Stiller Abschied
Ein letztes Regen im Wesen Gefolgt von quälender Stille Der Körper wird ganz kalt Das Ich zerfällt im Verborgenen Kein Danach Kein Wiedersehen Nur Sternenstaub, nichtig Aber ich atme noch Was bin ich, Wenn selbst die Erinnerung vergeht? Ein Schatten ohne Wand Ein Laut hallend, der nie existierte Denn ich war, ich will sein Werd’ nicht bleiben Zwischen Welten und Nichts Keinen Ort, keinen Namen, keinen Trost Die Angst schleicht sich an, statt zu schreien Wie das Bewusstsein, dass nichts bleibt Der Weg zeigt sich ganz ohne Schwelle Dir erscheint kein Licht Nur ein endloser Fall ins Nichts Umwoben von Dunkelheit Und niemand schaut hin Kein Danach, nur Sternenstaub Ich war, doch war das je genug? Gedanken wie Rauch In einem Raum ohne Wände
Submitted by The Void — Jul 05, 2026
Eine Leere, die atmet Jede Regung ausdruckslos Zwischen Sekunden Zerläuft das Ich Vernebelnde Gedanken So laut, doch nicht klar Der Körper kreischend, die Seele still Eine Lichtgestalt, gefangen im Schatten Ungehört mein Schmerz, von sich aus formlos Lautlos, doch er frisst mich auf Ob ich noch bin, Verzweiflung der Beweis Noch bevor er geboren wird, stirbt der Schrei Wie Glas zerbrechend, mein Geist verwelkt Ein Herz, das nur aus Gewohnheit schlägt Niemand hört, alle sehn’ Vielleicht war das nie anders Niemand muss hörn’ Weil nichts je zählt
Submitted by The Void — Jul 05, 2026
Sie standen da, als wärst du wichtig gewesen So fest wie sie weinten, so still ist es jetzt Du hast bedeutet Momente der Freude Doch Bedeutung, kein Garant Für Schutz vor dem Nichts Es fällt ein Regen, trocken doch nass Nimmt deine Spuren, die du hinterliesst Namen verwittert, das Moos verschluckt den Stein Immer seltener besucht, dein neues Daheim Dein neues Daheim Dein Gesicht, Vergessen in den Gesichtern der nächsten Selbst Erinnerungen sterben, Nicht nur die schwächsten Ich kam mit Blumen, mit Tränen, mit flackerndem Licht Dein Grab war voll, nun leer, ein letztes Gedicht Vergessen, bald trifft es mich Dein Ort wurde zu Erde und sonst nichts
Submitted by The Void — Jul 05, 2026
Kalter Schleier, langsam senkt er sich Still und schwer, will er dich Im Nebel verschwindend Silhouetten schluckend, schattenleer Ich rief deinen Namen Doch du drehst dich nicht mehr um Du gehst weiter, so beissend die Kälte Du hörst nicht, egal wie ich schreie Du verlässt mich, ohne es zu wollen Im Grau bricht deine Stimme, du schwindest fort J’ai couru jusqu’à ce qu’il ne reste plus rien Seul le silence à découvrir Dans la brume tu t’en es allé Emportant ma lumière Des pas comme les miens À ta recherche Sans lumière pas de direction Le chemin devant moi s’assombrit encore J’ai essayé de te suivre Quand je me suis perdu Pris par la brume Tu l’es devenu Soudain il t’a emporté Alors je t’ai suivi Je t’ai suivi
Submitted by The Void — Jul 05, 2026
(Bedeutung ist ein Geräusch, Warte lange genug und es verstummt) Welt aus Schall, und Rauch Voller Schmerz Im Kopf, ein ständiger Lärm Hinter leeren Augen, pochende Angst Alles schreit Doch niemand meint Wir sind nichts weiter Als das Echo der Schöpfung Leere Schreie aus Licht Umgeben von Stille, so es scheint Lorsqu’on écoute, un grondement noir vient des étoiles Un tumulte galactique, des mondes qui s’entrechoquent L’illusion d’un sens, d’un au-delà Tout ce qui a été ne le sera jamais plus La recherche de « l’après » Ce que l’on trouve, c’est « plus jamais » Bien que je m’éteigne maintenant Le dernier jour est enfin venu Le monde résonne, la vie hurle Et à la fin… il ne reste rien qui crie encore
Submitted by The Void — Jul 05, 2026
Zu treiben, ohne Form, ohne Ziel Von Funken geleitet, verfallend dem Drang Das letzte Flackern versuchend zu fangen Zeit, ein Irrtum, ein Licht ohne Richtung In Tiefe zu enden, leerer als die Leere selbst Im Nichts, nie explodierend, sondern nur erstickt So ist es doch der Moment In dem nichts mehr geschieht So offenbart sich das Danach Ein Abgrund, aller Dinge Ende Wozu der Kampf, kein Gedanke überlebt Existenz im Loch, nur Entropie steigt Absolute Kälte, nun immerwährend Kein Funken mehr, der leitet Kein Funken mehr Jede Zelle meines Körpers kennt den Abgrund Du kennst ihn auch, der Moment nach allem Jeder Teil, jedes Atom, sie wissen wo sie enden So viele Funken, noch jagen wir sie Noch jagen wir
Submitted by The Void — Jul 05, 2026
Ein letzter Blick in leere Augen Das Licht verglimmt, ertrinkt im Schwarz Deine Wärme flieht aus tauben Gliedern und ich steh’ da, hilflos, klein Dein Schatten verblasst, im sterbenden Licht Suchend nach Spuren, in trostlosen Nächten Doch nichts bleibt Nur Asche im Wind «Warum?» Die Frage verhallt in leeren Räumen Schlägt auf kalten Stein Und zerbricht Die Zeit schlingt sich um meinen Hals Ein Strick aus schweigendem Schmerz Deine Stimme, ein Echo aus Staub Verloren in der Unendlichkeit War es Schicksal? War es Zufall? Oder nur die Gleichgültigkeit des Seins? Ich flehe zum Nichts, doch es bleibt taub Kein Blick zurück, kein Zeichen, kein Weg Und ich sinke, schwer wie die Nacht In den Abgrund und finde nichts Sie geht – Warum?
Submitted by The Void — Jul 05, 2026