GeistErfahrer
Im Gleichschritt marsch! In Saus und Braus! Die Flagge senkt sich! Scheinwerfer aus! Ich lief Hand in Hand mit Gläubigen und Frommen Genauso wie mit Schurken, sündhaft und verrucht Sie glichen sich aufs Haar und liebten, sich zu widersteh'n Ich bin in dem Schwarm und mit dem Strom geschwommen - Zumindest hab ich es am Anfang noch versucht - Um dort am Horizont die Gischt des Wasserfalls zu seh'n Doch du, kehr um! Kehr um! Kehr um! Du nicht! Kehr um! Kehr um! Kehr um! Ich folgte Vätern mit Raketen oder Keulen Von Nord nach Süd, im Kreis herum, von Ost nach West Und dann zurück und dann von vorn und stets in Reih und Glied Willst du mit Wölfen wild in Chor des Rudels heulen? Schau dich gut um, wo immer du dich niederlässt Denn böse Menschen haben leider ebenfalls ein Lied Doch du, kehr um! Kehr um! Kehr um! Du nicht! Kehr um! Kehr um! Kehr um! Ab! Zurück ins Glied! Denn wer nicht einsam bleiben will, der reist in Scharen! Leb! Den Unterschied! Reiß dich heraus! Ab heute wirst du endlich geisterfahren Ich sah die Technikjünger sich zusammenrotten Sie schleiften galoppierend Seelen hinterher Bis jedem sie zerfetzt und blutig an der Leine hing Ich war so lang allein, drum flog ich mit den Motten Zum Kerzenschein, als ob es nicht das Ende wär Ich kehre um und bin statt Lichtgestalt nur ein Schmetterling Doch du, kehr um! Kehr um! Kehr um! Du nicht! Kehr um! Kehr um! Kehr um! Ab! Zurück ins Glied! Denn wer nicht einsam bleiben will, der reist in Scharen! Leb! Den Unterschied! Reiß dich heraus! Ab heute wirst du endlich Neid und Gier sind die Motoren dieser Welt, und ganz verloren Wurden sie hineingeboren, nichts stillt ihren Appetit Trägheit bremst nur unerheblich, Predigen ist so vergeblich Drin und draußen bleibt es neblig, dennoch rasen alle mit Messer, Gabel, Schere, Feuer locken Kinder ungeheuer Blinde Narren hinterm Steuer, denn der Abgrund wartet schon Finger suchen rote Knöpfe, Zungen immer Honigtöpfe Und am Ende rollen Köpfe, so will es die Tradition Doch du, kehr um! Kehr um! Kehr um! Du nicht! Kehr um! Kehr um! Kehr um! Ab! Zurück ins Glied! Denn wer nicht einsam bleiben will, der reist in Scharen! Leb! Den Unterschied! Denn über eines bist du dir schon längst im Klaren: Fühl! Was niemand sieht: Dass alle andern immer schon im Irrtum waren Los! Was auch geschieht: Reiß dich heraus! Ab heute wirst du endlich geisterfahren Geist erfahren
Submitted by SerpentEve — Feb 27, 2026
Welch ein schweres Los das Leben Und kein schwereloses Schweben In dem samt'nen Schild der Himmelstintenpoesie Immerzu Gewichte Keinen Schimmer von Gedichten; Blatt um Blatt vergeudet mit geritzter Akribie Mit den scharfen Zungenklingen Musst du dann zur Strafe singen Wie von Sinnen binnenreimen, denkst, es wäre Kunst Händeringend klagen Statt behändem Schwingenschlagen Wartend auf die Hebung in den Sphärendunst Und nun trägst du Sack und Asche Feste Knoten in