Flickenpuppe
Einst war ich unbeseelter Stoff Ein Spielzeug, achtlos weggeschmissen Hab nichts gespürt und nichts gehofft Der Kopf hing tief, halb abgerissen Doch dann kamst du und hobst mich auf Und blicktest mich sehr lange an Du flüstertest: "Lauf, Püppchen, lauf!" Und ich fing prompt zu leben an Mechanisch taps ich durch die Welt Und dabei nimmt sie manchmal Schaden Was mich als Ding zusammenhält Sind dein Befehl und alter Faden Ach, wie du mein zerfetztes Sein zum Himmel schickst! Komm, mach mich heil, indem du mich zusammenflickst! Ich will, dass du mich flickst Flick mich! Flick mich! Mach mich wieder ganz Und tanz mit mir den Lebenstanz! Flick mich! Flick mich! Dein Atem hat mich auferweckt Und danach hab ich Blut geleckt Oh, bitte flick mich! Mein Innenleben quillt hervor Gib mir zurück, was ich verlor! Oh, bitte flick mich! Bitte flick mich! Ich tu, was immer du verlangst Die Folgen sind mir so egal Mein Anblick macht den Menschen Angst Brauchst du mich nicht: "Ab ins Regal!" Will, dass du deine Initialen auf mich stickst Komm, mach mich heil, indem du mich zusammenflickst! Ich will, dass du mich flickst Mach mich wieder ganz Und tanz mit mir den Lebenstanz! Flick mich! Flick mich! Dein Atem hat mich auferweckt Und danach hab ich Blut geleckt Oh, bitte flick mich! Mein Innenleben quillt hervor Gib mir zurück, was ich verlor! Oh, bitte flick mich! Bitte flick mich! Wünschte mir sehr Dass ich das Einzige wär Und ganz allein dein Favorit Doch was ich seh Ist eine ganze Armee Von Püppchen, die, was auch geschieht Gleich steht parat Zur bösen Tat Dort warten wir in Reih und Glied Dort warten wir in Reih und Glied Was magst du sehn, wenn du in meine Augen blickst? Nur Knöpfe, angenäht an etwas, das du flickst? An etwas, das du flickst Flick mich! Flick mich! Mach mich wieder ganz und Tanz mit mir den Lebenstanz! Flick mich! Flick mich! Dein Atem hat mich auferweckt Und danach hab ich Blut geleckt Oh, bitte flick mich! Draußen wallen Nebelschwaden Ich verlier so oft den Faden Bitte flick mich! Oh, bitte flick mich!
Submitted by MetalElf — Feb 27, 2026
Schwärzlich willkommen, ich hab dich bereits erwartet Du wirkst benommen, hast du klammheimlich genascht? Tritt näher zu mir, denn dann wird das Spiel gestartet Sag, was wünschst du dir? Warum bin ich nicht überrascht? Du hängst an meinen Lippen, fieberst dem was kommt so heiß entgegen Mit einem Fingerschnippen lösche ich das Licht - der Spannung wegen Ich bin der Fürst der Finsternis Ich bin dein Stern in tiefster Nacht Wir werden fliеgen Den Tag besiеgen Wir wollen das Leben auswringen Die Welt zum Beben bringen Blendwerk, ich hab dir Schatten mitgebracht Schmerzlich willkommen, welchen Traum willst du heut träumen? Was mag dir frommen? Welcher Wunsch wird nun erfüllt? Im Haus der Sehnsucht forsch' ich in geheimen Räumen Ich zeig dir den Fluchtweg gern, wir können fliehen - frei und wild Du hängst an meinen Lippen, fieberst dem was kommt so heiß entgegen Mit einem Fingerschnippen lösche ich das Licht - des Kitzels wegen Ich bin der Fürst der Finsternis Ich bin dein Stern in tiefster Nacht Wir werden fliegen Den Tag besiegen Wir woll'n das Leben auswringen Die Welt zum Beben bringen Blendwerk, ich hab dir Schatten mitgebracht Bist du nun zufrieden oder darf es etwas mehr sein? Denk nach, bald ist die Nacht vorbei Du hast entschieden, der Vertrag stirbt mit dem Mondschein Und dann hab ich drei Wünsche frei Ich bin der Fürst der Finsternis Ich bin dein Stern in tiefster Nacht Wir werden fliegen Den Tag besiegen Wir woll'n das Leben auswringen Die Welt zum Beben bringen Blendwerk, ich hab dir Schatten mitgebracht
Submitted by MetalElf — Feb 27, 2026