Zaubererbruder: Der Krabat-Liederzyklus
Der Krieg ist kaum vergangen, noch verwüstet ist das Land Brot, Brot, Brot, gebt mir nur ein Stückchen Brot! Die Felder liegen brach und mancher Hof ist abgebrannt Die Herren dürfen schlemmen, ich muss um Almosen flehen Brot, Brot, Brot, gebt mir nur ein Stückchen Brot Ich bin ein Wenden-Junge und muss barfuß betteln gehen Ich bin ein Wenden-Junge und muss barfuß betteln gehen Die Predigt von der Kanzel, sie stillt mir den Hunger nicht Brot, Brot, Brot, gebt mir nur ein Stückchen Brot Ich zieh nur übers Land, der Heimat fern, die ich verließ Ich zieh nur übers Land, der Heimat fern, die ich... verließ
Submitted by Pestilence — Feb 27, 2026
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Sieh, wie sich das Mühlrad dreht Dort im tiefen Tale Keiner weiß, was vor sich geht Noch, was sie dort mahlen Aus dem Moor das Wasser fließt Und sich auf die Schaufeln gießt Es ist so schwarz von dunklem Torf Wie des Müllers Seele Ist es wahr, was sie im Dorf Über ihn erzählen? Hör, wie sich das Mühlrad dreht Wo nie Vögel singen Wohin niemand jemals fährt Um das Korn zu bringen Denn der Müller ist ein Mann Der so manchen Zauber kann Dort am Sumpf wie Pech und Teer An dem kalten Pfuhle Lehrt die dunklen Künste er In der Schwarzen Schule Der Müller ist ein reicher Mann Liebt's sein Gold zu horten Weil er viel' Schätze finden kann An geheimen Orten Manchmal kann man ihn nachts sehn Über Feld und Wiesen gehn Und kehrt er alsbald zurück Mit belad'nem Karren Schau schnell weg, der Böse Blick Lässt dich sonst erstarren Wer sich hin zu Mühle wagt Und nach Müllersitte Dort nach Mahl und Arbeit fragt Wird fortgejagt mit Tritten Wer beim Müller in der Not Bettelt um ein Stückchen Brot Erntet nicht Almosen, bloß Hönisches Gelächter Der Meister lässt die Hunde los Zwölf hat er als Wächter Hör, wie sich das Mühlrad dreht Immer um die Nabe Spürst du, wie die Zeit vergeht Bist du liegst im Grabe? Nur der Müller, Jahr um Jar Bleibt so jung, wie er es war Wann er die Mühle übernahm Weiß keiner mehr zu sagen Den alten Meister, als er kam Hat, sagt man, erschlagen Hör doch, wie das Rad sich dreht In der Abendkühle Ein zweites in der Stube steht In der Teufelsmühle Und die Burschen stehn im Kreis Das Gesicht von Mehl ganz weiß Keiner weiß, auf wen sie zeigt Auf dem Rad die Kerbe Doch, bei wem sie stehen bleibt Der muss heute noch sterben Die Mühle liegt im Tal geduckt Und lauert auf Beute So manchen hat sie schon verschluckt Ein Riss im Hier und Heute Manchmal sieht man Burschen ziehn Auf dem Weg zu Mühle hin Und wen der Müller eingestellt Nimmt bei sich in die Lehre Der ist verlorn für diese Welt Der wird nie wiederkehren Der ist verlorn für diese Welt Der wird nie wiederkehren
Submitted by Pestilence — Feb 27, 2026
Am Tage Kraft für das Getriebe Und Nachts da geb ich euch mein Wort Fragen sind wie Raben Diebe Sie fliegen ohne Beute fort Komm sprich mir nach, lern sie benutzen Und präg sie dir aufs Schärfste ein Zwölf von euch gehen auf ein Dutzend Doch Meister kann nur einer sein Mein ist das Wort und das Wort ist das Wissen Das Wissen ist Macht und Macht ist entrissenes Recht... Denn ich bin dein Meister Denn ich bin dein Meister Ja, ich bin dein Meister Und du bist nichts Denn ich bin dein Meister Denn ich bin dein Meister Ja, ich bin dein Meister Und du bist nichts