dem Haar Du schmeckst Blut auf deiner Zunge Fliehst auf eigene Gefahr Heute bist du schon ein Junge Gestern warst du noch zu alt Untermalt von Blätterrascheln Stolperst du aus deinem Wald Du willst endlich ohne Zaudern Selbstverständlich lustvoll schaudern Doch du setzt auf weißen Blättern schwarze Blitze frei Willst bedenkenlos beleben Unbeschränkt dich bloß hingeben Doch statt Liebeslyrik erntest du nur Kritzelei Wenn die Musen dich nicht sehen In diffusem Licht vergehen: Jedes Wort im Keim erstickt und unverdaut verfälscht Dir will keine Rose glücken Bei dem großen Stachelpflücken Deine Stimme flüstert nur mehr Kauderwelsch Und nun trägst du Sack und Asche Feste Knoten in dem Haar Du schmeckst Blut auf deiner Zunge Fliehst auf eigene Gefahr Heute bist du schon ein Junge Gestern warst du noch zu alt Untermalt von Blätterrascheln Stolperst du aus deinem Wald Siehst du die Blätter fallen? Und lockt des Köders Duft? Du wirst dich als Retter krallen Und wirfst dich in die Luft Fühlst du in Intervallen? Und bald erfolgt der Sturz Wie Nebel im Winter wallen Dein Herbst war viel zu kurz Und nun trägst du Sack und Asche Beides steht dir furchtbar gut Nein, du willst dich nicht verletzen Doch was bleibt dir, ohne Mut? Du verbirgst dich vor den Netzen Während du die Blätter färbst Du entkommst nie ihren Maschen Und entkommst auch nie dem Herbst
Submitted by SerpentEve — Feb 27, 2026
Wir sind der Strom! Keine Kugel kann uns je erschießen Und kein Schwert schlägt wunden in den Fluss Wir sind der Strom Keine Grenze hindert uns am Fließen Wir sind der Strom und reißen alles fort, was sich erneuern muss Wir sind gefallene aus dem Himmel Werden Pfützen, werden Seen Kein Zurück, wir sind wie einmal Ausgesprochene Ideen Nur einzeln waren wir die letzten Gemeinsam werden wir die Ersten Die Reichtum-Reiche werden enden Eure Deiche bringen wir zum Bersten! Steter Tropfen höhlt den Stein Welch Kraft besitzt er schon allein! Vereint besitzen wir Gewicht Der letzte große Staudamm bricht Wir sind der Strom! Keine Kugel kann uns je erschießen Und kein Schwert schlägt wunden in den Fluss Wir sind der Strom Keine Grenze hindert uns am Fließen Wir sind der Strom und reißen alles fort, was sich erneuern muss Wir sind ein Gitternetz aus Blitzen In der Herbsgewitternacht Bringen wir das Licht ins Dunkel Werden wir zur Übermacht Ausuferns rufen wir zum Chaos Um eure Ordnung einzudämmen Wir werden eure Essen löschen Und eure Wüsten überschwemmen Steter Tropfen höhlt den Stein Welch Kraft besitzt er schon allein! Vereint besitzen wir Gewicht Der letzte große Staudamm bricht Wir sind der Strom! Keine Kugel kann uns je erschießen Und kein Schwert schlägt wunden in den Fluss Wir sind der Strom Keine Grenze hindert uns am Fließen Wir sind der Strom und reißen alles fort, was sich erneuern muss Ihr lenkt unsere Kraft in enge Bahnen, Aquädukte Auf manchen Mühlrad für Profit und noch