Zerfall
Still und heimlich Legt sich die Nacht über das Tal. Bettet den Ort der Stille in Dunkelheit-Sargwald. Im flackernden Schein der Totenlichter Sehe ich dein Gesicht. Dein Lachen verstummt. Es fällt nicht auf, Dass kein Leben in dir ist. Sanft legt sich der Schatten auf Dein Antlitz, das unberührt vor mir liegt. Dein Rumpf zerfetzt, ausgeweidet - einziges Zeugnis der Gewalt. Warum nur wolltest du nicht hören? Musstest mi9ch belächeln? Begreifst du jetzt, dass es falsch war? Nun ist es vergeblich... umsonst. Kein lieblich Wort verlässt deine Lippen, Kein Augenaufschlag betört mehr meinen Geist. Mein Herz - Längst tot, abgestorben vor langer Zeit. Als ich... als ich mit der Jagd begann. Schuld sind die Vorderen und du! Wie du vor mir liegst, aufgehört zu altern. Hast nicht verstanden, den Sinn nicht erkannt! Die erhabene Schönheit des Zerfalls...
Submitted by Lake of Tears — Jul 21, 2026
When the shadows are gone and the dark arises When we all become a part of the grey When you see nothing but the eyes of the beast Then you want to know where your god is When the shadows are gone and the dark arises I will sit down by your bloody side But I won't say anything - just silence around The words are in the silence when dark arises My god is the flower on the ground Which blooms in the night when dark arises My god is the cloud high above Which covers the moon when dark arises My god is the tree a thousand years old Which shadowed my fear when dark arises My god is the sea, wild and furious Which is darker than black when dark arises My god is the fire, angry and tall Which burns down all hope when dark arises My god is the stone, wise and cold Which lets me fall when dark arises My god is the wind, vital and strong Which blows me away when dark arises My god is the silence round about Just a drop, a crumb, a straw It is the second which is gone In hope that another one will come And if you want for a little time To be my goddess - to be just mine So never care for what will be My god is the moment - my god is liberty
Submitted by Lake of Tears — Jul 21, 2026
Before I lie in my bed The silence punishes my head The stars in the sky are so far away Nothing is left of the warmness of sun A frozen heart guy I've become I hate myself for what I am Now my mind's emptiness was flooded by a deep long river, coming from remembrance I lie in my bed I hear you calling The stars light my thoughts Before sleeping Forever The silver moon is sailing with us the sky is our sea Beneath the stars we ride through our fantasy Nothing is deeper than reality Every star shines like a sun in our heart Our veins are filled with the sweetest wine In our heads blow the storms of love You are dreaming on my arms Forever You Hear me calling Taste my tears See me mourning Know my fears Part my sorrows Cure my pain Save my live Again and again You stand by me for so many years You forgive me so sad thy tears Follow the road into my dark mind Show me myself that I'll never find And for all the time that will ever come You should know you are the one
Submitted by Lake of Tears — Jul 21, 2026
Der Albatros Es gibt einen Vogel, den haben Matrosen zum Herrscher gekrönt; er fliegt um die Erde vom Südpol nach Norden. Kein Ziel ist zu weit: Der Albatros kennt keine Grenzen. Er segelt mit Würde, durchwandert die Lüfte, als wär' er ein Gott; er folgt ihren Schiffen auf Hochsee, durch Klippen, berauschend sein Flug: Er sucht ihren Weg durch die See. Und krachen die Stürme mit rauher Gewalt auf den Ozeanen so unendlich weit, dann fliegt er mit Feuer und steigt ungeheuer zur Freiheit der Meere. Doch wenn er gefangen in armdicken Schlingen mit Tücke und List, dann brechen die Schwingen; es trauert das Meer, das den Herrscher vermißt: Gefangen sein heißt für ihn tot. Die Sklaven der Erde, verhöhnt und geschunden, sie teilten sein Los, wenn er lag gefesselt, verblutend am Ufer, gebrochen sein Flug: Der Albatros war ihr Symbol. Doch ruft ihn die Weite, die endlose Macht, dann stürmt er ins Freie mit maßloser Kraft; er schwingt seine Flügel, sprengt Schlösser und Riegel der Fesseln und Ketten. Und türmen sich Wände und greifen ihn Zwingen aus Wolken wie Blei; und schlagen ihn Blitze, er kämpft mit den Schwingen das Hindernis frei. Er findet den Weg auch im Orkan
Submitted by Lake of Tears — Jul 21, 2026