Kassandra
Unsre Haut erbebt vor Gier In unseren Körpern aus Glas Doch unsre Herzen sind nicht hier In unseren Körpern aus Glas Scheue Blicke treffen sich In unseren Körpern aus Glas Doch du siehst dich und ich nur mich In unseren Körpern aus Glas. In uns die Leere, uralter Feind küsst uns mit Mündern des Nichts. Ewiger Fremder ich liebe dich in mir Und was ich an mir hasse, hasse ich an dir Wir können nichts anderes als Spiegelbilder sein Und erträumen uns selbst im Scherbenschein. Niemals sehn wir was wir sind In unseren Körpern aus Glas Unsre Nähe macht uns blind In unseren Körpern aus Glas Was in unsrem innem liegt In unseren Körpern aus Glas Ist die Welt die uns umgibt In unseren Körpern aus Glas In uns die Leere... Ewiger Fremder... Niemals sehn wir was wir sind.
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026
Als meine Welt in Scherben lag gingst du als Sieger durch Ruinen in denen sich all das verbarg was tief in dir schon langst erloschen war Und in den Augen kalten Sterbens lag ein Lächeln unergründlich das in dir, dem Herren des Verderbens diese sonderbare Angst gebar Meine Liebe schenk ich dir, dich zu verfluchen. War es dir fremd, was du zerstört hast war es dir nur zu gut vertraut Hast du uns so abgrundtief gehasst weil wir dir selbst schon viel zu annlich warn? Meine Liebe schenk ich dir, dich zu verfluchen. Meine Seele mein Leben reich ich dir, reich ich dir für alle Zeit. Wenn die letzte Stadt gefallen Der letzte König dir zu Füßen liegt Über wen wird dann dein Schatten fallen wenn du zu siegen niemals aufhorn kannst? Wenn du dir gegenüber stehst ist dein Recht das Recht der ganzen Welt und du in deinen eignen Spuren gehst bist du es, der mit deinem Ende tanzt. Meine Seele...
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026
Hör mich, hör mich zu dir sprechen in allen Sprachen die du kennst die du schon dein eigen nennst los mich aus dem Mythos Sieh mich, als Zeichen das in dir erblüht das was ich erfahren hab nehm ich nicht mit mir ins Grab lös mich aus dem Mythos Einst bin ich ein Hoffnungsschein hier kann ich nur Scheitern sein trinke meines Lebens Wein lass mich... lass mich in dich ein. Fühl mich, spüre meine Qualen dass sie nicht vergebens sind flehen können, "seid nicht blind" los, mich aus dem Mythos Spreche, spreche was dein Herz erfahrn von allem was verloren ist was die Zeit so schnell vergisst lös mich aus dem Mythos Spreche, spreche was dein...
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026
In ihren Augen brennt ein Feuer das nicht wärmt, es ist kalt wie Metall Ihre Stimmen zu Schreien entstellt ein Chor in dumpfen Widerhall Junge Schritte, marschmonoton sind der Rhythmus neuer Zeiten Ein Geisterzug aus Illusionen die zu fernen Zielen schreiten Eure Welt, ich fürchte mich vor ihr Ihr merkt noch nicht mal wenn eine Blüte erfriert am Weg der kommenden Zeit die nicht die meine ist Ihre Worte sind Befehle ihre Lieder Kampfgeschrei Schönheit heißt für sie Stärke ihre Dummheit macht sie frei ihre Freunde - Spiegelbilder alles Fremde ist ihr Feind Hass und Leere sind ihr Führer die Luge ist was sie vereint Das dunkle Blut des Opfertieres glüht wie Wein in den Kehlen der Bestien Schon ist der Kelch zum Rand gefüllt wenn Zerstörung ihr Antlitz enthullt Und sie trinken und sie fallen das Gestern stirbt, das Morgen lacht Und bald sind wir vertrieben und sie regieren in toter Pracht. Die Partei ist Wahrheit Wir sind die Partei Die Partei ist Leben Wir sind die Partei. Die Partei ist Liebe Wir sind die Partei Die Partei ist alles Wir sind die Partei. Das System ist Wahrheit... Wir sind das System...
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026
Im grauen Atem der Zeit erblüht dein Licht von Schattenmündern umsäumt bis es zerbricht Um dich zu lieben erschuf die Nacht den lag der dich vor ihrem schwarzen Neid verbarg Ich liebe dich, nicht den Mann, nur den Menschen und das ist alles was mir bleibt. Licht, ist deine Macht Leb, und sei, Aineas In deinen Zügen kann ich Freiheit spürn und alles Fremde beginnt dich zu verfuhrn Um Mensch zu bleiben musst du weiter ziehn, wenn alle Farben aus diesen Schatten fliehn. Ich liebe dich... Zum tiefsten Grund des Wahnsinns stößt du mich hinab und trägst mich doch in hellem Sein empor zu dir In deinem Angesicht nur kann ich menschlich sein und kurz vergessen dass ich dich dennoch verlier. So schütz mich vor den Träumen Die in mir entstehn und öffne meine Augen für die Wirklichkeit. Bewahre meine Freude das Medium des Glücks besiege noch ein letztes mal für mich die Zeit. Licht...