mehr macht Lügengebäude und marode alte Machtkonstrukte Werden unterspült und so zu Fall gebracht Wir sind der Strom! Keine Kugel kann uns je erschießen Und kein Schwert schlägt wunden in den Fluss Wir sind der Strom Keine Grenze hindert uns am Fließen Wir sind der Strom und reißen alles fort, was sich erneuern muss Wir sind der Strom! Eure Inseln werden wir umschließen! Weder Rüstung rettet euch, noch Gegen-Wehr Wir sind der Strom Wo wir geflossen sind, wird bald das Leben sprießen Wir sind der Strom, und endlich mündig münden wir ins wilde Meer
Submitted by SerpentEve — Feb 27, 2026
Alle, die hinter Güte immer nur die Schwäche wittern: Sie soll'n an mir zersplittern Alle, die, um zu glänzen, feige die Geschichte klittern: Sie soll'n an mir zersplittern Jeder, der mit dem Strom schwimmt und sich fügt in alle Wellen: Der soll an mir zerschellen Alle, die and're nur aus Habgier um den Anteil prellen: Sie soll'n an mir zerschellen In diesen und in vielen and'ren Fällen: Soll'n sie an mir zerschellen Vom unablässigen Fragen "Nein, wie kann man denn nur?" Schmerzt dir dein muskulöser Kiefer Wie viel kannst du noch ertragen? Ist die Panzerstruktur Statt aus Granit aus schwachem Schiefer? Du lässt dich langsam versteinern ... Härte! Härte! ... dein Herz dir künstlich verkleinern Härte! Härte! Bist du ein Fels in der Brandung? Härte! Härte! Nur dünne Haut als Umwandung Härte! Härte! Jeder, der nichts als Kälte abgibt, ohne je zu zittern: Der soll an mir zersplittern Jene, die mir den Maulkorb wünschen und mich hinter Gittern: Sie soll'n an mir zersplittern Alle, die Mauern bauen mit den abgenutzten Kellen: Sie soll'n an mir zerschellen Alle, die sich aus Falschheit automatisch nur verstellen: Sie soll'n an mir zerschellen In diesen und in vielen and'ren Fällen: Soll'n sie an mir zerschellen Vom unablässigen Fragen "Nein, wie kann man denn nur?" Schmerzt dir dein muskulöser Kiefer Wie viel kannst du noch ertragen? Ist die Panzerstruktur Statt aus Granit aus schwachem Schiefer? Du lässt dich langsam versteinern ... Härte! Härte! ... dein Herz dir künstlich verkleinern Härte! Härte! Bist du ein Fels in der Brandung? Härte! Härte! Nur dünne Haut als Umwandung Härte! Härte! Niemand teilt mehr deine Werte Deshalb wirst du so menschenscheu Darum die Wut, die in dir gärte So wie ein giftiges Gebräu Denn du besitzt sie nicht, die Härte Weder deutsch noch wirklich neu Als ob sich jemand darum scherte Doch bleibst du dir am Ende treu Doch niemand sonst: Die Welt bleibt immer die verkehrte Begreifst du nicht, was man dich so vergeblich lehrte? Dir fehlt, was sich wie Krebs in dieser Welt vermehrte! Es mangelt dir an einer Eigenschaft: Es fehlt dir schlicht an Härte! Härte! Du lässt dich langsam versteinern ... Härte! Härte! ... dein Herz dir künstlich verkleinern Härte! Härte! Bist du ein Fels in der Brandung? Härte! Härte! Nur dünne Haut als Umwandung Härte! Härte!