Nichts als mein Knecht! Nun kommt herbei ihr Mühlenknaben Denn Mitternacht ist Füttrungszeit Los, pickt das Wort in kleinen Happen Und lernt im schwarzen Federkleid Du kriechst mir nach, du kannst auch rennen Und doch holst du mich niemals ein Denn Wissen kann wie Feuer brennen Zu viel davon kann tödlich sein Mit meinen Worten schaff ich Fesseln härter als Metall (denn du bist der Meister) 'S gibt keine Orte zum Verstecken, ich bin überall (denn du bist der Meister) Du bist dir nicht so recht im Klaren, welchen Preis zu zahlst (denn du bist der Meister) Nur ich alleine kenn die Wahrheit, wie die Mühle mahlt (denn du bist der Meister) Und du findest nie und nimmer einen Weg hinaus (denn du bist der Meister) Gleich wie du dich schindest, immer einen Schritt voraus (denn du bist der Meister) (2x)
Submitted by Pestilence — Feb 27, 2026
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*Das Duell* Erwischt, ertappt Setz dich zur Wehr! Nun zeig: Was hab ich dich gelehrt? Geflüster: sei ein Spinnennetz und fang die Turteltäubschen für mich ein! Klein soll ich werden. Eine Maus – Und ich schlüpfe durch die Maschen Ich bin zum Sprung bereit – und meine Hände sollen Katzentatzen sein! Spreize die Arme. Flieg als Spatz – und du kannst mich nicht erhaschen! Gefieder: und gen Himmel jetzt als Habicht – du bist schon zum greifen nah! Flügel zu Schuppen – als Forelle bin ich schnell dem Griff entwunden Mit Siebenhundert Zähnen stelle ich als Hecht dir nach – schon bin ich da! Ans Ufer als Otter – sei kalt und kälter dort im Eis gebunden! Abrakadabra! Worte sind Waffen! Abrakadabra! Sie können dich zerbrechen Abrakadabra! Ich werde neu erschaffen Abrakadabra! Ich bin das, was ich spreche Zersplittert sei das Weiher-Eis – ein Wolfsfell soll mein neuer Mantel sein! Hauerbewehrt komm ich als Keiler – und zerschmettre deine Knochen! Als Eibe rag ich auf – komm, renn dir doch den Schweine – Schädel an mir ein! Rufe den Sturm und einen Blitz – um dir deinen Saft zu kochen! Gewitter kann mir nichts – ich bin ein Feuer, das dich mit dem Rauch erstickt Packe den Sturmwind und schleudre ihn – damit ich dich verwehe! Verdichte mich zur Schlange – dort im hohen Gras entschwinde ich dem Blick Stehe als Falke in der Luft – und so werd ich dich schon sehen! Abrakadabra! Worte sind Waffen! Abrakadabra! Sie können dich zerbrechen Abrakadabra! Ich werde neu erschaffen Abrakadabra! Ich bin das, was ich spreche *Die List* Gut gekämpft, mit Wort und Tat, mit Hand und Zunge; Dafür gebührt dir nun der Lohn! Ja, dafür lernst du heute endlich, guter Junge Die allerwichtigste Lektion! Manche Nacht gelang es dir, im Buch zu lesen Und Spruch um Spruch warst du gestärkt: Am Tag verhieltst du dich, als wäre nichts gewesen Und glaubst, ich hätte nichts bemerkt? Durch Worte macht man sich die dunkle Macht zu Diensten Doch sie genügen nicht allein: Denn so tief man eintaucht in die Kunst der Künste So schwarz muss man im Innern sein Der Koraktor muss die Seele widerspiegeln Schau hinein, du wirst erkannt; Sonst bleibt er nichts als ein Buch mit sieben Siegeln Nicht umsonst wird sie die schwarze Kunst genannt Wie die Mächtigen es schon seit jeher Wissen Es gibt immer einen Kniff; Denn als Guter bist du niemals so gerissen Ein Zauberpfeil der immer trifft! Hilft am Ende nicht die finsterste Intrige; Und wenn du dich mir nicht