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026
Und die Schlacht, fast wie der Regen färbt den Held mit Dreck Und wäscht den Stolz und wäscht die Schönheit Aus seinem Leibe weg Und vor mir seh ich seine Muskeln zitternd bebt die Haut es ist nicht Mord, es ist die Lust nur vor der es mir jetzt graut Ich bin die Wunde, die deine Schuld am Leben hält zu jeder Stunde rächt sie meine Welt Da bleibt nur Hass ein schwarzes Tier in meiner Eingeweide das meine Seele frisst Da bleibt nur Hass der blinde Eiter meines leeren Herzens das schon mich selbst vergisst Und der Held schlachtet sein Opfer wie der Mann die Frau Und sein Schweiß bedeckt die Leiche als erregter lau Auf dem Schlachtfeld in den Köpfen Kann er nur Sieger sein doch in der Perversion der Lebens ist er nichts als ein Schwein
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026
Ein neuer Held, in Stein geschlagen ein andrer Weg, ein großes Ziel Und hinter tausend jungen Taten Lauert doch das alte Spiel Und was da blieb waren Ruinen von Menschlichkeit vergangner Zeit... Die kleine Lüge, ward längst zur Täuschung der edle Mensch, erneut zum Tier Aus kranken Träumen wurden Visionen die Maske Stolz verdeckt nur Gier Und was da blieb...
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026
Deine Liebe, war mein Lebensraum deine Worte, nährten meinen Traum Deine Seele, ist was überdauert wenn das Ende in unsrer Mitte lauert Und alle die einst kommen, können sein wie du es bist wenn du nur fliehst von diesem Ort In diesen Nächten erstirbt alles was der lag vergisst doch die Erinnerung trag dicht (weit) fort Tief in dir ruht Menschlichkeit im Widerschein der Bestien überdauert sie die Zeit... wenn du fliehst Lass mich trauern, lass mich hier zurück werde Zukunft, erkämpf sie Stück um Stück Doch dein Schicksal kann nicht das Meine sein ich bin nur Mahnmal, das Leben es ist dein Und alle die einst kommen... Tief in dir ruht... Kehr deinen Rücken, zu diesem Schattenreich dies ist das Ende, doch es ist dein Beginn dehn dein Erben, warten in großer Pracht wenn unsre Welt, wenn unsre Welt verbrennt Schon sind wir Geister, schon aus dem Licht gedrängt und neue Herren, schänden unser Leben schon ist ihr Recht, das Recht der ganzen Welt wenn unsre Zeit, wenn unsre Zeit verwest Tief in dir...
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026
Wenn der Rausch der Zeit vergangen ist still die dunkle Hand die mit unsrem Blut Geschichte schreibt für Gott und Vaterland Wenn die Stürme dann vergangen sind zarter Regen fällt ersprießt ganz ohne unser Tun die neugeborne Welt. Dann öffnet sich der große Riss und mein Leib bricht ein Ich stürze in Unendlichkeit tief in mich hinein Hier, hier schweigen Zeit und Raum Hier, hier liegen Sein und Traum So such in dir die Quelle des Seins Schöpf aus ihr neues Leben Im Erdenschoß ersprießt ein Quell der die Welten nährt und jeden Mund speist reichlich er der ihn nicht begehrt Tief in uns schafft er Wirklichkeit den Mittelpunkt der Welt und Gott ist unser Ebenbild der uns umschlungen halt Was sind denn Götter wenn nicht die Wunder Die wir selbst in uns nicht sehn? Was ist denn Wahrheit wenn nicht das Leben Das wir niemals ganz verstehn?
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026
Im jungen Abend gähnt die müde Stadt es trinkt sich Schwärze an grauen Häusern satt In blinden Fenstern spiegelt sich der Staub in toten Bäumen rostet braunes Laub Ein neues Sterben hat begonnen und langsam trinkt es unsre Welt Ein neues Sterben hat begonnen wenn unsre Wirklichkeit zerfallt Doch Kassandra sah... Meine Augen Starrn in leere Seelen Den Feind so nah... Sprachgerippe Aus verdorrten Kehlen Fühlst du nicht wie fahle Engel Uns in totem Sein berührn? Was kannst du noch spürn? Spür wie leer es ist... Stumme Schreie Dringen durch die Gassen Wenn du dich vergisst... Lebensbilder Die in uns verblassen Merkst du nicht wie dunkle Schleier Zwischen unsren Blicken stehn? Was kannst du noch sehn? Und unsre Sprache, ein sinnentleertes Spiel streift trockne Lippen, weht zu keinem Ziel Wortlose Leere dringt tief in uns ein und küsst uns flüchtig, mit ihrem trüben Schein Ein neues Sterben... Vergangne Zeiten verheißt das Morgenrot doch unser Dasein, ist ein stiller Tod Und unsre Körper, zu krankem Bild entstellt bevölkern leblos eine leere Welt Ein neues Sterben... Doch Kassandra sah... Meine Augen...
Submitted by Iron_Wraith — Jun 06, 2026