Submitted by SerpentEve — Feb 27, 2026
Kommt einmal der Tag An dem, wenn du von Leuten sprichst Du nicht nur an "die And'ren" und an "Feinde" denkst? Kommt einmal der Tag An dem, wenn du das Schweigen brichst Du deine Worte nicht mehr an taube Ohr'n verschenkst? Kommt einmal der Tag An dem du, wenn du dich nur traust Entdecken kannst, was hinter all den Masken steckt? Kommt einmal der Tag An dem du, wenn du tiefer schaust Du wünschst, die Wahrheit bliebe besser unentdeckt? Vielleicht kommt dieser Tag ja nie Deshalb versuch ich wie verrückt Zumindest zu dir durchzubrechen Und das ist ein Versprechen Dank all meiner Schwächen Werd ich immer nur noch stärker Ich versuch's wie ein Berserker Und befrei uns aus dem Kerker Will nur, dass dies eine glückt! Wenn dieser Tag doch niemals kommt An dem der Himmel mit dir lacht Und alles hell und strahlend macht Dann bleibt dir immer noch die Nacht! Carpe noctem Carpe noctem Carpe noctem Dann bleibt dir immer noch die Nacht! Kommt einmal der Tag An dem du angekommen bist Und dich der Spezies Mensch doch zugehörig fühlst? Kommt einmal der Tag An dem du, wenn du dich vergisst Mit süßem Blut die Bitterkeit herunterspülst? Vielleicht kommt dieser Tag ja nie Deshalb versuch ich wie verrückt Zumindest zu dir durchzubrechen Und das ist ein Versprechen Dank all meiner Schwächen Werd ich immer nur noch stärker Ich versuch's wie ein Berserker Und befrei uns aus dem Kerker Will nur, dass dies eine glückt! Wenn dieser Tag doch niemals kommt An dem der Himmel mir dir lacht Und alles hell und strahlend macht Dann bleibt dir immer noch die Nacht! Carpe noctem Carpe noctem Carpe noctem Dann bleibt dir immer noch die Nacht! Ist es auch das Allerletzte, was ich jemals tue: Ich will mit dir zu Lied und Aufschrei werden In der Ewigkeit herrscht weiter nichts als Totenruhe Wir sind das wahre Paradies auf Erden Wenn dieser Tag doch niemals kommt An dem der Sonnenschein dich blendet Carpe noctem Carpe noctem Wie man's auch alles dreht und wendet Siehst du, bevor das alles endet: Carpe noctem Dann bleibt dir immer noch ... Wenn dieser Tag doch niemals kommt An dem der Himmel mir dir lacht Und alles hell und strahlend macht Dann bleibt dir immer noch die Nacht! Carpe noctem Carpe noctem Carpe noctem Dann bleibt dir immer noch die Nacht! Dann bleibt dir immer noch die Nacht! Dann bleibt dir immer noch die Nacht!
Submitted by SerpentEve — Feb 27, 2026
