Wegweiser
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Es beginnt So wie immer Mit einem kleinen Wort Es ritzt sich in Holz Was du bist, was du bist Es steht in den Bäumen Was du wirst, was du wirst Es fließt in der Tinte Was du fühlst, was du fühlst Es vergilbt in Büchern Was du warst, was du warst Handgeschrieben
Submitted by Corpse Defiler — Jun 27, 2026
Ein Schritt Auf weichem Grunde Ein Blick Gen des Abends Bote Der Drang Sich niederzulegen Die Sehnsucht Nach wärmender Erde Nichts kann mich halten Ich will nur fallen Ein Mantel aus Grün Den Puls der Erde fühlen Meine Krone Wird mir selbst zur Last Mein Körper Trägt die Zeichen rauer Zeit Es friert mich Bis zu meinem Kern Wandlung Geist wird zu Materie
Submitted by Corpse Defiler — Jun 27, 2026
Ein Mädchen ging zum See Jedes Jahr Ein Mädchen ging zum See Mit Wangen weiß wie Schnee Der Grüne kam vom Grund Jedes Jahr Der Grüne kam vom Grund Und küsst sie auf den Mund Das Mädchen weinte sehr Es weinte sehr Und kam dann nimmermehr Schön Agla ging zum See In Kleidern weiß wie Schnee Weiß wie Schnee Agla ging zum See Der Grüne kam vom Grund Dieses Jahr Der Grüne kam vom Grund Sie küsst' ihn auf den Mund Schön Agla ging zum See Sie ging zum See In Kleidern weiß wiе Schnee Schön Agla hat gelacht Da sang er durch die Nacht Durch diе Nacht Agla hat gelacht
Submitted by Corpse Defiler — Jun 27, 2026
Oh, da warten sie Die Geister der vergangenen Zecher Ihre Körper längst verfallen Doch ihr Durst für ewig währt So trinken sie hier Nacht für Nacht Verleihen dem Bier ihre Kraft Nehmen ein Stück von deiner Seele Auf das deine Welt sich nur noch drehe Hebt euer Glas, füllt nochmal nach Lasst ihren Geist durch euch durchziehen Hebt euer Glas, rollt rein das Fass Lasst ihren Geist durch euch Durchziehen Deine dunstigen Augen Blicken tief ins leere Glas Doch deine Zeche Soll heut' noch nicht enden Merkst du Wie sich dein Blick ach so sehr trübt? Und merkst du Wie sich dein Körper ihrem Willen fügt?
Submitted by Corpse Defiler — Jun 27, 2026
Vergessen auf einem sanften Hügel Liegt mein knorriger Körper Zerfressen durch inneres Leben Morsch durch klamme Feuchtigkeit Vergeblich greifen meine Wurzeln Grabeserde nährt nur den Tod Mit gesenktem Haupt und Krone Blicke ich ins Abendrot Der Rose heißer Dorn Des Eises kalter Atem Sie greifen nach meiner Rinde Und zehren an meiner Lebendigkeit Des Tauf nasse Umarmung Des Nebels kühler Mantel Verschwinde, oh Zackenmaul Denn ich bin Sturmgeweiht! Gewitter bricht am Horizont Schatten tanzen ihren Reigen Blitze zucken durchs Geäst Schau, kannst du die Geister sehen? Windzeit, welch Einsamkeit
Submitted by Corpse Defiler — Jun 27, 2026
Wer steht hier Im tiefsten Moor Und ruft den Nebel? Wer haust hier Im dunklen Wald Und bringt die Bäume zu Fall? Es sind Gestalten Unbenannt Allen bekannt Doch Unerkannt Wer wacht hier Auf jenem Berg Und rollt die Steine? Wer schläft hier In diesem Teich Und bringt deine Träume Hervor?
Submitted by Corpse Defiler — Jun 27, 2026
Oh, man sagt mir, dass ich schlief Wohl über 60 Jahre In einem dunklen, alten, dreckigen Loch Doch meine Zeit die war nicht einsam Es gesellte sich zu mir ein Wurm Im dunklen, alten, dreckigen Schuppen schmiegten sich um mich Leises Flüstern ins Angesicht Raunen aus alter Kehle Geschichten die verwehen Als ich 60 Jahre schlief
Submitted by Corpse Defiler — Jun 27, 2026
Durch tiefstes Tal Und festes Gebirge Nagen sie sich Bis Gestein bricht Wetze den Stein Und ritze den Fels Friss den Berg Von innen heraus Oh, wie es knirscht Wie es ächzt Im Bauch des Massivs Schlummern sie Das ewige Verdauen Es bricht Das Massiv Es rollt Das Geröll Ein Denkmal Durch Hunger erschaffen Ein Mahnmal Reckt sich zum Himmel empor Reicht bis zu den Wolken hinauf
Submitted by Corpse Defiler — Jun 27, 2026
Echo Lausche dem Wiederhall Echo Ernte das weite Wort Wer Fragen stellt Der wird belohnt Mit fernem Ruf Von alter Herkunft Doch ich es fremd Oder doch eigen Wo blieb das Wort Das ich dem Winde gab
Submitted by Corpse Defiler — Jun 27, 2026