ergibst – Kann ich dich vielleicht auch heute nicht besiegen Dann töte ich das, was du liebst! Durch Heidekraut, so wie ein Pfeil, so unbarmherzig tötlich, wenn er trifft; Gleich bin ich da, nichts mehr stellt sich zwischen mich und meine Beute Dort liegt sie hinterm Weidenstrauch und von den spitzen Zähnen tropft das Gift Den falschen Geliebten hast du dir gewählt und darum stirbst du heute! Abrakadabra! Worte sind Waffen! Abrakadabra! Sie können dich zerbrechen Abrakadabra! Ich werde neu erschaffen Abrakadabra! Ich bin das, was ich spreche *Der Tod* Ich sehe nur ganz kurz Eine Schlange sich fortwinden; Ich fang dich noch im Sturz Und seh das Leben schwinden Oh, Liebste, bleib bei mir! Wie soll ich weiterleben? Du zitterst und du frierst; Will dir einen Mantel weben Ich flüstre in dein Haar Erschaffe zarte Daunen Dein Blick ist nicht mehr klar Und zeigt nur noch Erstaunen Ein weißes Federkleid Um dich drin einzuhüllen; Ein Gefäß für kurze Zeit Um die Seele einzufüllen Dein Körper ist schon tot Doch ich muss ihn weiter wiegen; Und ich seh im Abendrot Einen Schwan zum Himmel fliegen
Submitted by Pestilence — Feb 27, 2026
Liebe Brüder, eilt herbei! Aus der Mühle muss ich scheiden Was ich war, das ist entzwei Denn der Meister fand uns beide Und so muss allein ich gehn: Lebt nun wohl, auf Wiedersehn! Und ich kann nicht mehr als Leiden Liebe Brüder, es wird Zeit! Ich muss um mein Leben rennen In aller Hast und Heimlichkeit Denn man darf mich nicht erkennen Als die Liebste sank ins Grab Legte ich meinen Namen ab Keiner soll ihn je wieder nennen Niemals waren Freunde mir je treuer Als ihr es wart in dieser schweren Zeit: Und jeder von euch ist mir lieb und teuer Doch nun bleibt mir nur noch die Einsamkeit Ich muss gehn! Ich muss gehn! Ich muss gehn! Ich muss gehn! Liebe Brüder, gebt gut acht! Ich bitte euch um eine Sache: Ich muss fort noch diese Nacht Fliegt hinaus und haltet Wache! Kommt der Müller hier hinein Muss ich längst verschwunden sein Obgleich mein Herz sinnt nur auf Rache Liebe Brüder, glaubt mir, wir Sind schon viel zu lang gekrochen: Den Koraktor nehm ich mir Und die Truhe aufgebrochen Denn nun muss ich endlich fort Doch es ist das letzte Wort In dieser Sache nicht gesprochen Niemals waren Freunde mir je treuer Als ihr es wart in dieser schweren Zeit: Und jeder von euch ist mir lieb und teuer Doch nun bleibt mir nur noch die Einsamkeit Ich muss gehn! Ich muss gehn! Ich muss gehn! Ich muss gehn! Liebe Brüder, es wird Zeit: Höchste Zeit, das wir uns wehren! Doch wir sind niemals so weit Denn alles wird er doch nie lehren Ich wag, was keiner je gewagt: Vielleicht kommt einmal der Tag An dem ich, stark wie nie heimkehre Brüder, gebt mir nun die Hand! Mir ist's gleich, ob ich muss sterben Des Königs Schergen sind im Land Um die Burschen anzuwerben In einem Krieg, so fern von hier Werd ich von nun an Musketier Sei es zu Glück oder Verderben Ja, wir mussten so manches Abenteuer Und manch Gefahr gemeinsam überstehn: Und doch schon morgen kommt gewiss ein Neuer Es muss das Rad sich immer weiterdrehn Sich weiterdrehn Sich weiterdrehn Sich weiterdrehn Sich weiterdrehn Niemals waren Freunde mir je treuer Als ihr es wart in dieser schweren Zeit: Und jeder von euch ist mir lieb und teuer Doch nun bleibt mir nur noch die Einsamkeit Ich muss gehn! Ich muss gehn! Ich muss gehn! Ich muss gehn!