Kritzel, Kitzel, Feder Mag Wasser wirklich jeder? Wer will schon wenn er nachdenkt, in die Jugendzeit zurück? Ist weit Entferntes kleiner, und sieht dich wirklich keiner? Und wenn du einfach still verharrst, bemerkt dich dann das Glück? Sind alle Männer Schweine, sämtliche Frauen keine? Sind alle Menschen gleich, und ist das schon intolerant? Sind wir allein im Weltraum? Regiert man ohne Geld kaum? Wo existiert es noch, das neue unbekannte Land? Aber taused Fragen, Abertaused Fragen sie schwirren mir im Kopf umher All die Aberwitzigen Fragen Abertaused Fragen verwirren mich und werden statt weniger mehr! Immer mehr und es dreht sich alles im Kreis Immer schneller, immer mehr Weil ich wirklich gar nichts weiß Besiegt die Liebe alles, im Falle jeden Falles? Wo findet man denn noch ein richtig gutes, treues Herz? Sag, bin ich echt dein Meister? Gibt's Gott, wenn ja, wie heisst er? Gibt es den großen Plan, ist alles nur ein übler Scherz? Sind geistig Arme selig, und wenn ich tot bin, fehl ich? Und überhaupt, wenn jemand von uns geht, wo geht er hin? Gibt es den freien Willen? Wie lange soll man stillen? Ergibt das machen in Verbindung Sinnvoll einen Sinn? Aber taused Fragen, Abertaused Fragen sie schwirren mir im Kopf umher All die Aberwitzigen Fragen Abertaused Fragen verwirren mich und werden statt weniger mehr! Immer mehr und es dreht sich alles im Kreis Immer schneller, immer mehr Weil ich wirklich gar nichts weiß Nimmt das Schicksal meinen Lauf? Nehme alles ich in Kauf, obwohl die besten Dinge gratis sind? Währt am längsten Ehrlichkeit? Wie schafft man Unentbehrlichkeit? Und warum ist Justitia nicht mehr blind? Warum hinkt man hinterher, als ob der Tag der letzte wär? Ermordet "Carpe Diem" nächsten Freitag? Nimmt man endend garnichts mit, wenn man an der Krankheit Leben litt Weil das essentielle stets in ferner Zeit lag? Ist wahre Liebe endlich, zeigst du dich bald erkenntlich? Und ist Musik als Sprachersatzfunktion universell? Wird kaum noch schön gesungen? Wer spricht in fremden Zungen? Ist Sex exotisch intensiver als konventionell? Wird alles an mir schlaffer? Ist Zauber nur Methapher? Ist Dichtung automatisch immer auch ein Konzentrat? Wie klar sind dir die Dinge Wie schuldig Schmetterlinge Wenn anderswo ein Wirbelsturm das Land verwüstet hat? Aber taused Fragen, Abertaused Fragen sie schwirren mir im Kopf umher All die Aberwitzigen Fragen Abertaused Fragen verwirren mich und werden statt weniger mehr! Immer mehr und es dreht sich alles im Kreis Immer schneller, immer mehr Weil ich wirklich gar nichts weiß
Submitted by SerpentEve — Feb 27, 2026
Ellenbogen schlugen blaue Flecken Komm, daran wirst du schon nicht verrecken! Nein, es ist gewiss kein Zuckerschlecken; Und vergiss nicht, ordentlich sie zu bedecken Und die Schmerzen zu verstecken Damit keiner sich an deinem Aussehen stört Und über deine weinerliche Art empört Und keiner dein ersticktes Stöhnen hört Weil sich das doch nicht gehört! Und so tanzt du durch die Straßen, durch die Gassen Wie ein Schatten, in graziler Eleganz Die Musik, die dich umhüllt, ist nicht zu fassen Und du windest dich im Spieß- und Rutentanz Es gibt viele Arten, um