Weltenfresser
Die Pein die wird vorübergehn, Derlei hat manche noch viel mehr Kannst du durchs Grau den Himmel sehn, Erwart vom Leben nicht viel mehr Der andere sitzt im Kerkerloch, Kaut müde rum auf trocknem Brot Durchs Fenster zart die Sonne blitzt, Er ist glücklich kurz vorm Tod. Du trauriger Poet Zerstörst die Farben Malst grau an, was dir fehlt Als wärn es Narben Deine Sehnsucht kennt kein Ziel Du treibst durchs schale Jetzt Hast dich die ganze Zeit An der andern Glück ergötzt Denkst deine Zeit wär schlecht Kennst nur die eine In welchem schlechten Buch Gibt's Glück allein Deine Zukunft liegt im Grab So kannst du nichts erreichen Wer sein ganzes Leben darbt Kann sich mit dir vergleichen Derlei Schwarzmaler braucht jede Zeit Der Pessimist ist sich jedoch nicht genug Muss andere mit in den Abgrund ziehn Meint das Dasein wär am Leben Betrug
Submitted by Lake of Tears — Jul 21, 2026
Throw it all away in the wind All my favours shed And the roads that were build Just leading nowhere today Did you receive my letters anyway? I have nothing no more And I look to the door that never will Open again The sands carry our footsteps away You never said you'll stay But all your words were spoken By a tongue you had been token To provoke an emotion Deep inside an empty apparel You delivered a love potion So deadly in it's virtue So blinding in it's taste I took all my time to waste it On this slavery you kindly did provide For me This bottomless heart Was home for all my blindness But this hopeless adventure Will not leave me in sadness All the fear that you're hiding All the truth that you're fighting Once will flood this deep well And from the depths of this hell My spirits will rise Again in disguise To make you see once a day Don't you stand in your way And let yourself be loved-stop the Decay...
Submitted by Lake of Tears — Jul 21, 2026
Niemals weiß ich alles, was ich will Denn wenn ich lausche ist es still Ich seh' auch nichts in deinem Herz Und ich fühle nur den eignen Schmerz Die Welt ist voller Wunder doch ich bin blind dafür Ich sitze in der Stille obwohl du sprichst zu mir Ich will alles wissen - und höre dann nicht hin Und wenn ich es doch höre - versteh ich nicht den Sinn Ich spreche nicht von morgen Lache übers Jetzt Vielleicht hab ich auch Sorgen Doch mein Hirn hat sie zersetzt Vielleicht liegt in meinem Innern Der Schlüssel zur Vernunft Ich grabe nicht danach mein Freund Ich grabe nicht danach
Submitted by Lake of Tears — Jul 21, 2026
Entmenschter Mensch verfärbt in Rinden Erzählt ich nicht der Weltenuhr Durch Garben grell liebkosten Feuers Fährt nun der Sternenwagen, blinden Aschenrest fühlt ich im Kehrreim keimen Meines Herzens teuerster Verlust Geht nimmermehr im Kreis Kriech' die Flammenleiter gelblich beißend Dergleichen oft in schwarzer Frage stand Das Blatt voll nichts geschrieben wand sich in trauriger Verbannung Von Ferne gülden gleißend band Ich im Gestern mich ans Was Auch immer vor dem Abschied stand Herrlich, blutend Feder gieß' ich aus Dem schlagend Wortspiel weich ich aus Ins Elfte, nachdem das dritte Land Gescheitert war Taurus Divina, an Deiner Tafel labte sich Verwüstet Herz, mit Dir ertrank ich Zuvorderst, hinter Ungemeintem Schwall kruder Läge angstgetränktes Dich Von saftig Baumes Leib entwöhntes Blatt Verkarstet Sinn gelobter Tat Untröstbar Kind gebar die Schuld Riss auf die kaum verschorfte Naht
Submitted by Lake of Tears — Jul 21, 2026
I dance in cicles around "What's the middle point?", I ask I'm sitting under my tree And I ask him: "What's the meaning of myself?" But he dances too and I get not one wod We dance in circles around And I ask the river. "What's my path?" And for one eyeshut the river stood still and answered But the words are too deep and I can't understand one I dance in circles around and around And I see the world as clear as I can I am the tree and the tree is just me I am the river and the river is me, too I am dancing around my tree And I ask him about you my girl But his mind dances too and he gets not one word We swim in circles in our river And the water turns around us And asks: "What is the middle point? What is the center?"