Submitted by Pestilence — Feb 27, 2026
Es ist ein Schnitter, der heißt Tod Hat Gewalt vom großen Gott Heute wetzt er das Messer Es schneid' schon viel besser Bald wird er dreinschneiden Wir müssen's erleiden Hüt' dich schön's Blümelein Was jetzt noch grün und frisch da steht Wird morgen weg gemäht Die edle Narzisse, die englische Schlüssel Die schön' Hyazint, die türkische Bind Hüt' dich schön's Blümelein! Viel' Hunderttausend ungezählt Unter der Sichel hinfällt Rotrosen, Weißlilien: Beide wird er austilgen Hier Kaiserkronen, man wird euch nicht schonen Hüt' dich schön's Blümelein! Oh König, Kaiser, Fürst und Herr Fürchtet den Schnitter sehr! Der Herzensbetrüber, je länger, je lieber Macht alles herunter, tut keinem besonders Hüt' dich schön's Blümelein! Er macht so keinen Unterschied Nimmt alles in einem Schnitt Papst, König und Kaiser, Fürst, Palast und Häuser Da liegen's beisammen, man weiß kaum ein' Namen Hüt' dich schön's Blümelein!
Submitted by Pestilence — Feb 27, 2026
Ein weiter Weg und manch ein langes Jahr Ich gind auf Straßen, fremd und Sonderbar Ich habe viele Länderer schon bereist Mit Mächtigen hab ich am Tisch gespeist In kalten Nächten und in höchster Not Teilte mit mir so mancher Knecht sein Brot Doch nie war mir ein Freund, so wie ihr's wart Was dich nicht umbringt, macht dich hart Das Schwarze Buch war bei mir alle Zeit Was ich begehrte stand schon bald bereit Und leere Taschen sind kaum ein Porblem Wer zaubern kann, der liegt nie unbequem Selten allein, ich nahm es, wie es kam Verlor mein Mitleid und auch jede Scham Tat alles, wie's nie vorher meine Art Was dich nicht umbringt, macht dich hart Verkaufe meine Kunst für teures Gold Wo Reichtum lockte stand ich bald im Sold Am Hof von Fürsten ging ich ein und aus Und lebte schon wie sie in Saus und Braus So manchem stand die Argwohn ins Gesicht Für meine Dienste liebten sie mich nicht Und doch, aus Furcht ging man mir um den Bart Was dich nicht umbringt, macht dich hart Nur gegen eins war nicht mal ich gefeit Denn wo die Macht wächst, da wächst au der Neid Gegen Intrigen und die Politik Hilft nicht einmal der Stärkste Zaubertrick Man schob mich ab, mit Geld und Ritterschlag Auf Gutsbesitz, der in der Heimat lag Der Rückzug blieb mir schließlich nicht erspart Was dich nicht umbringt, macht dich hart Ein weiter Weg und manch ein langes Jahr Ich ging auf Straßen, fremd und sonderbar Ich habe viele Länder schon bereist Mit Mächtigen hab ich am Tisch gespeist In kalten Nächten und in höchster Not Teilte mit mir so mancher Knecht sein Brot Und nie war mir ein Freund, so wie ihr's wart Was dich nicht umbringt, macht dich hart
Submitted by Pestilence — Feb 27, 2026
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Am gestrigen Morgen kam ein Reiter geritten Von Norden her, in unseren Ort Er sprach "Ihr in Schwarzkolm habt lange gelitten Viel zu lange – doch hört nur mein Wort! Wie schon eure Väter und auch deren Väter Habt ihr in seinem Schatten gewohnt In Furcht euch geduckt vor dem Herrn Übeltäter Und gebetet, dass er euch verschont! Ihr wisst es, er ist mit dem Teufel im Bunde Doch selbst der rettet ihn nun nicht mehr Er wird heute sterben, noch in dieser Stunde Wir setzen uns endlich zur Wehr!" Ja, ja dreimal Hurra Der Müller muss endlich ins Grab! Ja, ja dreimal Hurra Und die Mühle, die reißen wir ab! Der Fremde sah unsre entsetzten Gesichter Er lachte und sprach: "Lauft nicht weg! Ihr habt nichts zu fürchten Ich allein bin sein Richter Ich brauch euch zu anderem Zweck" Er wies mit dem Finger Und hieß uns zu schauen "Dort könnt ihr mein Regiment sehen!" Am Ortseingang sah man zwölf ängstliche Frauen Verschüchtert und Arm in Arm stehen "Auch ich war