dich zu verwalten Möglichkeiten, um dich gleichzuschalten Und es lauern immer lächelnde Gestalten Die dich mit meist sanftem Druck davon abhalten Dich als Wesen zu entfalten Schon als Kind hat man dir eingebläut Dass man jede Schwäche bald bereut Als gebranntes Kind, das Feuer scheut Hast du verlernt, wie man sich freut Unter Schmerzen reißt du dich von deinen Gleisen Aus den Bahnen ihrer eingefahr'nen Welt Du brauchst keinen, der dich lenkt auf deinen Reisen Keinen, der die harten Weichen für dich stellt Und so tanzt du durch die Straßen, durch die Gassen Wie ein Schatten, in graziler Eleganz Die Musik, die dich umhüllt, ist nicht zu fassen Und du windest dich im Spieß- und Rutentanz Unter Schmerzen reißt du dich von deinen Gleisen Aus den Bahnen ihrer eingefahr'nen Welt Du brauchst keinen, der dich lenkt auf deinen Reisen Keinen, der die harten Weichen für dich stellt
Submitted by SerpentEve — Feb 27, 2026
Wann kommt der Schnee, der wie ein Mantel sich um dieses Elend legt Und diese wunde Erde sanft zur Nacht bedeckt? Und uns're Gräueltaten vor dem Mond versteckt Ein tiefer Schlaf im weißen Bett ist ganz perfekt Es mag wohl sein, es kommt der Tag, an dem sich wieder etwas regt Dort unterm Eis, doch keiner wird sich dran erfreu'n Es ist auch niemand da, um es noch zu bereu'n Und niemand, um die Saat im Frühling auszustreu'n Wann kommt der Winter? Wann kommt der Winter? Wann kommt der Winter? Wann kommt der Winter? Wann kommt der Frost, der alles sein wird, was am Ende übrig bleibt Um uns die Tränen noch zu trocknen, im Gesicht? Zum Abschied glitzern sie im allerletzen Licht Und nur ein Wiederseh'n, das gibt es sicher nicht Es kommt die Zeit, an dem der letzte Sieger die Geschichte schreibt Und seine Furcht mitnimmt, im kalten Glorienschein Und endlich wird ein Ende mit dem Klagen sein Und endlich gibt es wirklich gar nichts zu verzeih'n Du bliebst verkehrt und fremd, so ließest du die eig'ne Welt im Stich Wann kommt der Winter? Und nichts besaß für dich mehr irgendeinen Wert an und für sich Wann kommt der Winter? Sahst du nie, dass es etwas gibt, das schwerer als dein Reichtum wiegt? Wann kommt der Winter? Wann kommt der Winter? Wir war'n im Krieg, und haben uns besiegt Du bliebst verkehrt und fremd, so ließest du die eig'ne Welt im Stich Wann kommt der Winter? Und nichts besaß für dich mehr irgendeinen Wert an und für sich Wann kommt der Winter? Sahst du nie, dass es etwas gibt, das schwerer als dein Reichtum wiegt? Wann kommt der Winter? Wann kommt der Winter? Wir war'n im Krieg, und haben uns besiegt Und während du durch Schneegestöber mit den letzten Schritten wankst Dich bei den Flocken für den Niedergang bedankst Ist es der Schluss, zu dem du abschließend gelangst: Wenn alles stirbt, dann stirbt auch endlich deine Angst ...
