage in der Knochenmühle zerrieben In finstrer Teufe, im Schoße der Erde Dort wohin das Licht sich niemals verirrt In finstrer Teufe, in den Schichten der Zeit Dort wo siechend Werk dich zerbricht Untertage zerbrach so manche heile Welt Untertage in der Knochenmühle zerrieben Aller Mühsal und Tortur zum Trotz Wird tiefer und länger und weiter der Ort Für Eisen, Kupfer, Kohle und Silber Lässt der Bergmann sein Leben ziehn Ein Reiz liegt in der Teufe Wenn Lichtertanz in den Stollen spielt Ein neuer Ort, ein neuer Gang Freigeschlagen mit des Eisens Zwang In finstrer Teufe deine Welt zerbricht Untertage zerbrach so manche heile Welt Untertage in der Knochenmühle zerrieben In finstrer Teufe, im Schoße der Erde Dort wohin das Licht sich niemals nie verirrt In finstrer Teufe, in den Schichten der Zeit Dort wo siechend Werk dich zerbricht
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 30, 2026
Fürchterlich, zieht herauf ein Gestank Aus der Schwärze des alten Mannes Der Durchbruch in ein altes Reich Bringt Leid und das Ende zugleich Tief im Berge, lauert der Tod Böse Wetter, Feuer, Gift und Not Tief im Berge, lauert der Atem des Drachen Verbrennt eure Seelen, speit Gase aus seinem Rachen Der Steiger er schreit, löscht die Laternen Doch der Geist umnebelt, wie wirr Augen weiten sich, Eisen fallen zu Boden Auf die Lungen springt das üble Tier Der Durchbruch in ein altes Reich Bringt Leid und das Ende zugleich Nein, böse Wetter kriechen auf die Flamme hinzu Stille, zittern und ängstliche Starre Des Drachen Zunge die Laterne beleckt Feuer und Glut verschlingen alles Leben Fürchterlich, zieht herauf ein Gestank Aus der Schwärze des alten Mannes Tief im Berge, lauert der Tod Böse Wetter, Feuer, Gift und Not Tief im Berge, lauert der Atem des Drachen Verbrennt eure Seelen, speit Gas aus seinem Rachen Tief im Berge, lauert der Tod Böse Wetter, Feuer, Gift und Not
Submitted by VladTheImpaler666 — Jun 30, 2026
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