ein Müller Soldat weit gereister Nun folgt mir Und seid nicht mehr bang Habt keine Angst mehr Vor den Künsten des Meisters Was er kann Das kann ich schon lang!" So folgten ihm Männer und Frauen und Kinder Ob sie Bauer war'n, Knecht oder Magd Heut stehen wir auf, gegen den Leuteschinder Ja Leute heut gehts auf die Jagd Der seltsame Fremde rief aus vollen Lungen "Hey Müller, los komm jetzt heraus Oft bist du dem Tod von der Schippe gesprungen Doch damit ist es endlich aus." Da rief er heraus: "Nicht zu mir kommt der Schnitter!" Und er ließ seine zwölf Hunde los Doch die liefen schwanzwedelnd zu den zwölf Müttern Am Ende war'n Söhne sie bloß Der Fremde rief spottend: "Hast du's nicht vernommen Ein Feigling wirst du doch nicht sein Heute rechnen wir ab Und willst du nicht rauskommen So muss ich wohl zu dir hinein." Kaum sprach er es aus Da war er auch schon drinnen Und lange Zeit schien zu vergehn Ein grollender Lärm Jemand schrie wie von Sinnen Und das Mühlenrad blieb plötzlich steh'n Der Mann trat heraus Des Meisters Bezwinger "Der Teufel hol ihn, schwarze Seel' " Weiße Asche die rieselte Zwischen den Fingern Hervor, sah aus wie feinstes Mehl "Nun ist es vollbracht Ja ich konnt' ihn besiegen Doch die Rache die schmeckt mir so schal." Sprach er und auf einmal sah man Burschen liegen Wo die Hunde war'n zwölf an der Zahl "Ihr Brüder was kann es noch schöneres geben Als euch zu seh'n und ihr seid frei Ich schenk' euch Vergessen und ein neues Leben Mit dem Zaubern ist es nun vorbei Auf finstere Mächte, müsst ihr nun verzichten – Genug davon gibts ohnehin Wir wollen gemeinsam die Mühle vernichten Und es wird unser aller Gewinn." Ja, ja dreimal Hurra Wir bringen nun alles ins Lot! Ja, ja dreimal Hurra Und der teuflische Müller ist tot! Der Fremde wies uns an das Moor zu entwässern Der Sumpf wurde urbares Land Und murmelte er vor sich hin Ging uns besser Die Arbeit schon bald von der Hand Das Mühlrad' verbrannt Das Haus abgetragen Den Mühlenteich ließen wir ab Bald zeugte nichts mehr von den Schreckenstagen Davon dass es den Müller je gab Der Fremde er rief In den Augen ein Funkeln "Dies' Land soll allein eures sein!" Dann ritt er davon Und verschwand schon im Dunkeln Man hörte ihn singen allein Dann ritt er davon Und verschwand schon im Dunkeln Und wir stimmten alle mit ein
Submitted by Pestilence — Feb 27, 2026
So reitet der Gevatter Am Ende auch zu mir Geht, öffnet ihm die Gatter Und öffnet ihm die Tür! Ich bin von Herzen müde Das Ende is erreicht Der Schnitter, wie im Liede Macht alle, alle gleich So will ich von dem Bösen Und Schlechten, das mich trieb Mich in der Hoffnung lösen Dass man mir noch Vergiebt Drum werft den Höllenzwang nun In einen See so tief! Ich will den letzten Gang tun Zu dem der Schnitter rief So wenig meiner Ziele Hab ich am Schluss erreicht Es gibt der Sklaven viele Die Menschen sind nicht gleich Ihr guten, treuen Hände! Leibeigenschaft und Fron Die seien heute zu Ende Und Freiheit euer Lohn Doch bräucht' es ganze Scharen Von Zauberern, und Zeit Das Schöne zu bewahren Und die Gerechtigkeit Die Welt, sie muss sich wandeln Bin ich auch nicht mehr da Soll'n Mächtigere handeln Als ich es jemals war Hab für mein Brot gesungen So reich ich nun auch bin Einst war ich Betteljunge Und so geh ich dahin Einst waren wir wie Brüder In Freundschaft tief vereint Ich sah die zwölf nie wieder Und scheide ganz allein Was einma deine Beute Bekommt man nie zurück Sie fehlt mir, selbst noch heute Im letzten Augenblick Nun will ich nicht mehr weinen Komm,führ mich in dein Land! Will mich mit ihr vereinen In deiner sanften Hand...
Submitted by Pestilence — Feb 27, 2026
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