Submitted by SerpentEve — Feb 27, 2026
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Hässlich will ich für euch sein Und wie ein böser Traum Der euch nicht nur des Nachts besucht Und ihr entkommt ihm kaum Wenn Du mich fragst, warum ich hässlich bin Und wie ich leben kann, wenn ich so hässlich bin Es ist wie Du sagst, bin so hässlich und nichts wert Man sieht es mir schon an: mein Inneres verkehrt Hässlich will ich für euch sein Und wie ein böser Traum Der euch nicht nur des Nachts besucht Und ihr entkommt ihm kaum Der Spiegel eures Innern Ihr wisst es nur noch nicht Ich zeig euch eure Seele In meinem hässlichen Gesicht Könnte wenigstens versuchen, so schön wie ihr zu sein So unergründlich gut und noch so blütenrein Ich stehe abseits, eine ganze Welt entfernt So fremd, denn eure Schönheit hab ich nie gelernt Hässlich will ich für euch sein Und wie ein böser Traum Der euch nicht nur des Nachts besucht Und ihr entkommt ihm kaum Der Spiegel eures Innern Ihr wisst es nur noch nicht Ich zeig euch eure Seele In meinem hässlichen Gesicht
Submitted by SerpentEve — Feb 27, 2026
Ellenbogen schlugen blaue Flecken Komm, daran wirst du schon nicht verrecken! Nein, es ist gewiss kein Zuckerschlecken; Und vergiss nicht, ordentlich sie zu bedecken Und die Schmerzen zu verstecken Damit keiner sich an deinem Aussehen stört Und über deine weinerliche Art empört Und keiner dein ersticktes Stöhnen hört Weil sich das doch nicht gehört! Und so tanzt du durch die Straßen, durch die Gassen Wie ein Schatten, in graziler Eleganz Die Musik, die dich umhüllt, ist nicht zu fassen Und du windest dich im Spieß- und Rutentanz Es gibt viele Arten, um dich zu verwalten Möglichkeiten, um dich gleichzuschalten Und es lauern immer lächelnde Gestalten Die dich mit meist sanftem Druck davon abhalten Dich als Wesen zu entfalten Schon als Kind hat man dir eingebläut Dass man jede Schwäche bald bereut Als gebranntes Kind, das Feuer scheut Hast du verlernt, wie man sich freut Unter Schmerzen reißt du dich von deinen Gleisen Aus den Bahnen ihrer eingefahr'nen Welt Du brauchst keinen, der dich lenkt auf deinen Reisen Keinen, der die harten Weichen für dich stellt Und so tanzt du durch die Straßen, durch die Gassen Wie ein Schatten, in graziler Eleganz Die Musik, die dich umhüllt, ist nicht zu fassen Und du windest dich im Spieß- und Rutentanz Unter Schmerzen reißt du dich von deinen Gleisen Aus den Bahnen ihrer eingefahr'nen Welt Du brauchst keinen, der dich lenkt auf deinen Reisen Keinen, der die harten Weichen für dich stellt
Submitted by SerpentEve — Feb 27, 2026
Kommt einmal der Tag An dem, wenn du von Leuten sprichst Du nicht nur an "die And'ren" und an "Feinde" denkst? Kommt einmal der Tag An dem, wenn du das Schweigen brichst Du deine Worte nicht mehr an taube Ohr'n verschenkst? Kommt einmal der Tag An dem du, wenn du dich nur traust Entdecken kannst, was hinter all den Masken steckt? Kommt einmal der Tag An dem du, wenn du tiefer schaust Du wünschst, die Wahrheit bliebe besser unentdeckt? Vielleicht kommt dieser Tag ja nie Deshalb versuch ich wie verrückt Zumindest zu dir durchzubrechen Und das ist ein Versprechen Dank all meiner Schwächen Werd ich immer nur noch stärker Ich versuch's wie ein Berserker Und befrei uns aus dem Kerker Will nur, dass dies eine glückt! Wenn dieser Tag doch niemals kommt An dem der Himmel mit dir lacht Und alles hell und strahlend macht Dann bleibt dir immer noch die Nacht! Carpe noctem Carpe noctem Carpe noctem Dann bleibt dir immer noch die Nacht! Kommt einmal der Tag An dem du angekommen bist Und dich der Spezies Mensch doch zugehörig fühlst? Kommt einmal der Tag An dem du, wenn du dich vergisst Mit süßem Blut die Bitterkeit herunterspülst? Vielleicht kommt dieser Tag ja nie Deshalb versuch ich wie verrückt Zumindest zu dir durchzubrechen Und das ist ein Versprechen Dank all meiner Schwächen Werd ich immer nur noch stärker Ich versuch's wie ein Berserker Und befrei uns aus dem Kerker Will nur, dass dies eine glückt! Wenn dieser Tag doch niemals kommt An dem der Himmel mir dir lacht Und alles hell und strahlend macht Dann bleibt dir immer noch die Nacht! Carpe noctem Carpe noctem Carpe noctem Dann bleibt dir immer noch die Nacht! Ist es auch das Allerletzte, was ich jemals tue: Ich will mit dir zu Lied und Aufschrei werden In der Ewigkeit herrscht weiter nichts als Totenruhe Wir sind das wahre Paradies auf Erden Wenn dieser Tag doch niemals kommt An dem der Sonnenschein dich blendet Carpe noctem Carpe noctem Wie man's auch alles dreht und wendet Siehst du, bevor das alles endet: Carpe noctem Dann bleibt dir immer noch ... Wenn dieser Tag doch niemals kommt An dem der Himmel mir dir lacht Und alles hell und strahlend macht Dann bleibt dir immer noch die Nacht! Carpe noctem Carpe noctem Carpe noctem Dann bleibt dir immer noch die Nacht! Dann bleibt dir immer noch die Nacht! Dann bleibt dir immer noch die Nacht!