Submitted by Lake of Tears — Jul 21, 2026
Dunkel schließt sich der Wald um mich Moss berührt meine Haut Wie lange ich schließ - Ich weiß es nicht Der Tag war schon längst ergraut Müde war ich von schier ewiger Suche Ich wusste nicht mehr wonach Krampfend verließen mich sämtliche Muskeln Als der finstere Hain mit mir sprach Dachte grad' an die erhabene Schönheit Wie das Licht durch die Wipfel drang Doch ich dachte auch, dass tief in der Stille Ein einzelner Vogel sang Hätt'st auf dem Weg bleiben sollen, Meinte der Wald, dort ist mein Zauber zu schwach Doch ich folgte vermessen durchs Unterholz Dem kleinen blutroten Bach Dann reißen Brombeeren tiefe Wunden Blut tropft auf trocknen Stein Von dort sprießen Flechten mit stierenden Augen Sie scheinen mich anzuschrein Sich windende Wurzeln reißen mit Kräften Arme und Beine aus Mein Torso fleht hinauf zum Himmel Doch der holt mich hier nicht raus Efeu rankt sich von allen Seiten Über meine Reste Mein letzter Gedanke < Und dann ich still verweste Dunkel schließt sich der Wald um mich
Submitted by Lake of Tears — Jul 21, 2026
Auf mir kreucht es, blüht und gedeiht, wurd' ich doch einst für's Leben geweiht, doch keimte auf mir böse Saat, die Unheil und Verderben bracht' Schlangen aus Teer graben sich tief in mein Fleisch, werden immer mehr - schneiden mich in kleine Fetzen Parasitär gedeihen dort saugende Wesen nehmen mir die Würde aus der offenen Hand Oh ja ich stinke verdorben, beschissen wurd' ich doch von dir zum Tod geweiht doch reiße ich dich mit ins Feuer leg nur noch einen Scheit hinein Schlangen aus Teer graben sich tief in mein Fleisch ich will so sehr, dass sie wieder gehen. Parasitär gedeihen dort saugende Wesen nehmen mir die Würde aus der offenen Hand Menschlein - bist du noch bei Trost - du sägst an dem Ast auf dem du sitzt Du hast mich verbannt nahmst mir die Luft zum Atmen injiziertest mir mir deinen Schweiß raubtest am Schluss mir den Verstand Menschlein - bist du noch bei Trost - du beißt die Hände die dich füttern Du gabst mir all die Wunden mein Antlitz zerschürft, zerschunden fraßt von meinem gedeckten Tisch und ich zählte die Sekunden - bis ich dich mit deinem eigenen Gift vertilge Ich träumte bald von grünen Wiesen, die sanft durchfurcht munt'ren Wassern Durchlass boten umgrenzt von Hainen, deren Bäume die ältesten Geschichten schreiben dort tummelt sich viel zart' Getier - ein jedes wohl das andre braucht doch du Menschlein warst nicht dabei, bei allem was dort auf mir kraucht deine Zeit ist längst gewesen du warst kein Ding, das lange währt Schlangen aus Teer sind am Verwesen, ich fresse sie jetzt umgekehrt Ich sehne mich nicht zurück nach meinen Parasiten Ja, auch die Erde hat mal Glück, wenn auch mit gebrochenem Genick Schlangen aus Teer verwittern bald zu neuer Erde, beißen nie mehr - nun würge ich sie zum Verfall evolutionär - nach Darwins Theorie hattest du keine Chance, dich selbst zu überleben Menschlein hat versagt Menschlein hat zu viel gewagt Menschlein hat die Welt bis zum Schluss nicht verstanden Menschen war's egal als sie selbst verschwanden Welch' wundervolle Heilung
Submitted by Lake of Tears — Jul 21, 2026