Submitted by SerpentEve — Feb 27, 2026
Kaum aus dem Kokon erbrochen Tanzt das Puppenwesen schon Biegt und wiegt die weichen Knochen Bringt sie flink in Position Es zieht weiße Nabelschnüre Aus dem seidnen Nestchen nach So, als ob es gar nichts spüre Löst es sich vom Schlafgemach In sich und im Tanz versunken Nektartropfen aufgeleckt Sich am eignen Saft betrunken Der wie Milch und Honig schmeckt Sieh die braunen Äuglein blicken Aufgerichtet, keck und schön Steht's, um Hitze auszuschicken Und beginnt sich schnell zu drehn Der Schlaf war lang, der Schlaf war tief Der Traum erschütternd bis ins Mark Nun wacht es auf, ist endlich frei Das Wesen fühlt so intensiv Der Drang zum Tanz war viel zu stark Ein Reigen wie ein Freudenschrei! Wildfang! Mein Windfang! Wildfang! Mein Windfang! Sieh es glühen und nicht frieren Dabei ist es beinah nackt Lauscht dem eigenen Pulsieren Tanzt nach dem leibeignen Takt Schöpft den Nachtwind mit den Händen Schenkt ihn dann der Welt zurück Niemals kann es sich verschwenden Lebt so ganz im Augenblick Der Schlaf war lang, der Schlaf war tief Der Traum erschütternd bis ins Mark Nun wacht es auf, ist endlich frei Das Wesen fühlt so intensiv Der Drang zum Tanz war viel zu stark Ein Reigen wie ein Freudenschrei! Wildfang! Mein Windfang! Wildfang! Mein Windfang! Sieh das Puppenwesen schweben Leicht, wie ein gehauchter Kuss Pures, makelloses Leben Weil es tanzen kann und muss Nicht die Wildheit abgeschliffen Tanzt es einen Morgen lang Nie war es so sehr ergriffen: Nun ist es der Winde Fang Da verhärten sich die Glieder Tag und Nacht als Stroboskop! Fühler warn es immer wieder Die der Sturm gen Himmel hob Wildfang! Mein Windfang! Wildfang! Mein Windfang! Der Schlaf war lang, der Schlaf war tief Der Traum erschütternd bis ins Mark Nun wacht es auf, ist endlich frei Das Wesen fühlt so intensiv Der Drang zum Tanz war viel zu stark Ein Reigen wie ein Freudenschrei! Wildfang!
Submitted by SerpentEve — Feb 27, 2026
Wann kommt der Schnee, der wie ein Mantel sich um dieses Elend legt Und diese wunde Erde sanft zur Nacht bedeckt? Und uns're Gräueltaten vor dem Mond versteckt Ein tiefer Schlaf im weißen Bett ist ganz perfekt Es mag wohl sein, es kommt der Tag, an dem sich wieder etwas regt Dort unterm Eis, doch keiner wird sich dran erfreu'n Es ist auch niemand da, um es noch zu bereu'n Und niemand, um die Saat im Frühling auszustreu'n Wann kommt der Winter? Wann kommt der Winter? Wann kommt der Winter? Wann kommt der Winter? Wann kommt der Frost, der alles sein wird, was am Ende übrig bleibt Um uns die Tränen noch zu trocknen, im Gesicht? Zum Abschied glitzern sie im allerletzen Licht Und nur ein Wiederseh'n, das gibt es sicher nicht Es kommt die Zeit, an dem der letzte Sieger die Geschichte schreibt Und seine Furcht mitnimmt, im kalten Glorienschein Und endlich wird ein Ende mit dem Klagen sein Und endlich gibt es wirklich gar nichts zu verzeih'n Du bliebst verkehrt und fremd, so ließest du die eig'ne Welt im Stich Wann kommt der Winter? Und nichts besaß für dich mehr irgendeinen Wert an und für sich Wann kommt der Winter? Sahst du nie, dass es etwas gibt, das schwerer als dein Reichtum wiegt? Wann kommt der Winter? Wann kommt der Winter? Wir war'n im Krieg, und haben uns besiegt Du bliebst verkehrt und fremd, so ließest du die eig'ne Welt im Stich Wann kommt der Winter? Und nichts besaß für dich mehr irgendeinen Wert an und für sich Wann kommt der Winter? Sahst du nie, dass es etwas gibt, das schwerer als dein Reichtum wiegt? Wann kommt der Winter? Wann kommt der Winter? Wir war'n im Krieg, und haben uns besiegt Und während du durch Schneegestöber mit den letzten Schritten wankst Dich bei den Flocken für den Niedergang bedankst Ist es der Schluss, zu dem du abschließend gelangst: Wenn alles stirbt, dann stirbt auch endlich deine Angst ...
Submitted by SerpentEve — Feb 27, 2026